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Das Kinojahr 2007 - Unser Rückblick

"Von Spinnen, Ratten und seltsamen Piraten..."

Moviesection blickt auf das Kinojahr 2007 zurück.

Natürlich war uns allen schon 2006 klar, das das Kinojahr 2007 wieder einmal das Jahr der Fortsetzungen werden würde. Doch gerade die Sequels waren es, die unsere Redaktion begeistern konnte. Allerdings waren auch echte Enttäuschungen darunter, an die man 2006 wohl noch glücklich dachte.

"Rocky Balboa" wurde nicht so schlecht, wie befürchtet, dafür entpuppte sich "Pans Labyrinth" als Kriegsdrama - Verprochen war ein Fantasystreifen. Nachdem "300" beinahe alle Männer glücklich machte, spaltete "Spider-Man 3" die Nation. Die einen sagten, er sei zu lang, die nächsten zu verworren, die dritten "GROßARTIG!" und die vierten: "Ging so!". Bei uns kam dieser Streifen gut an.
Bei "Fluch der Karibik 3" waren sich dann wieder viele einig. Der Blockbuster wurde der schlechteste Film der Reihe und für uns eine echte Kino-Enttäuschung. Dafür - wer hätte das gedacht? - konnte Bruce Willis in "Stirb langsam 4.0" vollkommen überzeugen und uns einen echten Kinohit ins Kino bringen.

Natürlich durfte 2007 "Harry Potter" nicht fehlen. "Harry Potter und der Orden des Phönix" stellte die meisten seiner Fans zufrieden und lässt auf den sechsten Teil hoffen, der 2008 die Leinwände stürmt.
Nachdem auch "Die Simpsons - Der Film" erfolgreich ins Kino kam, befriedigte auch "Das Bourne Ultimatum" seine Fans und bildete einen würdigen Abschluss der Reihe.

Mit "Zimmer 1408" durfte auch endlich wieder eine Stephen King-Verfilmung ran und "Wächter des Tages" (Oho, wieder eine Fortsetzung) begeisterte unsere Redakteurin Kathrin.

Ebenfalls ein Highlight 2007 war der PIXAR Film "Ratatouille", der wieder den besten Beweis für die Qualität dieser Produktionsstätte lieferte. Dagegen war "Lissi und der wilde Kaiser" die reinste Enttäuschung und viel bei den meisten Redaktionen und beim Publikum durch.

Ende des Jahres musste "Der goldene Kompass" zeigen, was er konnte und durfte Fans der Buchreihe vollauf begeistern. Jene, die das Buch nicht gelesen haben, werden es vermutlich schwer haben, sich von diesem Fantasyfilm begeistern zu lasse



Von gut bis schlecht...

Wie in jedem Kinojahr, in dem wir Euch über die startenden Filme berichten, gibt es gute, aber natürlich auch wirklich schlechte Filme, die es auf unsere Leinwände geschafft haben. Auf dem unten stehenden Diagram könnt Ihr unter anderem ablesen, wieviele Filme mit zum Beispiel "Vergessen - Absoluter Müll!", also 1/5 Punkten und wieviele mit 5/5, also "Genial!" bewertet wurden. Es wird ersichtlich, das die meist die Bewertung 4/5 Punkten abgegeben wurde. Es war also ein insgesamt gesehen "sehenswertes Kinojahr" für Moviesection.de
























Unsere Favoriten im Kinojahr 2007
Unsere Redaktion hat entschieden! Mit der sogenannten "Sonderwertung", also 6/5 Punkten, hat jeder Redakteur, jede Redakteurin die Möglichkeit einen Film zu adeln und ihn somit aus der Maße herausstechen zu lassen.

Für Kathrin waren dieses Jahr zwei Filme die besten, mit denen sie wohl im Vorfeld nicht gerechnet hatte. Über den deutschen "Liebesleben" schrieb sie: "Diese aufwühlende Geschichte, gepaart mit dem intensiven Spiel der Hauptdarsteller und den wunderschönen Aufnahmen, ergibt ein wahres Bonbon unter den deutschen Filmen, das man nicht verpassen sollte."
Zum anderen sah Kathrin 2007 die Handball-Dokumentation "Projekt Gold - Eine deutsche Handball WM" und schrieb in ihrer Kritik: "Bereits nach den ersten paar Szenen fiebert und fühlt man mit der Mannschaft mit und ist von Sekunde zu Sekunde begeisterter von dem Zusammenhalt und dem enormen Teamgeist der Sportler. Hier wurden einfach tolle Bilder eingefangen, die den Zuschauer mitten in das Geschehen hinein katapultieren und ihn da erst wieder herauslassen, wenn der Film zu Ende ist. Einfach großartig! Am Schluss bleibt die Frage: Warum eigentlich immer nur Fußball, wenn man doch auch Handball haben kann?"

