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The Tree
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Regie
Julie Bertuccelli
Drehbuch
Julie Bertuccelli, Elizabeth J. Mars
Produzenten
Yaël Fogiel, Sue Taylor
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 100 min Land Frankreich, Italien, Australien Kinostart 03.03.2011 DVD-Start 02.09.2011 Verleih Pandora |
Story
Gestern war die Welt noch in Ordnung, heute ist alles aus den Fugen. Als der Vater der achtjährigen Simone völlig unerwartet stirbt, bricht für die Familie eine schwere Zeit an. Simones Mutter Dawn ist plötzlich auf sich gestellt und verliert über ihrer Trauer das Gefühl für die Bedürfnisse ihrer vier Kinder. Während sich ihre Brüder scheinbar schnell mit der Situation abfinden, sucht Simone Trost bei dem großen Baum, der dem Haus der Familie seit Jahrzehnten Schatten spendet. Nur mit ihrer Mutter kann sie das Geheimnis teilen, das ihr Vater nun im Baum weiterlebt. Dawn ist zunächst froh, dass ihre Tochter einen Weg gefunden hat ihre Trauer zu kanalisieren, doch so wie die Wurzeln des Baumes das Haus mehr und mehr zerstören, überschattet auch Simones Vorstellung von der Wiederkehr ihres Vaters die Beziehung zu ihrer Mutter. Als ein neuer Mann in Dawns Leben tritt, kommt es zu einer Kraftprobe, die die Familie zu zerreißen droht.
Schauspieler
Charlotte Gainsbourg, Marton Csokas, Morgana Davies, Christian Byers, Tom Russell, Gabriel Gotting, Peter O’Neil, Gillian Jones, Penne Hackforth-Jones, Zoe Boe, Bob Mackay, Murray Shoring
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit ihrer zweiten Spielfilmarbeit „The Tree“ bringt uns Regisseurin Julie Bertucelli eine stille Geschichte über Trauer und Verlust in die Kinos. Die Adaption des gleichnamigen Romans von Judy Pascoe legt den Focus ganz auf die trauende Familie in deren Zentrum die englische Charakterdarstellerin Charlotte Gainsbourg steht. Ihr und ihren vier Kindern folgt man durch das erste Jahr der Trauer. Die Schauspielerin, die durch den Film „Antichrist“ bekannt wurde, versteht es dabei zwar verletzlich zu sein und in ihrem liebevollen Umgang mit ihren Filmkindern liegt auch eine berührende Wahrhaftigkeit, doch sind es nicht diese Momente, die den Film wirklich prägen. Auch stille Filme benötigen innere Spannung und Dramatik, die den Zuschauer fesselt und bannt. „The Tree“ lässt beides über weite Strecken vermissen. Die Handlung schleppt sich scheinbar endlose Minuten und vergebens wartet man auf starke Dialoge. Sicherlich, Julie Bertucellis Ansatz ist ein nonverbaler, doch die sich ausbreitende Langatmigkeit der Inszenierung erstickt zunehmend das Interesse an Dawns Weg heraus aus der Krise.
Letztlich findet „The Tree“ nicht aus der Stille heraus. Der Film vermeidet es, den dunkeln Abgründe der Trauer konsequent zu folgen und verliert sich in schönen und stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen Australiens.
Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Judy Pascoe.