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Vom Ende der Liebe (TV)
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Regie
Till Endemann
Drehbuch
Harald Göckeritz
Produzent
Sabine Tettenborn
Genre Drama Filmlänge 89 min Land Deutschland, 2011 Verleih SWR |
Story
Sonja und Lukas sind seit sechzehn Jahren verheiratet, haben zwei Kinder und können endlich in ihr neues Haus einziehen. Doch obwohl nun das Glück der Familie perfekt scheint, müssen sich die beiden eingestehen, dass sie sich auseinander gelebt haben. Während die 14jährige Nele und der sieben Jahre alte Tomi sich über das neue Heim freuen, schaffen Sonja und Lukas es nicht, den Konflikt, der schon lange unter der Oberfläche brodelt, länger zu unterdrücken. Es kommt immer häufiger zu Streitereien und Missverständnissen zwischen den Eheleuten, unter denen vor allem Nele massiv leidet. Das heile Familienleben bekommt immer größere Risse, und schließlich sieht Lukas keine andere Möglichkeit mehr, als auszuziehen – der Traum vom Familienglück im Eigenheim ist geplatzt.
Zunächst sind sich beide noch einig, dass die Kinder keinesfalls unter der Trennung leiden sollen, dass das Wohl von Nele und Tomi im Vordergrund steht. Doch zusehends gerät dieser Vorsatz in Vergessenheit, verhärten sich die Fronten zwischen den Eheleuten. Die finanzielle Situation verschärft sich allmählich derart, dass von einem Verkauf des Hauses die Rede ist, und auch eine Trennung der Geschwister scheint plötzlich nicht mehr ganz ausgeschlossen…
Schauspieler
Anja Kling, Bernhard Schir, Lilli Meinhardt, Mika Seidel, Winnie Böwe, Michael Wenniger, Jule Ronstedt, Timo Dierkes, Gina Bähring, Jakob Höhne, Ulrike Barthruff, Wolfgang Hepp, Ruth Köppler, Edgar M. Marcus
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Vom Ende der Liebe“ erzählt die Geschichte eines Paares, das nach vielen Ehejahren erkennen muss, dass die Gefühle erkaltet sind, dass man einander über all den Alltagssorgen aus den Augen verloren hat. Eine Geschichte, die den Alltag in Deutschland widerspiegelt: Elternpaare trennen sich nach vergeblichen Versuchen, ihre Beziehung wieder zu kitten und die Kinder sind zumeist die, die dabei auf der Strecke bleiben. Nicht, weil die Eltern nicht alles versuchen würden, die Trennung für die Kinder erträglich zu gestalten, sondern weil Kinder immer leiden, wenn ihre Eltern auseinander gehen. Genau hier setzt auch dieser Fernsehfilm aus der Feder von Harald Göckeritz ein. Es geht nicht primär um die Gefühle des Elternpaars, sondern an erster Stelle um die Zerrissenheit der beiden Kinder, deren gesamte Welt zu zerbrechen droht. Dabei gelingt es Göckeritz und Regisseur Till Endemann, von Schuldzuweisungen abzusehen und ohne erhobenen Zeigefinger das Leid und den Kummer der Kinder in den Vordergrund zu stellen.
Meisterhaft hat es Endemann geschafft, Lilly Meinhardt und Mika Seidel, die Nele und Tomi darstellen, so anzuleiten, dass genau die Konflikte, in denen sich Trennungskinder befinden, sich in ihrem Spiel widerspiegeln. Auch Anja Kling und Bernhard Schir als Elternpaar überzeugen von der ersten Sekunde an durch ihre authentische und zurückhaltende Darstellung, die den Fokus stets auf die Kinder richtet.
„Vom Ende der Liebe“ ist ein sehr lebensnaher und berührender Film geworden, der nie versucht, zu moralisieren, sondern vielmehr den Weg einer Familie zeigt, die gezwungen ist, für sich eine neue Lebensstruktur zu finden.
"Vom Ende der Liebe" wird erstmals am 21. September 2011 im Ersten ausgestrahlt.