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Spurlos - Die Entführung der Alice Creed
The Disappearance of Alice Creed
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Regie
J Blakeson
Drehbuch
J Blakeson
Produzent
Adrian Sturges
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 96 min Land Großbritannien Kinostart 30.04.2010 DVD-Start 12.04.2011 Verleih Ascot Elite |
Story
Es ist der wahre Albtraum für Alice Creed, Tochter eines Multimillionärs: Sie wird plötzlich in einen Lieferwagen gezerrt, verschnürt und geknebelt und in eine Wohnung geschleppt, wo sie von zwei Männern an ein Bett gefesselt wird. Die Männer schneiden ihr die Kleidung auf und machen Fotos von ihrem nackten und gefesselten Körper, die anschließend mit einer Lösegeldforderung im Email-Postfach ihres reichen Vaters landen sollen.
Doch der zunächst todsichere Plan der beiden Ganoven Vic und Danny läuft zusehends aus dem Ruder. Was minutiös und bis ins Detail geplant war, gerät durch menschliche Gefühle und Reaktionen mehr und mehr ins Wanken. Auch wenn die beiden Verbrecher ihr Opfer wie besprochen mit der nötigen brutalen Konsequenz behandeln, wird immer deutlicher, dass der viel jüngere Danny allmählich Skrupel bekommt. Da Vic des Öfteren die Wohnung verlässt, während Danny ständig das Wohlbefinden des Opfers überwachen muss, gerät das bald schon zum unsicheren Faktor einer scheinbar todsicheren Entführung…
Schauspieler
Gemma Arterton, Martin Compston, Eddie Marsan
Filmkritik von Stefanie Rufle
Was zunächst wie eine simple Entführungsgeschichte anmutet, entpuppt sich zusehends als kompliziertes Katz-und-Maus-Spiel mit mehr als einer überraschenden Wendung. Denn neben dem ursprünglichen Plan der beiden Entführer, der dem Zuschauer von Anfang an bekannt ist, gibt es offensichtlich noch einen zweiten, wenn nicht sogar noch einen dritten, was sich aber erst allmählich und auf spannende und fesselnde Weise herausstellen soll. Dabei ist es vor allem faszinierend dabei zuzusehen, wie sich die Lage in der Wohnung, dem Hauptschauplatz dieses Thrillers, auf dramatische Art und Weise zuspitzt. Es gibt hier mehr als eine Verbindung zwischen den drei Beteiligten der Entführung, was dem Zuschauer in kleinen Happen deutlich gemacht wird. Die Trennung zwischen Opfer und Tätern verschwimmt zusehends und das verzwickte Beziehungsgeflecht, das Regisseur und Drehbuchautor J Blakeson hier allmählich immer deutlicher hervortreten lässt, hält den Zuschauer in Hochspannung.
Dabei kommt Blakeson in diesem packenden Thriller mit nur drei Darstellern und beinahe ausschließlich einem Ort der Handlung aus. Vor allem Ex-Bond-Girl Gemma Arterton erzeugt hier Gänsehaut pur, denn die Panik und Todesangst des Entführungsopfers stehen ihr förmlich ins Gesicht geschrieben. Doch auch Martin Compston und Eddie Marsan in der Rolle der Entführer können im Verlauf der Handlung permanent überzeugen. Eine beklemmende Kameraführung unterstreicht dabei noch die scheinbar auswegslose Situation der Alice Creed.
„Spurlos – Die Entführung der Alice Creed“ ist ein wendungsreicher und bitterböser Thriller, der die menschlichen Verstrickungen und Stolpersteine perfekt in Szene setzt.
