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"Battlestar Galactica" - Das Super-Special zum Serienende
„Battlestar Galactica“ gehört zu den absolut besten Sci-Fi
Serien aller Zeiten und wurde seit seiner Wiederbelegung mit der Mini-Serie
im Jahr 2003 von Kritikern und Zuschauern mit Lob überhäuft. Selbst
die Produzenten konnten es manchmal gar nicht glauben. „Battlestar Galactica“
verbindet eine komplexe Storyline mit viel Action, gewaltigen Bildern und eindringlich
beschriebenen und gespielten Charakteren. Auch Namen wie Edward James Olmos
oder Mary McDonnell zeugen von der Erstklassigkeit dieser Ausnahme-Serie. „Battlestar
Galactica“ gilt in Fachkreisen als eine Revolution des Genres und auch
die Zuschauer nahmen diese qualitativ hochwertige Produktion begeistert an,
was zu einer großen Franchise-Welle rund um die Crew der Galactica führte.
Der Serie war zwar nie das ganz große Publikum einer Network-Serie vergönnt,
jedoch mauserte sich „Battlestar Galactica“ zu einem gar nicht so
geheimen Geheimtipp, der sich vor nichts und niemanden verstecken muss und der
es ganz schön in sich hat.
Nun, sieben Jahre nach dem Start der Serie, geht auch hier in Deutschland die
Galactica in ihre finale Schlacht um die Menschheit und wirbelt damit noch einmal
mächtig Staub auf. Für Moviesection.de Grund genug, zum Ende der Serie
einmal einen näheren Blick auf dieses außergewöhnliche und innovative
TV-Format zu werfen…
Ein Remake und sein Schicksal…
1978 flackerte erstmals der Titel „Battlestar Galactica“ über die Bildschirme in den USA. Das eigentlich recht erfolgreiche Format, welches von Glen A. Larson geschaffen wurde, brachte es zwischen 1978 und 1980 auf nur 24 Episoden, die später zu drei Kinofilmen zusammengefasst wurden. 25 Jahre später wurde das Konzept der Serie plötzlich wieder aktuell. Die erfahrenen Produzenten David Eick und Ronald D. Moore widmeten sich der Jahrzehnte alten Idee um eine Flott von Schiffen, die aus ihrer Heimat fliehen muss und von Maschinen, den Zylonen, angegriffen wird. Schließlich ging „Battlestar Galactica“ als Miniserie in Produktion und wurde Ende 2003 erstmals auf dem Spartensender SyFy ausgestrahlt. Die Serie war ein großer Kritiker- und Zuschauerhit und wurde die erfolgreichste Mini-Serie des Jahres. Eigentlich sollte die Story um die Galactica schon mit der Mini-Serie abgeschlossen sein, doch dank des großen Anklangs schickte SyFy „Battlestar Galactica“ 2004 in Serie.
Um was geht es in der Serie?

Die Menschheit ließ sich vor langer Zeit auf den Zwölf Kolonien
von Kobol nieder, nachdem sie ihre einstige Heimat Erde verlassen hatte. In
den Zwölf Kolonien blühte die Gesellschaft und bald entwickelte sich
eine Zivilisation, die sich um ihrer Bequemlichkeit willen Maschinen erschuf,
die den Menschen Arbeit abnehmen sollten. Irgendwann aber, wandten sich diese
Maschinen gegen die Menschheit und ein schrecklicher Krieg begann, der nach
vielen Opfern irgendwann in einer Waffenstillstandvereinbarung endete. Vierzig
Jahre lang war es dann still um die Zylonen und sie waren von der menschlichen
Rasse fast vergessen, bis sie einen groß angelegten Angriff auf die Zwölf
Kolonien starteten und so einen Genozid an ihren Erschaffern begannen.
Nachdem der Angriff die komplette Menschheit ausgelöscht hatte, blieb aber
ein einziger Kampfstern übrig, die Galactica. Ihr gelang es, eine Flotte
ziviler Schiffe um sich zu versammeln, die nun weniger als 40.000 überlebende
Menschen beherbergte. Von nun an begann eine Flucht vor den Zylonen, die sie
unerbittert jagten...
Schauspieler und Charaktere – Die Linie zwischen Freundschaft und Feindschaft...
Die wohl größte Stärke des Formats „Battlestar Galactica“ war immer das grandiose Ensemble. So bewies man nicht nur bei der Wahl von Mary McDonnell und Edward James Olmos enorm großes Geschick, sondern hatte auch bei dem Rest des Casts ein goldenes Händchen. Von der kleinen Gastrolle bis hin zum Hauptdarsteller können in „Battlestar Galactica“ alle Mimen voll und ganz überzeugen und jede Figur bekommt Gelegenheiten, sich zu entfalten. Die Schauspieler und deren grandios geschaffenen Charaktere sind das Herzstück der Serie.

Edward James Olmos ist William „Bill“ Adama
Dienstgrad: Commander/ Admiral
Rufname: „Der alte Mann“ / „Husker“
Rolle: Befehlshabender Offizier des Kampfsterns Galactica und
später Oberbefehlshaber der kolonialen Flotte.
William Adama war in seinen jungen Jahren ein sehr begabter Viper-Pilot. Vor der Galactica diente Adama auf den Kampfsternen „Atlantia“, „Columbia“ und „Valkyrie“. Durch eine Verkleinerung der Flotte verlor er jedoch seine Anstellung und musste auf einem zivilen Frachter anheuern, wo er Saul Tigh kennen lernte, mit dem ihn eine lange und tiefgehende Freundschaft verbinden sollte.
William Adama heiratete Carolanne und bekam mit ihr zwei Söhne, Lee und
Zak, bevor sich das Ehepaar trennte. Zak kam später bei einem Flugunfall
ums Leben, während sein zweiter Sohn Lee später unter seinem Kommando
auf der Galactica CAG dient.
Nach dem Angriff der Zylonen auf die zwölf Kolonien befehligt Commander
Adama die Galactica und deren zivilen Flottenverbund zusammen mit Präsidentin
Laura Roslin, der er erst sehr kritisch gegenüber steht. Mit der Zeit entwickelte
sich aber eine innige Freundschaft und zuletzt eine offene Liebesbeziehung.

Mit Kara „Starbuck“ Thrace verbindet William Adama eine besondere
Beziehung. Die langjährige Freundin der Familie, die ihn in dessen Abwesenheit
respektvoll „alten Mann“ nennt, ist wie eine Tochter für ihn.
William Adama zeichnet sich durch eine starke Persönlichkeit aus, die sich
auf seinen Befehlsstil überträgt. Er führt das Schiff und seine
Mannschaft streng und Respekt einflößend, lässt sich aber auch
gerne beraten und gibt Fehler zu. Adama ist unter einer harten Schale ein sehr
gefühlsbetonter Mann. Er sieht seine Crew als Familie an und würde
alles für diese tun. Der Commander hat eine gewisse Abneigung gegenüber
Politikern und steht alternativen Lebensweisen, Religionen oder anderen Denkweisen
kritisch bis feindselig gegenüber. So gibt es immer wieder Konflikte für
ihn und seine Mannschaft, die er aber nach besten Wissen und Gewissen zu lösen
versucht. Als zwei Männern seiner Crew die Todesstrafe durch Admiral Caine
vom Kampfstern „Pegasus“ droht, mobilisierte Adama seine Streitkräfte
und lässt es fast zu einem Feuergefecht mit dem verbündeten Kampfstern
kommen.
William Adama hat eine zerrüttete Beziehung zu seinem Sohn Lee, welche
sich nach dem Angriff auf die Kolonien aber immer wieder verbessert und festigt.
Adama war immer ein Arbeitstier und nie ein Familienmensch und oft fern von
zu Hause. Seine beruflichen Erfolge bescherten ihm jedoch schließlich
das Kommando über die Galactica. Seiner Führerschaft und dem Verhältnis
zu Präsidentin Roslin ist es zu verdanken, dass die Flotte so lange überleben
konnte. Adama führt seine Befehlsstruktur mit strenger Hand, ist aber vorausschauend,
intelligent und erfahren. Der ideale Anführer für ein Kriegsschiff.
Adama-Darsteller Edward James Olmos selbst sieht den Höhepunkt seiner Karriere
in „Battlestar Galactica“. Olmos überzeugt durch eine starke
Darstellung zwischen hartem Anführer und Menschen. Die Figur des William
Adama ist wunderbar konzipiert, was Olmos jedoch nicht davon abhält, seinen
Charakter selbst zu gestalten, zu erweitern und auszubauen. Oft improvisiert
der erfahrene Mime auch, womit er noch mehr an Authentizität und Tiefgang
aus der Figur des William Adama herauskitzelte. Edward James Olmos ist in seinem
grandiosen Schauspiel anzusehen, wie sehr sein Herz an dieser Rolle hängt
und wie sehr er selbst diese Figur auch in eine gewisse Richtung lenkt. Bei
Olmos spürt man die Leidenschaft für seinen Beruf, was ihn charismatisch
und glaubwürdig zur perfekten Besetzung für diese geniale Rolle macht.
Biographie Edward James Olmos
Es sind die Rollen des Lt. Martin Castillo in der TV-Serie „Miami Vice“
und die des Commander/Admiral William Adama in „Battelstar Galactica“,
für die Edward James Olmos vor allem unter Serienfans bekannt und berühmt
geworden ist…zur
Biographie