Für unsere Redakteurin Melli bedeuteten gleich 3 Filme absolute Highlights in ihrem Kinoleben. Über den OSCAR-nominierten "Flags of our Fathers" schrieb sie: "Mit viel Liebe zum Detail hat Eastwood die historischen Ereignisse wieder zum Leben erweckt und Fiktion und Fakten glaubhaft verschmolzen. Harte Gewaltszenen haben dabei genauso ihren Platz, wie Sequenzen, die das Trauma der Soldaten verdeutlichen. Publikumsheischenden Patriotismus sucht man hier ebenso vergebens, wie den moralischen Zeigefinger. Clint Eastwood hat mit „Flags of Our Fathers“ eine zeitlose Mahnung geschaffen, die mit dem Schwesterfilm „Letters from Iwo Jima“ ihre Ergänzung findet."
Über den Schwesternfilm, "Letters from Iwo Jima" war Melli ähnlich begeistert und schrieb in ihrer Kritik: "„Letters from Iwo Jima“ ist weniger Gefechtsfilm als „Flags of Our Fathers“ und verzichtet in seiner Erzählweise weitestgehend auf zeitliche Sprünge. Dennoch wird die Tragik dieser von Beginn an zum scheitern verurteilten Mission mehr als deutlich. Krieg ist in jedem Fall und für jede Seite immer die schlechteste aller Optionen."
Doch nicht nur Anti-Kriegsfilme waren es, die Melli begeisterten. Über den französischen "2 Tage Paris" waren ebenfalls Lobeshymnen zu vernehmen: "„2 Tage Paris“ – Ein Trip durch die Stadt der Liebe, zwei Kulturen und eine eher neurotische französische Familie. Selten konnte man über kulturelle Unterschiede so herzhaft lachen und Beziehungsprobleme so gut nachempfinden wie hier."

Für Steffi & Tom bestehen die besten Filme 2007 aus ebenfalls dreien. Das deutsche Drama "Vier Minuten" gehörte wohl zu den eindrucksvollsten deutschen Filmen und wurde mit folgenden Sätzen geadelt: "„Vier Minuten“ ist ein Drama aus Deutschland, auf das wir furchtbar stolz sein dürfen. Vor Regisseur und Drehbuchautor Chris Kraus lässt sich hier nur der Hut ziehen. Wer es schafft, eine so komplexe Geschichte derart detailverliebt und kunstvoll zu erzählen, darf sich von nun an „Meister seines Fachs“ nennen."
Film Nummer 2 auf dem Treppchen ist das amerikanische Drama "Von Löwen und Lämmern", das von Robert Redford inszeniert wurde und mit folgenden Worten abschnitt: "„Von Löwen und Lämmern“: Hinter diesem schon genialen Titel verbirgt sich ein großartig erzählter und in allen Belangen überzeugender Film, der das Unrecht an sich und die Sinnlosigkeit des Krieges anprangert und ganz nebenbei hervorragende Schauspieler in absolut passenden Rollen zeigt. Ganz klar ein Herbsthighlight."
Abschließend war es das Drama "Der Klang des Herzens", der Steffi & Tom begeisterte. Hierzu wurde von Melli geschrieben: "„Der Klang des Herzens“ hält was sein Name verspricht: Dieser Film trifft voll ins Herz. Selten wurden die großen Themen Hoffnung, Liebe und Verlust berührender inszeniert. Begleitet von wundervoller Musik erlebt man an der Seite eines erneut überzeugenden Freddie Highmore eine Geschichte, die märchenhaft anmutet und daher zur Weihnachtszeit genau richtig kommt."

Die Enttäuschungen des Kinojahres 2007 (oder: Auf folgende Filme unsere Redakteure bitte nicht ansprechen!)
Mit den schlechten Filmen möchten wir uns ungern lange beschäftigen, schließlich mussten wir sie schon im Kino ertragen. Folgende Filme wurden von unseren Redakteuren mit 1/5 Punkten bewertet:

Kathrin hat 2007 große Erfahrungen mit schlechten Filmen gemacht. Den ersten, schlechten Film, hat sie gemeinsam mit Steffi gesehen und schrieb über "Norbit" anschließend: "Wer Eddie Murphy mag, wird eventuell in ihm und seinen schauspielerischen Leistungen einen filmischen Höhepunkt entdecken, doch alle anderen werden an dieser Stelle noch lange nach einem solchen suchen können; wahrscheinlich vergebens!"
Wo "Norbit" noch einigermaßen gut wegkam, wurde "Tell" vernichtet. "Es ist eine Schande, ja geradezu eine der größten des deutschen Kinojahres 2007, dass es „Tell“ überhaupt bis auf unsere Leinwände geschafft hat. Die Filmstiftung NWR hat diesen Streifen mit 900.000€ unterstützt. Besinnen wir uns doch mal kurz und denken darüber nach, was man mit diesem Geld sonst noch so hätte machen können: Spenden – egal an wen, es wäre überall besser aufgehoben gewesen. Oder verschenken – zum Beispiel an die Macher, als kleiner Bestechungsversuch, der sie davon abhält diesen Film überhaupt zu produzieren. Sie merken schon, es hätte den einen oder anderen Weg gegeben, um die Produktion dieser absolut überflüssigen und komplett sinnfreien „Komödie“ zu verhindern. Zählt man die Gags zusammen, die hier wirklich zünden, dann würde man von einer maßlosen Übertreibung sprechen, wenn man behaupten würde, es wäre eine Handvoll. Vielleicht sind es ein (oder zwei) und selbst diese sind so oberflächlich, dass man sich schon beinahe dafür schämt über sie zu lachen. Je länger das ganze Desaster dann geht, desto unausstehlicher werden auch die Schauspieler, die sich in Sachen „komplett hirnlose Darstellung eines Charakters“ scheinbar allesamt selbst übertrumpfen wollen. Nein, so nicht. Pfui!"

