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Kokowääh
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Regie
Til Schweiger
Drehbuch
Til Schweiger, Béla Jarzyk
Produzenten
Til Schweiger, Tom Zickler, Béla Jarzyk
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 126 min Land Deutschland Kinostart 03.02.2011 DVD-Start 19.08.2011 Blu-ray-Start 19.08.2011 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Drehbuchautor Henry schaut reichlich blöd aus der Wäsche, als eines Tages die achtjährige Magdalena vor seiner Tür sitzt und verkündet, die nächsten vier Wochen bei ihm wohnen zu wollen. Magdalenas Mutter Charlotte muss in New York einen wichtigen Gerichtsprozess hinter sich bringen und hat die Kleine kurzerhand bei ihrem leiblichen Vater abgesetzt. Henry, der von seiner Vaterschaft, die aus einem One-Night-Stand entstand, just in dem Moment erfährt, ist zunächst völlig überfordert. Da geht es ihm wie Tristan, der die ganzen Jahre dachte er sei eigentlich Magdalenas Erzeuger, und Henry beim ersten Aufeinandertreffen erstmal eine saftige Unterhaltsrechnung aufmacht. Kinderbetreuung und ein neues wichtiges Drehbuchprojekt halten Henry ordentlich auf Trapp. Und dann ist da noch seine große Liebe, die er unbedingt zurückerobern muss. Das Chaos ist perfekt…
Schauspieler
Til Schweiger, Emma Schweiger, Samuel Finzi, Jasmin Gerat, Meret Becker, Friederike Kempter, Miranda Leonhardt, Anna Julia Kapfelsperger, Jessica Richter, Misel Maticevic, Katharina Thalbach, Ulrich Wickert, Fahri Yardim, Sönke Möhring, Birthe Wolter
Filmkritik von Melanie Frommholz
Wer hätte gedacht, dass es der smarte Sunnyboy, der in „Der bewegte Mann“ den wohl bekanntesten Quickie auf einer Restauranttoilette hinlegte, einmal zum Filmemacher mit Wohlfühlgarantie bringen würde? Mit „Barfuss“ hat er alle erstaunt, mit „Keinohrhasen“ brachte er die Zuschauer zum Lachen und mit „Zweiohrküken“ hat er gelernt, dass nicht alles für eine Fortsetzung gut ist. Nun hat Til Schweiger einen Männerfilm gedreht. Denn irgendwie ist „Kokowääh“ genau das. Ein Film, in dem es um Männer geht – zwei Männer, um genau zu sein. Und deren Liebe zu einem Kind – ihrem Kind. Und ihre Rolle als Vater. Til Schweiger rückt diesem doch ernsten Thema mit Leichtigkeit, Witz und Charme zu Leibe. Ihm ist eine sensible Melange gelungen, die auch die Tragik der Situation nicht ausspart, die aber auch nicht versucht mehr zu sein als sie ist. Thematisch bleibt sich der Filmemacher treu und beackert erneut neben der Vaterthematik die Beziehungsprobleme. Treffsichere Dialoge und zündende Gags inklusive. Gespickt mit ironischen Seitenhieben auf die Filmbranche inszeniert Til Schweiger seine Geschichte auch ein wenig als Film im Film, und auch eine Liebesgeschichte ist wieder mit im Gepäck. Erneut gelingt Schweiger dabei die Klippen des Kitsches zu umschiffen und ohne Pathos der Handlung die nötige Portion Wahrhaftigkeit mitzugeben. Til Schweiger scheint seine Filmsprache gefunden zu haben. Wieder fällt dabei die stimmige Musikauswahl auf, die auch schon „Barfuss“, „Keinohrhasen und „Zweiohrküken“ prägte.
Der Star des Films ist die kleine Emma Schweiger. Die Tochter des Filmemachers hat Charme für 10 und gewinnt die Herzen im Flug. Dabei sieht auch die erwachsene Besetzung nicht schlecht aus und ist exzellent für ihre Rollen ausgewählt. Dennoch ist Emma der strahlende Mittelpunkt mit Zahnlücke, in dem mit Til Schweiger und Samuel Finzi so treffsicher besetzen Dreier-Hauptgespanns.
