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Mein liebster Alptraum
Mon pire cauchemar
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Regie
Anne Fontaine
Drehbuch
Anne Fontaine, Eric Mercier
Produzent
Philippe Carcassonne
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 102 min Land Frankreich, Belgien Kinostart 19.01.2012 Verleih Concorde Film |
Story
Agathe ist eine angesehene Pariser Galeristin, lebt mit ihrem Lebensgefährten und dem gemeinsamen Sohn in einer großräumigen, schicken Wohnung in bester Lage und ist gefürchtet für ihre spitze Zunge. Sie hat studiert, liebt intellektuelle Diskussionen und kann eiskalt sein, wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Ganz anders ist Patrick gestrickt. Der Gelegenheitsarbeiter ist eher einfachen Gemüts, spricht gerne und häufig dem Alkohol zu, lebt von der Stütze und hat gerne Sex mit üppigen Frauen. Man ahnt es bereits: Agathe und Patrick leben zwar beide in Paris aber dennoch nicht in der gleichen Welt. Doch sie begegnen sich dennoch, denn ausgerechnet Patricks Sprössling wird der beste Freund von Agathes Sohn. Fortan treibt Patrick Agathe mit seinen anzüglichen Sprüchen und seiner plumpen Art in den Wahnsinn. Die Freundschaft der Kinder führt dazu, dass die beiden gezwungenermaßen mehr Zeit miteinander verbringen als gewollt. Und sich dabei auch näher kommen, als beide es je für möglich gehalten hätten...
Schauspieler
Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde, André Dussollier, Corentin Devroey, Virginie Efira, Aurélien Recoing, Eric Berger, Philippe Magnan
Filmkritik von Melanie Frommholz
Eine der großen Damen des französischen Kinos trifft auf einen erfolgreichen belgischen Ausnahmekomiker: Die Besetzung von „Mein liebster Albtraum“ mit Isabelle Huppert und Benoît Poelvoorde in den Hauptrollen ließ auf eine großartige Komödie mit großartigen Darstellern hoffen. Die beiden Mimen sind dann letztlich aber auch das Einzige, an dem es nichts auszusetzen gibt. Sowohl Huppert als auch Poelvoorde holen aus ihren Parts heraus was geht und geben den oberflächlich gezeichneten Figuren Kontur und Charme. Attribute, die man beim Drehbuch von „Mein liebster Albtraum“ leider schmerzlich vermisst. Regisseurin und Co-Drehbuchautorin Anne Fontaine beginnt stark mit fetzigen Wortgefechten und einer kurzweiligen Story, die stimmig die Klischees vom dummen und vulgären Gelegenheitsarbeiter und der intellektuellen und reichen, aber eiskalten Kunstschnepfe auf die Schippe nimmt. Auch lachen kann man gerade zu Beginn doch einige Male. Nach gelungenem Auftakt schaffte es Fontaine jedoch nicht ihre Story zielgerichtet weiterzuspinnen. Ein nachlässiger Schnitt und schlechtes Timing führen zusätzlich dazu, dass man sich hier immer weniger amüsiert sondern bald rastlos fragt, wohin „Mein liebster Albtraum“ denn nun hinsteuert. Die Entwicklung der Handlung bleibt einfallslos, ereignisarm und holprig. Auch romantisch wird es entschieden zu selten. Anne Fontaine und die Co-Autor Nicolas Mercier wussten offensichtlich nicht wohin mit ihrer Geschichte und hatten außer einer guten Grundidee wenig in petto. Letztlich bleibt von dieser romantischen Komödie trotz der guten Besetzung somit ein enttäuschender Gesamteindruck zurück.
Hauptdarsteller Benoît Poelvoorde arbeitete mit der Filmemacherin Anne Fontaine
Bereits bei „Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft“ zusammen.
