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Troll Hunter
Trolljegeren
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Regie
André Øvredal
Drehbuch
André Øvredal
Produzenten
Sveinung Golimo, John M. Jacobsen
Genre Fantasy FSK 12 Filmlänge 104 min Land Norwegen Kinostart 07.04.2011 DVD-Start 01.09.2011 Verleih Universal Pictures |
Story
In den abgelegenen Wäldern von Norwegen sorgen einige merkwürdige Todesfälle für Unruhen unter den Einheimischen. Während die Regierung von einem "Bärenproblem" spricht, machen sich drei junge Studenten auf den Weg in die Gegend, um herauszufinden, was in den Wäldern tatsächlich passiert. Obwohl sie bei ihrer Ankunft auf eigentlich alles vorbereitet sind, übersteigt das, was sie tatsächlich vorfinden, jedoch ihre kühnsten Erwartungen: Eine ganze Herde an Trollen ist für die Morde verantwortlich. Während die Studenten den Schock noch verarbeiten müssen, begegnen sie Hans, der mit der Jagd auf die Trolle bereits begonnen hat. Die drei begleiten den Trolljäger in der kommenden Zeit auf seinen Streifzügen und halten seine „Arbeit“ filmisch fest…
Schauspieler
Otto Jespersen, Hans Morten Hansen, Tomas Alf Larsen, Johanna Mørck, Knut Nærum, Robert Stoltenberg, Glenn Erland Tosterud
Filmkritik von Kathrin Lang
Die Handkamera ist schon lange zum beliebten Stilmittel geworden. Durch den Einsatz in „Blair Witch Project“ zum ersten Mal für große Aufmerksamkeit gesorgt, hielten in den kommenden Jahren immer wieder Filme mit unscharfem oder verwackeltem Szenenbild Einzug in unsere Kinos. Zuletzt setzten die spanische Horrorproduktion „[REC]“ sowie der Monsterfilm „Cloverfield“ die Handkamera erfolgreich zu ihrem Vorteil ein. Auch Regisseur und Drehbuchautor André Øvredal setzt bei seinem „Troll Hunter“ auf dieses mittlerweile schon altbewährte, aber immer wieder frisch erscheinende Stilmittel zur Erzeugung von Authentizität. Obwohl ein Vergleich zu Filmen wie „Blair Witch Project“ dabei sehr nahe liegt, ist „Troll Hunter“ aber doch etwas vollkommen anderes, als alle bislang genannten Filme.
André Øvredals „Troll Hunter“ gibt sich von Anfang an als Fake-Dokumentation, als sogenannte Mockumentary zu verstehen und erzählt dann eine überraschend lustige Fantasygeschichte, die sich mit der norwegischen Mythenwelt auseinandersetzt und deren Herzstück die sagenumwobenen, aber überaus gefährlichen Trolle sind. Für das geringe Budget, mit dem „Troll Hunter“ über die Runden kommen musste (rund 2,5 Millionen Euro), ist dem Film technisch nur wenig vorzuwerfen. Auch wenn nicht unbedingt jeder der zahlreichen Spezialeffekte überzeugend sitzt, so sind doch vor allem die Trolle glaubwürdig und schaurig-gruselig in Szene gesetzt. Die eine oder andere Länge in der Story verzeiht man der Produktion aus Norwegen bei all dem Aufwand, der in die technische Umsetzung investiert wurde, daher gerne.
Mit „Troll Hunter“ wurde ein außergewöhnlich komplexer Fantasyfilm im Deckmantel einer Fake-Dokumentation erschaffen. Das überzeugende Spiel mit der Verschiebung der Realitäten macht aus André Øvredals Debütwerk, zusammen mit der tollen Inszenierung, einen Fantasyfilm, der vielleicht nicht immer in Gänze überzeugt, dafür in seinem Genre jedoch einzigartig ist.
"Troll Hunter" ist André Øvredals Debütfilm.
