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Ein ruhiges Leben
Una vita tranquilla
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Regie
Claudio Cupellini
Drehbuch
Filippo Gravino, Guido Iuculiano, Claudio Cupellini
Produzenten
Fabrizio Mosca, Philip Voges, Gergely Pohárnok
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 100 min Land Italien, Deutschland, Frankreich Kinostart 24.05.2012 DVD-Start 06.12.2012 Blu-ray-Start 06.12.2012 Verleih farbfilm verleih |
Story
Das Leben von Rosario Russo läuft in normalen Bahnen: Mit seiner Frau Renate und seinem neunjährigen Sohn Matthias lebt er im Umland von Wiesbaden und vertreibt sich seine Zeit als Hotel- und Restaurantbesitzer. Als eines Tages zwei Italiener bei ihm aufschlagen, wird sein Leben doch schlagartig aufgewirbelt, denn die Schatten der Vergangenheit holen Rosario ein: Schon bald stellt sich heraus, dass einer der beiden Rosarios erster Sohn ist. Begleitet wird Rosarios Sohn von Edoardo, dem Sohn eines einflussreichen Mafia-Bosses. Mit wachsender Unruhe beobachtet Rosario das Handeln der beiden…
Schauspieler
Toni Servillo, Marco D'Amore, Francesco Di Leva, Juliane Köhler, Alice Dwyer, Leonardo Sprengler, Maurizio Donadoni, Giovanni Ludeno, Joachim Kretzer, Daniel Roesner, Ulrich Cyran, Micki Bertling
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Ein ruhiges Leben“ erzählt Regisseur und Co-Drehbuchautor Claudio Cupellini eine tragische Familiengeschichte vor dem Hintergrund der italienischen Mafia und den korrupten Machenschaften der neapolitanischen Camorra. Was ein ebenso tragischer wie spannender Film über menschliche Schicksale und gesellschaftliche Problematiken hätte werden können, bleibt bei Cupellini stets höhepunktloses Kino. Bei dem Versuch, so unaufgeregt und authentisch wie möglich zu sein, verpasst Cupellini den Moment, den Zuschauer an seine Geschichte zu fesseln. Absichtlich verzichtet er auf Effekthascherei, hält die Mafiathematik von Anfang an zugunsten des Familiendramas zurück und verleiht seinen Figuren nur wenig interessante oder gar herausragende Ecken und Kanten. Vor allem über die Machenschaften der Camorra hätte man gerne mehr erfahren. „Ein ruhiges Leben“ gewährt jedoch kaum Einblicke, sondern thematisiert speziell diese Problematik nur im Hintergrund und bleibt dabei stets vage und schleierhaft. Anstatt auf das Spannende zu setzen, fokussiert sich Claudio Cupellini zu sehr auf die unspektakulären Momente seiner Geschichte und erschafft daher, trotz überzeugend aufspielendem Ensemble, eine reichlich langweilige Familientragödie, die man im Kinoprogramm getrost überspringen kann.
Toni Servillo wurde für seine Darstellung als bester Schauspieler im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals Rom 2010 ausgezeichnet. Zudem wurde der Film mit dem „Cineuropa“-Preis des Brüsseler Filmfests 2011 prämiert.