Für Melli gestaltete sich "Der eisige Tod" als echte Geduldsprobe: "Horrofilm-Hasefüsse aufgepasst. Hier kommt ein Genre-Vertreter, den ihr euch bedenkenlos ansehen könnt. Das gruseligste an „Der eisige Tod“ ist nämlich die schlechte Machart der Schockeffekte. Auch der geplante doppelte Nervenkitzel (vermeintlicher Psychopath im Auto, fiese Geister draußen) geht im Schneegestöber unter, denn Ashton Holmes hat die Ausstrahlung eines Teddy Plüschohr: süß und niedlich, aber nicht im Mindesten gefährlich. Hauptdarstellerin Emily Blunt versucht zwar ihr Möglichstes, dennoch kann auch sie nicht über die vorhersehbare Story und die handwerklichen Schnitzer hinweghelfen."



Tom hat es mit Steffi dann noch einmal wirklich hart getroffen, als sie sich gemeinsam den Film "The Messengers" antaten: "„Der Nummer 1 Hit aus Amerika!“ Bitte? Das kann wirklich nur ein Druckfehler und ein schlechter Scherz sein.
“The Messengers“ ist von vorn bis hinten Horror-Müll vom Allerfeinsten. „Die Vögel“ meets „Shining“ meets „The Grudge“. Es ist einfach nur unfassbar, wie dreist und unverschämt die Macher hier von bekannten (und weitaus besseren) Horrorfilmen klauen. Doch damit nicht genug (man kann ja auch „gut stehlen“): Die Schauspieler sind eine Katastrophe: Penelope Ann Miller spielt auf Soap-Niveau (und das ist noch freundlich ausgedrückt), Dylan McDermott ist belanglos und die Präsenz von John Corbett ist nur als erschreckend zu bezeichnen. Was hat er hier verloren? Bekommt der Gute nichts Besseres mehr? Der einzige Lichtblick, aus Schauspielersicht, ist Hauptdarstellerin Kristen Stewart. Zumindest sie schafft es authentisch Angst, Verzweiflung und Panik darzustellen – allerdings wirklich nur sie!
Die Effekte, die nur als billig und lächerlich zu bezeichnen sind, verdienen nicht größerer Aufmerksamkeit und auch die Story ist hanebüchen. Irgendwann kommt der Punkt während des Kinobesuchs (von dem wir Euch tunlichst abraten!) da schwenkt die Stimmung im Saal um von Horror-Schock-Momenten in „Ich lach mich tot“. Das würde jedem Horror-Streifen das Genick brechen. Was dann auch der Fall ist. „The Messengers“ ist wahrhaft totaler Schrott und gehört nicht ins Kino, denn eine Leinwand hat dieser Film garantiert nicht verdient."


Ausblick 2008
Auch 2008 werden wir für Euch ins Kino gehen, soviel steht fest. Und auch die Produktionsstätten in aller Welt haben sich wieder zum Ziel gesetzt, viele von Euch in ihre Filme zu locken.

Vielleicht wird es ihnen gelingen, mit Filmen, wie "I am Legend", oder der Romanverfilmung "P.S. Ich liebe Dich"? Nicholas Cage wird mit "Das Vermächtnis des geheimen Buches" auf unsere Leinwände zurückkehren und auch Julia Roberts kommt endlich wieder auf die große Leinwand. Im Februar wird sie an der Seite von Tom Hanks in "Der Krieg des Charlie Wilson" zu sehen sein.

Ein Highlight wird hoffentlich auch der von Tim Burton inszenierte Film "Sweeney Todd" mit Johnny Depp werden - und auch ein weiterer "Saw"-Teil steht ins Haus, liebe Horrorfans.
"Tintenherz", "Iron Man", "Indiana Jones 4", "Sex and the City", ein weiterer "Akte X"-Streifen und natürlich der neue "Batman - The Dark Knight" werden Filmfans auf der ganzen Welt wieder in die Lichtspielhäuser ziehen.

Wir freuen uns auf ein neues Kinojahr mit Euch und wünschen Euch einen genial guten Start ins Neue Jahr 2008.

Eurer
Moviesection.de-Team