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Hasta la Vista

Filmplakat Hasta la Vista
Regie Geoffrey Enthoven  Drehbuch Pierre De Clercq, Mariano Vanhoof  Produzent Mariano Vanhoof 
Genre Tragik-Komödie  FSK 12  Filmlänge 115 min
Land Belgien  Kinostart 12.07.2012  DVD-Start 20.11.2012  Blu-ray-Start 20.11.2012  Verleih Ascot Elite

Story

Die Freunde Philip, Lars und Jozef, alle in den Zwanzigern, wollen das erste Mal alleine und ohne Eltern in den Urlaub. Von Belgien soll es über Frankreich nach Spanien gehen. Dort, so planen die Jungs, werden sie alle endlich ihre Unschuld verlieren. An sich kein ungewöhnliches Ansinnen, würden Philip und Lars nicht im Rollstuhl sitzen – Philip vom Hals abwärts gelähmt und Lars schwer krank - und Jozef fast blind sein. In einem Ort direkt am Meer hat Philip ein Bordell ausfindig gemacht, das auf die Bedürfnisse von Jungs wie sie welche sind spezialisiert ist. Jungs mit Handicap. Überraschenderweise stimmen sogar die Eltern zu, die natürlich von dem Freudenhausabstecher nichts wissen dürfen, und so ist die Tour schnell geplant und auch ein Betreuer ist bald gefunden. Doch dann hat Lars einen neuen Krankheitsschub und alles droht ins Wasser zu fallen. Doch die drei Freunde lassen sich nicht von ihrer Idee abbringen und so starten sie heimlich den irrsten Trip ihres Lebens…

Schauspieler

Hasta la Vista Robrecht Vanden Thoren, Tom Audenaert, Gilles De Schrijver, Isabelle de Hertogh, Karel Vingerhoets, Katelijne Verbeke, Marilou Mermans, Johan Heldenbergh, Karlijn Sileghem

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Hasta la Vista Drei Jungs fahren in den Urlaub, um ein paar Bräute aufzureißen und um endlich ihre Jungfräulichkeit zu verlieren – Eine Geschichte mit der sich auch nicht behinderte Menschen absolut identifizieren können. Mit ein Grund, warum „Hasta la Vista“ so gut funktioniert und nicht zum kitschigen Betroffenheitskino verkommt. Regisseur Geoffrey Enthoven inszeniert hier einen Roadtrip, der neben glaubwürdigen und sympathischen Figuren eine riesen Portion Herzenswärme und Humor mitbringt. Die drei Hauptcharaktere sind nämlich alles andere als „politisch korrekt“ und begegnen ihrer allgegenwärtigen Hilflosigkeit mit jeder Menge bissigem Witz und machen dabei auch vor bösen Scherzen über ihre eigene Behinderung nicht halt. Sie lachen über sich und wir mit ihnen. So entsteht eine Atmosphäre, die auch gelungen die Verbindung Behinderung, Liebe und Lust reflektiert, dabei aber zugleich komisch und berührend ist. Nie wirken die Figuren in „Hasta la Vista“ in ihren Handlungen und Dialogen platt oder aufgesetzt. Pierre De Clercq hat ein Drehbuch geschrieben, das die innige und tiefe Freundschaft zwischen Philip, Lars und Jozef in den Mittelpunkt rückt, ihre Ängste und Sehnsüchte behutsam und treffsicher beleuchtet und dabei noch ganz wunderbar unterhält. So wird „Hasta la Vista“ ein Film voller Kraft und Hoffnung, der einen durch seine Ausstrahlung ganz und gar für sich einnimmt.

Wissenswertes

Hasta la Vista „Hasta la Vista“ ist der fünfte Spielfilm von Regisseur Geoffrey Enthoven. Die Idee zu dem Drehbuch basiert auf dem Dokumentarfilm „For One Night Only“. Die BBC-Dokumentation begleitete Asta Philpot und zwei weitere Behinderte auf der Reise zu einem auf die Bedürfnisse von Behinderten ausgerichteten Bordell nach Spanien. Enthoven sah den Film und entwickelte zusammen mit Philpot und Mariano Vanhoof die Ausgangsidee für das Drehbuch.



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