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Red Dawn
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Regie
Dan Bradley
Drehbuch
Carl Ellsworth, Jeremy Passmore
Produzenten
Beau Flynn, Tripp Vinson
Genre Action FSK 16 Filmlänge 94 min Land USA, 2012 Kinostart 27.12.2012 DVD-Start 16.05.2013 Blu-ray-Start 16.05.2013 Verleih Concorde Film |
Story
Infolge mehrerer weltpolitischer Veränderungen werden Großteile der Vereinigten Staaten vom Militär Nordkoreas angegriffen und besetzt. Der junge US-Marine Jed, gerade aus dem Irak zurückgekehrt und angestachelt von der Ermordung seines Vaters, trommelt mit seinem Bruder Matt eine Gruppe Jugendlicher zusammen, die es sich zum Ziel setzen, als Guerillagruppe Rache an den Besetzern zu nehmen und ihre Heimat zurückzugewinnen...
Schauspieler
Chris Hemsworth, Josh Peck, Josh Hutcherson, Adrianne Palicki, Isabel Lucas, Connor Cruise, Edwin Hodge, Brett Cullen, Alyssa Diaz, Julian Alcaraz, Will Yun Lee, Jeffrey Dean Morgan, Fernando Chien, Kenneth Choi, Matt Gerald
Filmkritik von Johannes Lebert
Über Sinn und Unsinn der geradezu riesigen Flut an Remakes im heutigen Hollywood kann man sich wohl streiten, eine Neuauflage des überaus umstrittenen Kriegsfilms „Die rote Flut“ aus dem Jahr 1984 aber ist mehr als nur gewagt. Trotz allen Protestes an der fast propagandistischen, patriotischen und gewaltverherrlichenden Inszenierung avancierte der Film über die Jahre mehr oder weniger zum Kultfilm. Schade, dass Dan Bradleys Remake „Red Dawn“ so ein kompletter Reinfall ist und dem Image der Story eher weiter schadet als ihr neues Leben einzuhauchen.
Schade ist es vor allem deshalb, weil die Idee der Invasion und der Bildung einer jugendlichen Guerillatruppe zwar hanebüchen, aber trotzdem irgendwie cool ist und durchaus Potenzial hätte. Da kann man der Meinung sein, dass eine solche Story erst mit der gewissen Portion Patriotismus so richtig gut funktioniert. Wenn die aber so aussieht, dass in platten Anfeuerungsreden dümmlich über Heimat dahergeredet und sogar behauptet wird, die US-Amerikaner wären im Irakkrieg „die Guten“ gewesen, dann kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Außerdem gibt letztendlich das Drehbuch auch ansonsten einfach viel zu wenig her, da bringt es wenig, wenn am Anfang krampfhaft versucht wird, dem ganzen einen politischen Stempel aufzudrücken oder im Verlauf des Films winzige zwischenmenschliche Konflikte eingestreut werden. Die Storyentwicklung bleibt dumpf, die Charakter eindimensional. Auch Chris Hemsworth in der Hauptrolle kann da nicht mehr viel machen, er spielt zwar solide, ist noch bei weitem der Charismatischste, kann aber alleine den Film auch nicht stemmen.
Da bleibt dem Film nur noch der stupide Unterhaltungswert, auch hier aber müssen einige Abstriche gemacht werden. Nur an wenigen Stellen kommen die Witze wirklich gut an, die Action ist hingegen solide, wenn auch am Anfang etwas zu unruhig gefilmt. Zum Ende hin jedoch macht „Red Dawn“ mit einigen tollen Actionsequenzen durchaus Spaß und müht sich immerhin auf ein solides Popcornkino-Niveau. Mit etwas mehr Blut hätte aber auch das noch intensiver gewirkt, immerhin handelt es sich um eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren.
Unterm Strich ist Dan Bradleys Remake einfach ein misslungener Actionfilm, der dank Action ohne Blut nicht grimmig genug ist und dank unsympathischer, eindimensionaler Charaktere, die untereinander keine bis wenig Chemie aufbauen können, keinen Charme hat. Den hätte „Red Dawn“ nämlich viel dringender gebraucht als platten Patriotismus.
Wissenswertes
- Der Film ist das Remakes von John Milius‘ umstrittenem Film "Die rote Flut" aus dem Jahr 1984.
- Während im Film von 1984 sowjetische, nicaraguanische und kubanische Truppen die USA besetzen, waren in „Red Dawn“ zunächst Chinesen die „Bösewichte“. Erst in der Postproduktion hat man digital alle Flaggen und Ausrüstungsgegenstände auf nordkoreanisch geändert, da man heftige Reaktionen aus China fürchtete.
- Der Film sollte bereits 2010 erscheinen und wurde auch schon 2009 fertig gefilmt. Aufgrund finanzieller Engpässe bei MGM sowie einiger Filmänderungen in der Postproduktion (s.o.) wurde der Kinostart zunächst auf unbestimmte Zeit und schließlich auf Ende 2012 verschoben.
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