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No Night Is Too Long
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Regie
Tom Shankland
Drehbuch
Kevin Elyot, Ruth Rendell
Produzenten
Alison Jackson, James P. Lewis
Genre Drama (Gay) FSK 16 Filmlänge 116 min Land Kanada, Großbritannien, 2002 DVD-Start 24.03.2011 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Tim Cornish ist ein schwieriger und verwirrter junger Mann. Er legt nicht nur eine Frau nach der anderen flach, auch das andere Geschlecht ist für ihn nicht uninteressant. Dabei darf es jedoch nicht zu tief gehen: "Ich liebe Dich!" geht gar nicht. Bloß keine Beziehung, bloß keine tiefer gehenden Gefühle. Doch dann trifft er den Lehrer Dr. Ivo Steadman und verknallt sich Hals über Kopf in ihn. Er durchlebt mit ihm eine schwierige, wenn auch sehr erotische Beziehung, doch dann wird es wieder ernst und Ivo sagt "Ich liebe Dich"...
Schauspieler
Lee Williams, Marc Warren, Mikela J. Mikael, Salvatore Antonio, Beverley Breuer, Rob Bruner
Filmkritik von Thomas Ays
Es ist der erste Langfilm für Regisseur Tom Shankland. Zuvor sammelte der Filmemacher in Sachen Kurzfilmen und TV-Serien Erfahrung. In "No Night Is Too Long" hat sich Shankland ein wenig zu sehr auf seinen Hauptdarsteller Lee Williams verlassen. Der Brite pendelt in seiner nicht einfachen Rolle zwischen glaubhaft, annehmbar und absolut übertrieben. In manchen Szenen glänzt der Schauspieler mit heillos überfordertem Over-Acting, das stresst und nervt. Es raubt dem Film Glaubwürdigkeit und Substanz, wenn der Hauptdarsteller, der in im Grunde jeder Szene zu sehen ist, sich derart schauspielerisch austobt, dass man ihn nicht mehr ernst nehmen kann. Hier hätte Shankland seinen Hauptakteur eindeutig zurückpfeifen müssen - oder hat er ihn gar in seinem Spiel bestärkt? In jedem Fall ist es sehr oft zu viel. Dass Williams seinen Job beherrscht, merkt man vor allem in den leisen Szenen, in denen er an einem Tisch sitzt und vor sich hin heulen darf.
Inszenatorisch liefert Tom Shankland einen durchaus beachtlichen Job ab. Die Kamera stimmt, die Ausstattung ebenfalls und auch die Musik ist gut gewählt. Nur ist es insgesamt ein wenig arg langatmig geworden, eine halbe Stunde weniger hätte diesem Thriller/Drama sehr gut getan. Die unerwarteten Wendungen hingegen sind sehr gelungen.
"No Night Is Too Long" hätte das Potential gehabt, ein atmosphärischer Thriller zu werden. Tatsächlich pendelt sich der Film eher zwischen gut gespieltem Drama und gewolltem Thriller ein. Von allem zu wenig und nichts richtig.
"No Night Is Too Long" ist lediglich im englischen Original mit deutschen Untertiteln erhältlich.