Mary McDonnell ist Laura Roslin
Dienstgrad: Präsidentin
Rufname: -
Rolle: Präsidentin der Zwölf Kolonien bzw. der kolonialen
Flotte
Laura Roslin ist Lehrerin und wechselte unter Bürgermeister Adar irgendwann
in die Politik. Sie begleitet ihn, bis dieser ins höchste Amt als Präsident
der Zwölf Kolonien gewählt wird. Zu diesem Zeitpunkt kann Roslin bereits
20 Jahre politische Erfahrung vorweisen und wird Bildungsministerin. Zur gleichen
Zeit hat die Ministerin auch eine erotische Affäre mit dem Präsidenten,
die aber durch ihre unterschiedlichen Ansichten zur Bildungspolitik bald am
Ende ist. Kurz vor Laura Roslins Abreise zur Galactica, an deren Stilllegungszeremonie
sie teilnehmen sollte, erhält sie die erschreckende Diagnose Brustkrebs.
Trotz der widrigen Umstände macht sie sich auf den Weg zur Einmottungsfeier
und absolviert diese routiniert. Als Roslin auf dem Rückflug ist, erfährt
sie von dem groß angelegten Zylonenangriff auf die Kolonien. Schnell wird
klar, dass sie nun die ranghöchste noch lebende Regierungsvertreterin ist
und wird im Eilverfahren zur Präsidentin ernannt, was vor allem Adama und
seinen Leuten zunächst gar nicht schmeckt, da man sich im Kriegsfall nichts
von einer Lehrerin sagen lassen will.
Mit Voranschreiten ihrer Präsidentschaft und ihrer Krankheit wird das Verhältnis
zu William Adama jedoch immer besser und als sich Admiral Caine in die Flotte
drängt, sogar freundschaftlich und fast schon romantisch. Zu diesem Zeitpunkt
ist Roslin schon stark durch den Krebs gezeichnet. Kurz vor ihrem Tode rettet
ihr aber eine Genspende von Hera, der ungeborenen Tochter von Helo und Sharon,
das Leben.
Laura musste über die Jahre hinweg immer wieder schwere Entscheidungen
treffen und damit leben. Auch mit Adama ist sie sich oft nicht einig, versucht
aber immer einen Weg zur Schlichtung zu finden.
Als Gaius Baltar ins Amt des Präsidenten gewählt wird, zieht sie sich
auf Neu Caprica zurück. Nach der Befreiung nimmt sie ihre Amtsgeschäfte
jedoch wieder auf und wird Schirmherrin im Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten
Dr. Baltar. Als die Flotte der Erde immer näher kommt, kehrte der Krebs
wieder zurück – diesmal ohne Aussicht auf Heilung. Trotz ihres desolaten
Zustandes kämpfte Laura bis zum Ende und unterstützte ihre große
Liebe Adama im letzten Kampf gegen die Zylonen.

Die Figur der Laura Roslin besticht durch zwischenmenschlichen Scharfsinn und
exzellente Menschenkenntnis in ihrem politischen Verhalten. Es gelingt ihr gut,
Menschen für sich zu gewinnen und kann ihre Meinung deutlich klar machen.
Laura hat aber auch immer wieder schwache Phasen, meist dann, wenn ihr ihre
Krankheit am meisten zusetzt. Mit der Zeit erarbeitet sich Roslin auch in militärischen
Kreisen große Sympathie und Zustimmung, die sie im zivilen Sektor nicht
immer hat. So musste sie sich mehrmals aus dem Amt drängen lassen, kommt
mit Adamas Hilfe aber immer wieder zurück an die Macht. Mit Adama verbindet
sie ein sehr intensives Band der Freundschaft und der Zuneigung. Auch wenn Roslin
eine starke Person ist, ist auch sie, wie William Adama, unter der Oberfläche
ein sehr gefühlsbetonter Mensch. Roslins Bemühungen fair zu sein und
ihre aufrichtige Hoffnung auf eine bessere Welt, zeichnen sie aus, und strahlen
ebenso wie ihr Optimismus immer wieder auf ihr Umfeld aus. Sie ist eine geradlinige
Frau, die sich aber bisweilen auch von ihrem Weg abbringen lässt, insgesamt
aber intelligent und fair das Amt der Präsidentin ausfüllt, auch wenn
sie dabei manches mal Grenzen überschreiten muss – mit oder gegen
Adama.
Mary McDonnell ist, vielleicht noch vor Edward James Olmos, das schauspielerische
Highlight der Serie. Die Produzenten wollten unbedingt sie in der extra geschriebenen
Rolle sehen und bekamen sie schließlich auch. Ihr Schauspiel ist ähnlich
dem von Olmos. Beide spielen eine Figur, die oberflächlich stark sein muss,
in Wirklichkeit aber zerbrechlicher ist, als geahnt. McDonnell zeigt sehr viel
Feinsinn für ihre Figur und bietet sehr berührende und eindringliche
Momente für den Zuschauer. Während Olmos seine Gefühlsausbrüche
oft extrovertiert spielt, bleibt McDonnell in ihrer Darstellung eher zurückhaltender,
was allerdings auch perfekt zu der Rolle der Laura Roslin passt. McDonnell war
ohne Zweifel die richtige Wahl für diese faszinierend kreierte Figur und
auch das Zusammenspiel mit Edward James Olmos passt hervorragend.
Biographie Mary McDonnell
Fans der Science-Fiction-Serie „Battlestar Galactica“ ist die Schauspielerin
Mary McDonnell natürlich wegen ihrer Rolle der Präsidentin Laura Roslin,
die sie von 2003 bis 2009 verkörperte, ein Begriff. Doch schon davor konnte
McDonnell auf eine bewegte Leinwandkarriere zurückblicken…zur
Biographie

Jamie Bamber ist Lee Adama
Dienstgrad: Commander / CAG
Rufname: „Apollo“
Rolle: Kommandant der Viper Luftgruppe sowie militärischer
Berater der Präsidentin und späterer Kommandant des Kampfsterns „Pegasus“
bis zu dessen Zerstörung. Schließlich Zivilist und Vize Präsident.
Lee Adama ist der Sohn von Admiral William Adama. Auch wenn Vater und Sohn
nie viel gemeinsam hatten, teilen sie jedoch die Leidenschaft fürs Fliegen.
Nach dem College absolvierte Lee die Ausbildung zum Viper-Kampfpiloten und schloss
dort gut ab. Lee wird daraufhin zur Reserve versetzt, wo er zum ersten Mal die
Flugausbilderin Kara „Starbuck“ Thrace trifft, die auch Lees Bruder
Zak an der Viper ausbildete. Zwischen Kara und Lee entwickelt sich eine tiefe
und langjährige Freundschaft, die jedoch durch den Tod von Zak erschüttert
wird. Kara hatte Zak aufgrund ihrer romantischen Beziehung bei der Prüfung
nicht durchfallen lassen und dieser hat wenig später einen tödlichen
Flugunfall.
Kurz vor dem Angriff auf die Kolonien besucht Lee die Galactica zu ihrer Stilllegungszeremonie.
Auf dem Rückweg begleitet er die „Colonial One“, auf der sich
auch Laura Roslin befindet, mit seiner Viper, als er von dem Angriff der Zylonen
erfährt. Zusammen mit der Präsidentin gelingt es Lee, eine große
Flotte flüchtender ziviler Schiffe um die „Colonial One“ zu
versammeln und zur Galactica zu stoßen.

Wenig später tritt Lee Adama seinen Dienst als CAG („Commander
Air Groupe“) auf der Galactica an und wird militärischer Berater
der Präsidentin. Während der Belagerung von Neu Caprica ist Lee mehr
als ein Jahr der Kommandant des Kampfsterns „Pegasus“, bevor das
Schiff durch ihn absichtlich zerstört wird, um die Galactica zu retten.
Nach einigen Vorfällen zieht es Lee Adama immer mehr in die Politik, bis
er irgendwann von seinem Posten zurücktritt und Kabinettsmitglied und später
Vizepräsident wird. Dazwischen fungiert er als Strafrechtsverteidiger von
Gaius Baltar in dessen Prozess, was die Beziehung zu seinem Vater und Laura
Roslin kurzeitig negativ beeinflusst.
Lee ist ein gutmütiger und umgänglicher Mensch, der allerdings auch
immer eine eigene Meinung hat und diese auch freimütig klar machen möchte.
Er ist ein hervorragender Pilot und ein fähiger Offizier. Sein Kommando
gestaltet sich locker, aber geradlinig. Lee ist wohl einer der objektivsten
und fairsten Menschen in der Flotte. Er versucht stets das Richtige zu tun,
auch wenn er dafür gegen seinen Vater arbeiten muss, der manche Dinge oftmals
anders sieht. Lee ist ein guter, charmanter und treuer Freund, der sich stets
um seine Mitmenschen bemüht.
Jamie Bamber kann in seiner Rolle des Lee Adama auf jeden Fall überzeugen.
Auch ihm werden im Laufe der Serie viele emotionale Momente, besonders mit Edward
James Olmos oder Katee Sackhoff, zu Teil, die er souverän umsetzen kann.
Insgesamt bietet Bamber eine lupenreine und sehr gute, wenngleich auch relativ
moderate Darstellung. Bamber war immer ein wichtiger Bestandteil der Serie,
zog aber die Aufmerksamkeit selten auf sich. Lee Adama ist eine schön geschaffene
Rolle, die von Jamie Bamber sehr passabel gespielt wird. -> ich finde diesen
Satz im Grunde überflüssig, da er nur wiederholt was ob en schon gesagt
wurde bzw. durch das „passabel“ das „gut“ weiter oben
wieder relativiert. Bitte noch mal überdenken.

Katee Sackhoff ist Kara Thrace
Dienstgrad: Captain / CAG
Rufname: „Starbuck“
Rolle: Viper-Pilotin und Geschwader-Führerin und späterer
CAG der Viper Luftgruppe der Galactica.
Kara Thrace wuchs in zerrütteten Verhältnissen auf. Ihr Vater war selten da und von ihrer Mutter wurde sie regelmäßig misshandelt. So zog die junge Frau früh von zu Hause aus. Wegen einer Knieverletzung musste die begabte Pyramid Spielerin ihre professionelle Sportkarriere an den Nagel hängen, entdeckte dafür aber die Fliegerei für sich. Sie beendete die Flugschule und wurde Viper-Pilotin im aktiven Einsatz, bevor sie nach einiger Zeit wieder zur Flugschule zurückkehrt um zu unterrichten. Dort lernt sie auch den Flugschüler Zak Adama kennen, mit dem sie sich später verlobt. Wegen dieser Beziehung schleust Kara den untalentierten Zak durch die Flugprüfung. Wenige Zeit später verunglückt Zak tödlich bei einem Routineeinsatz, wofür sie sich die Schuld gibt. Bei der Beerdigung ihres Verlobten lernte sie Commander William Adama kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Freundschaft. Später wird Kara unter dem Rufnamen „Starbuck“ als CAG auf der Galactica bekannt. Sie gilt als die beste Pilotin des Schiffes und ist für ihre verrückte Ader bekannt. Als Kara im Auftrag der Präsidentin den Pfeil des Apollo von Caprica bergen soll, lernt sie Sam Anders, den Anführer der dortigen Widerstandgruppe, kennen und lieben. Trotzdem sie Gefühle für Lee hegt, heiratet sie Sam überraschend auf Neu Caprica. Die Ehe hat viele Höhen und Tiefen, hält jedoch bis zum Schluss. Nach ihrer Inhaftierung auf Neu Caprica, wo sie mit dem Zylonen Leoben eingesperrt wird, nimmt Kara ihre Tätigkeiten als Viper-Pilotin wieder auf.

