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Sanctum
Sanctum (3D)
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Regie
Alister Grierson
Drehbuch
John Garvin, Andrew Wight
Produzenten
Andrew Wight, Ben Browning, Ryan Kavanaugh, Michael Maher, Peter Rawlinson
Genre Abenteuer FSK 16 Filmlänge 108 min Land Australien, USA Kinostart 21.04.2011 DVD-Start 06.10.2011 Verleih Constantin Film |
Story
Frank McGuire ist einer der passioniertesten Höhlenforscher der Welt. Derzeit bestreitet er mit seiner Crew ein gleich in mehrfacher Hinsicht wahrlich unvergessliches Abenteuer, indem er die größte und zugleich unzugänglichste Höhle auf der Erde erforscht. Alles läuft glatt, bis ein Unwetter über der Höhle hereinbricht und diese mit Unmengen an Wasser flutet. Schnell ist der einzige Ausgang aus der Höhle von Gesteinsbrocken versperrt. Frank und seine Crew, zu der mittlerweile auch Franks Sohn gehört, handeln schnell. Von enormer Überlebensangst angetrieben, tauchen sie in die Tiefen der Wasserhöhle, um den einen Ausgang zu finden, der direkt ins Meer führt. Doch noch ahnt keiner der Taucher und Kletterer, dass sie nun das bei Weitem gefährlichste Abenteuer ihres Lebens bestreiten werden...
Schauspieler
Richard Roxburgh, Ioan Gruffudd, Rhys Wakefield, Alice Parkinson, Dan Wyllie, Christopher Baker, Nicole Downs, Allison Cratchley, Cramer Cain, Andrew Hansen, John Garvin, Sean Dennehy, Nea Diap
Filmkritik von Kathrin Lang
Bereits 1989 prangte der Name James Cameron groß über einem Abenteuerfilm, in dem Taucher in der tiefen See um ihr Leben bangten. Der Science-Fiction-Thriller „Abyss“ wurde ein voller Erfolg und sogar von der Jury des Academy Awards bedacht. 2011 ist es nun zwar nicht Cameron selbst, der auf dem Regiestuhl für ein neues Höhlenforscher-Abenteuer platz nimmt, doch dafür hält er seinen Namen als ausführender Produzent hin – und das im großen Stil: „James Cameron’s Sanctum – 3D“, der Filmtitel ist hier nicht nur einfacher Titel, sondern zugleich auch publikumswirksamer Werbeslogan. Doch selbst vor dem Hintergrund, dass hier nur all zu offensichtlich auf alte Erfolge und große Namen gebaut wird, trägt „Sanctum“ seinen Titel mit aller Ehre.
Alister Grierson, der sich bislang keinen sonderlichen Namen als Regisseur gemacht hat, erschuf mit „Sanctum“ einen der spannendesten Abenteuerfilme, die seit langem das Licht der großen Leinwand erblicken durften. Ohne dem Zuschauer Ruhe zu gönnen, weckt die Erzählung große Empathie für die verfahrenen Situationen, in die die Figuren immer wieder geraten. Atemlos verfolgt man die vom Schicksal erzwungene Expedition durch die unerforschte Höhle und ist wie gebannt von den gefährlichen Tauchgängen der Crew durch die Wasserwelten, die sich ihren Weg durch die Höhle gebahnt haben. Bilder, die eine klaustrophobische Enge einfangen, wechseln sich dabei mit atemberaubenden Weiten der Höhlenwelt ab. „Sanctum“ ist seit langem mal wieder ein Film, bei dem der Einsatz der 3D-Technik vollauf gerechtfertigt und maßgeblicher Teil für das Funktionieren der Geschichte ist. Grierson arbeitet immer wieder mit den besonderen Eigenarten der 3D-Technik und verwendet diese nicht nur um Staunen zu erzeugen, sondern auch um seiner Geschichte Nachdruck zu verleihen. Bald schon wird man als Zuschauer selbst zum heimlichen Mitreisenden und erlebt dabei das schwere Schicksal der Figuren beinahe am eigenen Leib mit. Bei all der Spannung, die durch die Ausgangssituation der Geschichte und die fesselnde Inszenierung gegeben ist, wirkt die zunehmend sentimentaler werdende Vater-Sohn-Beziehungskiste sowie einige hölzerne Dialoge oder nahezu talentfreie Schauspielerleistungen, nur wenig störend. Wenngleich man besser nicht immer genau hinhört, gelingt es „Sanctum“ doch selbst der trivialsten Situation eine große Spannung zu entlocken.
„Sanctum“ ist ein in seiner 3D-Technik vorzüglich umgesetzter Abenteuerfilm, dem es im Erzählfluss an keiner Stelle an Spannung mangelt. Selbst große Schwachstellen erscheinen durch das enorme Spannungspotential und die fabelhafte Inszenierung nahezu gänzlich gegenstandslos.
Das Drehbuch basiert auf wahren Begebenheiten: 1988 wurde "Sanctum"-Autor und Produzent Andrew Wight mit 15 Begleitern durch die Auswirkungen eines Wirbelsturms in einem Höhlensystem eingeschlossen. 