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Tatort - Erntedank e.V. (TV)
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Regie
Angelina Maccarone
Drehbuch
Angelina Maccarone
Produzenten
Tatjana Gunkel, Doris J. Heinze, Kerstin Ramcke
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2008 Verleih NDR |
Story
Charlotte Lindholm verbringt einen großen Teil ihrer Zeit zusammen mit ihrem fünf Monate alten Sohn in einer Schrebergartenkolonie. Da sie in der Elternzeit ist und sich nicht ganz ausgelastet fühlt, hat ihr Mitbewohner Martin sie überredet, in seine Gartenlaube einzuziehen. Kaum ist Charlotte in der Schrebergartenkolonie angekommen, stirbt der Vorstand der Siedlung, Albrecht Leimen. Sofort leckt Charlotte Blut, denn ihr Ermittlerinstinkt sagt ihr, dass hier etwas ziemlich faul ist. Quasi undercover beginnt sie, Nachforschungen anzustellen. Zwar deutet alles darauf hin, dass Albrecht Leimen eines natürlichen Todes gestorben ist, doch findet Charlotte die Umstände seines Todes ziemlich seltsam. Offenbar ereilte ihn beim Heckeschneiden ein Herzinfarkt – nur dass ihm das Grundstück gar nicht gehörte und dort auch schon seit langem niemand mehr wohnte.
Ohne Wissen ihres Chefs Bitomsky ermittelt Charlotte weiter und stößt bei einer nächtlichen Suchaktion auf eine skelettierte Leiche. Daraufhin hat Bitomsky ein Einsehen und Charlotte darf, weiterhin undercover versteht sich, die Ermittlungen leiten. Während der Vorbereitungen zu einem Erntedankfest, an denen sich auch Charlotte beteiligt, kommt eine weitere Schrebergartenbewohnerin auf groteske Art und Weise ums Leben…
Schauspieler
Maria Furtwängler, Ingo Naujoks, David Rott, Eva Löbau, Maren Kroymann, Renate Becker, Arnfried Lerche, Kathrin Ackermann, Peter Rühring, Torsten Michaelis, Noah Damm, Monika Barth, Lena Sabine Berg, Shawn Karlborg, Peter Knaack, Rüdiger Kuhlbrodt, Robin Sondermann, Ingeborg Stüber
Filmkritik von Stefanie Rufle
Auch wenn dieser „Tatort“ mit Charlotte Lindholm nicht unbedingt durch eine packende Spannung punkten kann, ist es dennoch ein Genuss, der völlig unausgelasteten Hauptkommissarin in der Elternzeit bei ihren heimlichen Nachforschungen zuzuschauen. Lindholm gehört ganz gewiss zu den größten Sympathieträgern unter den unzähligen „Tatort“-Ermittlern und ist hier einmal in einer gänzlich anderen Rolle zu sehen. Wie ein Tiger im Käfig sucht sie förmlich nach einem spannenden Fall – und findet den auch tatsächlich in einer biederen Schrebergartenkolonie. Spitzfindig werden hierbei die Schrullen und Eigenarten der Schrebergartenbewohner aufs Korn genommen, und mancher Zuschauer wird sich hier im einen oder anderen seiner Vorurteile bestätigt finden – ob die Realität tatsächlich so aussieht, sei einmal dahingestellt. Bedauerlicherweise werden allerdings zu viele gängige Klischees bedient, was dazu führt, dass die Figuren insgesamt sehr eindimensional und farblos wirken.
Der Fall, in dem Lindholm hier undercover ermittelt, ist wenig spektakulär und ziemlich vorhersehbar. Auf überraschende Wendungen wartet man vergebens, und zum Ende hin muss man gar mit der Langeweile kämpfen. „Erntedank e.V.“ ist ganz sicher kein „Tatort“ der Extraklasse geworden. Das Drehbuch, zu dem Maria Furtwängler die Idee lieferte, ist einfach zu wenig innovativ und bietet den Akteuren nur wenig Spielraum. Dennoch gibt es hier einiges zu lachen, und Charlotte Lindholm ist sympathisch und witzig wie gewohnt.
Wissenswertes
Alle Fälle von Lindholm:
• 2003: Hexentanz
• 2003: Sonne und Sturm
• 2004: Heimspiel
• 2004: Märchenwald
• 2005: Dunkle Wege
• 2005: Atemnot
• 2006: Schwarzes Herz
• 2006: Pauline
• 2007: Das namenlose Mädchen
• 2007: Wem Ehre gebührt
• 2008: Erntedank e.V.
• 2008: Salzleiche
• 2009: Das Gespenst
• 2009: Es wird Trauer sein und Schmerz
• 2009: Vergessene Erinnerung
• 2010: Der letzte Patient
• 2010: Mord in der ersten Liga
• 2011: Schwarze Tiger, weiße Löwen
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