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Heiter bis wolkig

Filmplakat Heiter bis wolkig
Regie Marco Petry  Drehbuch Axel Staeck, Jan Ehlert  Produzenten Oliver Berben, Henning Ferber, Marcus Welke 
Genre Tragik-Komödie  FSK 99  Filmlänge 6 min
Land Deutschland  Kinostart 06.09.2012  DVD-Start 14.03.2013  Blu-ray-Start 14.03.2013  Verleih Constantin Film

Story

Tim und Can halten es für eine der großartigsten Ideen, die sie je hatten: Um Frauen aufzureißen, geben sie sich als unheilbar krank aus und machen einen auf Mitleidsnummer, um die Ladies ins Bett zu kriegen. Blöd nur, dass sich Tim bei einem der nächtlichen Streifzüge durch die Bars mit Marie das falsche Mädchen für diese Masche herausgesucht hat. Denn Maries Schwester Edda ist tatsächlich unheilbar krank. Da er Marie immer mehr mag, bleibt ihm nichts anderes übrig, als weiterhin den Kranken zu spielen. Während Marie mit ihrem Herz aus Gold keine Ahnung davon hat, was vor sich geht, durchschaut Edda die Masche von Tim schneller. Doch sie bietet ihm einen Deal an, um der jungen Liebe nicht im Weg zu stehen. Schnell findet sich Tim in den verrücktesten Situationen wieder...

Schauspieler

Heiter bis wolkig Max Riemelt, Anna Fischer, Jessica Schwarz, Elyas M'Barek, Dieter Tappert, Johann von Bülow, Stephan Luca, Johannes Kienast

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Heiter bis wolkig Marco Petry dürfte vielen Kinogängern noch aus dem Jahr 2000 ein Begriff sein, als er die zu einem kleinen Kultfilm avancierende Komödie „Schule“ in unsere Kinos brachte. Was viele zuvor mühevoll versucht haben, gelang ihm mit spielender Einfachheit: Authentisch und ernst, aber mit einem tollen Gespür für treffsicheren Witz, blickte er hinter die Kulissen einer Gruppe Jugendlicher, die kurz vor dem Abitur steht und auf die nun der Ernst des Lebens wartet. Obwohl Petry im vergangenen Jahrzehnt mehr oder minder in der filmischen Versenkung verschwunden ist, hat er sich dieses Talent über all die Jahre beibehalten: Auch sein neustes Projekt, die Tragik-Komödie „Heiter bis wolkig“, lebt von der Unbeschwertheit, mit der Marco Petry seine Charaktere ganz präzise beleuchtet. Dabei behandelt sein Film mit dem Fokus auf der todkranken Edda ein alles andere als leichtes Thema.

Erst vor ein paar Monaten gelang es dem amerikanischen Indie-Film „50/50 – Freunde fürs Überleben“, den schwierigen Spagat zwischen Tragik und Komik in überzeugender Form auf der Leinwand umzusetzen. Irgendwie ähnlich, aber doch ganz anders meistert „Heiter bis wolkig“ dieses Vorhaben. Marco Petrys Film balanciert die feinen Grenzen zwischen der Tragik des Todes und dem humorvollen Weg dorthin ebenso gut aus, arbeitet dabei aber mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die immer wieder verblüfft.
Vor allem die Figurenzeichnung der sterbenskranken Edda ist Marco Petry hervorragend gelungen und wurde mit Jessica Schwarz zudem grandios besetzt. Als Edda darf Schwarz unterkühlt, witzig und richtig böse zugleich sein - und dann ab und an die Fassade doch bröckeln lassen und eine wütende, ganz rührende Seite zeigen. Jessica Schwarz meistert diese Herausforderung geradezu grandios und hat die besten Momente des Films damit immer wieder auf ihrer Seite. Nicht nur, dass sie die besten Witze für sich verbuchen kann, auch in den ernsten Momenten des Films sind es ihre Szenen, die besonders nahe gehen und berühren.
Die tolle Balance ihres Charakters sorgt letztlich auch dafür, dass die Liebesromanze zwischen ihrer Schwester Marie (Anna Fischer) und Tim (Max Riemelt) nicht langweilt. Die im Grunde sehr klassische Liebesgeschichte, die alle Höhen und Tiefen einer angehenden jungen Liebe auf der Leinwand in altbekannten Mustern durchläuft, bekommt durch den tragischen Hintergrund der Geschichte eine ganz neue Facette verliehen und fügt sich alles andere als kitschig an den Haupterzählstrang rund um den nahenden Tod und das langsame Abschiednehmen.

Wer hätte gedacht, dass Marco Petry nach seinem Erfolgshit „Schule“ beinahe ein ganzes Jahrzehnt von der Bildfläche verschwindet und dann urplötzlich mit einer der schönsten Tragik-Komödien des Kinojahres 2012 wieder zurückkehrt? Doch so ist es: „Heiter bis wolkig“ ist tolles Kino aus der Heimat, das alles richtig gemacht hat und sicherlich viele zufriedene Kinogänger zurücklassen wird.

Wissenswertes

Heiter bis wolkig Regisseur und Drehbuchautor Marco Petry wurde bekannt durch seinen Kassenschlager "Schule" aus dem Jahr 2000.



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Kommentare

Martin schreibt am 20.09.12, 00:29
5 Sterne? Nur weil man eine Kopie von 50/50 macht? Also ich war noch nie zufrieden mit den Kritiken von Frau Lang, ist mir einfach zu oberflächlich. Der Film ist gut, aber keine 5 Sterne wert. Vor allem die Aussage, dass es der beste Film 2012 wäre ist doch ein bisschen übertrieben. Schreckliche Kritik, nur weil ein Barek mitspielt und er ein Publikumsmagnet ist. TZTZTZ
Waldi schreibt am 13.03.13, 16:37
@Martin: ja ich bin auch sehr unzufreidern mit Frau lang.. Immer hat sie Ahnung und schreibt gute Kritiken. Auch dass sie sich anscheinend mit Filmen auskennt und ihre Meinung dazu niederschreibt finde ich einfach zum kotzen...Ich finde sie sollte auf Grund von Kompetenz gefeuert und gesteinigt werden. Was für eine nervige Person!
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