Human Target (TV-Serie) - Staffel 1

Human Target - Season 1

Filmplakat Human Target (TV-Serie) - Staffel 1
Regie Simon West, Steve Boyum, Sanford Bookstaver, Kevin Hooks, Jon Cassar, Bryan Spicer, Paul A. Edwards  Drehbuch Stephen Scaia, Mike Ostrowski, Matthew Federman, Robert Levine, Kalinda Vazquez, Jonathan E. Steinberg, Josh Schaer, Sonny Postiglione, Zak Schwartz, Robbie Thompson  Produzenten Grace Gilroy, Matthew Federman, Stephen Scaia 
Genre TV-Serie (Action)  FSK 16  Filmlänge 504 min
Land USA, 2010  DVD-Start 01.04.2011  Verleih Warner Home Video

Story

Christopher Chance ist ein Söldner. Er lässt sich von Personen anheuern, die Schutz brauchen oder sonst eine schier unlösbare Aufgabe haben. Genau für solche Fälle ist Chance zuständig, der durch seine Kampfausbildung solche Aufträge mit hoher Erfolgsquote meistert und dafür nicht schlecht bezahlt wird. Zusammen mit Laverne Winston, der die Klienten betreut, und dem zwielichtigen Guerrero, der viele Kontakte in der kriminellen Unterwelt hat, hangelt sich Chance von einem Fall zum anderen. Dann jedoch wird Chance langsam von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt, wehrt sich aber vehement dagegen…

Schauspieler

Human Target (TV-Serie) - Staffel 1 Mark Valley, Chi McBride, Jackie Earle Haley, Lennie James, Tricia Helfer, Emmanuelle Vaugier, Amy Acker, Mark Moses, Mitch Pileggi, Grace Park, David Nykl, Alessandro Juliani, Sean Maher, Christopher Heyerdahl, Kavan Smith, Kevin Weisman, Autumn Reeser, Peter Wingfield, Erick Avari, Christina Cole, Donnelly Rhodes, Courtney Ford, Ali Liebert, Aleks Paunovic, Leonor Varela, Kenneth Welsh, Dash Mihok, Ty Olsson, Moon Bloodgood, Rey Valentin, Sam Huntington, William Mapother, Kristin Lehman, Chris Mulkey, Dylan Neal, Zak Santiago, Armand Assante, Lee Majors, Alex Fernandez, Timothy Omundson, Danny Glover

Kritik von Sascha Koch

Sascha vergibt 4 von 5 Ms Human Target (TV-Serie) - Staffel 1 Christopher Chance schießt, tritt, schlägt und demoliert Autos und auch seine Gegner. Er fliegt durch die Luft, durch Fensterscheiben, von Häuserdächern und besonders fliegen die Frauen auf ihn. In bester „James Bond“-Manier kämpft sich der stattlich charmante Mark Valley durch seine Serie und lässt dabei keinen Stein auf dem anderen - und keine seiner Weggefährtinnen ungeküsst.
Endlich hat das US-Fernsehen wieder eine erstklassige Actionserie, die rein technisch jede Menge bietet und Männerherzen höher schlagen lässt. Der Comic-Adaption gelingt es von der ersten Minute an vor allem durch zwei Dinge zu überzeugen: Die Machart und Hauptdarsteller Mark Valley.
Der kräftige Ex-Soldat verteilt und steckt ebenso ein, womit er für beeindruckende und lange Actionsequenzen sorgt. Vor allem in Mann-gegen-Mann-Kämpfen, wenn es darum geht, sich gegenseitig an die Wand oder über Tische zu schleudern, tritt Valley gekonnt imposant auf – der Kampfsport begeisterte und militärisch geschulte Hauptdarsteller ist genau der Richtige für diesen Job!
Darüber hinaus stimmt allerdings die Chemie zwischen Chi McBride und Jackie Earle Haley nicht ganz. „Human Target“ verspricht im Vorfeld ganz klar eine Actionserie mit viel Humor zu werden. Aber gerade Letzteres können die drei Protagonisten im Zusammenspiel nicht erzeugen. Dialogwitz und Situationskomik lässt die Serie von Beginn an vermissen und verrennt sich viel mehr noch in eine eher ernsthaft gehaltene Nebenhandlung, rund um die Vergangenheit von Christopher Chance. Dies mag sicherlich nicht falsch sein, doch müssen sich die Autoren klar darüber werden, ob „Human Target“ eine abgedrehte Actionserie mit Drama- oder eben mit Comedy-Elementen werden soll – beides zusammen scheint schlecht zu funktionieren.
Auch sonst dürfte klar sein, dass eine Serie wie „Human Target“ handlungstechnisch nicht sonderlich viel zu bieten hat. Die Drehbücher sind nicht überdurchschnittlich kreativ und gewährleisten eigentlich nur die Grundlage für die Action der Serie. Aber genau diese hat es in sich. Zwar von einer blöden Haudrauf-Serie weit entfernt, liegt das Hauptaugenmerk von „Human Target“ trotzdem auf Schlägereien, Schießereien und Verfolgungsjagden. Dies bekommt der Zuschauer von Episode zu Episode immer wieder in bester Qualität geboten. Die Stunts sind einwandfrei, die Effekte alles andere als langweilig und die Zweikämpfe von Chance fantastisch und ansehnlich in Szene gesetzt. Für den Actionfan hat „Human Target“ alles zu bieten und kleckert nicht. Hier wird kaputt gemacht, zusammengeschlagen und geschossen, was das Budget hergibt. Daraus resultiert in Kombination mit Valley, und dem manchmal doch recht ordentlichen Drehbuch, eine sehr unterhaltsame Mischung.

