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Sonnenallee
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Regie
Leander Haußmann
Drehbuch
Leander Haußmann, Detlev Buck
Produzenten
Claus Boje, Detlev Buck
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 94 min Land Deutschland Kinostart 07.10.1999 DVD-Start 03.10.2000 Verleih Delphi Filmverleih |
Story
Zu einer Zeit, als es noch die BRD und die DDR gibt, endet die Sonnenallee direkt an der Berliner Mauer. Hier wohnt der 17jährige Micha Ehrenreich mit seiner Familie in einer engen Wohnung. Sein Umfeld hat alle Schattierungen zu bieten, die in der damaligen DDR möglich sind. Einen West-Onkel, der Nylonstrümpfe schmuggelt, eine Mutter, die Dank eines gefundenen BRD-Ausweises die Möglichkeit zur „Republikflucht“ bekommt. Auch der ABV (=Abschnittsbevollmächtigte), der über einen verbotenen West-Song stolpert darf nicht fehlen. Und ein guter Freund, der von der Stasi angeworben wird. Aber eigentlich dreht sich Michas Leben nur um Miriam, seine erste große Liebe, die nah und doch so unerreichbar fern ist.
Schauspieler
Alexander Scheer, Alexander Beyer, Katharina Thalbach, Henry Hübchen, Detlev Buck, Teresa Weißbach, Elena Meißner, Robert Stadlober, Margit Carstensen
Filmkritik von Melanie Frommholz
Kann man solch ernsten Themen wie der deutschen Teilung durch die Mauer auf lustige Art und Weise begegnen. Man kann. Und man sollte! Mit „Sonnenallee“ startet der Theatermann Leander Haußmann 1999 seinen Versuch mit einer Mischung aus Satire und Alltag, in dem er über eine Straße, die direkt an der Mauer endet, berichtet. In dem Haußmann über die Menschen, die hier leben Alltagsgeschichten erzählt, gelingt es ihm das DDR-Leben mit all seinen Absurditäten zwischen geschmuggelten Nylon-Strümpfen und Stasi-Angst einzufangen. Man merkt der Inszenierung jedoch die Theaterwurzeln des Regisseurs noch deutlich an. So ist die Geschichte eine Aneinaderreihung von Episoden, bei der man das verbindende Element vermisst. Haußmann spart jedoch nicht mit schwarzem und hintergründigem Humor und Seitenhieben auf die absurden Auswüchse unseres ehemaligen kommunistischen Nachbarstaates, was dies zum Teil wieder wettmacht.
Bei der Besetzung konnte Leander Haussmann auf einen Mix an frischen Gesichtern und alten Schauspielhasen wie Katharina Thalbach, Henry Hübchen und Detlev Buck bauen, die ihre Sache durchweg gut machen und uns den DDR-Alltag so auf amüsante Art und Weise näher bringen. Durch sie wird diese Ost-Geschichte mit ihrer Mischung aus grotesker Überzeichnung und Realitätsnähe sehenswert und lässt uns die DDR doch ein Stück klarer sehen.
"Sonnenallee" ist das Kinospielfilm-Debüt von Leander Haußmann, der zuvor am Theater tätig war. 