Natürlich könnte man mäkeln. Man könnte die ab und an etwas zu dominante Musik bemängeln oder die immer sehr stylische Kulisse, die großen Autos und übrigen „heile Welt“-Komponenten kritisieren. Doch sehr viel wichtiger ist: Til Schweigers Film funktioniert, trotz oder auch gerade wegen seiner Elemente und lässt einen mit einem wohligen Gefühl den Kinosaal verlassen. Und mit der Gewissheit gerade wohl einen der rührendsten Beiträge zum emotional schwierigen Thema Patchworkfamilie gesehen zu haben und dabei wunderbar unterhalten worden zu sein. Was will man mehr?
Wissenswertes
Til Schweiger führt bei "Kokowääh" nicht nur Regie, sondern ist zudem für das Drehbuch verantwortlich und betätigt sich als Produzent.
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Kommentare
Ralph schreibt am 29.12.11, 22:49
Insbesondere die Tochter von Til Schweiger ist einfach nur nervtötend.
? love schreibt am 28.10.11, 15:23
PERFEKT *-*
Roland schreibt am 21.02.11, 17:13
Anna, ich weiß ja nicht ob du in den falschen Film warst, aber bei mir sah man sehr wohl Emma und Til gleichzeitig..
Also für mich ist der Film einfach gelungen...
Shruikan schreibt am 15.02.11, 16:45
Kokowääh ist ein toller Film, welcher genau das hält, was man von ihm erwartet. Nämlich Witz, Charme und tolle Schaupieler, die unglaublich gut miteinander harmonieren. Vor allem natürlich Till Schweiger und seine Tochter wirken unglaublich vertraut und die Dialoge zwischen den beiden wirken natürlich und nicht einstudiert. Auch wenn die Geschichte jetzt nicht gerade ungeheure Spannung aufkommen lässt, überzeugt sie trotzdem durch jede Menge Herz und Gefühl. Toll!
Sebastian schreibt am 14.03.11, 11:12
Ich bin zugegeben kein Til Schweiger Freund. Der Film ist ein aufpolierter 50er Jahre Heimatfilm. Die gleichen heile Welt Bilder nur modern verpackt ( wir sitzen lachend mit Laptop auf der Couch). Slapstick Humor aus der untersten Schublade ( mit Dreck bespritzer Polizist) - wer da lacht hat den letzten Schuss nicht gehört. Die kleine Magdalena redet als eine für 8jährige in einer Babysprache die meine 4jährige Nachbarin an den Tag legt - nur noch nervig. Produktplatzierungen ( DHL, Mercedes, Apple), top gestylte Kinder beim Eisstand, und wer zockt der kleinen das Handy- genau, der Immigrant der noch dazu dunkelhäutig ist. Dazu die immerzu überpräsente Musik dass man den Eindruck bekommt man sitzt in einem Dauerwerbespot oder Musikvideo.
Nein Danke, keine Lust auf Klischeefernsehen - abschalten. Aber den Leuten gefällt es ja weil sie genau das sehen wollen. Und Til Schweiger serviert ihnen das in Perfektion. Und wer Erfolg hat, hat Recht. Wer sich also nur von sympathischen Charakteren berieseln lassen will ist dort bestens aufgehoben.
Christina schreibt am 08.09.11, 18:55
Normalerweise bin ich kein Fan von Til Schweiger aber Kokowääh muss man einfach gesehn haben...<3
Der ist einfach toll ;D
flo schreibt am 06.02.11, 17:11
Das Kommentar meiner Vorrednerin kann ich nicht teilen. Wir waren vom Film sehr schnell eingenommen. Er verpackt eine ernste Thematik in einer wunderschönen Geschichte. Dabei wird der Film zu keiner Zeit langweilig. Insbesondere die Filmmusik ist mehr als gelungen.
Anna schreibt am 06.02.11, 01:12
Da geht man mit einer riesen Erwartung Samstags Abends für viel Geld ins Kino und wird leider nur enttäuscht!
Die "kleine" Emma ist zwar ganz süß, jedoch auf Dauer wirklich anstrengend. Man merkt genau, dass Til Schweiger ihr jedes Wort und jede Geeste genauestens vorsagt bzw. macht. Deswegen sieht man in einem Dialog auch nie beide gleichzeitig im Bild.
Außerdem haben sich haufenweise Fehler eingeschlichen (das Ei beim Frühstück, die Kleidung der Hausdame etc.).
Am enttäuschendsten ist jedoch, dass das Lied, was im Radio überall als der Hit aus dem neuen Schweiger Film angepriesen wird (Hurts, Stay) und wirklich sehr schön ist, erst im Abspann zu hören ist.
Alles in Allem ein Film, den man sich höchstens mal auf DVD ausleihen kann für einen verregneten Sonntag Nachmittag!