Eine weitere Stärke von „Human Target“ offenbart sich vor allem eingefleischten Serienfans, die in wirklich jeder einzelnen Episode viele bekannte Gesichter in Gastrollen entdecken können. Vor allem aus der Science-Fiction-Sparte fährt die Actionserie ein gewaltiges Kontingent an Gaststars auf, die zusätzlich begeistern können. In nur zwölf Episoden sind so viele bekannte Gesichter zu sehen, wie sonst in kaum einer anderen Serie. Als einige auffällige Beispiele seien hier Lennie James, Tricia Helfer, Emmanuelle Vaugier oder Timothy Omundson zu nennen. Toll!
Ebenso ist Bear McCreary zu erwähnen, der zu „Human Target“ die Musik liefert. Oftmals erinnern die Soundtracks zwar an „Battlestar Galactica“, doch passt genau dieser von Bear McCreary entwickelte und für ihn typische Stil einwandfrei zur Ausrichtung der Serie. Schnell und auf den Punkt gebracht – so lassen sich die Szenen in Kombination mit der Musik am besten beschreiben.

Die verschiedenen Aspekte der Serie zusammenfassend, bleibt ein guter Gesamteindruck der ersten Staffel „Human Target“ zurück. Die Serie ist zwar nicht hirnlos, jedoch aber weitestgehend unlogisch bzw. unrealistisch und nicht sonderlich anspruchsvoll. Wer wirklich gute und aufregende Action mag, wird von „Human Target“ aber gut versorgt und bekommt mit Mark Valley einen überzeugenden Christopher Chance gebotet. Einziges wirklich relevantes Manko ist die noch nicht zu erkennende Ausrichtung auf mehr Humor. Wenn jetzt noch kesse Sprüche und spritziger Witz zwischen die Action einfließen würden, wäre der Seriengenuss perfekt. Alles in allem ist „Human Target“ aber sehr gelungen, weitestgehend anspruchslos bei den Drehbüchern, aber umso anspruchsvoller bei der technischen Umsetzung. Besonders die männliche Zielgruppe dürfte begeistert sein. Geniale und aufwendige Action-Unterhaltung, von der man sich berieseln lassen kann.

Wissenswertes

Human Target (TV-Serie) - Staffel 1 Die Serie basiert auf dem Comic „Human Target“ von Len Wein.
Die Pilotepisode wurde von 10,12 Millionen Amerikanern eingeschaltet. Im Durchschnitt wurde die erste Staffel von 8,31 Millionen Menschen gesehen. Trotz dieser eher mittelprächtigen Werte, verlängerte FOX „Human Target“ um eine zweite Staffel.

Mark Valley, unter anderem bekannt aus „Boston Legal“ und „Fringe“, ist ein ehemaliger US-Soldat. Valley diente im ersten Golfkrieg und war fünf Jahre lang in Deutschland stationiert. In Berlin wurde er von einem Castingagenten entdeckt, womit seine Schauspielkarriere begann. Valley beherrscht, wie seine Rolle Christopher Chance, mehrere Kampfsportarten.

Die Musik zur Serie lieferte Komponist Bear McCreary. Seine Titelmusik wurde für den Emmy Award nominiert.

Episodenguide:
• Der Absprung
• Kopfüber
• Vergiftet
• Refugium

• Kassensturz
• Abgeriegelt
• Saldovars Gold
• Baptiste

• Im Ring
• Tanarak
• Victoria
• Christopher Chance

Auszeichnungen

Human Target (TV-Serie) - Staffel 1 Emmy Nominierungen:
Bestes Titeldesign, Beste Titelmusik, Beste Stunts („Kassensturz“)

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