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Jeff, der noch zu Hause lebt
Jeff, Who Lives at Home
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Regie
Jay Duplass, Mark Duplass
Drehbuch
Jay Duplass, Mark Duplass
Produzenten
Jason Reitman, Lianne Halfon, Russell Smith
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 83 min Land USA, 2011 Kinostart 09.08.2012 DVD-Start 10.01.2013 Verleih Paramount Pictures |
Story
Der arbeitslose Jeff ist nicht gerade mit viel Elan gesegnet: mit seinen 30 Jahren gehört es zu einer Lieblingsbeschäftigung die meiste Zeit seines Lebens im Wohnzimmer vor dem Fernseher zu verbringen und über seinen Lieblingsfilm zu debattieren. Nicht einmal dieses Wohnzimmer ist jedoch sein eigenes, denn Jeff haust noch in den elterlichen vier Wänden und hat sich eben dort im Keller fest einquartiert. Vor allem seine Mutter Sharon treibt er damit schier in den Wahnsinn. Diese erwartet mittlerweile nicht einmal mehr, dass sich ihr Sohn zumindest im Haushalt engagiert, und versteht die Welt erst recht nicht mehr, wenn sie Jeff mit seinem vollkommen anders tickenden Bruder Pat vergleicht.
Während alle jedoch denken, dass Jeffs Leben ein Kinderspiel ist, sieht das aus seiner Perspektive jedoch ganz anders aus. Jeff ist nämlich fest davon überzeugt, dass er im Grunde nur auf ein Zeichen aus dem Universum achten muss, um sein Schicksal erkennen und schließlich ergreifen zu können. Da Jeffs Meinung nach nichts ohne Grund passiert, ist für ihn der Weg durch das Leben von zahlreichen skurrilen Begegnungen und scheinbar bedeutsame Ereignisse gepflastert…
Schauspieler
Jason Segel, Ed Helms, Susan Sarandon, Judy Greer, Rae Dawn Chong, Steve Zissis, Evan Ross, Benjamin Brant Bickham, Lee Nguyen, Tim J. Smith, Ernest James, David Kency, Raion Hill, Zac Cino, Lance E. Nichols, Carol Sutton, Joe Chrest, Katie Aselton, J.D. Evermore
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Jeff, der noch zu Hause lebt“ bringen uns die Brüder Jay und Mark Duplass einen Helden auf die Leinwand, der im Kino der vergangenen Jahrzehnte nur selten berücksichtigt wurde: Hauptfigur Jeff ist ein gemächlicher Typ, der „die Ruhe weg hat“ und sich im Sozialgefüge irgendwo auf dem schmalen Grat zwischen Schmarotzer und Lebenskünstler platziert. Schon allein die Ausgangslage für die Figurenzeichnung und das Charakterprofil des Protagonisten wirken in gewisser Weise erfrischend neu, was für die Komödie bereits die halbe Miete bedeutet. Hinzu kommt, dass sich die Gebrüder Duplass auch in ihrem Inszenierungsstil ein Vorbild an ihrer Hauptfigur nehmen und keine hektische Komödie in unsere Kinos bringen, sondern eher einen ruhigen Film, der seinen Witz aus leichter Situationskomik und einem punktgenauen Spiel von Jason Segel und seinem Leinwandpartner Ed Helms bezieht. So umschiffen die Regiebrüder auch herrlich angenehm jegliches tiefsitzende Niveau, das normalerweise nur darauf aus ist unter die Gürtellinie abzuzielen. Der Witz ist und bleibt bis zum Schluss angenehm und sorgt immer wieder für heitere Momente. Obwohl „Jeff, der noch zu Hause lebt“ durch seine tiefsitzende Gemächlichkeit im Erzähltempo und der Figurenzeichnung um die ein oder andere Länge nicht herumkommt, steht der Film am Schluss doch für tolles Unterhaltungskino, das gerne als positives Beispiel für andere Weggefährten im komödiantischen Genre herhalten darf.
Jay Duplass und Mark Duplass brachten uns 2011 bereits die Indie-Komödie "Cyrus" in die Kinos.