Kuba und die Nacht - zwei Heimatländer

Dos patrias, Cuba y la noche

Filmplakat Kuba und die Nacht - zwei Heimatländer
Regie Christian Liffers  Drehbuch Christian Liffers  Produzent Christian Liffers 
Genre Dokumentation  FSK Filmlänge 82 min
Land Deutschland, 2007  DVD-Start 24.02.2011  Verleih Pro-Fun Media

Story

Regisseur und Produzent Christian Liffers reiste mit seinem Team nach Kuba, um die Situation von Homosexuellen einzufangen. Am Beispiel des berühmten Schriftstellers Reinaldo Arenas und dessen Geschichte zeigt Liffers ein neues Kuba und blickt mitsamt einigen Zeitzeugen zurück auf die schlimme Geschichte dieses Landes, in dem Schwule verfolgt und inhaftiert wurden.
Sechs ganz unterschiedliche Männer erzählen von ihrem Leben, ihrer Liebe, ihren Sehnsüchten und Ängsten, blicken zurück und nach vorn...

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 3 von 5 Ms Kuba und die Nacht - zwei Heimatländer Regisseur Christian Liffers erzählt mit seiner Dokumentation viele verschiedene Geschichten und untermalt sein Werk mit traditioneller und stimmungsvoller Musik. Er zieht seinen Zuschauer mitten hinein - nach Kuba. Ein Land, das den Schriftsteller Reinaldo Arenas hervorbrachte und für ein radikales Umgehen mit Homosexualität bekannt ist. In den 70er Jahren wurden Schwule inhaftiert, gedemütigt und verfolgt. Auch Arenas bekam dieses Verhalten deutlich zu spüren. Mit zahlreichen Zitaten und Zeilen aus seinen Romanen zeigt Christian Liffers, wie es heute ist, auf Kuba. Wie die Menschen heute ticken. Hat sich etwas verändert? Ist es besser geworden?
Sechs ganz unterschiedliche Männer gewähren dem Zuschauer Einblicke in ihr Leben. Der eine erzählt von seinem Outing gegenüber dem Vater, der nächste von Einsamkeit in den Tropen. Schlimm, dass es solche Zustände gab und gut zu wissen, dass es auch in Kuba besser wird. Nun gilt es, wie ein Einheimischer sagt, die erkämpften Ziele zu verteidigen und zu bewahren.
Liffers ist trotz der wichtigen Thematik keine durchweg spannende und packende Dokumentation gelungen. Oftmals ist das Erzählte eher trocken und wenig mitreißend. Schade!

Wissenswertes

Kuba und die Nacht - zwei Heimatländer Beim Moondance International Film Festival erhielt Michael E. Rodríguez den Preis für die beste Musik in einem ausländischen Film.



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