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Our Idiot Brother
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Regie
Jesse Peretz
Drehbuch
Evgenia Peretz, David Schisgall
Produzenten
Caroline Jaczko, Stefanie Azpiazu, John Hodges, Aleen Keshishian
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 90 min Land USA Kinostart 17.05.2012 DVD-Start 19.10.2012 Blu-ray-Start 19.10.2012 Verleih Senator Film |
Story
Ned ist ein Mann in den besten Jahren, tief in seinem Herzen jedoch noch immer ein Kind. Er ist ebenso liebenswert wie grundanständig, scheut im Leben jedoch die Verantwortung. So ist er im Grunde schon sein ganzes Leben lang arbeitslos, während er sich mit krummen Drogengeschäften halbwegs über Wasser hält. Als das eines Tages schief geht, landet Ned im Knast. Dort passt der liebenswerte Kauz jedoch überhaupt nicht hin, weshalb es gut ist, dass er nach seiner Entlassung ein besseres Leben anstrebt. In den kommenden Wochen lebt er abwechselnd bei einer seiner drei Schwestern, die alle so ganz anders sind als Ned. Obwohl Miranda, Natalie und Liz ihren Bruder lieben, so fehlt ihnen doch der Respekt vor ihm. Mit diesem Urteil hätten die drei Frauen jedoch vielleicht ein wenig länger warten sollen, denn noch scheinen sie ihren Bruder alle drei noch nicht wirklich zu kennen…
Schauspieler
Paul Rudd, Elizabeth Banks, Zooey Deschanel, Emily Mortimer, Steve Coogan, Hugh Dancy, Kathryn Hahn, Nick Sullivan, Francesca Papalia, Bob Stephenson, Peter Hermann, Adam Scott, Kelly Briter, Rashida Jones, T.J. Miller, Shirley Knight
Filmkritik von Kathrin Lang
Paul Rudd hat uns in den vergangenen Jahren schon so einige lustige Filmminuten beschert. Regelmäßig ließ sich der smarte Amerikaner in Komödien in unseren Kinos blicken. In zumeist gelungenen Filmen, wie „Nie wieder Sex mit der Ex“, „Trauzeuge gesucht“ oder „Dinner für Spinner“ übernahm er stets die Rolle des charmanten und zumeist ordentlich glattgebügelten Schönlings. Obwohl Rudd mit „Our Idiot Brother“ erneut in seinem Stammgenre auf die Leinwände zurückkehrt, überrascht er 2012 nun jedoch insofern, als dass man ihn als Langhaarzottel mit Vollbart schon rein optisch kaum wiedererkennt – und auch ansonsten ist an der Rolle des Mimen einiges überraschend ecken- und kantenreich.
Die Figur Ned Rochlin ist Zentrum und Pluspunkt von „Our Idiot Brother“ zugleich. Der etwas ungepflegt erscheinenden Mann in den besten Jahren, der neben Drogenkonsum auch sonst nicht viel Sinnvolles im Kopf hat, ist herrlich kauzig und trotz starker Hippieattitüde doch ordentlich cool. Zusammen mit seinen immerzu absurden Kommentaren und locker sitzenden Sprüchen zum Geschehen um ihn herum, wird Ned Rochlin schon bald zu einer Figur mit Kultcharakter. Ganz so weit will man am Schluss dann doch nicht gehen, aber sicherlich ist dies eine Figur, die klug zwischen Witz und Ernsthaftigkeit angelegt ist, ohne jemals einem Extrem zum Opfer zu fallen. Ned Rochlin steht jedoch nicht nur dem Film sehr gut, sondern auch Paul Rudd, dem mit seiner Darbietung fürs Erste der Befreiungsschlag von seinem bisherigen Image gelungen sein dürfte. Schade ist da nur, dass sich die beiden Drehbuchautoren Evgenia Peretz und David Schisgall beim Schreiben etwas zu sehr auf ihre Hauptfigur konzentriert zu haben scheinen. Jedenfalls wirken vor allem die weiblichen Figuren an der Seite von Ned traurig einfallslos und sehr klischeehaft ausgearbeitet. Schade ist dies vor allem, weil „Our Idiot Brother“ auch in den Nebenrollen namhaft besetzt ist und man mit Gesichtern wie Elizabeth Banks, Zooey Deschanel und Emily Mortimer sicherlich besser hätte arbeiten können.
"Our Idiot Brother" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.