Bananas

Filmplakat Bananas
Regie Woody Allen  Drehbuch Woody Allen, Mickey Rose  Produzent Jack Grossberg 
Genre Satire  FSK 16  Filmlänge 78 min
Land USA  Kinostart 31.08.1974  DVD-Start 24.03.2004  Verleih MGM

Story

Fielding Mellish hat es am College gerade mal drei Tage ausgehalten und verdient seine Brötchen nun als Produkttester. Ständig ist er am Jammern: Über den Job, das Leben und den Umstand, dass er keine Freundin hat. Doch dann begegnet er der politisch interessiert Studentin Nancy, die bei ihm Unterschriften für die Befreiung des kleinen Staates San Markos von seinem Diktator sammelt und verliebt sich Hals über Kopf. Fielding ist im siebten Himmel, doch für Nancy scheint es nicht die große Liebe und sie trennt sich kurze Zeit später von ihm. Frustriert und enttäuscht begibt sich Fielding Mellish auf eine Reise nach San Markos, eigentlich ein Trip, den er mit Nancy machen wollte. Vor Ort steht die aktuelle Diktatur gerade kurz vor einem Putsch durch die Rebellen. Fielding gerät zwischen die Fronten und landet schließlich in einem Rebellencamp, wo er ausgebildet wird und binnen kurzer Zeit zum neuen Held der Nation heranreift…

Schauspieler

Bananas Woody Allen, Louise Lasser, Nati Abascal, Carlos Montalbán, Jacobo Morales, Miguel Ángel Suárez, David Ortiz, René Enríquez, Jack Axelrod, Charlotte Rae, Stanley Ackerman

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Bananas Bei seiner dritten Regiearbeit für einen Spielfilm ist für Woody Allen der Titel „Bananas“ tatsächlich Programm. Hier ist wahrlich so manches „Banane“. Die Satire rund um das Thema Bananenrepublik ist gespickt mit für Allen typisch absurd zugespitzten Situationen, herrlich politisch unkorrekten Dialogen und jeder Menge Blödelei und Slapstick. Nicht nur die Doppelzüngigkeit der amerikanischen Außenpolitik bekommt hier ihr Fett weg, sondern auch die sensationsgierigen Medien und manches Vorurteil. Kultig ist besonders die Szene, in der Woody Allen versucht heimlich ein Pornoheft zu kaufen und der Verkäufer quer durch den Laden brüllt, um den Preis zu erfahren. Ein „Gib AIDS keine Chance“-Spott mit Hella von Sinnen recycelte die Sequenz später. Außerdem gibt es in einem Miniauftritt einen jungen Sylvester Stallone als Schläger in der U-Bahn zu sehen. Woody Allen selbst gibt einmal mehr in der Hauptrolle ungekünstelt und authentisch den linkischen Loser, der durchs Leben und von einem Schlamassel in den nächsten stolpert. Humor, Kult und Woody Allens Gespür für die Absurditäten in allen Ehren, ist „Bananas“ jedoch eindeutig ein Produkt seiner Zeit und des Zeitgeistes der beginnenden 1970er Jahre. Aus heutiger Sicht wirken die Jokes häufig abgegriffen. Auch die Non-Stopp-Blödelei macht nicht durchweg Laune und wird gegen Ende mühsam. Wie Allen von einer absurden Situation in die nächste stolpert entlockt einem bald nicht mehr als ein bloßes Schmunzeln.

Wissenswertes

Bananas Der Film ist die dritte Regiearbeit von Woody Allen für einen Spielfilm.



Besucherbewertung
0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.