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Regie
Stephen St. Leger, James Mather
Drehbuch
Stephen St. Leger, James Mather, Luc Besson
Produzenten
Marc Libert, Leila Smith
Genre Science-Fiction FSK 16 Filmlänge 95 min Land Frankreich, USA, 2012 Kinostart 10.05.2012 DVD-Start 05.10.2012 Blu-ray-Start 05.10.2012 Verleih Universum Film |
„MS One“ heißt im Jahre 2079 das Hightech-Supergefängnis, was 50 Meilen über der Erde schwebt und sage und schreibe 500 Häftlinge im Tiefschlaf hält. Keine sexuellen Übergriffe, keine Ausbrüche, kurzum die „MS One“ hält alle Versprechen. Doch nach einem Zwischenfall, in den die Tochter des amtierenden US-Präsidenten gerät, ändert sich die Lobeshymne, die noch zuvor auf die Raumstation gesungen wurde. Ein Häftling befreit nämliche alle anderen und die Revolte ist somit gestartet worden. Helfen kann da nur einer: der eigenbrötlerische Snow. Gerade mit dem Gesetz und der CIA in Konflikt geraten, darf er nun das Töchterchen des Präsidenten retten – wenn das mal gut geht...
Guy Pearce, Maggie Grace, Vincent Regan, Joseph Gilgun, Lennie James, Peter Stormare, Jacky Ido, Tim Plester, Mark Tankersley, Anne-Solenne Hatte, Peter Hudson, Nick Hardin, Dan Savier, Damijan Oklopdzic
Luc Besson hatte eine Idee - und die ist großartig. Warum nicht ein Hightech-Supergefängnis ins All schießen und die ganzen Vergewaltiger, Schläger und Mörder einfrieren? Sicher, alles an der Idee ist nicht neu, insgesamt kann man daran aber nichts Schlechtes finden, im Gegenteil. Auch die Optik gesellt sich wohltuend dazu, auch wenn gerade die Verfolgungsszene am Anfang mehr an ein zu schnelles Action-Videogame erinnert, als an einen Kinofilm. Optisch ist hier also recht wenig zu bemängeln. Dafür wird es inhaltlich abenteuerlich. Während ein ausgedienter 80er-Jahre-Held, genannt "Snow", mit gewollt coolen Sprüchen, einer unpassenden Synchronstimme und aufgesetzt wirkenden Späßchen nervt, zerren die Herren Drehbuchautoren vor allem mit Logikschwächen, dümmlichen Handlungsverläufen und hirnlosen Dialogen an den Nerven des Zuschauers. Es bleibt auch nach dem Film fraglich, wie es dieses Endprodukt tatsächlich in unsere Kinosäle schaffen konnte.
Hinzu kommt, und das schwerwiegend, dass Guy Pearce in der Hauptrolle unpassend wirkt und die simple Handlung nicht tragen kann. Alles an ihm wirkt unecht. Egal, ob das nun die Witzchen oder die lockeren Sprüche sind. Lediglich in den Kampfszenen ist Pearce zu gebrauchen. Auch Maggie Grace als Emilie Warnock findet nicht wirklich in ihre eindimensionale und schwach gezeichnete Rolle.
"Lockout" hätte, dem Trailer nach zu urteilen, ein sehenswerter Actionstreifen mit Science-Fiction-Einschlag werden können. Leider kam hier eine echte Mogelpackung ohne Sinn und Verstand hinten heraus.