„Starbuck“ ist eine Draufgängerin. Aufgrund ihrer Kindheit
ist sie sehr leidensfähig und manchmal sogar selbstzerstörerisch.
Trotz ihrer extrovertierten und verrückten Art, gilt sie als die beste
Viper-Pilotin der Flotte und ausgezeichneter Partner im Kampfeinsatz. Die Emotionen,
die bei ihr dicht unter der Oberfläche liegen, brechen oft unkontrolliert
heraus. Kara ist für ihre aufbrausende, nervige und cholerische Ader ebenso
berüchtigt wie für ihr Flugtalent. So verhält sich „Starbuck“
auch im Kampf risikobereit und grimmig entschlossen. Doch Kara hat auch ihre
ruhigen Seiten. Besonders die Beziehung zu ihrem besten Freund Lee und zu ihrem
Ziehvater William Adama ist ihr enorm wichtig, da sie hier ihren Halt sieht.
Zwar gibt es auch zwischen diesem Trio oft Streitigkeiten, die Kara allerdings
nur schlecht ertragen kann. Liebestechnisch führt Kara ein wildes und leidenschaftliches
Sexualleben, welches sogar schon bei Lee endet, für den sie ebenfalls romantische
Gefühle hegt. Dass sie trotzdem Sam Anders heiratet zeigt ihre unentschlossene
und fast schon kaputte Verhaltensart, wenn es um Gefühle geht. Sie ist
eine extrem gute und loyale Kampfpilotin, die ihr Herz auf der Zunge trägt
und oft auch aneckt.
Dass „Starbuck“ in der Neuauflage der Serie plötzlich eine
Frau war, schmeckte vielen Fans gar nicht. Doch schließlich kann dies
egal sein, da Katee Sackhoff durch ihre Leistungen jede Kritik an ihrer Figur
zum verstummen bringt. Kara Thrace gehört zu den facettenreichsten Figuren
des Galactica-Universums und man fand mit Katee Sackhoff auch eine extrem authentische
und starke Darstellerin. Die Gradwanderung zwischen der Draufgängerin und
dem emotionalen Wrack meistert Sackhoff ausgezeichnet und lässt ihren Emotionen
oft sogar unkontrolliert freien Lauf. Auch wenn die Figur oftmals leicht abstoßend
und unsympathisch ist, steckt viel mehr hinter diese Fassade, was von Sackhoff
und den Drehbuchautoren fabelhaft transportiert wird. Katee gelingt es mit ihrer
Darstellung den Zuschauer in seiner Haltung ihrem Charakter gegenüber stets
ambivalent zu halten. Diese schwankt ständig zwischen Zuneigung und Abneigung.
Katee Sackhoff ist eine der stärksten Schauspieler am Set und ein weiteres
Aushängeschild für die Serie.

James Callis ist Gaius Baltar
Dienstgrad: Doktor
Rufname: -
Rolle: Chefwissenschaftler für Verteidigungssoftware,
späterer Vize Präsident und Präsident von Neu Caprica. Nach Entlassung
aus dem Amt Angeklagter in Bezug auf seine Präsidentschaft auf Neu Caprica,
wird aber freigesprochen.
Doktor Gaius Baltar wuchs auf Aerelon auf einer Milchfarm, auf. Mit 18 Jahren
kehrte er seinen Wurzeln den Rücken zu und versuchte sogar, den aerelonischen
Akzent abzulegen. Er zog nach Caprica, um dort für das Verteidigungsministerium
Software zu entwickeln. Baltar gilt als Genie auf seinem Gebiet und wurde drei
Mal mit dem Magnate-Preis geehrt.
Zwei Jahre lang pflegt der Wissenschaftler eine offene Beziehung mit einer mysteriösen
Blondine, die sich später als zylonische Agentin herausstellt. Diese half
Gaius bei der Entwicklung der Verteidigungssoftware und gelangt so an sensible
Daten des Netzwerkes, wodurch es den Zylonen schließlich möglich
war, die gesamte koloniale Flotte außer Gefecht zu setzen und einen Auslöschungsschlag
zu beginnen. Den Atomangriff auf Caprica überlebt er und kann dank Karl
C. Agathon, der auf seinen Platz im Raptor verzichtet, auf die Galactica fliehen,
wo er abgestellt wird um zylonische Agenten zu entlarven.
Sein Weg führt ihn über die Vizepräsidentschaft bis zum Präsidenten
von Neu Caprica, wo er allerdings mehr aus Schein regiert und von den dortigen
Zylonen unter Druck gesetzt wird. Später wird Gaius dafür vor Gericht
gestellt, aber knapp freigesprochen. Er gründet danach eine Art religiöse
Gemeinschaft, der vor allem Frauen folgen und die im Laufe der Zeit immer mehr
Anhängern gewinnt. Zum Schluss entschließt sich Baltar, Seite an
Seite mit den Menschen auf der Galactica das letzte Gefecht zu beschreiten.

Gaius Baltar ist die wohl widersprüchlichste Figur der Flotte. Der attraktive
und adrette Mann gibt sich nach außen hin bescheiden, ist aber selbstverliebt,
arrogant und narzisstisch. In all den Jahren wird immer wieder klar, dass sich
Baltar nur um seine eigene Haut schert und alles für sich selbst tut. Seine
ignorante Ader ist zweifellos seine negativste Eigenschaft. Auch in Liebesdingen
ist Gaius alles andere als treu, hat viele Frauen und ist viel zu sehr auf sich
fixiert, um ernsthafte Gefühle für andere zu entwickeln. Er wirkt
oft zerstreut, was vor allem an seinen Visionen liegt, und bringt sich dabei
manchmal in unangenehme Situationen. Von seinem Umfeld wird er nicht ernst genommen
bzw. gilt als gefährlich. Baltar geht mit Verantwortung leichtfertig um,
weswegen er auch die Hauptschuld am Genozid seiner eigenen Spezies trägt.
Er selbst empfindet dagegen dafür nur sporadisch Schuld. Gaius hat aber
durchaus auch sehr menschliche Momente, in denen er seinem Herzen und seinem
Rechtsempfinden folgt und versucht, das Beste zu tun. Er gibt aber schnell auf,
wenn er auf Widerstand stößt. Im Grunde ein anständiger Mann,
erscheint seine Persönlichkeit jedoch durch seine Arroganz und Ignoranz
extrem negativ. Baltar ist ein Mensch, den man eigentlich nicht ernst nehmen
kann, der aber durch Lug und Betrug zur Gefahr wird.
Vor allem in den ersten beiden Staffeln ist Callis zeitweise der beste Schauspieler
am Set. Die Art und Weise wie er den zwielichtigen Wissenschaftler spielt, ist
auf der einen Seite komisch, vermittelt jedoch auch einen bedrohlichen Eindruck.
Genau dieses Wechselspiel versteht Callis rüber zu bringen. Sein Gaius
Baltar ist sehr exzentrisch, chaotisch und verwirrt. Zugleich versteht es James
Callis aber auch die ernsthafteren und emotionalen Momente seines Charakters
wieder zu geben.
James Callis ist nach Olmos und McDonnell sicher der beste Darsteller am Set.
Er versteht es, seine Figur zum Hassobjekt für den Zuschauer zu machen.
Letztendlich ist auch er ein schauspielerischer Blickfang, der für die
Qualität der Serie fast unerlässlich ist.

Tricia Helfer ist „Nummer sechs“ / „Caprica“
Dienstgrad: -
Rufname: „Caprica“ u. a.
Rolle: Zylonisches Modell sechs bzw. imaginäre Kumpanin
Gaius Baltars.
Das humanoide Zylonenmodell Nummer sechs, welches in vielen Formen, mit unterschiedlichem
Aussehen und unterschiedlichen Persönlichkeiten mehrmals vorhanden ist,
ist für die Menschheit oft von relevanter Bedeutung. Unter anderem treten
die Nummer Sechs-Modelle Shelly Godfrey, Gina Inviere, Natalie Faust, Lida und
Sonja auf den Plan. Sie alle zeigen unterschiedliche Verhaltensweisen, Meinungen
und Ziele. So wird das Modell Nummer sechs das facettenreichste aller Zylonen.
Von zentraler Bedeutung ist allerdings nur die „Caprica Sechs“ und
die „Baltar Sechs“. Ersteres ist jenes Modell, welches sich auf
Caprica das Vertrauen zu Doktor Gaius Baltar erschleicht, so an Informationen
des Verteidigungszentralrechners gelangt und damit den Hauptangriff der Zylonen
auf die Zwölf Kolonien einleitet. Letzteres Modell erscheint Gaius als
eine Art imaginäre Begleiterin kurz nach der Flucht von Caprica. Im Laufe
der Zeit erscheint sie Baltar immer wieder und versucht, diesen auf einen gewissen
Pfad zu lenken. Zwischen ihnen entwickelt sich mit der Zeit immer tiefer gehende
Gefühle.
Derweil wird „Caprica Sechs“ als zylonische Kriegsheldin gefeiert.
Erst später kreuzen sich ihre und Baltars Wege wieder - Sie wird gefangen
genommen und kommt dabei dann mit Saul Tigh zusammen. Ihre Beziehung bringt
ein Kind hervor, welches allerdings stirbt. Danach trennt sich das Paar und
„Caprica Sechs“ beginnt eine neue Zukunft mit Gaius. Erst jetzt
wird klar, dass auch ihr immer wieder ein Abbild von Baltar erschienen ist.

