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Manhunter - Traue niemals einem Fremden
Into the Lion's Den
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Regie
Dan Lantz
Drehbuch
Philip Malaczewski
Produzenten
Adam Danoff, Dan Lantz
Genre Drama (Gay) FSK 16 Filmlänge 85 min Land USA, 2011 DVD-Start 31.08.2012 Verleih Queer Films |
Story
Michael, Johnny und Ted fahren von Los Angeles nach New York. Für den einen oder anderen ist es eine Flucht oder aber auch eine neue Chance, in ihrem Leben neue Impulse zu setzen. In jedem Fall wird diese Reise alles verändern.
Mitten im Nirgendwo - und vor allem, weil Johnny ständig seine Triebe befriedigen muss - landen sie in einem kleinen Kaff am Ende der Welt. Hier wollen sie die Nacht verbringen. Nach ein paar Alkohol durchtränkten Stunden in dem zwielichtigen Lokal "Lion's Den" streiten sich die Freunde aber heftig. Michael und Ted fahren ohne Johnny ins Hotel zurück - ein schwerer Fehler, der blutig endet...
Schauspieler
Ronnie Kroell, Jesse Archer, Kristen-Alexzander Griffith, Michael Mcfadden, Jodie Shultz
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur und Produzent Dan Lantz hat schon einige B-Movies auf den Weg gebracht und legt nun mit "Manhunter - Traue niemals einem Fremden" einen blutigen Vertreter seiner Filmographie vor. Der Film beschäftigt sich mit Homophobie genauso, wie mit durchgeknallten Irren, die mitten im Nirgendwo ihre ganz eigene Methode entwickelt haben, sich den Homosexuellen (und dem Problem, das sie damit haben) zu stellen. Eine gute Idee - aber keine durchweg gelungene Umsetzung. Der Ton ist über weite Strecken der Laufzeit schlecht und hat Homevideo-Charakter und auch die Beleuchtung der Figuren lässt zu wünschen übrig. Sexszenen sind für jeden schwulen Film ja tragischweise unerlässlich und so konzentriert sich auch Dan Lantz voll und ganz darauf. Gerade am Anfang und am Schluss muss man sich da schon fragen, ob es nicht auch andere, niveauvollere Lösungen gegeben hätte.
Auf der Schauspielerseite tritt hier nur ein Mime in ein überzeugendes Licht. Ronnie Kroell, den wir schon in "Eating Out: Drama Camp" kennenlernen durften, spielt seine Rolle, die eindeutig die beste im ganzen Film ist, mit der nötigen Dramatik und gleichzeitig mit einer melancholischen Note. Lantz hat den Schauspieler überzeugend in Szene gesetzt und ihn gut aussehen lassen.
"Manhunter - Traue niemals einem Fremden" ist ein harter Film und hätte eine eindringliche Geschichte rund um gewalttätige Homophobie in Amerika werden können. Leider ist es der Inkonsequenz des Regisseurs und der fehlenden Tiefe im Drehbuch geschuldet, dass daraus nur ein durchschnittliches Ergebnis wurde.
"Manhunter - Traue niemals einem Fremden" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.