Rubbeldiekatz

Filmplakat Rubbeldiekatz
Regie Detlev Buck  Drehbuch Detlev Buck, Anika Decker  Produzenten Henning Ferber, Christian Grass, Marcus Welke 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 113 min
Land Deutschland  Kinostart 15.12.2011  DVD-Start 18.05.2012  Blu-ray-Start 18.05.2012  Verleih Universal Pictures Germany

Story

Theaterschauspieler Alex hält sich mehr schlecht als recht mit seinem Job über Wasser. Als er durch eine Reihe von Zufällen die Chance dazu bekommt, in einem großen Hollywoodfilm als Frau mitzuwirken, ergreift er diese daher gleich. Ein Job ist doch nur ein Job! Natürlich bleibt es jedoch nicht nur beim Beruflichen: an seinem ersten Tag als Alexandra am Filmset erfährt er, dass die weibliche Hauptrolle von Sarah Voss gespielt wird. Per Zufall hatte Alex gerade ein Tag vor Drehbeginn einen überaus betörenden One-Night-Stand mit Sarah und hat sich dabei bis über beide Ohren in die Schönheit verliebt. Wie blöd, dass er sich nun als Frau ausgeben muss und damit lediglich zur besten Freundin seiner Angebeteten avanciert. Während sich andere Männer an Sarah anpirschen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als hilflos dabei zuzusehen, wie sich seine Traumfrau in einen anderen verliebt. Doch unterschätze niemals die Waffen der besten Freundin…

Schauspieler

Rubbeldiekatz Alexandra Maria Lara, Matthias Schweighöfer, Maximilian Brückner, Josefine Preuß, Detlev Buck, Denis Moschitto, Max von Thun, Susanne Bormann, Sunnyi Melles, Eva Padberg, Palina Rojinski, Milan Peschel, Klaas Heufer-Umlauf, Katharina M. Schubert, Max Giermann

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Rubbeldiekatz Detlev Buck zählt schon seit vielen Jahren als die Geheimwaffe des deutschen Films. Die meiste Zeit als Schauspieler tätig, brachte er in den vergangenen Jahren in unregelmäßigen Zeitabständen auch immer wieder eigen inszenierte und häufig auch eigen geschriebene Filme in unsere Kinos. Nach dem überzeugenden Drama „Same, Same But Different“ aus dem vergangenen Jahr, erobert er im Dezember 2011 nun mit „Rubbeldiekatz“ die deutschen Kinosäle. Geschlagene 15 Jahre musste man nach dem Kassenschlager „Männerpension“ (1996) auf die nächste Komödie des Multitalents warten. Und tatsächlich kommt „Rubbeldiekatz“ in seinen Qualitäten ziemlich nahe an „Männerpension“ heran.

Waren es einst noch Til Schweiger und Heike Makatsch, die unter der Führung und an der Seite von Detlev Buck zu gefragten Nachwuchstalenten beim deutschen Film avancierten, wählt Buck für seinen neuen Streich mit Matthias Schweighöfer und Alexandra Maria Lara nun zwei bereits etablierte Gesichter für die Hauptrollen seines Films. Als Zugpferd, das die Zuschauer in Scharen vor die Leinwand zieht, dient dabei vor allem der derzeit überaus erfolgreiche Schauspieler Matthias Schweighöfer. Seit der Erfolgskomödie „Friendship!“ gefragt wie nie zuvor, präsentiert sich Schweighöfer auf ihm bekanntem Genreterrain dennoch mal von einer etwas anderen Seite: Die Frauenrolle steht dem Blondschopf überaus gut, was man während dem Film immer wieder mit Verblüffung feststellt, wenn man zeitweise geradezu vergisst, das sich hinter der Fassade von Alexandra eigentlich ein Mann verbirgt. Eigentlicher Star des Films und Sympathieträger von der ersten bis zur letzten Minute ist dann allerdings doch Alexandra Maria Lara, die man lange in solch groß angelegten Projekten wie „Rubbeldiekatz“ missen musste. Wunderschön, verführerisch, aber doch süß und durchweg liebenswert, schließt man sie in ihrer Rolle der erfolgreichen Schauspielerin Sarah schneller ins Herz, als man gucken kann. Die ebenfalls namhaft besetzten Nebenrollen treten mehr ungewollt neben den beiden stark agierenden Hauptdarstellern zunehmend in den Hintergrund – was bei Namen wie Maximilian Brückner, Denis Moschitto oder Susanne Bormann nicht nur bedauerlich ist, sondern gleichzeitig auch zum Kritikpunkt an der Komödie führt. Detlev Buch schenkt den Nebenhandlungen und vielen interessanten Nebenfiguren in seinem Film zu wenig Aufmerksamkeit. Einige Handlungsteile wirken unausgereift und wie Versatzstücke in den Film integriert. „Rubbeldiekatz“ fehlt es an einer klaren Zusammenführung der einzelnen Teile, wodurch die Erzählung stellenweise ins Stocken gerät und nicht immer harmonisch wirkt. Wirklich übel nehmen kann man dies der Komödie allerdings nicht: immer wieder darf herzhaft gelacht und manchmal auch mitgelitten werden. „Rubbeldiekatz“ mag nicht der Superhit des deutschen Kinojahres geworden sein, doch dafür eine in ihrem Rahmen durchaus gut funktionierende Komödie, bei der man sich gerne Zeit für den Kinogang mit Freunden nimmt.

Wissenswertes

Rubbeldiekatz 15 Jahre nach "Männerpension" bringt uns Detlev Buck mit "Rubbeldiekatz" nun endlich seine nächste Komödie in die Kinos.



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Kommentare

luca schreibt am 13.12.11, 16:39
schon allein matthias als frau verkleidet zu sehen lohnt es sich in den film zu gehen
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