Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 30.5.
- Die wilde Zeit
- 30.5.
- Hangover 3
- 30.5.
- The Big Wedding
- 30.5.
- To The Wonder
- 6.6.
- After Earth
- 6.6.
- Before Midnight
- 6.6.
- Das wundersame Leben ...
- 6.6.
- Snitch - Ein riskanter Deal
- Zu den Kinostarts
Das Hochzeitsvideo
|
Regie
Sönke Wortmann
Drehbuch
Gernot Gricksch
Produzenten
Tom Spieß, Oliver Berben, Christoph Müller
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 86 min Land Deutschland Kinostart 10.05.2012 DVD-Start 11.10.2012 Blu-ray-Start 11.10.2012 Verleih Constantin Film |
Story
Die Hochzeit von Pia und Sebastian steht kurz bevor und eigentlich ist alles in trockenen Tüchern: die ein oder andere kleine Unstimmigkeit außer Acht gelassen, können die Hochzeitsglocken im Grunde geläutet werden. Was enorm rosig und glückverheißend beginnt, verselbstständigt sich jedoch allmählich und schon bald bahnt sich der erste große Ärger an! Ehemalige Liebhaber tauchen auf und andere (un)liebsame Überraschungsgäste, die die traute Zweisamkeit ordentlich aufwirbeln: Eifersucht, Tränen und Wutausbrüche stehen schon bald an der Tagesordnung. Ein Lied von den kleinen und großen Problemen von Pia und Sebastian kann Daniel, der Hochzeitsfilmer, singen. Mit seiner Kamera ist er immer hautnah dabei und begleitet das zukünftige Ehepaar bei ihren Vorbereitungen und auf dem Weg in den heiligen Bund der Ehe auf Schritt und Tritt…
Schauspieler
Michael Abendroth, Martin Aselmann, Lisa Bitter, Matthias Brenner, Jan-David Buerger, Lucie Heinze, Marian Kindermann, Christiane Lemm, Stefan Ruppe, Susanne Tremper
Filmkritik von Kathrin Lang
Found Footage Filme erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. War „The Blair Witch Project“ 1998 der große Vorreiter im Genre, dauerte es einige Zeit, bis sich das revolutionäre Stilmittel im Kino durchsetzte. Mittlerweile finden jedoch regelmäßig Found Footage Filme den Weg auf die große Leinwand und erfreuen sich dort aufgrund ihrer vorgetäuschten Unmittelbarkeit immer größerer Beliebtheit. Nachdem erst kürzlich mit „Project X“ ein solcher in den Kinos gestartet ist, versucht sich mit Sönke Wortmann nun einer der populärsten deutschen Filmemacher mit der Komödie „Das Hochzeitsvideo“ in dem Genre. Leider ist Wortmann von Anfang an zu inkonsequent im Umgang mit den Konventionen eines Found Footage Films und verspielt damit den Moment des Besonderen.
Der Clou von „Das Hochzeitsvideo“ soll eigentlich darin bestehen, dass Wortmann dem Zuschauer glaubhaft vortäuscht, dass dieser ausschließlich Aufnahmen zu sehen bekommt, die Daniel mit seiner Handkamera einfängt. Letztlich setzt Wortmann jedoch mehrere Kameras ein und wählt zudem von Anfang an verschiedene Blickperspektiven auf das Geschehen. Schnell wirkt er dadurch unglaubhaft und die Frage, warum Wortmann seinen Film überhaupt als pseudodokumentarischen Found Footage Film verkauft, drängt sich zunehmend mehr auf.
Während die Inszenierung aufgrund ihrer Inkonsequenz und Unglaubwürdigkeit im Umgang mit Genreregeln weitgehend versagt, vermag es leider auch das Drehbuch nicht diese Schwächen auszubügeln. Zwar birgt „Das Hochzeitsvideo“ einige lustige Momente, für die große Komödie reicht es allerdings nicht. Dies liegt vor allem daran, dass es dem Drehbuch an den besonderen Einfällen mangelt. Immerhin sind die Darsteller durchweg sympathisch und wachsen einem mit ihren kleinen und großen Sorgen schon bald ans Herz.
Selten schlagfertig, dazu nur wenig ideenreich und an der innovativen Erzählweise gescheitert, wird Sönke Wortmanns „Das Hochzeitsvideo“ zu einer eher belanglosen Komödie, die man im Kino getrost umgehen kann.
Sönke Wortmann besetzt die Rollen in seinem Film bewusst mit Theaterdarstellern oder noch unbekannten Nachwuchstalenten, die bislang kaum im Fernsehen oder im Kino zu sehen waren.
