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30 Rock (TV-Serie) - Staffel 3
30 Rock - Season 3
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Regie
Don Scardino, Gail Mancuso, John Riggi, Beth McCarthy-Miller, Steve Buscemi, Todd Holland, Constantine Makris, Ken Whittingham, Tricia Brock, Millicent Shelton, Gail Mancuso, Scott Ellis
Drehbuch
Tina Fey, Robert Carlock, Jack Burditt, Matt Hubbard, Kay Cannon, Ron Weiner, Jon Pollack, Tami Sagher, Donald Glover, Tom Ceraulo, Tracey Wigfield
Produzenten
Don Scardino, Jerry Kupfer, Alec Baldwin
Genre TV-Serie (Comedy) FSK 12 Filmlänge 448 min Land USA, 2008-2009 DVD-Start 03.03.2011 Verleih Universal Pictures |
Story
Die Welt im 30 Rockefeller Plaza steht kopf. Der ehemalige Geschäftsführer Jack Donaghy muss sich, um seinen alten Job zurückzubekommen, wieder von ganz unten hocharbeiten. Währenddessen bemüht sich Liz Lemon um eine Adoption, merkt aber bald, wie verrückt die Welt ist, in der sie lebt und fragt sich, ob sie wirklich die geeignete Person dafür ist, ein Kind großzuziehen. Mit Tracy und Jenna hat sie schon zwei erwachsene Kinder, um die sie sich kümmern muss und mindestens einer von den beiden sorgt regelmäßig dafür, dass die neuste Ausstrahlung der TGS-Show gefährdet ist…
Schauspieler
Tina Fey, Alec Baldwin, Tracy Morgan, Jane Krakowski, Jack McBrayer, Scott Adsit, Judah Friedlander, Lonny Ross, Keith Powell, Kevin Brown, Grizz Chapman, Maulik Pancholy, John Lutz, Chris Parnell, Megan Mullally, Marceline Hugot, Todd Buonopane, Harry Anderson, Charles Robinson, Markie Post, John McEnroe, Robyn Lively, Sherri Shepherd, Billy Bush, Nancy O'Dell, Scott Bryce, Matt Lauer, Maria Thayer, Meredith Vieira, Calvin Klein, Dean Winters, Roger Bart, Rip Torn, Elaine Stritch, Oprah Winfrey, Larry King, Jon Hamm, John Lithgow, Will Arnett, Alan Alda, Steve Buscemi, Jennifer Aniston, Steve Martin, Salma Hayek
Kritik von Sascha Koch
Wöchentlich über sieben Millionen Zuschauer, durchgehend Kritikerlob, mehr Preise als man bei NBC Regale an der Wand hat und die Stars aus Musik, Film und Fernsehen stehen für einen Gastauftritt Schlange. Das ist „30 Rock“ – Comedy der Superlative.
Der Erfolg von Tina Feys Konzept nimmt auch in der dritten Staffel keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, fährt die Serie mehr auf, als jemals zuvor und erntet dafür auch mehr, als jemals zuvor. Angefangen bei den guten Quoten, weiter über die durchaus verdienten Golden Globes und Emmys für Baldwin und Fey, bis hin zu Lobeshymnen der Kritiker.
Doch wie sieht es auf dem deutschen Markt aus? Hier bleibt „30 Rock“ weiterhin allenfalls eine Randerscheinung und nur Serienunterhaltung für eine kleine Zielgruppe – den Serienfans. Gelegenheitszuschauer werden es erneut sehr schwer haben, sich mit dem Stil von „30 Rock“ anzufreunden, den Humor zu verstehen und die Show zu genießen. Denn wieder besteht ein Großteil der Serie aus Gags, die die US-Medienlandschaft und teilweise auch die US-Serienlandschaft betreffen. Wer hier nicht durchblickt, verliert schnell die Freude an Liz Lemon und Co.
Kein Wunder also, dass „30 Rock“ in Deutschland nur schwer Fuß fassen kann. Trotzdem ist dieses Format aber mehr als sehenswert. Besonders für Zuschauer, die die ewig gleichen und flachen Sitcoms à la „King of Queens“ und „Two and a half Men“ leid sind.
Die dritte Runde der Comedy-Serie präsentiert sich so gut wie keine der beiden Staffeln vor ihr. „30 Rock“ ist sehr unterhaltsam, spitzzüngig und intelligent. Auch wenn man der Serie auf den ersten Blick Oberflächlichkeit zuschreibt, wird bei genauerem Hinsehen klar, dass der Humor in „30 Rock“ weiterhin ein sehr anspruchsvoller ist. Neben offensichtlichen Späßen generieren vor allem schnelle und scharfe Dialoge Gags, die sich oft auf die US-Medienwelt, die Gesellschaft oder auch auf die Politik beziehen und auch gerne mal die eine oder andere Berühmtheit vorführen. Hier gilt es aufzupassen, bisweilen zwischen den Zeilen zu lesen und mitzudenken. Berieselnder Humor ist in „30 Rock“ jedenfalls nur selten zu finden.
Dafür sorgt auch das großartige Ensemble. Die tragenden Säulen der Show bleiben weiterhin Tina Fey und Alec Baldwin, die beide eine sehr gute Darbietung abliefern. Besonders Baldwins Schauspiel und die Suche nach der passenden Frau in der dritten Staffel, die ihn sowohl zu Jennifer Aniston als auch zu Salma Hayek führt, ist fantastisch und lebhaft. Hinzu kommen natürlich die diversen Nebenfiguren, die ihrerseits den Cast abrunden.
