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360

Filmplakat 360
Regie Fernando Meirelles  Drehbuch Peter Morgan  Produzenten Andrew Eaton, Chris Hanley, Danny Krausz, David Linde 
Genre Love-Story  FSK 12  Filmlänge 110 min
Land Großbritannien. Österreich, Frankreich  Kinostart 16.08.2012  DVD-Start 14.03.2013  Blu-ray-Start 14.03.2013  Verleih Prokino

Story

Der verheiratete Londoner Geschäftsmann Michael Dalv befindet sich für die Automobilmesse in Wien. Eigentlich hat er sich für den Abend zur Entspannung eine Prosituierte bestellt, doch dann beschließt er nicht fremd zu gehen. Ein Ereignis, dass andere auslöst, Menschen beeinflusst und gleich einer Welle durch verschiedene Städte und Länder rollt bis sich der Kreis aus Liebe, Sex, Sehnsüchten und Träumen schließlich wieder bei Michael Dalv schließt…

Schauspieler

360 Jude Law, Rachel Weisz, Ben Foster, Anthony Hopkins, Jamel Debbouze, Mark Ivanir, Peter Morgan, Tereza Srbova, Gabriela Marcinkova, Katrina Vasilieva, Lucia Siposová, Maria Flor, Moritz Bleibtreu, Juliano Cazarré, Vladimir Vdovichenkov

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms 360 Das Leben – die Liebe – die Begierde – Alles bringt uns zu Gabelungen auf unserem Weg. Wir erreichen sie und können uns entscheiden, welchen Weg wir nehmen. Niemand sagt uns welches der Richtige ist und immer hat diese Entscheidung Konsequenzen. Für uns, die Menschen, die uns umgeben und unser Leben. Nicht selten sind es Liebe oder körperliches Verlangen, die uns einen Weg einschlagen und einen anderen verlassen lassen. Doch beeinflussen wir damit zufällig auch Unbekannte? Der österreichische Dramaturg Arthur Schnitzler hat sich dazu in den 1920er Jahren für sein Theaterstück „Reigen“ einige schlaue Gedanken zur treibend Kraft der Begierde gemacht und so ein Bild der Moral der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Eine Idee, die Drehbuchautor Peter Morgan für „360“ aufgegriffen hat und die Regisseur Fernando Meirelles mit vielen wunderbaren Schauspielern zum Leben erweckte. Sein Rundumblick zeichnet in mehreren Episoden das Bild einer modernen Gesellschaft und der Liebe in ihr und thematisiert die Kraft der Entscheidung und der Begegnung. Wir haben die Eheleute, die beide sexuell auf Abwegen sind, das Paar, dass sich auseinander gelebt hat, den Vater, der seit Jahren seine verschwundene Tochter sucht, den Sexualstraftäter, der um die Beherrschung seiner Triebe außerhalb der Gefängnismauern ringt, die betrogene Freundin, die Nutte mit den großen Träumen und den Verliebten, der sich nicht traut seiner Angebeteten seine Gefühle zu gestehen, weil er sie glücklich verheiratet wähnt. Viele Geschichten, viele Figuren – nicht alle fesseln gleichermaßen, wodurch „360“ immer wieder kleinere Längen hat. Insgesamt entsteht jedoch ein kraftvoller und wahrhaftiger Blick auf die vielen Gesichter der Liebe und das Leben wie es einfach ist. Romantische Momente, wenn plötzlich Nähe zwischen zwei Fremden entsteht oder die bittere Erkenntnis, wenn Hoffnungen enttäuscht werden – „360“ hat beides. Es ist eben manchmal ein Moment, der alles entscheidend verändert, und das fängt „360“ atmosphärisch und authentisch ein.

Wissenswertes

360 Das Drehbuch basiert auf dem Theaterstück "Reigen" des Wiener Dramatikers Arthur Schnitzler.



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