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The Walking Dead (TV-Serie) - Staffel 1
The Walking Dead - Season 1
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Regie
Frank Darabont, Michelle Maxwell MacLaren, Gwyneth Horder-Payton, Johan Renck, Ernest R. Dickerson, Guy Ferland
Drehbuch
Frank Darabont, Charles H. Eglee, Jack LoGiudice, Robert Kirkman, Glen Mazzara, Adam Fierro
Produzenten
Tom Luse, Denise Huth
Genre TV-Serie FSK 18 Filmlänge 400 min Land USA, 2010 DVD-Start 28.09.2011 Verleih WVG Medien |
Story
Deputy Rick Grimes wird bei einer Verfolgungsjagd angeschossen und schwer verletzt. Als er nach geraumer Zeit wieder im Krankenhaus erwacht, wird ihm schnell klar, dass etwas nicht stimmt. In den Korridoren des Krankenhauses ist keine Menschenseele, alles wirkt chaotisch und verlassen. Im Hof des Krankenhauses entdeckt er dann eine Ansammlung von Leichen, was ihn bereits Böses erahnen lässt. Unverzüglich macht sich der immer noch recht angeschlagene Rick Grimes auf zu seinem Haus, in der Hoffnung, seine Frau und seinen Sohn dort zu finden. Doch auch dieses Haus wurde fluchtartig verlassen. Gerade als Grimes nicht weiter weiß, begegnet er Morgan Jones, der ihn aufnimmt. Er ist es, der Grimes von der Zombie-Apokalypse erzählt, die vor Kurzem stattgefunden hat. Als ihm Morgen von einem Auffanglager in Atlanta erzählt, ist Grimes kaum noch aufzuhalten. Er will sich aufmachen, um nach seiner Frau und seinem Sohn zu suchen…
Schauspieler
Andrew Lincoln, Jon Bernthal, Sarah Wayne Callies, Laurie Holden, Jeffrey DeMunn, Steven Yeun, Chandler Riggs, Emma Bell, Michael Rooker, Juan Gabriel Pareja, Andrew Rothenberg, Melissa McBride, Jeryl Prescott, Norman Reedus, IronE Singleton, Adam Minarovich, Madison Lintz, Maddie Lomax, Adrian Kali Turner, Noah Emmerich, Lennie James
Kritik von Sascha Koch
Die Senderverantwortlichen von AMC standen wohl Woche für Woche kurz vor einem Herzinfarkt. Zumindest wäre dies kaum verwunderlich, da man beim Anblick der Zuschauerwerte nur aus den Latschen kippen kann. AMC hat in den vergangenen Jahren seine Seriensparte immer weiter ausgebaut und mit „Mad Men“ oder „Breaking Bad“ qualitativ enorm hochwertige Formate geschaffen. Doch auch hier dümpelte man meist zwischen ein und zwei Millionen Zuschauern wöchentlich umher, was für AMC schon ein großer Erfolg war. Doch dann kam mit „The Walking Dead“ ein exorbitanter Quotenhit. Inklusive Wiederholungen verfolgten 8,10 Millionen Menschen die Premiere der neuen Horror-Serie und bescherten AMC astronomische Zuschauerwerte.
Kaum verwunderlich. Durch gutes Marketing und durch eine hochwertige Umsetzung konnte das Zombie-Format beim Zuschauer punkten. Zwar ist die Idee einer Zombie-Apokalypse alles andere als innovativ und die Serie folgt gewohnten Mustern, doch ist sie zweifelsohne technisch einwandfrei und im großen Stile umgesetzt. Was hier von einem kleinen Spartensender auf den Bildschirm gebracht wird, hat Kinoqualität und kann sich ohne Frage mit Leichtigkeit mit den Produktionen der Networks messen.
Horrorfans, die auf Zombies, Blut, Ekel und einiges an Gewalt stehen, sind bei „The Walking Dead“ schon mal an der richtigen Adresse. Dramaturgisch gibt die Serie jedoch nicht so viel her, wie zu hoffen gewesen wäre. Daher verwundert auch die Nominierung als beste Drama-Serie bei den Golden Globe Awards etwas.
