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Nacht ohne Morgen (TV)

Regie Andreas Kleinert  Drehbuch Karl-Heinz Käfer  Produzent Sonja Goslicki 
Genre Drama  Filmlänge 90 min
Land Deutschland, 2011  Verleih WDR

Story

Der pensionierte und todkranke Generalstaatsanwalt Jasper Dänert reist nach Ostdeutschland, um einen Fall aufzuklären, der nie wirklich gelöst wurde. Damals, vor zwanzig Jahren, wurde die verweste Leiche eines 16jährigen im Brandenburger Wald entdeckt, der Täter wurde nie gefunden. Die Identität des Jungen konnte nie geklärt werden, zwar führten die Spuren ins Berliner Strichermilieu, versandeten aber dann dort. Auch wenn Dänerts Krebserkrankung im Endstadium ihm alle Kraft raubt, sind es doch seine unsäglichen Schuldgefühle, die den ehemaligen Staatsanwalt von innen her zerfressen. Jetzt, am Ende seines Lebens angekommen, möchte Dänert endlich Gewissheit haben.
Der Todkranke bekommt eher unfreiwillige Unterstützung von der Dorfpolizistin Larissa Brandow, die als Jugendliche die Leiche entdeckte. Bis heute trägt Larissa an diesem Trauma und ist deswegen alles andere als begeistert, als Dänert von ihr Unterstützung bei seinen Recherchen verlangt. Doch von den wirklichen Motiven Dänerts, diesen ungeklärten Todesfall aus der Nachwendezeit noch einmal aufzurollen, hat sie nicht einmal die leiseste Ahnung...

Schauspieler

Nacht ohne Morgen (TV) Götz George, Barbara Sukowa, Fritzi Haberlandt, Moritz Berg, Godehard Giese, Sven Hönig, Ute Lubosch, Wolfgang Michael, Henning Peker, Horst Rehberg, Bettina Römer, Gunnar Teuber, Laurens Walter, Jeroen Willems

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 5 von 5 Ms Nacht ohne Morgen (TV) Drehbuchautor Karl-Heinz Käfer und Regisseur Andreas Kleinert erzählen in ihrem Fernsehdrama „Nacht ohne Morgen“ eine Parabel um Schuld und Sühne und um die übermächtige Sehnsucht nach Vergebung. Dieses meisterhafte Kriminaldrama überzeugt durch eine alles durchdringende Schwermut und Melancholie, die sich in den starken Bildern und Landschaftsaufnahmen widerspiegeln. Erst nach und nach erschließt der Film, welches Ausmaß die inneren Qualen Jasper Dänerts haben und ergeht sich dabei immer nur in Andeutungen. Am Ende bleiben viele Fragen offen, ist es der Interpretation des Zuschauers überlassen, wie viel er tatsächlich zulassen will.

Herausragend in seiner Rolle ist ein einfach nur großartiger Götz George, der mit seiner Darstellung eines Todkranken zutiefst erschüttert. Sehr zurückhaltend verkörpert er den Getriebenen, der am Ende seines Lebens Klarheit schaffen möchte – das ist wirklich großes Fernsehen! An seiner Seite überzeugt Barbara Sukowa als Ehefrau, die nur noch wenig Gemeinsamkeiten mit ihrem Mann hat, sich ihr eigenes Leben mit Karriere, Liebhaber und Alkohol erschaffen hat – und doch blitzt immer wieder etwas von ihrer Untröstlichkeit hindurch. Fritzi Haberlandt als traumatisierte Dorfpolizisten ergänzt die Darstellerriege perfekt.
„Nacht ohne Morgen“ ist ein sehr trauriger, melancholischer Film, der mit herausragenden Darstellern, einer gekonnten Inszenierung und brillanten Bildern letzte Fragen anrührt.



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