Schade um das schöne Geld (TV)

Regie Lars Becker  Drehbuch Lars Becker  Produzenten Reinhold Elschot, Andi Wecker 
Genre Komödie  Filmlänge 90 min
Land Deutschland, 2008  Verleih ZDF

Story

Im kleinen Dorf Greetsiel an der ostfriesischen Nordseeküste ist die Haupteinnahmequelle die Fischfabrik von Klaas Jonkers. Er verdient sein Geld mit Tiefkühlpizzen und schert sich wenig um eine adäquate Müllentsorgung. Seine Fischabfälle lässt er von den Brüdern Piet und Jimmy Blinker illegal im Meer entsorgen. Mirabel, die schwangere Schwester der beiden, arbeitet zusammen mit ihrer besten Freundin Gloria in Jonkers’ Fischfabrik. Doch nicht nur die beiden Freundinnen träumen von einem besseren Leben: Bademeister Menno, der unwissentlich der Vater von Mirabels ungeborenem Kind ist, möchte in Greetsiel ein Surferparadies erschaffen und der Busfahrer Bruno, der heimlich in Mirabel verliebt ist, hat sich zum Ziel gesteckt, Busfahrer des Jahres zu werden. Kein Wunder also, dass einige Dorfbewohner eine Tippgemeinschaft gebildet haben, um so ihren großen Zielen näher zu kommen. Als es der Tippgemeinschaft eines Tages gelingt, den Jackpot von 25 Millionen Euro zu knacken, gehen die Probleme los.
Es beginnt ein wahres Tauziehen darum, wer denn nun an der Tippgemeinschaft beteiligt war und wem welches Geld zusteht. Und einigen der Dorfbewohner ist jedes Mittel recht, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen…

Schauspieler

Schade um das schöne Geld (TV) Heike Makatsch, Uwe Ochsenknecht, Armin Rohde, Christian Ulmen, Cosma Shiva Hagen, Ingo Naujoks, Milton Welsh, Catrin Striebeck, Marc Hosemann, Gustav-Peter Wöhler, Stefanie Schmid, Martin Brambach, Thomas Kügel, Franz Anton Kroß, Yvette Dankou, Waldemar Kobus

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 2 von 5 Ms Schade um das schöne Geld (TV) Diese Provinzkomödie von Lars Becker wartet mit einem wahrhaft bunten Reigen namhafter deutscher Schauspielgrößen auf. Hier tummeln sich Namen wie Heike Makatsch, Cosma Shiva Hagen, Uwe Ochsenknecht, Armin Rohde oder Christian Ulmen. Dass das allerdings nicht immer ein Garant für den Erfolg eines Filmes sein muss, beweist „Schade um das schöne Geld“ eindrücklich. Manchmal ist eben weniger mehr, und in dieser Komödie findet sich mehr als einen Charakter, der das Zeug zur Hauptfigur einer eigenen Geschichte gehabt hätte. So aber ist ein wilder Mischmasch verschiedener Episoden entstanden, dem der rote Faden gänzlich fehlt. Die Berechtigung für einen derart hohen darstellerischen Aufwand lässt sich allerdings nicht finden. Christian Ulmen ist als liebenswerter Busfahrer grandios und auch Heike Makatsch, Cosma Shiva Hagen oder Uwe Ochsenknecht überzeugen in ihren Rollen restlos. Da kann die seichte und sich träge dahinschleppende Handlung einfach nicht mithalten.
Offensichtlich gelingt es Becker nicht, die verschiedenen Handlungsstränge so auszubalancieren, dass eine runde und vor allem witzige Komödie entstehen kann. Hinzu kommen riesengroße Logiklöcher und dramaturgische Mängel. Unterm Strich ist „Schade um das schöne Geld“ eine Komödie, die zwar in einigen Sequenzen Spaß macht, der aber insgesamt der nötige Biss fehlt. Für die positiven Momente dieses Films sind in allererster Linie die glänzend agierenden Darsteller verantwortlich.



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