Besonderes Element bleiben aber die vielen Gaststars, die für fast noch mehr Unterhaltungswert sorgen, als die reguläre Schauspielriege. Es macht Spaß, von einem Hollywood-Star nach dem anderen überrascht zu werden, der sich dann, meist auf sehr verrückte Art und Weise, in das Seriengeschehen einmischt und oft alles auf den Kopf stellt. Bei Namen wie Jon Hamm, John Lithgow, Will Arnett, Alan Alda, Steve Buscemi, Jennifer Aniston, Steve Martin, Salma Hayek oder auch Larry King und Oprah Winfrey kann man einfach nur gespannt sein, was da wohl in der dritten Staffel an Überraschungen auf einen zukommen. Hinzu gesellt sich eine Schar an Cameoauftritten, unter anderem von Stardesigner Calvin Klein oder von Elvis Costello. Auch hier ist wieder Aufmerksamkeit angesagt, da einem diese kurzen Auftritte ansonsten schnell entgehen können. Oftmals sieht man erst im Abspann, wer alles zu sehen war und fasst sich dann mit einem überraschten „Natürlich!“ an den Kopf. So macht Comedy Spaß! Schnell, spritzig, modern.
Die dritte Staffel von „30 Rock“ ist bislang die Beste und wird dem Lob von allen Seiten absolut gerecht. Auch wenn man nicht pausenlos lachen kann, versteht es die Serie über die gesamte Länge erstklassig zu unterhalten – und das mit Niveau und Intelligenz bei den Drehbüchern, Eloquenz und guter Artikulation bei den Schauspielern und Spitzfindigkeit und Tempo bei den Gags. „30 Rock“ ist massenuntaugliche aber sehr gute und anspruchsvolle Comedy, die hierzulande vor allem eingefleischten Serienjunkies schmecken dürfte. Die dritte Runde jedenfalls ist durch und durch gelungen und lässt kaum einen Wunsch offen.
Wissenswertes
NBC erreichte mit der dritten Staffel durchschnittlich 7,50 Millionen Zuschauer. Ein Grund für den großen Quotenanstieg war Tina Feys große Popularität während des US-Wahlkampfes um die Präsidentschaft. In „Saturday Night Live“, einer bekannten US-Comedy-Show, parodierte Fey nämlich Sarah Palin, die damals für die Republikaner um das Amt der Vize-Präsidentin kämpfte und für ihre konservative Wesensart sowohl in den USA als auch in Europa viel Spott erhielt.
In der dritten Staffel von „30 Rock” spielen sich u.a. Harry Anderson, Charles Robinson, Markie Post, John McEnroe, Bill Kurtis, Billy Bush, Nancy O'Dell, Matt Lauer, Larry King, Meredith Vieira, John Lithgow, Calvin Klein, Richard F. Esposito, Adam West, Brian Williams, Clay Aiken, Mary J. Blige, Elvis Costello, Sheryl Crow, Sara Bareilles, Wyclef Jean, Adam Horovitz, Oprah Winfrey, Michael McDonald und Norah Jones selbst. Einige der darin enthaltenen Musiker sangen zum Staffelfinale den Song „He needs a kidney“, was an „We are the world“ angelehnt sein soll. Hauptdarsteller Alec Baldwin dient der Serie außerdem als Produzent.
Episodenguide:
• Der Pfad der Tugend
• Lebenshilfe über den Wolken
• Die verrückte Freundin
• Ein charmanter Hochstapler
• Klassentreffen
• Weihnachtstrauma
• Senor Macho Solo
• Grippe-Epidemie
• Freundschaftsdienst
• El Generalissimo
• Verabrede dich nie am Valentinstag!
• Cash oder Liebe
• Lebewohl, mein Freund
• Hier kommt der „Funcooker“!
• Der schöne Schein
• Apollo, Apollo
• Sparmaßnahmen
• Der Club der schlagenden Hausfrauen
• Die eine und sonst keine
• Die natürliche Ordnung
• Mamma mia
• Konzert für eine Niere
Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
30 Rock (TV-Serie) - Staffel 1
30 Rock (TV-Serie) - Staffel 2
30 Rock (TV-Serie) - Staffel 3
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Beste Hauptdarstellerin (TV-Serie – Comedy) – Tina Fey, Bester Nebendarsteller (TV-Serie – Comedy) - Jack McBrayer, Bester Nebendarsteller (TV-Serie – Comedy) – Tracy Morgan, Bester Nebendarstellerin (TV-Serie – Comedy) - Jane Krakowski, Bestes Drehbuch („Konzert für eine Niere „), Bestes Drehbuch („Apollo, Apollo“), Bestes Drehbuch („Mamma mia“), Beste Regie („Apollo, Apollo“), Beste Regie („El Generalissimo“), Beste Regie („Klassentreffen”), Bester Ton-Mix („Konzert für eine Niere“), Beste Kamera („Apollo, Apollo“), Bester Gastdarsteller (TV-Serie – Coemdy) – Alan Alda, Bester Gastdarsteller (TV-Serie – Coemdy) – Jon Hamm, Bester Gastdarsteller (TV-Serie – Coemdy) – Steve Martin, Beste Gastdarstellerin (TV-Serie – Coemdy) – Jennifer Aniston, Beste Gastdarstellerin (TV-Serie – Coemdy) – Elaine Stritch
Gewonnene Emmys:
Beste TV-Serie – Comedy, Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Comedy) – Alec Baldwin, Bestes Drehbuch („Klassentreffen“), Bestes Casting, Bester Schnitt („Apollo, Apollo“)
Gewonnene Golden Globes:
Beste TV-Serie – Comedy, Beste Hauptdarstellerin (TV-Serie – Comedy) – Tina Fey, Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Comedy) – Alec Baldwin
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