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Chernobyl Diaries
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Regie
Bradley Parker
Drehbuch
Oren Peli, Carey Van Dyke, Shane Van Dyke
Produzenten
Oren Peli, Brian Witten
Genre Horror-Thriller FSK 16 Filmlänge 86 min Land USA, 2012 Kinostart 21.06.2012 DVD-Start 26.10.2012 Blu-ray-Start 26.10.2012 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Hätten die sechs jungen amerikanischen Touristen geahnt, dass ihnen das schlimmste Abenteuer ihres Lebens bevorsteht, hätten sie sich vermutlich gegen den „Extremtourismus“, den ein Tourguide so spannend angepriesen hat, entschieden. Doch jetzt stehen sie schon mitten in der Geisterstad Pripyat, die durch ihre unmittelbare Nähe zum Atomreaktor Tschernobyl nicht nur verseucht, sondern auch menschenverlassen ist. Seit der Katastrophe vor über 25 Jahren lebt keine Menschenseele mehr dort – dachte die Gruppe und ihr Reiseführer jedenfalls. Als sie jedoch von ihrer kleinen illegalen Tour durch die verlassenen Wohnhäuser zum Auto zurückkehren und dort feststellen müssen, dass einige Kabel durchtrennt wurden, wissen sie es schnell besser…
Schauspieler
Ingrid Bolsø Berdal, Dimitri Diatchenko, Olivia Dudley, Devin Kelley, Jesse McCartney, Nathan Phillips, Jonathan Sadowski, Milos Timotijevic, Milutin Milosevic, Ivan Djordjevic, Ivan Jovic, Zinaida Dedakin, Ivana Milutinovic, Alex Feldman, Kristof Konrad, Pasha D. Lychnikoff
Filmkritik von Kathrin Lang
Nachdem Oren Peli 2009 mit „Paranormal Activity“ das Horror-Thriller-Genre mit neuen Ideen fütterte und damit über drei Filme hinweg gute Erfolge feierte, kehrt er 2012 nun als Produzent und Drehbuchautor eines neuen Horror-Thrillers zurück. Ganz so revolutionär wie 2009 ist dieser neue Start für eine, unter Umständen tatsächlich erneut mehrteilige Reihe, jedoch nicht geworden. Dabei beginnt „Chernobyl Diaries“ zunächst überaus vielversprechend. Die gute Grundidee und eine dafür tolle Location bedeuten für den neuen Horror-Thriller aus den USA schon bald die halbe Miete. Bradley Parker versteht es zu Beginn toll mit den ihm gegebenen Zutaten zu arbeiten und daraus schnell eine dichte und angespannte Horror-Atmosphäre zu erschaffen. Die ersten gruseligen Momente führt er auch sehr schnell herbei und sammelt damit gute Pluspunkte beim Genrefan. Dazwischen verpasst Parker jedoch die Gelegenheit nicht nur mit der Grundidee des Plots und der tollen Kulisse zu arbeiten, sondern auch mit den Figuren. Die amerikanische Teenagerclique und ihr Schicksal wollen einem nicht so richtig ans Herz wachsen, was „Chernobyl Diaries“ immer teurer zu stehen kommt. Die Schauspieler bleiben allesamt austauschbar und auch die Figurenzeichnung entpuppt sich als recht einfallslos. Schade, denn so ist es einem ab der Mitte des Filmes langsam aber sicher herzlich egal ob die jungen Amerikaner in der verlassenen Geisterstadt nun überleben oder nicht. Auch die allmähliche Lüftung des Geheimnisses rund um die rätselhaften Bewohner der radioaktiv verseuchten Stadt Pripyat, schafft es nicht die sich einschleichende Gleichgültigkeit im Publikum aufzuhalten. Ganz im Gegenteil, denn je offensichtlicher es wird wo der Hase hinläuft, desto weniger kann man letztlich auch den ganzen Film ernst nehmen.
So bleibt letztlich der Eindruck eines Horror-Thrillers mit starken Anfang und lauem Ende. Aus den Grundzutaten von „Chernobyl Diaries“ hätte man sicherlich mehr machen können. Dazu haben die Macher jedoch in einer eventuellen Fortsetzung die Gelegenheit, die sich am Ende schon leise ankündigt.
Wissenswertes
"Chernobyl Diaries" ist von Ore Peli, dem Macher von "Paranormal Activity".
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