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Lady Vegas
Lay the Favorite
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Regie
Stephen Frears
Drehbuch
Stephen Frears, D.V. DeVincentis
Produzenten
Anthony Bregman, D.V. DeVincentis, Randall Emmett, George Furla, Paul Trijbits
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 94 min Land Großbritannien, USA Kinostart 19.07.2012 DVD-Start 14.12.2012 Blu-ray-Start 14.12.2012 Verleih Wild Bunch |
Story
Beth Raymer hat genug von ihrem Leben als wenig verdienende und gefährlich lebende Stripperin. Kurzentschlossen verkündet sie ihrem Vater, dass sie ihr Glück in Las Vegas als Cocktailkellnerin versuchen möchte. Ihr Vater ist gleich begeistert von der Idee und lässt die lebenslustige Beth von dannen ziehen. Kaum in Vegas angekommen, macht sie Bekanntschaft mit dem Profi-Zocker Dink, der in Beth großes Potential erkennt. Und tatsächlich fordert Dink in Beth Talente zu Tage, von denen sie bislang nichts geahnt hatte. In den kommenden Tagen versucht sich Beth erfolgreich als rechte Hand und als Glücksbringer von Dink in dessen kleiner Wettbude. Ihre Karriere findet jedoch schnell ein jähes Ende, als Dinks eifersüchtige Gattin Tulip die junge Frau an der Seite ihres Ehemanns nicht mehr länger duldet. Beth verschlägt es daher nach New York, wo sie für einen schmierigen Buchmacher illegale Geschäfte macht und wo ihre Glückssträhne schließlich doch zu reißen scheint…
Schauspieler
Bruce Willis, Rebecca Hall, Catherine Zeta-Jones, Frank Grillo, Joshua Jackson, Vince Vaughn, Laura Prepon, Joel Murray, Corbin Bernsen, John Carroll Lynch
Filmkritik von Kathrin Lang
Stephen Frears‘ Filmographie präsentiert sich als buntes Potpourri – eine klare Linie, in der ein gewisses Genre oder eine bestimmte Art von Film verfolgt wird, lässt sich darin jedenfalls nicht erkennen. Was seine Regiearbeiten wie „High Fidelity“, „Die Queen“ oder „Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten“ jedoch verbindet, ist Frears spezielles Augenmerk auf die Figuren. Sie bildeten in der Vergangenheit schon häufig das Herzstück seines filmischen Schaffens. Diesem Vorgehen bleibt der Brite auch bei der Tragik-Komödie „Lady Vegas“ treu, die er recht frei nach der Autobiografie der Journalistin Beth Raymer verfilmt. Man kann Stephen Frears auch nur schwer vorwerfen, er setze sich innerhalb der Geschichte zu wenig mit der Figur auseinander. Von Anfang an macht er Beth Raymer (Rebecca Hall), mit ihrer verkorksten Vergangenheit und ihrem von vorneherein verkorkstem Versuch nun einen Neuanfang zu wagen, für den Zuschauer transparent. Ebenso eingehend setzt sich „Lady Vegas“ auch mit der männlichen Hauptfigur Dink Heimowitz (Bruce Willis) auseinander. Das Problem ist jedoch, dass weder Beth noch Dink sympathische Figuren sind. Je besser man die beiden kennenlernt, desto weniger interessiert man sich für sie. Obwohl viel der Sympathie sehr offensichtlich der Synchronisation zum Opfer fällt, kann man auch kein Gefallen an der schauspielerischen Darbietung von Rebecca Hall und Bruce Willis finden. Vor allem Rebecca Halls zuweilen doch sehr krampfhafte Versuche die Fassade des naiven und zuckersüßen Mädchens, das permanent leicht eingeschüchtert an ihren Locken herumspielt, aufrechtzuerhalten, nervt zunehmend. Hier ist jedoch auch klar die Schuld bei Stephen Frears zu suchen, der seiner Geschichte an entscheidenden Stellen keine Wende gibt. Eine klare Entwicklung, die nicht nur die Figuren, sondern auch die Erzählung vorantreibt, bleibt im Grunde bis kurz vor Schluss aus. Die Figuren verharren weitgehend in ihrem Status quo, was vor allem im Mittelteil für erzählerischen Stillstand sorgt.
„Lady Vegas“ hätte das Zeug zu einer interessanten Charakterstudie eines interessanten Menschen gehabt. Leider erinnert das Ganze jedoch auch inhaltlich eher an ein recht märchenhaftes Konstrukt, das aufgrund fehlender Sympathie für die Hauptfiguren keine Wirkung erzielt. Schade, denn von Stephen Frears hatte man sicherlich mehr erwartet.
"Lady Vegas" basiert auf der Autobiographie von Beth Raymer.