Das sechste humanoide Zylonenmodell – insgesamt gibt es zwölf - unterscheidet sich innerhalb seines Typs und auch in Bezug auf die anderen Modelle enorm. Normal ist, dass alle Modelle eines Typs in etwa die gleichen Grundmuster in Verhalten, Persönlichkeit, Vorgehensweise und Zwischenmenschlichkeit zeigen. Nicht so Modell sechs.
„Baltars Sechs“ ist zärtlich, leidenschaftlich und hat eine ausgeprägte religiöse Weltanschauung. Sie kann jedoch auch aggressiv bis handgreiflich werden, sollte sie ihren Willen durchsetzen wollen. Oft ist sie für Dr. Baltar eine Hilfe, auch aber eine Belastung und ein Faktor in seiner Persönlichkeit, der nicht zu kontrollieren ist. „Baltars Sechs“ ist rebellisch und zurückhaltend zugleich – ganz der Situation entsprechend. „Caprica Sechs“ zeigt viele Ähnlichkeiten zu „Blatars Sechs“, ist hingegen aber wirklich existent. Auch sie entdeckt zusehends ihre menschliche Seite und empfindet schließlich so viel Zuneidung zur menschlichen Rasse, dass sie sich im Bürgerkrieg der Zylonen auf deren Seite stellt. Beide Modelle perfekte Schönheiten mit unberechenbarer Persönlichkeit.
Die Figur mit seiner Darstellerin, dem kanadischen Supermodell Tricia Helfer,
wirkt anfangs etwas merkwürdig, aber sie spielt doch eine wichtige Rolle
in der Serie. Mit so wenig Stoff und mit so viel Sexappeal wie möglich,
spricht sie besonders die männlichen Zuschauer an.
Doch mit Tricia Helfer hat man sich nicht einfach irgendwen ins Haus geholt.
Sie sieht nicht nur gut aus und gibt den Inbegriff der männlichen Begierden
perfekt, sondern sie ist auch eine gute Schauspielerin. So macht Helfer die
Figur zu einer durchaus ernst zu nehmenden Frau, die zwischen Menschlichkeit
und Unmenschlichkeit pendelt. Mit Schauspielkollegen James Callis gibt sie,
trotz etlicher unnötig übertriebener Erotikszenen, ein gutes Duo ab,
welches so aus der Serie nicht mehr weg zu denken ist.

Grace Park ist Sharon / Nummer acht
Dienstgrad: Lieutenant
Rufname: "Boomer" / "Athena"
Rolle: Raptor Pilotin, zylonisches Modell acht und Mutter der
Halbzylonin Hera und Ehefrau von Karl C. Agathon.
Ähnlich wie bei Nummer sechs sieht es auch bei dem zylonischen Modell
Nummer acht aus. Es gibt etliche Exemplare, von denen allerdings nur zwei von
zentraler Bedeutung sind. Sharon "Boomer" Valerii ist eine zylonische
Schläfer-Agentin, die unbewusst Anschläge und Sabotage in der Flotte
betreibt. Nebenbei hat sie ein Verhältnis mit Chief Tyrol, welches später
bekannt wird. Nach einem erfolgreichen Raptor Einsatz zieht sie eines Tages
im CIC der Galactica ihre Dienstwaffe und gibt zwei Schüsse auf Commander
William Adama ab, der schwer verletzt wird, schließlich aber überlebt.
Kurz nach Boomers Festnahme wird sie von Celly in einem Pulk von Leuten erschossen.
Währenddessen wird das Modell „Athena“ darauf angesetzt, sich
dem auf Caprica zurück gebliebenen Piloten Karl C. Agathon anzuschließen
und ihn in eine romantische Beziehung zu verwickeln. Schließlich entwickelt
„Athena“ tatsächlich Gefühle für den Menschen und
verhilft ihm zur Flucht von Caprica. In der Flotte hat die Zylonin immer wieder
mit Hass und Vorurteilen zu kämpfen, erarbeitet sich aber das Vertrauen
des Admirals und wird wieder Offizier, heiratet Karl C. Agathon und trägt
sein Kind aus.

Das Modell Nummer acht gilt als das mit den menschlichsten Zügen. Von Liebe bis Hass ist bei diesem Modell die komplette emotionale Bandbreite eines Menschen vorhanden. Die beiden Modelle „Boomer“ und „Athena“ sind sich dabei extrem ähnlich, vor allem da „Boomer“ eine Schläfer-Agentin war und damit genauso wirkte wie die vermeintlich „echte“ Sharon. Bei beiden sind tief verwurzelte Gefühle für Tyrol bzw. Helo und die menschliche Rasse allgemein vorhanden. „Athena“ gibt sich immer Mühe, sich in die Gemeinschaft zu integrieren, verleugnet oder schämt sich ihrer Herkunft aber auch nicht. Sie ist eine liebevolle Ehefrau, eine verantwortungsvolle Mutter und eine sehr gute Raptor Piloten. Eigenschaften, die ebenfalls zu „Boomer“ passen würden.
In „Battlestar Galactica“ wird Grace Park wohl eine der emotionalsten
Figuren zuteil. Zwar ist Sharon nie ein besonders facettenreicher Charakter,
jedoch immer geradlinig und zielstrebig in ihren Überzeugungen, was Park
glaubhaft vermitteln kann. Besonders aber in emotional tiefgehenden Momenten
zeigt sie, wie alle anderen Darsteller auch, eine grandiose und mitreißende
Performance, die bei Tränen anfängt und oft bei Wutausbrüchen
endet.
Grace Park ist nicht zu unterschätzen. Ihr Schauspiel ist immer glaubhaft,
gefühlsbetont und sympathisch.

Tahmoh Penikett ist Karl C. Agathon
Dienstgrad: Captain
Rufname: "Helo"
Rolle: Raptor Pilot, vorübergehender XO der Galactica
und Verwaltungsoffizier
Während des Angriffes auf die Zwölf Kolonien ist ECO „Helo“
gerade mit Sharon Valerii auf Patrouille. Ihr Raptor wird dabei angegriffen
und schwer beschädigt, was die beiden zu einer Notlandung auf Caprica zwingt,
wo sie notdürftige Reparaturen vornehmen. Kurz vor Abflug werden sie jedoch
von flüchtenden Zivilisten bedrängt, sie mit zu nehmen. „Helo“
räumt schließlich seinen Platz für Doktor Gaius Baltar, den
er als wichtiger als sich selbst erachtete.
Während Sharon zurück auf die Galactica fliegt, bleibt „Helo“
zurück auf dem nuklear verseuchten Caprica. Dort begegnet ihm kurze Zeit
später erneut Sharon, die jedoch nur ein anderes zylonisches Modell ist.
Zusammen kämpften sie sich durch Caprica und schafften es irgendwann zurück
auf die Galactica. Dass Helo irgendwann erfährt, dass Sharon ein Zylon
ist, stört seine Liebe zu ihr zur kurzfristig. Nach langer Gefangenschaft
und der Geburt ihres Kindes wird Sharons freigelassen und die beiden heirateten.
Zu der Zeit von Neu Caprica übernimmt „Helo“ den Posten des
XO der Galactica. Später wird er jedoch wieder von Saul Tigh verdrängt,
woraufhin „Helo“ als Verwaltungsoffizier arbeiten muss. Später
wird er allerdings wieder Pilot und sogar CAG der Galactica.

Karl C. Agathon, meistens “Helo” genannt, ist der wohl loyalste Offizier in der Flotte. Besonders zu seiner Frau Sharon fühlt er eine große Zugehörigkeit und lebt seinen Beschützerinstinkt voll aus. Doch nicht nur seine Frau ist für ihn wichtig. Auch für den Admiral und die Flotte verspürt er großes Pflichtbewusstsein und rückt davon so gut wie nie ab. Wo seine Kollegen oft abweichen und Verstöße begehen, versucht „Helo“ immer, einen besseren Weg zu finden. Trotzdem ist er kein Mann, der Befehle blind ausführt. „Helo“ ist intelligent und geradlinig in seinen Überzeugungen. Er ist ein sehr emotionaler Mann, auch wenn seine Natur eigentlich eine ruhige ist. Zudem ist er sehr einfühlsam, kameradschaftlich und ehrlich. Bei seinen Kollegen ist „Helo“ hochgeschätzt. Er ist ein extrem fähiger Offizier und hat den nötigen Durchblick, den ein Mann in seiner Position haben muss. Doch das Wichtigste für ihn ist immer die innige Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind Hera.

Michael Hogan ist Saul Tigh
Dienstgrad: Colonel / Executive Officer
Rufname: -
Rolle: Erster Offizier der Galactica und damit XO von William
Adama. Während der Zeit auf Neu Caprica Führer des Widerstandes.
Saul Tigh hatte eine bewegte Geschichte hinter sich, bevor er auf die Galactica
kam. In seinen jungen Jahren kämpft er im ersten Zylonenkrieg an vorderster
Front und erlebt hautnah die Gräueltaten der Zylonen mit. Sein Dienstweg
führte ihn von der „Brenik“ über die Offiziersanwärterschule
bis zum Battlestar „Athena“, wo er als Viper-Pilot beachtliche Leistungen
erbringt und mehrere Auszeichnungen erhält. Nach dem Ende des Krieges wird
Tigh aus der Flotte entlassen. Er heuert danach auf einem kommerziellen Frachter
an, wo sich bei ihm erste Symptome des Post-Traumatischen-Stress-Syndroms zeigen.
So versinkt Saul immer weiter in einer Alkoholabhängigkeit. Dies ist die
Phase, in der er William Adama kennen lernt. Zwischen beiden entwickelt sich
eine enge Freundschaft. Als Adama das Kommando auf der Galactica bekommt, stellt
Adama seinen alten Freund als XO ein.
Während des Angriffes auf die Zwölf Kolonien ist Colonel Tigh an Adamas
Seite und unterstützt ihn nach seinen besten Möglichkeiten. Aufgrund
seiner Alkoholsucht hat er jedoch einen schlechten Stand bei seinen Untergebenen
und wird nicht immer ernst genommen. Nach kurzer Zeit taucht seine Frau Ellen
überraschend wieder auf, die den Angriff ebenfalls überlebt hat. Während
der Verletzungen Adamas übernimmt Tigh das Kommando über die Galactica
und richtet großen Schaden an. Unter anderem verhängt er das Kriegsrecht
und bringt die Flotte gegen sich auf. Trotzdem hält Adama weiterhin an
seinem XO fest. In der Zeit auf Neu Caprica ist er Anführer des Widerstandes
und verschafft sich durch seine unpopulären Entscheidungen Respekt innerhalb
der Crew. Dort muss er auch seine eigene Frau Ellen vergiften, da diese Informationen
an den Feind verraten hat. Nach seiner Zeit auf Neu Caprica übernimmt der
gezeichnete Saul wieder den Posten des XO. Später entdeckt er, dass er
einer der letzten fünf Zylonen ist. Als er dies Adama gesteht, erleidet
dieser einen Zusammenbruch. Doch auch dadurch festigt sich ihre Freundschaft
letztlich weiter und erneut hält William Adama an Saul Tigh als XO fest.
Kurze Zeit später taucht seine tote Frau Ellen wieder auf, wodurch klar
wird, dass sie die letzte der fünf letzten Zylonen ist.

