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Magic Mike

Filmplakat Magic Mike
Regie Steven Soderbergh  Drehbuch Reid Carolin  Produzenten Reid Carolin, Gregory Jacobs, Channing Tatum, Nick Wechsler 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 110 min
Land USA, 2012  Kinostart 16.08.2012  DVD-Start 04.12.2012  Blu-ray-Start 04.12.2012  Verleih Concorde Film

Story

Mike hat alles im Leben. Zig mehr oder weniger gute Jobs, eine Richtung, in die es gehen soll und ein makelloses und aussagekräftiges Äußeres, das den erst 19-jährigen Adam schnell ziemlich beeindruckt. Die schnelle Karre und die tolle Wohnung sind außerdem ein Indiz dafür, dass Adam schnellstmöglich Mikes Freund sein will. Der Grund, warum Mikes Leben derart gut läuft, ist vor allem sein Job, den er nachts ausführt: Er strippt in einem angesehenen Laden, wo er nur „Magic Mike“ genannt wird. Warum das so ist, ist offensichtlich, wenn man nur eine Show von ihm gesehen hat. Mike nimmt Adam unter seine Fittiche und macht aus ihm ebenfalls einen Stripper, den die Mädels schnell ganz schön heiß finden. Doch auch hier gibt es Grenzen – und die sollte man erkennen, wenn man wissen will, was im Leben wirklich zählt...

Schauspieler

Magic Mike Channing Tatum, Matthew McConaughey, Olivia Munn, Alex Pettyfer, James Martin Kelly, Cody Horn, Reid Carolin, Avery Camp, George A. Sack, Micaela Johnson, Joe Manganiello, Matt Bomer, Adam Rodriguez

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 5 von 5 Ms Magic Mike Erst 2011 arbeiteten Regisseur Steven Soderbergh und Schauspieler Channing Tatum zusammen. In "Haywire" spielte Tatum zwar nur eine Nebenrolle, dennoch schien die Chemie zwischen Regisseur und Schauspieler gestimmt zu haben. Ein Grund, warum diese Konstellation auch in „Magic Mike“ gut funktioniert. Ein weiterer ist, dass Soderbergh einfach ein außergewöhnlicher Filmemacher ist, der weiß, wohin er blicken muss und wie er eine Geschichte erzählt, die unterschiedlich interpretiert werden kann.
"Ist das schon alles im Leben?"
"Wohin will ich?" und
"Welchen Weg wähle ich?"
Alles Fragen, die sich Magic Mike stellt. Das oberflächliche Leben, das hier gezeigt wird, und in dem Mike lebt, ist kein erfundenes. In Wahrheit ist es doch genau so - und es wird immer schlimmer. Aussehen, Kohle, Autos und die richtige Wohnung spielen eine Rolle. Wer Du bist und was Du zu sagen hast? Wen interessiert’s? Eine bezeichnende Szene arbeitet genau das heraus: Eine Frau, die mit Mike gerne Sex hat, wird von ihm nach dem Akt mit Fragen "gequält": "Was machst Du?" "Wohin willst Du?" Das wird ihr schnell zu bunt und sie sagt: "Kannst Du bitte aufhören zu reden? Lieg' einfach nur da und seh' gut aus." Bravo.
Der Amerikaner Reid Carolin schrieb hier das erste Drehbuch für einen Kinofilm und legt ordentlich vor. Er entlarvt, was offensichtlich ist und lässt seine Figuren interessante und authentische Wege gehen. "Wofür entscheidest du dich? Was ist dir wichtig?" Keine leichten Fragen, die von Magic Mike an einem gewissen Punkt der Geschichte beantwortet werden müssen.
In diese glitzernde Welt passt Hauptdarsteller Channing Tatum mit seinem Aussehen und seinen Moves nur allzu perfekt. Dass er tanzen kann, hat er schon in "Step Up" bewiesen und auch in "Magic Mike" geht eine Faszination von ihm aus, die schier unbeschreiblich ist. Sexy, erotisch, selbstsicher und authentisch sind seine Leistungen. Er passt in diese Hauptrolle, wie angegossen. Da vergisst man schon mal leicht, dass auch Alex Pettyfer als Adam und Matthew McConaughey als Dallas an Bord sind. Auch die weiteren gut aussehenden Schauspieler, die hier strippen, wissen in ihre Rollen zu finden. Die Konzentration sowohl des Drehbuchs, als auch der Inszenierung liegt aber klar auf Tatum - und das ist gut so.
"Magic Mike" ist keine seichte Komödie, die in der Ladys Night im Kino zu sehen ist. Dazu hat der Film zu viel zu sagen und ist schlussendlich auch genau so inszeniert. Steven Soderbergh verfilmt keine leichten Stoffe und auch hier gilt: Wer hinter den Vorhang sieht, gewinnt.

Wissenswertes

Magic Mike - Ursprünglich wollte Produzent und Hauptdarsteller Channing Tatum, dass Nicolas Winding Refn ("Drive") Regie führte. Er kam jedoch nicht aus bestehenden Verträgen heraus.
- Der Film basiert lose auf den Erfahrungen, die Channing Tatum als exotischer Tänzer gesammelt hatte, bevor er ein Filmstar wurde.
- "Magic Mike" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.



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