The Roommate

Filmplakat The Roommate
Regie Christian E. Christiansen  Drehbuch Sonny Mallhi  Produzenten Doug Davison, Roy Lee, Irene Yeung 
Genre Psycho-Thriller  FSK 16  Filmlänge 91 min
Land USA  Kinostart 24.03.2011  DVD-Start 25.08.2011  Verleih Sony Pictures

Story

Sara freut sich auf ihr neues, aufregendes Leben, als sie von einer amerikanischen Kleinstadt nach Los Angeles zieht, um dort am College zu studieren. Vor allem auf ihre Zimmergenossin im Wohnheim ist sie gespannt. Nervös, aber auch voller Vorfreude wartet sie auf deren Ankunft in den neuen vier Wänden und ist zunächst auch erleichtert, als die nette Rebecca das Zimmer betritt. Nur auf den ersten Blick haben die beiden jungen Frauen jedoch viele Gemeinsamkeiten, denn schon bald stellt sich heraus, dass Rebecca ein falsches Spiel spielt. Sie stellt Sara nach, beobachtet sie auf Schritt und Tritt und wird zunehmend eifersüchtiger auf das tolle Leben ihrer Zimmergenossin. Als Sara Rebeccas krankhafte Züge erkennt, ist es schon fast zu spät: Rebecca entpuppt sich als Psychopathin, die zu allem fähig ist...

Schauspieler

The Roommate Leighton Meester, Minka Kelly, Cam Gigandet, Matt Lanter, Alyson Michalka, Billy Zane, Danneel Harris, Katerina Graham, Frances Fisher, Lauren Storm, Cherilyn Wilson

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms The Roommate Erzählt Drehbuchautor Sonny Mallhi etwas über die Entstehung seines Skripts, klingt es beinahe so, als habe er einen plötzlichen Geistesblitz gehabt, bei dem ihm die innovative Idee zu dem Horror-Thriller „The Roommate“ kam. Tatsächlich scheint er als Development Executive bei der Produktionsfirma Vertigo Entertainment jedoch ein paar Jahre zu lang fremde Drehbücher „bearbeitet und veredelt“ zu haben. Sein Skript zu „The Roommate“ jedenfalls ist alles andere als originell oder neuartig, sondern basiert – das jedoch nur insgeheim – auf der Idee von Barbet Schröder, der uns vor einigen Jahren mit „Weiblich, ledig, jung sucht...“ bereits nahezu die gleiche Geschichte erzählte. „The Roommate“ ist nun also eine unter vielen Versionen des Psycho-Thrillers aus dem Jahre 1992 – und bedient sich dabei nicht nur ungeniert an einer fremden Storyidee, sondern zudem auch noch an allen klassischen Elementen, die das Genre in den vergangenen Jahrzehnten hervorgebracht hat. Insofern ist „The Roommate“ auf erzählerischer Ebene für kaum eine Überraschung gut. Wer das Genre in den vergangenen Jahren kennengelernt hat, weiß wohin der Hase läuft und wartet vergebens auf unerwartete Handlungsverläufe oder gar außerordentliche Schockmomente. Auch für Splasher-Fans bietet „The Roommate“ herzlich wenig Futter. Obwohl die Option durchaus bestand, wählte man eine überraschend unblutige Inszenierung, die bei der FSK bedenkenlos als „Jugendfrei!“ durchmarschieren kann.

Dennoch kann „The Roommate“ ein gewisse Spannung nicht abgesprochen werden. Diese wird vor allem durch Leighton Meester alias gefürchtete Zimmergenossin Rebecca geschürt, die sich wie eine tickende Zeitbombe über die Leinwand bewegt. Während man bei der Figur Sara von vorneherein kaum mit einer Überraschung rechnet, wartet man bei Rebecca nur auf die große Explosion, bei der das gänzlich Böse in ihr zum Vorschein kommt. Natürlich ist diese Erwartungshaltung des Zuschauers nicht unbedingt der spezielle Verdienst von „The Roommate“, sondern letztlich auch nur den allgemeingültigen Genreregeln zu verdanken. Dennoch rettet sich der Horror-Thriller mit der nur allmählichen Enthüllung des Bösen über die totale Langweile im Erzählfluss hinweg.

In gewisser Weise spritzig wird „The Roommate“ schließlich nur auf ganz anderer Ebene: Minka Kelly, erst neulich von einem amerikanischen Magazin zur „Sexiest Woman Alive 2010“ gekürt, präsentiert sich ebenso wie Cam Gigandet als wahrer Augenschmaus. Kameramann Phil Parmet findet immer die richtige Perspektive, um die beiden hübschen Turteltauben vor seiner Kamera in ein ästhetisch schönes und häufig auch erotisches Licht zu rücken. Ohnehin erledigt Parmet durchweg einen guten Job und fängt immer wieder außergewöhnlich aufregende Bilder ein. Zusammen mit dem tollen Soundtrack, der eingängige Melodien bereithält, wird aus „The Roommate“ auf diese Weise plötzlich ein typisch amerikanischer Collegefilm für Teenager, der innerhalb der Betrachtung seines Genres zwar nicht sonderlich hochwertig unterhält, dafür auf ganz anderer Ebene aber doch ganz nett ist. Angedacht war das von den Machern gewiss anders – aber immerhin Etwas.

Wissenswertes

The Roommate "The Roommate" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.



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