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Der Seidenfächer
Snow Flower and the Secret Fan
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Regie
Wayne Wang
Drehbuch
Angela Workman, Ron Bass, Michael K. Ray
Produzenten
Wendi Deng Murdoch, Florence Low Sloan
Genre Historien-Drama FSK 6 Filmlänge 104 min Land China, USA, 2011 Kinostart 28.06.2012 DVD-Start 23.11.2012 Blu-ray-Start 23.11.2012 Verleih Senator Film |
Story
Die beiden Mädchen Snow Flower und Lily wachsen als beste Freundinnen und Schwestern im Geiste im China des 19. Jahrhunderts heran. Da sie am gleichen Tag geboren wurden, bekommen sie auch zeitgleich ihre Lotusfüße gebunden. Als die beiden Mädchen schließlich verheiratet werden, werden sie auch voneinander getrennt und dürfen eigentlich keinen Kontakt mehr zueinander haben. Doch in der Einsamkeit ihrer Ehe beginnen sie damit ein System zu entwickeln, das es ihnen weiterhin heimlich ermöglicht, miteinander über Seidenfächer zu kommunizieren.
Einige Jahrzehnte später führen Nina und Sophia, zwei Nachfahren von Snow Flower und Lily, einen ähnlichen Kampf um ihre tiefe Freundschaft während Kindheitstagen. Im belebten Shanghai, in dem ihr Alltag von Arbeit und schwierigen Liebesbeziehungen dominiert wird, eine echte Herausforderung.
Als Nina schließlich durch die Folgen eines Unfalls ins Koma fällt, muss Sophia in die Geschichte ihrer Vorfahren eintauchen und diese tief verinnerlichen…
Schauspieler
Gianna Jun, Bingbing Li, RHu Qing Yun, ussell Wong, Archie Kao, Coco Chiang, Shi Ping Cao, Ruijia Zhang, Vivian Wu, Zhebing Gong, Lilia Zhou
Filmkritik von Kathrin Lang
Der chinesische Regisseur Wayne Wang hat sich in Hollywood in den vergangenen Jahren einen Namen mit seinen stark romantisierten Geschichten gemacht, die vor allem durch eine kraftvolle Bildsprache im Gedächtnis geblieben sind. „Der Seidenfächer“ reiht sich in diesem Sinne hervorragend in den bisherigen Erzählduktus des Regisseurs ein und erzählt erneut auf visuell einfühlsame Weise von Motiven wie Freundschaft und Liebe. Leider verpasst Wayne Wang jedoch die Gelegenheit, nicht nur seinen Bildern eine nachwirkende Ausdruckskraft zu verleihen, sondern auch der Geschichte. Diese hätte im Grunde Potential genug geborgen, um den Zuschauer auf emotionale Weise für das Schicksal der vier Frauen zu sensibilisieren. Bis zum Schluss bleibt „Der Seidenfächer“ jedoch recht oberflächlich und setzt eher auf längst abgenutzte Binsenweisheiten, anstatt auf tiefgehende Emotionen oder besondere Erkenntnisse. So fällt es dem Film letztlich zunehmend schwerer zu verheimlichen, dass hinter all den sehr sorgsam und kraftvoll gestalteten Bildern eine sehr schwache Story erzählt wird. Eine gewisse Spannung bekommt „Der Seidefächer“ in der Erzählstruktur zwar durch die zwei parallelen Zeitebenen verliehen, doch fehlt auch hier eine klare Linie, die verdeutlicht, um was es eigentlich genau gehen soll.
So wird das Historien-Drama „Der Seidenfächer“ mit seinen sehr sorgsam komponierten Bildern leider allenfalls zu einem Film für Liebhaber chinesischer Kultur und dem Land selbst. Wer jedoch auf eine emotionale oder gar mitreisende Geschichte hofft, der wird schon bald erkennen müssen, dass „Der Seidenfächer“ diese nicht zu bieten hat.
Die Geschichte basiert auf dem Bestseller „Der Seidenfächer“ von Lisa Se. 