Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 23.5.
- Der Dieb der Worte
- 23.5.
- Fast & Furious 6
- 23.5.
- Jeder hat einen Plan
- 30.5.
- Die wilde Zeit
- 30.5.
- Hangover 3
- 30.5.
- The Big Wedding
- 30.5.
- To The Wonder
- Zu den Kinostarts
Am Ende eines viel zu kurzen Tages
Death of a Superhero
|
Regie
Ian FitzGibbon
Drehbuch
Anthony McCarten
Produzenten
Michael Garland, Astrid Kahmke, Philipp Kreuzer
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 97 min Land Deutschland, Irland, 2011 Kinostart 30.08.2012 DVD-Start 25.04.2013 Blu-ray-Start 25.04.2013 Verleih NFP |
Story
Auf den ersten Blick scheint der vierzehnjährige Donald ein ganz normaler Teenager zu sein. Er ist mürrisch, unzufrieden und derzeit vor allem mit einem Thema - der Liebe und Sexualität - beschäftigt. Unbedingt will er herausfinden, wie Liebe funktioniert und wie er das Mädchen seiner Träume erobern kann. Doch leider hat er dafür nicht viel Zeit. Donald leidet an Krebs und glaubt nur während den seltensten Momenten an seine Heilung. Innerlich schließt er mit sich und dem Leben ab – doch hoffentlich nicht, ohne zuvor nur ein Mal mit einem Mädchen geschlafen zu haben. Da Donald oft verzweifelt und einsam ist, erfindet er einen Superhelden, der jede Sorge im Alltag ohne Weiteres überwindet und auf nahezu alle Fragen eine Antwort hat. Doch schon bald muss sich Donald eingestehen, dass er im Kampf gegen seine Krankheit und für seine Ziele, Träume und Hoffnungen auf noch mehr Hilfe angewiesen ist...
Schauspieler
Andy Serkis, Thomas Brodie-Sangster, Aisling Loftus, Michael McElhatton, Sharon Horgan, Jessica Schwarz, Ned Dennehy, Jane Brennan, Mella Caron, Emma Eliza Regan
Filmkritik von Kathrin Lang
Der gebürtige Neuseeländer Anthony McCarten ist in seinem Heimatland und in seiner Wahlheimat England schon lange als Autor von Romanen, aber auch von Theaterstücken und Gedichten bekannt. Seinen Durchbruch feierte er im englischsprachigen Raum, als er mit gerade mal 25 Jahren zusammen mit dem Drehbuchautor Stephen Sinclair („Herr der Ringe“) die Zeilen zu „Ladies Night“, einem weltweit bekannten und gefeierten Theaterstück, schrieb. Während McCarten seine ersten Romane in Neuseeland und England seit 2001 schon lange gut verkauft, wurde 2007 mit „Superhero“ (Originaltitel: „Death of a Superhero“) schließlich das erste Werk von Anthony McCarten auch der deutschen Leserschaft zugänglich gemacht. Früh entwickelte Anthony McCarten auch schon die Idee, diesen Roman eines Tages zu verfilmen. Da „Superhero“ in Deutschland auf guten Anklang stieß und dem Autor auch hierzulande den Durchbruch bescherte, gelang es McCarten letztlich mit „Bavaria Film“, eine deutsche Produktionsfirma von seinem Vorhaben zu überzeugen, so dass sich das Projekt finalisieren ließ und im Sommer 2012 unter dem Titel „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ über unsere Leinwände flimmern kann.
Anthony McCarten ließ es sich dabei beinahe selbstredend nicht nehmen, sich als Drehbuchtor für seine Romanverfilmung verantwortlich zu zeichnen. Natürlich ein Glücksgriff für die Geschichte des Films, die in kaum einer Hand besser aufgehoben wäre, als in der ihres Schöpfers. „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ wohnt viel von dem Charme und dem traurig-lustigen Zauber inne, der schon das Buch ausgezeichnet hat. Auch in dem Film schließt man Hauptfigur Donald mit seinem tragischen Schicksal schnell in sein Herz und begleitet ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf seinem schweren Weg. Mit Thomas Sangster konnte auch ein toller und durchweg überzeugender Mime für die Rolle gewonnen werden. Vor allem im Zusammenspiel mit Andy Serkis, der mit der Rolle des Psychiaters die zweite zentrale Figur darstellt, blüht der Nachwuchsdarsteller regelrecht auf, was für einige sehr emotionale und authentische Momente sorgt.
Ganz frei von erzählerischen Abweichungen zum Roman ist der Film jedoch nicht, was „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ mal mehr und mal weniger zu Gute kommt. Während Anthony McCarten eine gute Lösung für die filmische Darstellung der Leidenschaft seines Protagonisten gefunden hat – das Comiczeichnen und damit einhergehend die Flucht in eine surreale Welt – vermisst man ein wenig den starken Witz, der vor allem die ersten Kapitel des Buchs noch ausgezeichnet hat. Von vorneherein werden auf der Leinwand doch eher ernste Töne angeschlagen, die gleich zu Beginn auf den tragischen Verlauf der Geschichte hindeuten. Dem Kern seiner Erzählung ist Anthony McCarten zusammen mit Regisseur Ian FitzGibbon jedoch treu geblieben, was viele Leser sicherlich freudig stimmen wird.
Anthony McCarten adaptierte für das Drehbuch seinen eigenen Roman "Superhero".