Colonel Tigh ist der klassische Trinker. Durch seine Erlebnisse geriet er zu einer kaputten und depressiven Persönlichkeit, die sich selbst und ihr Leben hasst. Dank Adama wird er größtenteils aus diesem Sumpf gezogen. Immer wieder versucht er, dem Alkohol abzuschwören, schafft dies aber nie vollständig. Trotz seiner Sucht ist Tigh ein extrem charakterstarker Mann. Er ist besonders zu seinem Freund Adama sehr loyal und hat ein großes Pflichtbewusstsein. Doch leider ist er oft unfähig, sein Kommando richtig auszuführen und trifft heikle Entscheidungen. Er ist emotional ständig aufgewühlt, passiv aggressiv und unangenehm im Umgang. Von anderen wird er nur selten ernst genommen und eckt oft bei seinen Offizieren an. Trotzdem war Tigh einst ein außerordentlich fähiger Soldat und Offizier, was immer wieder aufblitzt. Colonel Tigh ist ein geistig kaputter, aber trotzdem loyaler und selbstbewusster Mensch, der aber immer ein Unsicherheitsfaktor in Admiral Adamas Kommandokette ist.
Michael Hogan ist oft der beste Darsteller am Set. Er spielt seine Figur fantastisch
präzise und passt genau in das Bild des alten, ausgereizten und kaputten
Kriegers, der nun nur noch ein Frack ist. Besonders bei Hogan wurden immer wieder
Rufe der Fans laut, ihn endlich für seine authentische Darstellung für
einen Emmy vorzuschlagen. Trotz seines extrem unsympathischen Charakters schafft
es Hogan, seiner Figur so viel Tiefgang und Hintergrund zu verleihen, dass sie
dem Zuschauer doch stets nahe geht. Der Charakter des Kriegsveteranen ist nicht
die am kreativsten geschriebene, aber die am besten dargestellten Figuren der
Serie, was allein der großartigen Hingabe Michael Hogans zu Saul Tigh
zu verdanken ist.

Die Nebenrollen
Nicht nur die Hauptfiguren der Serie sind interessant, auch die vielen grandiosen
Nebenrollen haben es mächtig in sich.
Neben den schon ausführlich beschriebenen Hauptfiguren sind außerdem
noch Aaron Douglas als Chief Galen Tyrol, Kate Vernon als Ellen Tigh und Michael
Trucco als Sam Anders für die Serie sehr wichtig und schauspielerisch stark
umgesetzt. Außerdem ist Paul Campbell als Billy zu sehen. Er ließ
sich Ende der zweiten Staffel aus der Rolle des Assistenten der Präsidentin
schreiben, da er kein Potential mehr in seiner Figur sah. Campbell bezeichnete
dies später als größten Fehler seiner Karriere. Ihm folgte auf
dieser Position Rekha Sharma als Tory Foster.
Weitere wichtige Nebenfiguren sind Cally, die von Nicki Clyne gespielt wird,
Allessandro Juliani als Lieutenant Gaeta und Kandyse McClure als Anastasia „Dee“
Dualla. Alle drei haben einen wichtigen Part in der Serie inne, erleiden später
aber den Serietod.
Die Gaststars
Die wohl wichtigste Gastrolle der Serie bekleidet ein ganz besonderer Mann.
Richard Hatch, der schon in der Originalserie dabei war, übernimmt in der
Neuauflage die Rolle des zwielichtigen Terroristen und Politikers Tom Zarek.
Ebenfalls besonders ist die Figur des Piloten „HotDog“, welche von
Edward James Olmos Sohn Bodie Olmos in vielen Gastauftritten verkörpert
wird. Luciana Carro verkörpert eine weitere Pilotin, Louanne "Kat"
Katraine.
Als Admiral Caine ist Mitte der zweiten Staffel auch „Star Trek“-Star
Michelle Forbes zu bewundern.
Als mürrischer und sarkastischer Arzt konnte der brillante Donnelly Rhodes
gewonnen werden.
Außerdem absolvieren weitere Darsteller als Zylonen viele Gastauftritte
in „Battlestar Galactica“. So übernimmt der erfahrene Schauspieler
Dean Stockwell die wichtige Rolle der Nummer eins. Nummer zwei wird von Callum
Keith Rennie, Nummer drei von Lucy Lawless, Nummer vier von Rick Worthy und
Nummer fünf von Matthew Bennett verkörpert.
Stab und Crew
Natürlich verdankt auch „Battlestar Galactica“ den Großteil
seines Erfolges den fähigen Menschen hinter den Kulissen der Serie.
Erschaffen, entwickelt und produziert wurde „Battlestar Galactica“
von Ronald D. Moore und David Eick. Mit 22 Episoden führte Michael Rymer
die Liste der Regisseure an. Die Musik stammt aus der Feder des Komponisten
Bear McCreary und für die visuellen Effekte zeichnet Gary Hutzel verantwortlich.
Für die Kostüme war Glenne Campbell, für die Kamera Curt Griebel
und für die Sets Doug McLean zuständig.
Die Serie wurde von Universal Pictures produziert und vom US-Pay-TV-Sender SyFy
abgenommen und ausgestrahlt.
"Battlestar Galactica" - Eine bewegende Geschichte...

„Battlestar Galactica“ - Die Original-Serie
• Am 17. September 1978 startete auf dem US-Sender ABC eine der
aufwändigsten Fernsehrproduktionen, die bis dahin gedreht wurden. „Battlestar
Galactica“ wurde von Glen A. Larson erschaffen, der bereits in den 60ern
erste Ideen zu dem Konzept hatte. Mit der Zeit konnte sich „Battlestar
Galactica“ durch passable Einschaltquoten und eine große und treue
Fangemeinde auszeichnen. Während dessen begann ein großer rechtlicher
Konflikt zwischen 20th Century FOX und Universal Studios, da man Glen A. Larsons
des Ideendiebstahls an „Krieg der Sterne“ bezichtigte. Das Verfahren
dauerte Jahre und wurde schließlich ohne Ergebnis eingestellt.
• Die Serie sowie Richard Hatch wurden 1978 für einen Golden Globe
nominiert. Außerdem erhielt „Battlestar Galactica“ einen Emmy
für die besten Kostüme und die besten visuellen Effekte.
• Wahrscheinlich wegen zu hoher Produktionskosten stellte ABC die Serie
nach nur 24 Episoden wieder ein. 1980 kam die Serie mit dem Titel „Galactica“
nochmals für zehn Episoden zurück. Diesmal in abgespeckter Form und
mit sehr viel weniger Budget.
• In Deutschland startete die Serie unter dem Titel „Kampfstern
Galactica“ am 31. Januar 1981.
• Aus der Serie wurden ebenfalls noch drei Kinofilme zusammen geschnitten
und produziert, die auch hierzulande beachtlichen Erfolg hatten.

„Battlestar Galactica“ - Mini-Serie
Dr. Gaius Baltar ist einer der führenden Wissenschaftler der zwölf Kolonien von Kobol, in denen sich die Menschheit niedergelassen hat, und leitender Berater des Verteidigungsministeriums. Seit einiger Zeit hat Gaius eine mysteriöse Geliebte…zur Kritik
• Am 8. und 9. September 2003 strahlte der US-Pay-TV-Sender SyFy erstmals
die Mini-Serie “Battlestar Galactica” aus. Als kreative Köpfe
hinter dem Projekt zeichneten David Eick und Ronald D. Moore verantwortlich,
während Michael Rymer Regie führte.
• Die Mini-Serie war auf Anhieb ein Riesenerfolg. 3,2 Millionen US-Bürger
verfolgten die erste Ausstrahlung, die zweite wurde sogar von mehr als 3,8 Millionen
gesehen. Damit galt „Battlestar Galactica“ als erfolgreichste Mini-Serie
des Jahres.
In Deutschland freute man sich ebenfalls über überragende Quoten,
wo die Mini-Serie als TV-Film unter dem Titel „Kampfstern Galactica“
von RTL 2 gezeigt wurde. 2,52 Millionen Deutsche interessierten sich für
das faszinierende Remake.
• Außerdem wurde die Produktion für die Effekte, den Ton-Schnitt
und den Schnitt für einen Emmy nominiert. Darüber hinaus gewann „Battlestar
Galactica“ den Saturn Award für die beste TV-Produktion, während
Darstellerin Katee Sackhoff eine Nominierung erhielt.
• Nicht nur die Zuschauer himmelten diese neue Sci-Fi Serie an, auch die
Kritiker waren ausnahmslos begeistert. Obwohl die Mini-Serie eigentlich als
abgeschlossen galt, entschied man sich, bei solch einer Resonanz, eine Serie
zu produzieren.

„Battlestar Galactica“ - Staffel 1
Das alte Kriegsschiff „Galactica“ streift nach der Flucht vor dem Angriff auf die 12 Kolonien mit einer kleinen Flotte ziviler Schiffe orientierungslos durch die Galaxie. Die Zylonen, von Menschen geschaffene Maschinen, jagen nun die letzten ihrer Erbauer, um die Menschheit ein für alle mal auszulöschen…zur Staffelkritik
• Nachdem SyFy eine Serie in Auftrag gegeben hatte, startete am 14. Januar
2005 die erste Staffel mit der Episode „33 Minuten“, die direkt
an die Mini-Serie anknüpft.
Dabei werden zwei Haupthandlungsstränge begonnen – Einmal ist die
Flotte zu sehen und einmal Boomer und Helo auf Caprica auf der Flucht vor den
Zylonen.
2,6 Millionen Amerikaner waren bei der Eröffnung mit dabei. Insgesamt verzeichnete
„Battlestar Galactica“ in seinem ersten Jahr einen exzellenten Schnitt
von 2,4 Millionen Zusehern, was für den kleinen Sender SyFy ein enorm gutes
Ergebnis darstellte.
In Deutschland hingegen verlor die Serie nach dem Piloten sehr viele Zuschauer.
So kam es, dass „Battlestar Galactica“ keine zufrieden stellenden
Zuschauerreichweiten mehr einfahren konnte. Beim DVD-Verkauf punktete die Serie
jedoch bei Kennern und Fans.
• Bei den Emmys konnte „Battlestar Galactica“ vor allem durch
seine Bildgewaltigkeit überzeugen. Zwei Nominierungen gab es für die
visuellen Effekte, die sich aber letztendlich gegen „Lost“ geschlagen
geben mussten. Bei den Saturn Awards, die speziell für Sci-Fi Produktionen
verliehen werden, wurden James Callis, Katee Sackhoff und Jamie Bamber für
ihre Nebenrollen nominiert. Callis und Sackhoff konnten sich über eine
Auszeichnung freuen.
• Nicht nur von den Zuschauern gab es viel Zuspruch, auch Kritiker lobten
die Serie über alle Maßen. So kürte das „Times Magazine“
„Battlestar Galactica“ zur besten Serie 2005. Die „Los Angeles
Times“ bezeichnete die Serie als ein „signifikantes Stück Fernsehen“.
„Entertainment Weekly“ meinte, dass sich „Battlestar Galactica“
als „eines der allerbesten Drama-Serien herausgestellt“ hätte.
Ebenfalls wurde die storytechnische Umsetzung zwischen Politik und Krieg, Menschen
und Maschinen sowie Gut und Böse gelobt. Auch die Genre-Kenner Joss Wehdon
und Stephen King zeigten sich überaus begeistert von dem innovativen Format.
King meinte, dass es „kein besser spielendes Ensemble im Fernsehen“
gäbe.
• So wurde „Battlestar Galactica“ nicht nur zum Zuschauermagnet,
sondern auch zum Kritikerhit, was der Serie mächtig Aufwind für eine
zweite Staffel bescherte.

