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Dreileben - Etwas Besseres als den Tod (TV)
Etwas Besseres als den Tod
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Regie
Christian Petzold
Drehbuch
Christian Petzold
Produzenten
Florian Koerner von Gustorf, Michael Weber
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 88 min Land Deutschland, 2011 DVD-Start 30.08.2011 Blu-ray-Start 30.08.2011 Verleih ARD |
Story
Johannes leistet seinen Zivildienst in einem Krankenhaus in dem kleinen Ort Dreileben, in Thüringen ab. Anschließend möchte er Medizin studieren. In Dreileben lernt er die hübsche und geheimnisvolle Ana kennen. Während sich die beiden jungen Erwachsenen nur langsam näherkommen, entflieht aus dem Krankenhaus ein Mörder. Irgendwo zwischen Alltag und der Flucht eines Mörders verlieben sich Johannes und Ana ineinander – doch ihre Liebe scheint von Anfang an aussichtslos.
Schauspieler
Jacob Matschenz, Luna Mijovic, Florian Bartholomäi, Kirsten Block, Rainer Bock, Vijessna Ferkic, Thomas Fränzel, Konstantin Frolov, Kristof Gerega, Jeanette Hain, Frank Kessler, Eberhard Kirchberg, Stefan Kurt, Deniz Petzold
Filmkritik von Kathrin Lang
Es war im Jahr 2006, als die Idee zu der Fernsehtrilogie „Dreileben“ langsam Kontur annahm: Die Regisseure Christian Petzold, Dominik Graf und Christoph Hochhäusler führten einen Mailwechsel zum Thema Filmästhetik in Deutschland, die 'Berliner Schule' und das Genre an sich. Einige Zeit später entstand draus schließlich die Idee für ein gemeinsames Projekt zu dem jeder Filmemacher einen Film beisteuern sollte. Dabei herausgekommen ist die Trilogie „Dreileben“, die sich aus unterschiedlichen Filmen zusammensetzt, die alle in einem Sommer, an einem Ort, rundum einen Kriminalfall angesiedelt sind.
Den Anfang macht Christian Petzolds „Etwas Besseres als den Tod“, eine von vorneherein aussichtslose Liebesgeschichte zwischen dem Zivildienstleistenden sowie angehenden Medizinstudent Johannes und der aus einer sozial schwachen Familien stammende Ana. Petzold, einer der Mitbegründer der 'Berliner Schule', bleibt seinem Stil, den der in Filmen wie „Die innere Sicherheit“, „Gespenster“ sowie „Yella“ bereits Anfang des Jahrzehnts herausgebildet hat, auch in „Etwas Besseres als den Tod“ treu. In seiner Erzählung umschifft er das große Drama, das auf Sensation aus ist, und fokussiert sich stattdessen auf die Nüchternheit der puren Realität. Seinen authentischen Charakter gewinnt „Etwas Besseres als den Tod“ vor allem durch den dezenten Einsatz von Filmmusik und seine langen Kameraeinstellungen, die statische Bilder produzieren und der Erzählung Tempo nehmen. Gemächlich aber intensiv wird so eine Geschichte erzählt, die sich dem Kriminalfall nur am Rande widmet, dafür aber aus einem sozial-dramatischen Blickwinkel heraus von einer jungen, aussichtslosen Liebe erzählt.
Ob das im Fernsehen funktioniert bleibt fraglich. Sicher jedoch ist, dass Christian Petzold mit „Etwas Besseres als den Tod“ ein Beitrag gelungen ist, der alle wesentlichen Elemente der 'Berliner Schule' in sich vereint und der dieser Stilrichtung des deutschen Films damit ein ehrwürdiges Denkmal setzt. Weiterlesen...
Wissenswertes
Erstausstrahlung: Montag, den 29. August 2011 ab 20:15 Uhr im Ersten
"Dreileben" ist das ambitionierte Fernsehprojekt von drei renommierten deutschen Regisseuren, das am 16.02.2011 auf der Berlinale in der Sektion "Forum" seine Premiere feierte. Verbunden sind die drei Filme durch ihren Handlungsort und einen Kriminalfall.
Den Trilogieauftakt macht Christian Petzolds "Etwas Besseres als den Tod", gefolgt von Dominik Grafs "Komm mir nicht nach" und Christoph Hochhäuslers Trilogieende "Eine Minute Dunkel".
Unter der Bezeichnung „Berliner Schule“ versteht man eine Stilrichtung des deutschen Films, die sich in den 1990er Jahren herausgebildet hat und die sich als eine Gegenbewegung zu dem gängigen Erzählkino (wie wir es beispielsweise von Hollywood kennen) versteht. Entstanden ist die Bewegung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Dort studierte unter anderem Christian Petzold, der seither als Mitbegründer der „Berliner Schule“ gilt. Heute ordnet man auch Filme von, unter anderem, Christoph Hochhäusler dieser Stilrichtung zu; obwohl dieser Absolvent der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film ist. Durch ihre Vergleichbarkeit mit Filmen der französischen „Nouvelle Vague“, wird die „Berliner Schule“ häufig auch als „Nouvelle Vague Allemande“ bezeichnet.
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