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Das Bourne Vermächtnis

Bourne Legacy

Filmplakat Das Bourne Vermächtnis
Regie Tony Gilroy  Drehbuch Tony Gilroy, Dan Gilroy  Produzenten Patrick Crowley, Frank Marshall, Ben Smith, Jeffrey M. Weiner 
Genre Action-Thriller  FSK 12  Filmlänge 135 min
Land USA  Kinostart 13.09.2012  DVD-Start 10.01.2013  Blu-ray-Start 10.01.2013  Verleih Universal Pictures

Story

Der große Skandal, den Jason Bourne ausgelöst hat, hat für große Unruhen in den Medien gesorgt. Da Bourne noch immer auf freiem Fuß ist und so schnell wohl auch nicht gefasst werden wird, sieht sich die CIA nun dazu gezwungen, zu handeln. Die obersten Bosse beschließen, dass die „Operation Outcome” – das Nachfolge-Programm der Jason-Bourne-Operation – ausgelöscht werden muss. Schnell sind die meisten der Agenten eliminiert und auch ein Großteil der engsten Mitarbeiter an dem Projekt getötet. Doch ein Agent überlebt, weil er der CIA einen Schritt voraus war: Aaron Cross! Da Cross nur überleben kann, wenn er weiterhin die grünen und blauen Pillen schluckt, die man ihm verschrieben hat, sucht er den Kontakt zu der attraktiven Ärztin Dr. Marta Shearing, die dem Tötungsversuch ebenfalls knapp entkommen ist. Zusammen begeben sie sich auf die Flucht vor einigen der mächtigsten Männer Amerikas…

Schauspieler

Das Bourne Vermächtnis Jeremy Renner, Rachel Weisz, Edward Norton, Oscar Isaac, Joan Allen, Albert Finney, Scott Glenn, David Strathairn, Corey Stoll, Stacy Keach, Sheena Colette, Michael Papajohn, Michael Chernus, Nilaja Sun

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Das Bourne Vermächtnis Ziemlich genau fünf Jahre ist es nun her, dass Jason Bourne zum letzten Mal das Licht der Leinwände erblickte und Regisseur Paul Greengrass die „Bourne“-Trilogie zusammen mit Drehbuchautor Tony Gilroy mit „Das Bourne Ultimatum“ zu ihrem vermeintlichen Ende führte. Obwohl mit „Das Bourne Vermächtnis“ im September 2012 nun wieder ein Film der Reihe in den Kinos startet, ist die Ursprungsära nun aber doch irgendwie Vergangenheit, denn in dem neuen „Bourne“ spielt der Titelagent selbst keine Rolle mehr und auch Matt Damon lässt sich auf der Leinwand nicht blicken. Diverse Streitereien um die Fortführung der erfolgreichen Trilogie führten dazu, dass Paul Greengrass von dem Projekt Abstand und seinen Haus- und Hof-Schauspieler Matt Damon mit sich nahm. Zurück blieb mit Tony Gilroy der Autor der ersten drei Teile, der die Geschichte mit „Das Bourne Vermächtnis“ nun aus anderer Perspektive neu aufrollt und mit Aaron Cross (Jeremy Renner) einen anderen Agenten aus dem CIA-Geheimprogramm auf das Feld führt.

Natürlich ging Regisseur und Drehbuchautor Gilroy mit seinem Vorgehen ein Wagnis ein, das für seinen Mut zum einen belohnt wird, weil es ihm gelungen ist, einen packenden Action-Thriller zu inszenieren. Der zum anderen für seine Dreistigkeit und Einfallslosigkeit jedoch bestraft wird. Vor allem Letzteres wog bereits lange vor Kinostart schwer, denn als die ersten Informationen zu „Das Bourne Vermächtnis“ durchsickerten, wurde schnell klar, dass hier auf recht leichtem Weg auf einen gut fahrenden Zug aufgesprungen wird. Die „Bourne“-Reihe hat sich schon lange zu einem Publikumsliebling etabliert – wieso also nicht eine Art Reboot vollziehen und eine recht ähnliche Geschichte aus neuer Perspektive erzählen? Mit Aaron Cross haben wir nun jedenfalls schon den zweiten abtrünnigen Agenten aus dem Spezialprogramm: ob wohl noch weitere folgen? Und ob sie sich alle eines Tages vereinen und zum großen Gegenangriff starten?
Einfallslosigkeit und Dreistigkeit hin oder her, bleibt jedoch zweifelsfrei die Tatsache, dass „Das Bourne Vermächtnis“ als eigenständiges Werk betrachtet recht viel Freude bereitet. Zu Beginn nimmt sich Gilroy überraschend viel Zeit, um seinen neuen Agenten dem Zuschauer vorzustellen, was dem Action-Thriller sehr zu Gute kommt. Denn tatsächlich bleibt Aaron Cross bis zum Schluss eine Figur, der man nahe gekommen ist, mit der man sympathisiert und die gerne noch für zwei weitere Teile in unsere Kinos zurückkehren darf. Außerdem fächern sich nebenbei die Hintergründe des Agenten-Programms schön und spannend auf, so dass „Das Bourne Vermächtnis“ nicht gleich zu Beginn zu reinem Actionkino ohne viel Story verkommt. Überhaupt inszeniert Tony Gilroy seinen ersten „Bourne“ überaus solide - verhaspelt sich nur beim letzten Showdown ein wenig zu stark in seinen rasanten Kamerafahrten und schnellen Schnitten.
Störend sind die immer mal wieder recht unrealistischen Szenen, in denen Aaron zu einem kleinen Superhelden stilisiert wird, dem nicht nur eine Armee an bösen und bewaffneten Männern oder ein Sturz vom Motorrad bei Höchstgeschwindigkeiten so rein gar nichts anhaben können, sondern auch kein hungriger Wolf, der sich zähnefletschend auf ihn stürzt.

Alles in allem bleibt fraglich, warum der Name „Jason Bourne“ hier noch einmal herhalten musste und warum man stattdessen nicht einfach eine ganz neue Agenten-Geschichte erschaffen hat. Denn tatsächlich erweisen sich die alten Ansätze als nur wenig originell und gestalten den Grundplot von „Das Bourne Vermächtnis“ recht langweilig. Das macht den rasanten Action-Thriller an sich zwar zu keinem schlechten Film, doch der bittere Nachgeschmack bleibt.

Wissenswertes

Das Bourne Vermächtnis Die Reihe um Jason Bourne umfasst folgende Teile:
Die Bourne Identität
Die Bourne Verschwörung
Das Bourne Ultimatum

"Das Bourne Vermächtnis" spielt zeitlich in etwa parallel zu "Das Bourne Ultimatum".



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