„Battlestar Galactica“ - Staffel 2
Die Galactica muss sich weiterhin mit den vielfältigsten Problemen herumschlagen. Ob es nun die zur Neige gehenden Treibstoffe, die mangelnden Nahrungsmittel, Angriffe der Zylonen oder vermisste Crewmen sind…zur Staffelkritik
• Mit sehr guten 2,6 Millionen Zuschauern startete „Battlestar
Galactica“ Mitte 2005 in seine zweite Staffel, die dieses Mal 20 Episoden
umfassen sollte.
Insgesamt lag der Staffelschnitt bei sehr ordentlichen 2,0 Millionen Amerikanern,
womit sich die Sci-Fi Produktion fest im Programm des Senders und den Herzen
der Fans etablierte.
In Deutschland war die zweite Runde ab dem 02.01.2006 zu sehen, wo man mit den
Quoten aber alles andere als zufrieden war und die Serie auf einen späteren
Sendeplatz versetzte. Trotzdem konnte sich „Battlestar Galactica“
auch in Deutschland einer großen Fangemeinde sicher sein.
• Insgesamt setzte SyFy für diese Staffel noch mehr ein und die Produktion
wurde noch aufwändiger. Ein zweiter Kampfstern kam ins Spiel und damit
ein Konvolut an neuen Effekten, Weltraumszenen und Schlachten. Doch überraschenderweise
reichte auch dies nicht, um die Emmy Nominierung für die Effekte in eine
Auszeichnung zu verwandeln. Auch für die Kostüme und den Ton-Schnitt
war jeweils nicht mehr als eine Nominierung drin. Jedoch gewann die Serie den
Saturn Award für die beste TV-Serie, während Edward James Olmos und
erneut James Callis und Katee Sackhoff für ihre Schauspielkunst nominiert
wurden.
• Battlestar Galactica“ war mit dieser zweiten Staffel konstant
gut und konnte im Vergleich zur ersten Runde sogar noch zulegen. Der Cast blieb
ebenfalls konstant. In einer tollen Nebenrolle als Admiral Caine war außerdem
noch „Star Trek“-Star Michelle Forbes zu sehen und Michael Trucco
stieß zur Stammbesetzung hinzu.
Aufgrund des stetigen Erfolges wurde die Galactica natürlich von SyFy in
ein drittes Jahr geschickt.

„Battlestar Galactica - Razor“ - (TV-Film)
Commander Lee Adama übernimmt das Kommando auf dem Kampfstern Pegasus und muss den Scherbenhaufen reparieren, den die vorangegangenen Kommandanten hinterlassen haben… …zur Filmkritik
• Als die vierte Staffel anstatt der üblichen 20 Episoden 22 Episoden
haben sollte, war die Verwunderung und Überraschung bei Zuschauern und
Fans groß. Schnell stellte sich dann heraus, dass diese zwei zusätzlichen
Episoden einen Fernsehrfilm namens „Razor“ bilden sollten, der zwar
2007 gedreht würde aber storytechnisch Ende der zweiten Staffel spielt.
• Battlestar Galactica: Razor“ wurde erstmals am 24. November 2007
auf SyFy ausgestrahlt und erntete ein Rating von verhaltenen 1,2 Millionen Zuschauern.
In Deutschland wurde der Film im Frühling von RTL 2 ausgestrahlt und wird
auch hier als DVD erhältlich sein. Die Laufzeit beträgt in den USA
c.a. 99 Minuten, in Deutschland nur 81 Minuten.
• Regie führte Félix Enríquez Alcalá, der auch
schon zuvor in vielen Staffelepisoden diese Position eingenommen hatte. Geschrieben
wurde der Film von Michael Taylor und geleitet wurde das Projekt von Ronald
D. Moore.
Die Hauptrollen besetzten Michelle Forbes und Stephanie Jacobsen. Erstere war
schon in mehreren Episoden der zweiten Staffel als Admiral Caine zu sehen. Der
restliche bekannte Cast war ebenfalls in Nebenrollen zu sehen.
• Die Geschichte spielt sich auf drei Zeitebenen ab, die uns einmal die
Zeit während des ersten Zylonen-Krieges, die Zeit unter dem Kommando von
Admiral Cain und die Gegenwart zeigen. Der Film siedelt sich zeitlich nach „Am
Scheideweg (2)“ an.

„Battlestar Galactica“ - Staffel 3
Tausende Menschen mussten auf Neu Caprica zurückgelassen werden, als die Zylonen angriffen und den Planeten besetzten. Während die Flotte monatelang einen Rettungsplan austüftelt… …zur Staffelkritik
• Bevor die dritte Staffel begann, um den spannenden Cliffhanger aus
der zweiten Season aufzulösen, veröffentlichte der Sender SyFy so
genannte Webisodes. „The Resistance“ besteht aus zehn zwei bis fünf
Minuten langen kleinen Internetepisoden, die jeweils die Ereignisse auf Neu
Caprica schildern.
• Am 6. Oktober 2006 ging es dann aber endgültig in die dritte Runde
„Battlestar Galactica“. Die Ruhe vor dem Sturm „Okkupation“
und „Am Abgrund“ verfolgten jeweils 1,8 Millionen Amerikaner, bevor
man mit dem Zweiteiler „Exodus“ ein wahres Feuerwerk an Bildgewaltigkeit
auf die Bildschirme zauberte. Für die grandiosen Bilder in allerhöchster
Kinoqualität gab es nun auch endlich den längst überfälligen
Emmy für die besten visuellen Effekte. Außerdem gab es Nominierungen
für die beste Regie, das beste Drehbuch und den besten Ton-Schnitt. Als
beste Serie und als bester Hauptdarsteller wurde Edward James Olmos erneut für
den Saturn Award nominiert.
• Quotentechnisch ging es jedoch leicht reduziert weiter: Im Schnitt sahen
noch 1,4 Millionen Menschen zu, wie die Galactica ihre Reise zur Erde fortsetzte.
In Deutschland wurde „Battlestar Galactica“ inzwischen auf einen
Sendeplatz nach 23 Uhr verbannt, wo die Serie ebenfalls nicht wirklich überzeugen
konnte.
Trotzdem war „Battlestar Galactica“ immer noch der Sci-Fi-Hit schlechthin
und weder für SyFy noch für RTL 2 verzichtbar. So ging auch die dritte
Staffel mit der Gewissheit zu Ende, dass es eine vierte Staffel geben würde.

„Battlestar Galactica“ - Staffel 4
Auf der Galactica bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Während der freigesprochene Gaius Baltar Unterkunft bei einer Frauenbewegung findet, die ihn vergöttert, entdecken Tigh, Sam, Tyrol und Tory, dass sie Zylonen sind und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen… …zur Staffelkritik
• Die Produzenten und der Sender waren sich einig, dass „Battlestar
Galactica“ zeitnah und logisch zu einem sauberen Ende geführt werden
sollte und dass dies der Serie am besten täte. So ging die Galactica am
4. April 2008 in ihre letzte Staffel, deren Auftakt von nur 1,2 Millionen Zuschauern
verfolgt wurde.
Insgesamt brachte es die vierte Season auf 1,4 Millionen US-Bürger vor
der Mattscheibe. Das Serienfinale „Daybreake (2)“ wurde jedoch von
1,7 Millionen gesehen.
• Selbiges wurde auch in den Kategorien beste Regie, beste visuelle Effekte,
bester Schnitt und bester Ton-Mix für einen Emmy Award nominiert, konnte
allerdings wieder nur einen für den besten Ton-Schnitt für sich gewinnen.
Wesentlich fairer sah es da bei den Saturn Awards aus. „Battlestar Galactica“
wurde endlich als beste Serie geehrt und Mary McDonnel und Edward James Olmos
bekamen für ihre fantastisch gespielten Hauptrollen jeweils ebenfalls einen
Award. Außerdem war Katee Sackhoff nochmals verdienterweise als beste
Nebendarstellerin nominiert.
• In Deutschland war die vierte Staffel ab dem Frühling zu sehen
und erzielte nun wieder ansehnliche Zuschauerquoten.
Das bildgewaltige und epische Serienfinale wurde von Fans hoch gelobt und bietet
einen weitestgehend vollständigen Abschluss der Serie.
• Mit der vierten Staffel endet ein moderner Science-Fiction Epos, der
so viele Elemente miteinander verbindet, dass er das Genre revolutionierte und
Millionen von Fans und Kritikern beeindruckte. Selten wurde eine Geschichte
so eindringlich erzählt, wie die des Kampfsterns Galactica.

„Battlestar Galactica - The Plan“ - (TV-Film)
Die zwei Zylonenmodelle des Typs eins, Bruder Cavil, koordinieren die Geschicke der Zylonen. Der eine versucht mittels der zylonischen Agenten an Bord der Flotte die vollständige Vernichtung der menschlichen Rasse zu koordinieren, während der andere die Widerstandszelle von Sam Anders auf Caprica infiltriert... …zur Filmkritik
•
Erzählerische Lücken die Zylonen betreffend zu schließen, schien
wichtig, um die Fans komplett mit dem Ende der Serie zu befriedigen. Mit „The
Plan“ schob man jedenfalls noch einen TV-Film nach, der erklärt,
was die Zylonen während der ersten zwei Staffeln für einen Plan verfolgten.
Ihre Aktionen wirkten in der Serie oft willkürlich und zusammenhanglos,
was nun durch diesen Film zu einer ganzen und logischen Handlung vernetzt und
komplettiert wird. Dabei gibt es einmal einen Handlungsstrang auf der Galactica
und einen in der Widerstandsgruppe von Sam Anders auf Caprica. Dabei wird bereits
hier auch schon eine Zerrissenheit innerhalb der Zylonen bemerkbar.
• „The Plan“ vermischt sowohl neu aufgenommene Szenen als
auch schon aus der Serie bekannte Sequenzen zu einer einheitlichen Story, was
sehr gut passt. Allerdings ist nur noch etwa die Hälfte des ehemaligen
Casts mit von der Partie, da andere Figuren für die Handlung nicht mehr
essentiell waren.
• Bei „The Plan“ führte kein geringerer Regie als Hauptdarsteller
Edward James Olmos, der diesen Job schon bei vielen Episoden der Serie zuvor
übernommen hatte. Geschrieben wurde die Geschichte von Jane Espenson.
Auf SyFy feierte der Film am 10. Januar 2010 Premiere und wird hierzulande auf
RTL 2 zu sehen sein.