„The Walking Dead“ gibt sich zwar Mühe, persönliche Dramen um Familie und Freundschaft sowie Argwohn und Zwietracht zwischen den Überlebenden zu zeigen, doch ist die Serie dabei meist recht vorhersehbar und wenig ideenreich. Zu oft wird einfach nur alte Horrorkost aufgewärmt und in einem beeindruckenden Umfeld vor die Linse gebracht. Trotzdem ist „The Walking Dead“ von einer flachen Splatter-Serie weit entfernt und hält auch den einen oder anderen emotionalen Moment bereit.
Wo es bei den Drehbüchern noch mangelt, hat man bei der Technik schon längst die erwünschte Qualität gefunden. Die Locations sind überzeugend und generieren eine endzeitliche und bedrohliche Atmosphäre, während die Maskenbilder für teils doch sehr erschreckende und mehr als Ekel erregende Zombies sorgen, die von den Protagonisten dann meist erschossen, zerhakt, überfahren oder erschlagen werden. Hinzu kommen hervorragende visuelle Effekte, sowie gute Kameraführung und von Bear McCreary ein ordentlicher Soundtrack, auch wenn für McCrearys Verhältnisse hier noch Luft nach oben offen ist.
Beim Eindruck der Schauspielriege bleibt man nach diesen nur sechs Episoden etwas unschlüssig zurück. Jeder Darsteller bringt eine gute Leistung, doch für irgendwelche Akzente und schauspielerische Highlights sorgt keiner von ihnen, obwohl die Serie eigentlich viele Gelegenheiten bietet, richtig zu glänzen. Besonders Andrew Lincoln erscheint mit seiner Figur etwas einfältig. Auch wenn man dem Cast im Großen und Ganzen nichts ankreiden kann, wäre hier vielleicht noch mehr drin gewesen. Ob die Wahl von Lincoln als Hauptdarsteller richtig war, bleibt noch abzuwarten.
Was man mit „The Walking Dead“ geschaffen hat, ist eine optisch anspruchsvolle und durchaus sehenswerte Horror-Endzeit-Serie, die storytechnisch kaum Neues zu bieten hat und sich an einigen Stellen kreative Schwächen eingestehen muss. Vor allem für Fans des Genres, aber auch für Gelegenheitszuschauer, ist „The Walking Dead“ gute Unterhaltung, mit Grusel- und Ekelfaktor, viel Blut, vielen toten oder „lebenden“ Zombies und mit einer Menge Zündstoff. Ein beeindruckendes Format, welches nicht ohne Grund so erfolgreich ist. Für die zweite Staffel bleibt aber noch Raum für Entwicklungen.
Wissenswertes
„The Walking Dead“ startete am 31. Oktober 2010 auf dem kleinen Spartensender AMC und war von Beginn an ein Megaerfolg. Die erste Episode erreichte Rekordwerte von 5,35 Millionen Zuschauern. Das Staffelfinale wurde sogar von 5,97 Millionen Amerikanern gesehen. Im Durchschnitt wurden die sechs Episoden der ersten Staffel von 5,24 Millionen Menschen gesehen. So eine große Zuschauerschaft hatte AMC noch nie zuvor, demzufolge „The Walking Dead“ vorzeitig um eine zweite Staffel verlängert wurde. Im deutschen Raum wurde die Serie vom Pay-TV-Sender FOX ausgestrahlt.
Kreiert wurde „The Walking Dead“ von Frank Darabont und basiert auf den gleichnamigen Comics von Robert Kirkman und Tony Moore.
Episodenguide:
• Gute alte Zeit
• Gefangene der Toten
• Tag der Frösche
• Vatos
• Tag 194
• TS-19
Auszeichnungen
Golden Globes Nominierungen:Beste TV-Serie - Drama
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