Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 23.5.
- Der Dieb der Worte
- 23.5.
- Fast & Furious 6
- 23.5.
- Jeder hat einen Plan
- 30.5.
- Die wilde Zeit
- 30.5.
- Hangover 3
- 30.5.
- The Big Wedding
- 30.5.
- To The Wonder
- Zu den Kinostarts
Die Eiserne Lady
The Iron Lady
|
Regie
Phyllida Lloyd
Drehbuch
Abi Morgan
Produzent
Damian Jones
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 105 min Land Großbritannien, Frankreich, 2011 Kinostart 01.03.2012 DVD-Start 19.07.2012 Blu-ray-Start 19.07.2012 Verleih Concorde Film |
Story
"Ich bin außerordentlich geduldig, vorausgesetzt, ich kriege am Ende, was ich wollte." (Margret Thatcher)
Von 1979 bis 1990, 11 ½ Jahre lang, war Margret Thatcher Premierministerin von Großbritannien und die erste Staatschefin Europas. In diese Position kommt man nicht mit Nettigkeit und sanftmütigem Wesen - dies dürfte selbst naiven Menschen klar sein. Als Tochter eines Lebensmittelhändlers lernte Margret Roberts früh, was Rhetorik bedeutet und wie wichtig es ist, für das zu kämpfen, an das man glaubt. Noch heute wird die Regierungszeit dieser Frau scharf diskutiert. Dies ist ihre Geschichte...
Schauspieler
Meryl Streep, Jim Broadbent, Susan Brown, Alice da Cunha, Phoebe Waller-Bridge, Iain Glen, Alexandra Roach, Victoria Bewick, Emma Dewhurst, Olivia Colman, Harry Lloyd, Sylvestra Le Touzel, Michael Culkin, Stephanie Jacob, Robert Portal, Richard Dixon, Amanda Root, Clifford Rose, Michael Cochrane, Jeremy Clyde, Michael Simkins, Eloise Webb, Alexander Beardsley, Nicholas Farrell, John Sessions, Anthony Head, Richard Syms, David Westhead, Julian Wadham, Richard E. Grant, Angus Wright, Roger Allam, Michael Pennington
Filmkritik von Thomas Ays
Umstritten ist das Wort, das man wohl benutzt, wenn es um die Person und die Premierministerin Margret Thatcher geht. Um diesen Namen kam man in den 80er Jahren nicht herum, diskutierte man die Politik in Europa. Steinhart soll sie gewesen sein, eine Beschreibung, die man gerade in der privaten Betrachtung in der Verfilmung ihres Lebens, nicht oft verwenden kann. Regisseurin Phyllida Lloyd ("Mamma Mia!") zeigt vorwiegend eine alte, an Halluzinationen leidende und schwache Frau - vom Leben gezeichnet. Das Drehbuch von Abi Morgan kümmert sich beinahe nur am Rande um das politische Wirken der Person Margret Thatcher. Zwar streift das Skript die Jugendtage, blickt kurz in die Beziehung, die die junge Magret zu ihrem Vater hatte, schwenkt aber nur allzu schnell wieder zurück in die Gegenwart zu der Frau, die allein nicht einmal das Haus verlassen darf. Politisch wird es dann auch irgendwann, Morgan legt den Fokus hierbei aber vor allem auf den Falklandkrieg und auch hier immer wieder schnell zurück in das gegenwärtige Umfeld. Das alles wirkt wenig, ganz so als ob die Frau und nicht die Politikerin im Vordergrund stünde. Dabei vermittelt das Drehbuch, gerade zu Anfang und in der Mitte, dass Thatcher für Familie und Kinder wenig Zeit und auch gar nicht die Ambitionen hatte. Bedauerlich ist das vor allem wegen der Chancen, die hier verschenkt werden. Aus "Die Eiserne Lady" hätte ein Biopic werden können, über das gleich im Anschluss heftig hätte diskutiert werden können. Inszenatorisch ist das alles aber sehr aussagekräftig geworden und gerade die Maske ist nur als meisterhaft zu bezeichnen.
Als Anfang 2011 bekannt wurde, dass Meryl Streep die langjährige britische Premierministerin spielen würde, dürfte so manchem Filmfan klar geworden sein, dass zumindest eine weitere OSCAR-Nominierung herausspringen würde. Wenn diese eindrucksvolle Schauspielerin eine Rolle übernimmt, macht sie sie zu etwas besonderem und auch im Fall von "Die Eiserne Lady" kann man nur von brillanten Leistungen sprechen, die zu Recht vielfach ausgezeichnet wurden. Gerade für jene, die schon eine ganze Weile den Weg mit Meryl Streep gehen und ihre wundervolle Karriere begleiteten, wird "Die Eiserne Lady" erneut beweisen, zu welch außergewöhnlichen Leistungen die Schauspielerin fähig ist. Sie verleiht der Figur Margret Thatcher alle Facetten, die nötig sind, um glaubhaft zu werden. Eine wahrhaftige Meisterleistung – es war nicht anders zu erwarten.
Dass die Briten mit dem Film ein Problem haben, weil er angeblich zu glimpflich mit der Figur Margret Thatcher umgeht, ist nach dem Abspann nicht ganz nachvollziehbar. Sicherlich streift der Film das politische Wirken dieser Frau nur, gut weg kommt die ehemalige Premierministerin aber nicht, im Gegenteil. Die wenigen Stationen sind meist keine positiven und die Art und Weise, wie kontrovers diese Frau diskutiert wurde, ist nach "Die Eiserne Lady" absolut nachzuvollziehen. Dennoch konzentriert sich das Drehbuch eindeutig zu sehr auf die falschen Stellen im Leben dieser Politikerin. Dabei ist Meryl Streeps Leistung nicht zu schmälern. Wer sie liebt, darf sich diesen Film sicher nicht entgehen lassen, politisch interessierte Kinozuschauer jedoch dürften eher enttäuscht werden.
Wissenswertes
Von 1979 bis 1990 war Margret Thatcher Premierministerin von Großbritannien und die erste Staatschefin Europas. Mitte 2008 wurde bekannt, dass sie inzwischen unter fortgeschrittener Demenz leidet. Ihre Tochter Carol thematisierte die Erkrankung ihrer Mutter 2008 in einem Buch.
"Die Eiserne Lady" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Beste Schauspielerin - Drama (Meryl Streep)
Gewonnene OSCARs
Beste Hauptdarstellerin (Meryl Streep), Beste Maske
| Besucherbewertung |
|---|