„Caprica“ - Staffel 1
• Schon 2006 stellten Ronald D. Moore und David Eick ihre Idee für
dieses ungewöhnliche Spin-Off oder viel mehr Prequel vor, fanden damit
aber wenig Anklang. Erst durch den Autorenstreik und Veränderungen am Drehbuch
gab SyFy überraschend einen Pilotfilm zu „Caprica“ in Auftrag.
Noch vor der Ausstrahlung des selbigen erweiterte SyFy seine Bestellung auf
eine komplette Staffel mit 18 Episoden.
• Die Serie spielt etwa 58 Jahre vor den Geschehnissen in „Battlestar
Galactica“ auf der menschlichen Kolonie Caprica, wo unter anderem die
Vorfahren der Adamas eine zentrale Rolle spielen. Die Serie zeigt hier die Anfänge
der zylonischen Rasse.
• Dieses Sci-Fi Projekt gilt als sehr ambitioniert und stieß bei
Fans auf geteilte Meinung. Manche fanden die Geschichte langweilig, andere halten
„Caprica“ für eine genial erzählte und charaktertiefe
Serie.
Die Ausstrahlung begann auf SyFy am 22. Januar 2010. Die ersten neun Episoden
erzielten im Schnitt eine Reichweite von 1,3 Millionen Zuschauern, was im unteren
Quotenbereich liegt. Die letzten neun Episoden werden von SyFy im Herbst 2010
ausgestrahlt.
• Zu sehen sein werden unter anderem Eric Stoltz, Esai Morales und Alessandra
Torresani.
„Battlestar Galactica“ - Der Kinofilm (2011)
Im letzten Jahr wurde deutlich, dass Universal Pictures an einem Kinofilm zu
„Battlestar Galactica“ interessiert ist. Allerdings sollte dieser
nichts mit der Neuauflage von 2003 von Ronald D. Moore und David Eick zu tun
haben, sondern sich viel mehr auf die Originalserie aus den 70ern stützen.
Hierfür wurde Ideengeber Glen A. Larson verpflichtet, der den Film produzieren
soll. Als Regisseur konnte Bryan Singer gewonnen werden, der bereits Filme wie
„X-Men“ oder „Superman Returns“ in die Kinos brachte.
Laut Universal ist der Film für 2011 geplant. Besetzungen mit Schauspielern
aus dem Original oder gar aus dem Remake sind nicht vorgesehen. Wie genau sich
Larson und Singer die Leinwandneuauflage vorstellen, ist noch nicht bekannt.
Die Dramaturgie von „Battlestar Galactica“ – Zwischen Lügen, Liebe, Mord und Intrigen…
„Battlestar Galactica“ richtet sich klar an ein erwachsenes Publikum. Nicht nur wegen etwaiger Sex- und Gewaltszenen, sondern viel mehr wegen seiner komplexen Handlungsstruktur und den vielschichtigen Interaktionen der Charaktere untereinander.

„Battlestar Galactica“ bietet neben Action und großen Weltraumaufnahmen auch intelligente Handlungsstränge und beschäftigt sich unter anderem auch mit Politik und Religion. Besonderes Merkmal der Serie ist vor allem ihr großer Realismus in den Protagonisten. „Battlestar Galactica“ beschäftigt sich unglaublich tiefgehend mit der menschlichen Psyche und was diese in den in „Battlestar Galactica“ gezeigten Situationen wegstecken muss. Der Verlauf, den die Charaktere dabei nehmen, ist extrem realistisch und nachvollziehbar. Jede Figur reagiert auf die unterschiedlichen Stressfaktoren anders und zeigt dem Zuschauer sehr viele Facetten des menschlichen Verhaltens. So wirft „Battlestar Galactica“ auch durchaus moralische Fragen auf, maßt sich aber nicht an, diese großspurig zu lösen, da es in der Flotte nun mal keinen Moralapostel gibt. Unter anderem wird gezeigt, wie eine Gefangene beinahe von einem Offizier vergewaltigt wird, bevor zwei andere Offiziere einschreiten. In einer anderen Situation wird eine Zylonin gefoltert und ausgehungert. Beide Fälle sind aus der Mitte der zweiten Staffel, in der sich „Battlestar Galactica“ eindringlich mit solchen Thematiken befasste und zeigte, zu was Menschen im Stande sind – sowohl im Positiven wie auch im Negativen. Dies spiegelt auch ein gewisses Gespür für das aktuelle Weltgeschehen wieder.

Auch die politischen Elemente der Serie sind faszinierend gestrickt. So geht
es mehrfach um die Definition von Demokratie und die Interaktion mit dem Militär.
Die Figur der Präsidentin Laura Roslin ist hier der Dreh- und Angelpunkt.
In der Tat ist es Ansichtssache, ob die in „Battlestar Galactica“
gezeigte Regierung jemals nach den heutigen Maßstäben demokratisch
war. So verhängte Saul Tigh zum einen vorübergehend das Kriegsrecht,
Roslin schränkte mehrmals die Pressefreiheit ein und Admiral Adama stand
kurz vor einem Putsch gegen Admiral Caine. Auch die Schreckensherrschaft auf
Neu Caprica behandelt die verschiedenen Gesichter, die eine Demokratie haben
kann.
Den harten Kontrast zur Politik stellt in „Battlestar Galactica“
die Religion dar. Diese erinnert oft an die griechische Mythologie. Die Bewohner
der Zwölf Kolonien glaubten nicht an einen Gott, sondern an viele verschiedenen
Gottheiten. Die „Heiligen Schriften“ lassen sich hingegen als ein
Gegenstück zur Bibel interpretieren. Im Gegensatz zu den Menschen glauben
die Zylonen an einen wahren Gott. Nicht nur in der Politik sondern auch in der
Religion werden vor diesem Hintergrund auch immer wieder Fragen der Moral und
Ethik aufgeworfen. „Wie weit darf man gehen, um seine Ansichten zu verfechten?“
ist eine Frage, die sich beide Seiten immer wieder stellen.
Großartige Bilder gepaart mit sehr viel Action und einer intelligenten
Handlung: „Battlestar Galactica“ schafft den Spagat zwischen unterhaltsamer
Science-Fiction Serie und der Behandlung heikler, gesellschaftsrelevanter Themen.
In nur vier Staffeln gelang es der Serie dabei, eine eigene Welt aufzubauen
und damit auch Vorlagen für weitere Spin-Offs zu bieten. So ist es „Battlestar
Galactica“ gelungen sehr viel mehr zu sein als „nur“ Science-Fiction.
Ein Erlebnis – Die visuellen Effekte
Für die innovativen Kameraperspektiven, die hochwertigen CGIs, die Weltraumschlachten und die Bildgewaltigkeit ist „Battlestar Galactica“ an allererster Stelle bekannt geworden. Verantwortlich für dieses Stilmittel ist Computer-Effekte Veteran Gary Hutzel, der u.a. bereits bei „Star Trek: The next Generation“ und „Star Trek: Deep Space Nine“ arbeitete und dort auch schon mit dem Emmy ausgezeichnet wurde.

Das Besondere bei den visuellen Effekten bei „Battlestar Galactica“
ist zum einen ihre hohe Qualität und zum anderen die spezielle Wackeloptik
in der Kameraführung. Gerade Letztere fand in dieser Form so in einem Serienformat
vorher keinen Einzug.
Das Prägnante dabei ist, dass die Perspektive mehrmals während einer
Szene geändert wird, indem man zum Beispiel die Einstellung an das Objekt
heranführt oder den Fokus abrupt vergrößert. Vor allem in Gefechten
wurde immer wieder mit diesem Stilmittel gearbeitet, um den Zuschauer näher
ans Geschehen zu bringen und ihm das Gefühl zu geben, mitten drin zu sein.
Sehr schön ist dies in „Exodus (2)“ zu beobachten, wo zum Beispiel
die Raketen der „Pegasus“ in ein zylonisches Basisschiff einschlagen.
Genau in diesem Augeblick beginnt die Kamera zu wackeln und zu erzittern, was
dem Zuschauer einen stärkeren Eindruck des Gezeigten vermittelt. Gerade
solche Szenen machen bei den visuellen Effekten auch den größten
Kostenanteil aus. Auch beliebt bei Hutzel sind lange Kamerafahrten durch ein
Kampfgebiet oder die Flotte allgemein.

