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The Office (TV-Serie) - Staffel 1
The Office - Season 1
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Regie
Ken Kwapis, Ken Whittingham, Bryan Gordon, Greg Daniels, Amy Heckerling
Drehbuch
Ricky Gervais, Stephen Merchant, Greg Daniels, Mindy Kaling, B.J. Novak, Paul Lieberstein, Michael Schur
Produzent
Kent Zbornak
Genre TV-Serie (Comedy) FSK 12 Filmlänge 127 min Land USA, 2005 DVD-Start 03.03.2011 Verleih Universal Pictures |
Story
Michael Scott ist Regionalmanager einer Papierfirma. Für Scott bedeutet Status alles. Er will für seine Mitarbeiter der beste Chef der Welt sein, sich mit ihnen verbrüdern und mit ihnen lachen. Das Problem ist nur, dass er von seinen Untergebenen nicht im Entferntesten ernst genommen wird. Er ist peinlich, unsensibel, einfach penetrant und unsympathisch. Scott lässt kein Fettnäpfchen aus und stößt jeden Mitarbeiter vor den Kopf – sei es bei einem Vielseitigkeitstag oder einem Basketballspiel. Michael Scott ist die Katastrophe in Person…
Schauspieler
Steve Carell, John Krasinski, Rainn Wilson, Jenna Fischer, B.J. Novak, Melora Hardin, Leslie David Baker, David Denman, Brian Baumgartner, Angela Kinsey, Phyllis Smith, Kate Flannery, Oscar Nuñez, Mindy Kaling, Paul Lieberstein, Craig Robinson, Matt DeCaro, Amy Adams
Kritik von Sascha Koch
Steve Carell, der 2003 mit der kleinen aber urkomischen Nebenrolle des Evan Baxter in „Bruce Allmächtig“ seinen internationalen Durchbruch schaffte, entschied sich zwei Jahre später für das Format „Serie“. Dort startete er in der Hauptrolle des Michael Scott in „The Office“ durch. Vor allem dieser Rolle verdankt es Carell, dass er heute einer der gefragtesten Komödianten Amerikas ist und vor allem im Kino auch weltweit begeistern kann. Dabei standen die Vorzeichen gar nicht mal so gut. Die Originalversion mit Ricky Gervais wurde in Großbritannien schon nach zwei Staffeln eingestellt. Sollte es auf dem amerikanischen Fernsehmarkt anders aussehen? Die Antwort auf diese Frage ist glücklicherweise: „Ja!“ Seit „The Office“ ist Steve Carell aus der Comedy-Welt in Amerika nicht mehr wegzudenken. Da sind die etwaigen und zumeist frechen Auftritte von Gervais und Carell erst der Anfang, wenn sich die beiden bei den Primetime Emmy Awards gegenseitig die Trophäe klauen und übereinander, natürlich nur im Spaß, herziehen.
Warum auch nicht? Carell ist ein unglaublich unterhaltsamer Schauspieler, was er auch bei der amerikanischen Adaption von „The Office“ unter Beweis stellt. Ohne ihn vor der Kamera wäre „The Office“ nichts. Seine Mimik und Gestik ist zum Schießen, seine ganze Art ist ungewollt amüsant und sein Charakter des Michael Scott ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Carell überzeugt auf ganzer Linie und bringt die Zuschauer zum Lachen. Die Rolle des peinlichen und unbeliebten Chefs liegt ihm einfach. Die Nebendarsteller spielen dabei nur die zweite Geige und haben dementsprechend kaum Gelegenheiten, schauspielerisch zu glänzen. Klar wird aber, dass die ganze Serie nicht glänzt und auch gar nicht vor hat, irgendwie zu glänzen. Die Sets sind recht trist gehalten, die Charaktere gewollt farblos und die Atmosphäre absolut unaufregend. Bei „The Office“ findet man ein Bild vor, welches sich einem wohl beim Anblick der meisten Büros bietet. Aber gerade daraus bezieht „The Office“ seinen Humor. Die gelangweilten und mit ihrem Job unzufriedenen Figuren hadern mit ihrem Beruf, sehen sich am Ende ihrer Karriereleiter, sofern sie so etwas jemals hatten, und müssen sich auch noch von Michael Scott nerven lassen.
Neben vielen anderen Comedy-Serien, die durch viel Buntes, Lautes und Schrilles auffallen, besticht „The Office“ gerade durch seine Schlichtheit. Die Details machen hier den Unterhaltungswert der Serie aus. Es gibt keine angekündigten Gags oder ein lachendes Publikum im Hintergrund, das auch dem letzten Zuschauer signalisieren soll, dass da gerade etwas Witziges passiert. Nein, hier geht es um die Feinheiten im Schauspiel und in der Darstellung der Situation an sich. Durch den dokumentarischen Stil wechselt das Verhalten der Figuren ständig, sie schielen in die Kamera und interagieren mit ihr. Die Situationskomik ist der Schlüssel, der durch das Schauspiel von vor allem Carell brillant vermittelt wird. Dies alles führt zu urkomischen Szenen, über die man herzhaft lachen kann.
„The Office“ ist eine Serie, bei der man den Humor zwischen den Zeilen und von den Gesichtern der Schauspieler lesen muss. Hier findet der Zuschauer keine Mainstream-Sitcom vor, sondern sehr unaufdringliche und fast schon triste Comedy, die subtile Gags generiert und vor allem durch Hauptdarsteller Steve Carell punkten kann. Zwar könnte die Serie noch einen Tick witziger im Gesamten sein, ist aber sonst sehr gut gelungen. Sehr schade, dass „The Office“ erst nach satten sechs Jahren nach Deutschland kommt. Da kann man nur zu dem Verleiher Universal blicken und sagen: Mehr von „The Office“!
Wissenswertes
„The Office“ basiert auf der gleichnamigen Serie aus Großbritannien, in der Ricky Gervais die Hauptrolle spielte. Während die amerikanische Version sehr erfolgreich anlief, wurde die britische Originalausgabe schon nach zwei Staffeln eingestellt. Ricky Gervais diente NBC´s „The Office“ als ausführender Produzent, während die Serie von Greg Daniels konzipiert wurde.
Die erste Staffel umfasst nur sechs Episoden und wurde im Durchschnitt von 5,4 Millionen Amerikanern gesehen. Im deutschen Fernsehen war „The Office“ noch nicht zu sehen, wohl aber auf ORF1 in Österreich.
Die Darsteller Mindy Kaling, B.J. Novak und Paul Lieberstein lieferten ebenso Drehbücher zur ersten Staffel.
Episodenguide:
• Alltäglicher Wahnsinn
• Tag der Vielfalt
• Gesundheitsapostel
• Bündnisse
• Glück im Spiel
• Sexy Katy
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