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Wer ist Hanna?
Hanna
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Regie
Joe Wright
Drehbuch
David Farr, Seth Lochhead, Joe Penhall, Joe Wright
Produzenten
Marty Adelstein, Leslie Holleran, Scott Nemes
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 111 min Land USA, Großbritannien, Deutschland Kinostart 26.05.2011 DVD-Start 08.12.2011 Verleih Sony Pictures |
Story
Hanna ist anders herangewachsen als die meisten anderen Mädchen ihres Alters: Ihr Vater, ein ehemaliger CIA-Agent, hat sie in einer abgelegenen Hütte in einem Wald in Finnland groß gezogen. Fernab jeglicher Zivilisation hat Hanna nie gelernt, was Musik ist oder was mit „küssen“ gemeint ist. Dafür hat sie andere Qualitäten: Sie ist stärker, schneller und skrupelloser als jeder andere Teenager. Sie ist eine eiskalte Killerin, perfekt ausgebildet und besser als jeder Soldat.
Ihr Vater Erik hat aus seiner Tochter jedoch nicht grundlos eine Killerin gemacht. Hanna musste darauf vorbereitet werden, was in der wirklichen Welt auf sie wartet. Erst als Hanna durch Europa reist und dort von einigen Agenten und der skrupellosen Geheimdienstlerin Marissa verfolgt wird, erschließt sich ihr nach und nach, warum sie ist, wie sie ist...
Schauspieler
Saoirse Ronan, Cate Blanchett, Eric Bana, Olivia Williams, Tom Hollander, Michelle Dockery, Cyron Bjørn Melville, Jessica Barden, Paris Arrowsmith
Filmkritik von Kathrin Lang
2007 hat Regisseur Joe Wright die noch blutjunge Saoirse Ronan in gewisser Weise entdeckt, als er sie groß in dem Drama „Abbitte“, an der Seite von Keira Knightley und James McAvoy herausgebracht. Lob erntete das Nachwuchstalent für die Darbietung der 13jährigen Briony Tallis üppig – und das nicht nur seitens der Jury der Academy Awards, die Ronan mit einer Nominierung für die beste Nebendarstellerin bedachte. Jetzt, vier Jahre später, arbeitet Wright für „Wer ist Hanna?“ erneut mit der talentierten Saoirse Ronan. Aus der einst kindlich drein blickenden Ronan ist mittlerweile jedoch ein herangewachsenes Mädchen geworden; und eine wandelbare Schauspielerin, die ihrer Aufgabe mehr als gewachsen ist. Ihre vielschichtige Rolle, die unterschiedlichen Gesichter Hannas, beherrscht die 16jährige Ronan, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. Souverän zeigt sie Hannas liebliche Seite, meistert mir Bravour die Entdeckungsreise durch eine ihr vollkommen fremde Welt, um im nächsten Moment die wilde Killernatur an die Oberfläche brechen zu lassen. Immer wieder entdeckt und präsentiert Saoirse Ronan neue Facetten ihrer Figur und überzeugt daher schnell mit einem differenzierten und authentischen Schauspiel. Bei all der Willens- und Überzeugungskraft hat es sogar der routinierte Eric Bana schwer, an der Seite von Saoirse Ronan nicht unterzugehen. Wirklich gewachsen ist dem ausdrucksstarken Spiel letztlich nur Cate Blanchett, der die Rolle der bösartigen Hexe mit roter Haarpracht und FBI-Kostüm vorzüglich steht.
Als Jäger und Gejagte bewegen sich die zwei überzeugenden Schauspielerinnen durch eine perfekte und sehr klar strukturierte Inszenierung. Neben einer dramatischen, aber doch herzlichen Geschichte über ein Mädchen, das von jeglichen gesellschaftlichen Strukturen isoliert aufgewachsen ist und die Welt nun neu für sich entdecken muss, ist „Wer ist Hanna?“ zudem ein atemloser Thriller mit vorzüglichen Actionsequenzen. Von einem packenden Soundtrack untermauert, haben es die vielen Kampf- sowie Fluchtszenen wahrlich in sich. Auch auf erzählerischer Ebene präsentiert sich „Wer ist Hanna?“ als souverän gestaltetes Kino: Joe Wrights Storytelling ist sehr geradlinig, schürt aber Spannung, indem einige Antworten auf wesentliche Fragen nur häppchenweise gegeben werden. Nachdem der Zuschauer zu Beginn kommentarlos mitten in die Geschichte katapultiert wird, erschließt sich ihm das Geschehen auf der Leinwand nur allmählich. Bis dahin verfolgt man gebannt Hannas Entdeckungsreise und Flucht, die sie durch verschiedene Länder sowie Kulturen führt, und lässt sich von ihr letztlich bis nach Deutschland mitnehmen, wo der Thriller prominent im Herzen Berlins sein fulminantes Ende findet.
Die Filmmusik, mit der die Actionsequenzen unterlegt sind, stammt von den "Chemical Brothers".