Die andere herausragende Eigenschaft der Effekte ist ihre hohe Qualität.
Die erstellten Objekte wirken immer absolut echt und man sieht ihnen kaum an,
dass sie aus dem Computer stammen.
Genau diese Qualität ist für TV-Serien nicht selbstverständlich,
da sie ebenfalls kostenintensiv ist und bis dahin fast nur dem Kino vorbehalten
war. Trotz der großen Dichte an Effekten und ihrer herausragenden Qualität
wurde die Serie bei fünf Nominierungen nur einmal für die Episode
„Exodus“ mit einem Emmy für die besten visuellen Effekte geehrt.
„Battlestar Galactica“ setzte visuell neue Maßstäbe und präsentierte innovative Perspektiven und Stielmöglichkeiten Science-Fiction lebendiger zu gestalten. Die Qualität dieser Arbeit ist bis heute im Serien-Genre unerreicht.
Die Galactica - CIC, Krankenstation, Hangardeck und mehr

Der Kampfstern Galactica der Kampfsterngruppe 75, ist der berühmteste Kampfstern der Kolonialflotte, stammt noch aus Kriegszeiten und hat als einziger Kampfstern kein vernetztes Computersystem.
Die Galactica verfügt über einen FTL Antrieb sowie insgesamt 40 Manövriertriebwerke.
Das Schiff beherbergt eine Besetzung von etwa 2800 Männern und Frauen.
Für den Kampfeinsatz ist sie mit Haupt- und Nahverteidigungsgeschützen,
konventionellen Raketen, Nuklearraketen, Vipern und Raptoren ausgestattet und
besitzt so eine beachtliche Feuerkraft. Das Schiff besitzt zwei einziehbare
Hangardecks, von denen aber nur eines in Betrieb ist – das andere wurde
zum Museum umgebaut. Das Deck dient zur Landung von Vipern, Raptoren oder anderen
Schiffen. Unter den Decks befinden sich die Abschussröhren, die die Viper
mit Magnetkatapulten schnell und effektiv aus dem Schiff schießen. Hinter
diesen Röhren befindet sich der Wartungsbereich, in dem Rund um die Uhr
gearbeitet wird. Damit dient die Galactica hauptsächlich als Trägerschiff,
kann aber auch aktiv im Kampf eingesetzt werden und ist dafür ausgerüstet,
ihrer Viper Kampfgruppe schweres Deckungsfeuer zu leisten.
Einige Decks höher befindet sich die Krankenstation, in der von kleinen
Wunden bis hin zu großen Operationen alles behandelt werden kann. In der
vorderen Sektion befindet sich ein Aussichtsdeck. Weitere wichtige Sektionen
sind die Mannschaftsquartiere, die Brig oder die Waffenkammern. An oberster
Stelle befindet sich das CIC („Combat Information Center“), in dem
alle Informationen zusammenlaufen und das ganze Schiff kontrolliert und befehligt
werden kann.
Bear McCreary - Innovative Klänge und geladene Soundtracks

Bear McCreary gilt in Fachkreisen als innovativster Fernsehkomponist der letzten
Jahre und wird schon von vielen Fachzeitschriften als größter Filmkomponist
der nächsten Jahrzehnte gehandelt. Und in der Tat ist Bear McCrearys Arbeit
eine ganz besondere. Während er zur Mini-Serie noch mit Richard Gibbs zusammen
arbeitete, schrieb er die Musik der vier Serienstaffeln und der zwei TV-Filme
sowie des Spin-Offs „Caprica“ alleine.
Nachdem seine Arbeit bei „Battlestar Galactica“ für Aufsehen
gesorgt und zu großer Bewunderung geführt hatte, arbeitete McCreary
unter anderem auch für die Serien „Terminator: S.C.C.“ oder „Eureka“.
Wie alles in der Serie ist auch die Musik sehr speziell und entwickelte sich
rasch zu einem der wichtigsten stilistischen Mittel. Ohne die Serie zu kennen
wirkt ihre Musik leicht befremdlich, passt aber in Verbindung zu den Bildern
perfekt und prägt diese auch in einer Art und Weise, wie es selten vorher
der Fall war. Ob Taiko-Trommeln, Biwa, Violine, Piano, 60-er-Folk-Songs oder
ätherischer Gesang – McCreary traute sich an die gewagtesten Kombinationen
und erschuf geladene wie emotionale Soundtracks.
Kleine und große musikalische Einlagen gab es zudem von folgenden Darstellern:
Grace Park (in "Six Degrees of Separation"), Kandyse McClure ("Funeral
Pyre"), James Callis und Tricia Helfer (in "Taking a Break from All
Your Worries") und Alessandro Juliani ("Gaeta's Lament" und "Caprica
Operatica").
Das Prägnanteste an Bears Arbeit dürften die Trommeln sein, die er immer
wieder vor allem in Gefechtssituationen perfekt in Szene setzt. Das wohl genialste
seiner Stücke ist „Storming New Caprica“ zur Episoden „Exodus“,
welches über sieben Minuten lang ohne Pause Schlagzeug und Trommeln mit ein
wenig Dudelsack und weiteren Instrumenten verbindet. Gerade dank solcher fantastischen
Soundtracks geht die Spannungskurve in vielen Momenten der Serie scharf nach oben
und sorgt immer für einen schnellen Herzschlag – sowohl beim Zuschauer,
als auch in der Serie.
Zu weiteren exzellenten Stücken gehören außerdem „Kara remembers“,
„Admiral and Commander“, „Roslin and Adama“, „Resurrection
Hub“, „The Signal“, „Precipice“ oder „The
Plan End Credits“. Dabei ist auffällig, dass Bear seine Stücke
oft in abgewandelter Form mehrmals für ähnliche Momente benutzt, wodurch
eine große Kontinuität erreicht wird.
Auch das Intro gestaltet sich speziell. Während es zu Beginn jeder Episode
eine immer gleiche Einführung in die Thematik der Serie gibt, läuft
dann der Vorspann, bevor das Intro einsetzt. Die erste Phase besteht aus ruhigen
Szenen aus der Miniserie begleitet mit ruhigen Klängen und einer sanften
Frauenstimme, einer Vertonung des Gayatri-Mantras. Plötzlich setzt dann
ein wildes Trommeln ein, in dem mehrere prägnante Szenen der folgenden
Episode in schneller Abfolge gezeigt werden und dazu dienen, den Zuschauer noch
einmal neugierig zu machen.
Auch in Verbindung mit den Charakteren gab sich McCreary große Mühe.
Seine Musik ist für alle so emotionalen Charaktermomente unerlässlich.
Ohne sie würde das ganze Konzept niemals so aufgehen, wie vorgesehen. So
haben viele Figuren ihre „eignen“ Stücke. Zum Beispiel ist das
Stück „Roslin and Adama“ lediglich für besonders rührende
Szenen zwischen diesen beiden Figuren geschrieben, und zieht sich durch die ganze
Serie.
Es gab selten einen Fernsehrkomponisten, der so hoch gelobt wurde und innovativ
ist wie Bear McCreary. Er trägt einen sehr großen Anteil daran, dass
„Battlestar Galactica“ so aufregend ist, wie es ist. Ohne ihn wäre
die Serie um eines seiner wichtigsten Mittel beraubt. McCreary hat sich bei „Battlestar
Galactica“ an neuen Stoff gewagt und ihn mit sehr viel Gefühl und Scharfsinn
umgesetzt, was die „Battlestar Galactica“ Soundtracks zu den besten
aus Film und Fernsehen macht und McCreary wahrscheinlich zu einer großen
Karriere als Filmkomponist verholfen haben.
Die Soundtracks zu allen vier Staffeln „Battlestar Galacticas“, den
zwei TV-Filmen „Razor“ und The Plan“ sowie des Spin-Offs „Caprica“
sind auf CD und als Downloads erhältlich und bei Fans und Kennern sehr beliebt.
DVD-Verfügbarkeit von „Battlestar Galactica“
Alle vier Staffeln der Serie sind überall im Handel als Halbstaffelboxen
erhältlich. Die Mini-Serie ist in Deutschland als TV-Film erhältlich,
der noch den Titel „Kampfstern Galactica“ trägt.
Ebenso ist der TV-Film „Battlestar Galactica: Razor“ schon verfügbar.
Der TV-Film „Battlestar Galactica: The Plan“ sowie das Spin-Off
„Caprica“ und die „Battlestar Galactica“ Komplett-Box
sind lediglich in den USA erhältlich, werden im Laufe des Jahres aber auch
in Deutschland erscheinen.
Alle Soundtracks der Serie gibt es auf CD in ausgewählten Läden oder
im Internet zu kaufen.
„Battlestar Galactica“ - Revolution des Sci-Fi Genres?
Egal aus welchem Blickwinkel man es betrachtet – “Battlestar Galactica”
hat nicht nur das Science-Fiction Genre, sondern eben so das Serienformat allgemein
revolutioniert. Das Format gehört zu DEN Serien des neuen Jahrtausends,
welche dem „Format Serie“ ganz neue Qualität und neue Maßstäbe
durch die neuartige Machart gaben. Sie befindet sich damit in guter Gesellschaft
zu „Kollegen“ wie „Emergency Room“, „24“
oder „Lost“.
Visuell brachte die Serie natürlich insbesondere für das Sci-Fi Gerne
eine kleine Revolution und zeigte CGIs, die es so im Fernsehen noch nie zu sehen
gab. Ebenso ungewöhnlich war die extrem dramatische und dunkle Grundstimmung
für eine Serie dieses Genres. War man von Franchise Projekten wie „Star
Trek“, „Star Wars“ oder „Stargate“ eher sanftere
Töne gewöhnt, ging es in „Battlestar Galactica“ hart,
schmutzig und sehr realitätsnah zur Sache.
Aber auch abgesehen vom Genre-Schubladendenken setzte die Serie definitiv Maßstäbe
und hinterließ auch in Bezug auf die Konkurrenz ihre Duftnote. Nicht nur
die technische Machart war überragend, auch die Handlungen, die tiefgründige
Storyline und die extrem gut geschriebenen Figuren und ihre noch besseren Schauspieler
waren einzigartig.
Wann findet eine Revolution in Unterhaltungsmedien statt? Erst dann, wenn etwas
das Medium neu definiert! Und genau das schaffte „Battlestar Galactica“
mit seinem innovativen Konzept. Es fand Mittel und Wege, den Zuschauer noch
mehr und anderweitig in seinen Bann zu ziehen und ganz neue Geschichten zu erzählen.
„Battlestar Galactica“ - Eine Erfolgsgeschichte
Erfolg war „Battlestar Galactica“ stets vergönnt. Dass die
Serie dabei kategorisch von den Emmy Awards quasi ausgeschlossen wurde, stört
bei dieser fantastischen Gesamtleistung dann auch nicht mehr, da „Battlestar
Galactica“ sowieso in einer eigenen Liga spielt. Die Zuschauer liebten
die Serie so sehr wie ihre Kritiker. In „nur“ vier Staffeln konnte
sich die Serie eine Base mit Millionen von begeisterten Fans auf der ganzen
Welt aufbauen.
Nun gibt es sogar schon das erste Spin-Off zu sehen und, angetrieben durch den
Zuspruch des Remakes, wird nun sogar ein Kinofilm gedreht. Auch wenn die Geschichte
um Admiral Adama und Laura Roslin erzählt ist geht das Abenteuer dennoch
weiter.
Ronald D. Moore und David Eick sind zu dieser Leistung nur zu beglückwünschen.
Es steht wohl außer Frage, dass man in Zukunft noch einiges von den beiden
wird sehen können.
Bei all der Begeisterung und der Lobhudelei von Fans und Kritikern ist „Battlestar
Galactica“ jedoch auch immer ein Stück weit Geschmackssache geblieben.
Für alle Fans jedoch geht nun eine Reise zu Ende, die immer endlos schien.
Sascha Koch
Moviesection.de
© Bildmaterial: Universal Pictures, © Text: Sascha Koch, Moviesection.de