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Special
Das Kinojahr 2008 - Unser Rückblick
"Das Ledger-Jahr"
Moviesection blickt auf das Kinojahr 2008 zurück.
Das neue Jahr war gerade einmal 22 Tage alt, da wurden Filmfans auf der ganzen Welt bereits schwer getroffen. Als Heath Ledger in New York an einer Überdosis Schlaftabletten starb, brach nicht nur für seine vielen Fans auf dem ganzen Erdball eine Welt zusammen, sondern auf für jene, die den Mimen für seine vielen verschiedenen Darstellungen respektierten. Kaum im neuen Filmjahr, verstand man auch schon die Welt nicht mehr. Der nur 28 Jahre alt gewordene Schauspieler wird uns fehlen.
Im Januar heizte uns „I am Legend“ mit Will Smith ein und unterhielt viele, viele Fans auf der ganzen Welt überzeugend – auch unsere Besucher fanden den Zombie-Weltuntergangs-Streifen sehenswert. Nur eine Woche später spaltete „P.S. – Ich liebe Dich“ die Nation. Bücherfans wurden überwiegend enttäuscht, jene, die von dem Bestseller noch nie auch nur gehört hatten, verließen begeistert den Kinosaal. Und auch Nicolas Cage durfte seine Fans mit „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ beglücken, während Jack Nicholson und Morgan Freeman in „Das Beste kommt zum Schluss“ begeisterten.
Im Februar kehrte erneut die Superstarkonstellation Julia Roberts & Tom
Hanks auf die Leinwände zurück und konnte mit "Der
Krieg des Charlie Wilson" einen glaubhaften Film abliefern.
Und auch Horrorfans wurden mit „Saw
IV“ ruhig gestellt.
Nach „John
Rambo“, der von Publikum, als auch von Kritikern erstaunlicherweise
nicht verrissen wurde, kehrte das Gespann Tim Burton und Johnny Depp mit „Sweeney
Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street“ in unsere
Lichtspielhäuer zurück. Fans werden hier besonders glücklich
gewesen sein.
Im Februar wurde „No
Country for Old Men“ zum besten Film des Jahres bei den OSCARs
gewählt und erhielt auch von uns überzeugende Wertungen.
Im März konnte „10.000
B.C.“ nicht sehr überzeugen, dafür aber „Lars
und die Frauen“ umso mehr. Auch „Die
Welle“ sorgte nicht nur für Gesprächsstoff, sondern
auch für mehr als gute Zahlen für den deutschen Film.
Weitere Höhepunkte dieses Monats ist neben „Juno“
auch der Actionstreifen „Jumper“
geworden. Und auch „Half
Nelson“ erhielt von unserer Redaktion die volle Punktzahl.
Im April 2008 war im Kino nicht sehr viel Erfolgreiches zu sehen. Von „21“ mit Kevin Spacey und „Der rote Baron“ mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, über „Street Kings“ mit Keanu Reeves bis hin zu „Ein Schatz zum Verlieben“ mit Kate Hudson konnte kein Film überragende Zahlen liefern.
Dafür holte im Mai „Iron
Man“ nicht nur Robert Downey Jr. aus der Versenkung, sondern
läutete auch die Comicverfilmungsära 2008 ein, die mit diesem ersten,
großartigen Streifen ihr begeistertes Publikum fand.
Eine Woche später fiel der neue Film der Wachowski-Brothers („Matrix“)
"Speed
Racer" beim Publikum und der Presse durchweg durch. Unsere
Redaktion bewertete den Film vollkommen positiv.
Ebenfalls hoch bewertet wurde die Sommerkomödie „Love
Vegas“ mit Ashton Kutcher und Cameron Diaz. Zwei weitere
Mai-Highlights waren die Filme „Indiana
Jones und das Königreich des Kristallschädels“
und der heiß –und lang erwartete „Sex
and the City“.
Im Juni herrschte wieder Kino-Flaute – Schade! „The Happening“ von M. Night Shyamalan ("The Sixth Sense") und mit Mark Wahlberg besetzt wurde eine herbe Enttäuschung und auch „Die Insel der Abenteuer“ mit Jodie Foster und Gerald Butler oder „Charlie Bartlett“ mit Robert Downey jr. wurden trotz positiver Kritiken nicht zu Kassenhits.
„Hancock“
wurde Will Smith’ zweiter Film 2008 und startete im Juli – erneut
erfolgreich. Ebenfalls positiv wurde die Comicverfilmung „Der
unglaubliche Hulk“ bewertet. Nichts jedoch gegen den Gute-Laune-Film
„Mamma
Mia!“ mit Meryl Streep in der Hauptrolle. Unfassbar gute
Zahlen spielte der großartige Streifen ein.
