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Willkommen in Cedar Rapids
Cedar Rapids
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Regie
Miguel Arteta
Drehbuch
Phil Johnston
Produzenten
Jim Burke, Alexander Payne, Jim Taylor
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 87 min Land USA Kinostart 07.07.2011 DVD-Start 04.11.2011 Blu-ray-Start 04.11.2011 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Tim Lippe hat eigentlich nie damit gerechnet, eines Tages die große, weite Welt erleben zu dürften. Genaugenommen hatte er vermutlich nicht einmal eine Ahnung davon, dass es sie überhaupt gibt. Jetzt bleibt ihm jedoch nichts anderes übrig: Als einer seiner Kollegen bei den „Brown Star Versicherungen“ ums Leben kommt, muss Tim dessen Posten übernehmen. Aktuell bedeutet dies, dass Tim aus der verschlafenen Kleinstadt, in der er sein ganzes Leben verbracht hat, nach Cedar Rapids fliegen muss, um dort an einem Versicherungskongress teilzunehmen. Damit jedoch noch nicht genug: Seit vielen Jahren gewinnen die „Brown Star Versicherungen“ dort die renommierte Auszeichnung. Selbstredend erwartet Tims Vorgesetzter, dass dies auch in diesem Jahr der Fall sein wird. Mit den besten Vorsätzen ausgestattet und wunderbar vorbereitet, reist Tim also in die große Stadt. Als er dort jedoch auf einige seiner Kollegen trifft, wird schnell klar, dass Tim kein leichtes Spiel haben wird. Mit wilden Sauforgien und erotischen Frauen konfrontiert, verliert Tim schneller den Überblick, als er gucken kann…
Schauspieler
Ed Helms, John C. Reilly, Anne Heche, Isiah Whitlock Jr., Stephen Root, Kurtwood Smith, Alia Shawkat, Rob Corddry, Mike O'Malley, Sigourney Weaver, Inga R. Wilson, Mike Birbiglia
Filmkritik von Kathrin Lang
Gelegentlich, in doch recht regelmäßigen Zeitabständen, verirren sie sich immer wieder auf unsere Leinwände: die eigenartigen Kauze, die aus ihrem wohlbehüteten Umfeld herausgerissen und ab in die große, weite Welt geschickt werden. „Willkommen in Cedar Rapids“ ist eine solche Komödie, die ihren nerdigen Protagonisten im besten „fish out of water“-Stil direkt und unverhofft mit dem Leben konfrontiert. Auf ganz natürliche Weise bietet der Plot einige lustige Momente, die auf charmante Art herzlich auflachen lassen. Charmant vor allem, weil sich „Willkommen in Cedar Rapids“ fast peinlich genau immer oberhalb der Gürtellinie bewegt und mit sanftem Humor angenehm unterhält. Obwohl durchaus lobenswert und mit diesem Merkmal zu aktueller Zeit schon beinahe ein Unikat im Komödienfach, kann sich „Willkommen in Cedar Rapids“ aber dennoch nicht über das Mittelmaß hinweg hieven. Dem aktuellen Kinotrend angepasst, ist Regisseur Miguel Arteta stets darauf bedacht den Außenseiter in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren, anstatt ihn lächerlich vorzuführen. Trotz sozial-nettem Ansatz fehlen der Nerd-Komödie damit doch die hervorstechenden Spitzen, die der Erzählung sicherlich mehr Schwung verliehen hätten. Das Segel, das den Erzählfluss vorantreibt, ist eher selten als häufig mit genügend Fahrtwind gefüllt. Volle Kraft voraus sieht anders aus und so schippert das Schiff zwar moralisch korrekt und stets wohltätig, aber entsprechend belanglos durch 87 etwas zu lang erscheinende Filmminuten.
"Willkommen in Cedar Rapids" wurde auf dem Sundance Filmfestival gezeigt.