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King of Devil's Island
Kongen av Bastøy
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Regie
Marius Holst
Drehbuch
Dennis Magnusson, Eric Schmid
Produzenten
Karin Julsrud,
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 105 min Land Norwegen, Frankreich, Polen, Schweden. 2010 Kinostart 29.03.2012 DVD-Start 27.07.2012 Blu-ray-Start 27.07.2012 Verleih Alamode Film |
Story
Norwegen im frühen 20. Jahrhundert. Es ist ein kalter Winter. Auch auf der Gefängnisinsel Bastøy, wo straffällig gewordene Jungen in einer Besserungsanstalt eine zweite Chance bekommen sollen. Unter dem strengen Regiment von Anstaltsleiter Bestyreren blühen jedoch nicht nur Zucht und Ordnung, sondern auch Schikane, Gewalt und Misshandlung. Während Bestyreren in die eigene Tasche wirtschaftet, bekommen die Jungen nur minderwertiges Essen und schlafen nach harter Arbeit in kalten Räumen. Die Behandlung schweißt sie zusammen und im Stillen wächst der Hass auf die Erwachsenen. Als der Neuzugang Erling auf Bastøy ankommt, ahnt nicht nur Bestyreren, dass Ärger bevorsteht. Erling wiedersetzt sich den Regeln wo er kann und heizt mit seinem stummen Widerstand die Stimmung an, bis sich das Pulverfass entzündet…
Schauspieler
Stellan Skarsgård, Benjamin Helstad, Kristoffer Joner, Trond Nilssen, Magnus Lanlete, Morten Lovstad, Daniel Berg, Odin Gineson, Magnar Botten
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit „King of Devils Island“ schuf Regisseur Marius Holst nach dem exzellenten Drehbuch von Dennis Magnusson und Eric Schmid ein bedrückendes und intensives Drama über eine verlorene Jugend, Schuld und Verantwortung. Angesiedelt in einer Zeit, als drakonische Strafen als probates Erziehungsmittel galten, inszeniert er eine erschütternde Geschichte, die unter die Haut geht und tief berührt. Holst versteht es, das Martyrium der Jungen jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei authentisch und bedrückend realistisch einzufangen. Sein Film erzählt feinfühlig von gebrochenem Willem, echter Kameradschaft, grausamen und heuchlerischen Erwachsenen, die das in sie gesetzte Vertrauen missbrauchen und unwürdigen und entmenschlichten Lebensbedingungen. Es sind dabei insbesondere die eindrücklich gezeichneten Figuren, die „King of Devils Island“ zu einem besonderen Film machen. Die Mischung aus etablierten Schauspielern wie Stellan Skarsgård und Kristoffer Joner und noch unerfahrenen Mimen wie Benjamin Helstad und Trond Nilssen geht dabei bei der Besetzung voll auf. Marius Holst versteht es mit seiner Inszenierung, dem Zusammenspiel einer kalten Optik und einer präzise gewählten Musik zudem, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die die Spannung der Geschichte sehr gut transportiert. Man erahnt die Dramatik der Geschichte und ist doch nicht weniger tief erschüttert, wenn sich die Ereignisse in einem immer schneller drehenden Strudel dann überschlagen.
Auch wenn das Drehbuch letztlich nicht gänzlich auf bekannte Klischees verzichtet, ist „King of Devils Island“ erstklassiges Dramakino aus Skandinavien geworden, das einem vor Augen führt, was es bedeutet, wenn Kinder und Jugendliche gebrochen werden und ohne jedes Mitgefühl in emotionaler Kälte leben. Der Film wird zu einem erschütternden Portrait, das lange nachhallt.
Wissenswertes
Das Drehbuch basiert auf einer Geschichte von Mette M. Bølstad und Lars Saabye Christensen, die dafür wahre Begebenheiten aufgegriffen haben.
Der Film gewann, neben fünf weiteren Nominierungen, beim internationalen norwegischen Filmfestival die „Amanda“ für den besten Film und die beste Musik. Außerdem wurde Trond Nilssen für seine Leistung in der Rolle des Olav als bester Nebendarsteller geehrt.
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