Nach einer herben Enttäuschung, die wir mit „Akte
X - Jenseits der Wahrheit“ erlebten, durfte uns „Die
Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“ erneut in
eine tolle Welt mitnehmen.
Im August kam Julia Roberts’ zweiter Film, „Zurück im Sommer“ in die internationalen Kinos. Der dritte (und hoffentlich letzte) Teil der „Mumie“ wurde von unserer Redaktion gnadenlos verrissen. So etwas wollen wir 2009 nicht noch einmal sehen! Nach der Adam-Sandler-Komödie „Leg Dich nicht mit Zohan an“ an war es endlich soweit: „The Dark Knight“ setzte zum Siegeszug an, begeisterte zahllose Fans auf der ganzen Welt und spielte Zahlen ein, die selbst am Erfolg der „Titanic“ kratzten. Unglaublich gut setzte Regisseur Christopher Nolan seine Comicverfilmung um und setzte dem verstorbenen Heath Ledger ein düsteres und schlicht einmaliges Denkmal. Nur ließ sich so der Verlust des Schauspielers noch schlechter verdauen.
Im September heizten uns Angelina Jolie und James McAvoy in „Wanted“ ein. Nach dem Ben-Stiller-Streifen „Tropic Thunder“ erhielt auch der neue PIXAR-Streifen „Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf“ Bestnoten. Ende dieses Monats startete auch „Der Baader Meinhof Komplex“, der nicht durchweg positiv bewertet wurde.
Im Oktober fand das Gespann George Clooney und Brad Pitt in
„Burn
after reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?“ leider
nicht sein Publikum, und auch „Eagle
Eye - Außer Kontrolle“ wurde wenig erfolgreich.
„Krabat“-Fans
wurden im Oktober ebenfalls nur mäßig befriedigt, als Marco Kreuzpaitners
Film startete. Der Film hat nicht der Vorlage entsprochen, was viele Fans mehr
als bedauerten.
„Hellboy
- Die goldene Armee“-Anhänger kamen jedoch voll und
ganz auf ihre Kosten und auch die Kids wurden beschenkt: „High
School Musical 3: Senior Year“ und seine Stars kamen endlich
auf die große Leinwand.
Im November spaltete „James
Bond 007 - Ein Quantum Trost“ die Nation. Die einen überschütteten
den neuen Bond mit Lobeshymnen, die anderen benutzten Worte, wie „Das
ist kein Bond mehr!“ Wer nun recht hat, ist nicht entschieden, dafür
wurde dieser Streifen mehr als erfolgreich.
Ebenfalls im November kehrte Leonardo DiCaprio an der Seite von Russell Crowe
mit „Der
Mann, der niemals lebte“ auf die deutschen Leinwände
zurück. Auch erfolgreich wurde der Speedstreifen „Death
Race“ mit Actionstar Jason Statham.
Im Dezember wurde es zuerst mit „Madagascar
2“ komisch, bevor es mit „Tintenherz“
tragisch wurde. Nicht nur, dass die Romanverfilmung mit der Vorlage wenig zu
tun hatte, auch die Fans schienen herbe enttäuscht zu sein, was aus ihrem
Buch geworden ist.
Ebenfalls in diesem Monat kam auch der neue Til-Schweiger-Film „1
½ Ritter“ in die Kinos, bevor Hugh Jackman und Nicole Kidman
zu Weihnachten mit „Australia“
die Kassen klingeln ließen.
Das deutsche Kinojahr 2008
Ein erfolgreiches deutsches Filmjahr liegt hinter uns. Mit großen Produktionen wie den Literaturverfilmungen „Die Welle“ und „Krabat“ zog der deutsche Film im vergangenen Jahr die Aufmerksamkeit im Land auf sich. Doch nicht jedes groß angekündigte Filmhighlight konnte auch entsprechend überzeugen. Oft waren es die kleinen, leisen Filme, die besonders großen Anklang fanden. Wir blicken zurück: Das deutsche Kinojahr 2008, von Januar bis Dezember, mit seinen filmischen Höhepunkten und Fehltritten.
„Ein erfolgreicher Einstieg!“ – Der Januar
Nachdem der Zeichentrickfilm „Kleiner Dodo“ in der Masse unterging, sahen wir mit „Berlin am Meer“ nach längerer Leinwandabstinenz endlich mal wieder Nachwuchsschauspieler Robert Stadlober in unseren Kinos. Zwar konnte der Mime mit dieser Darstellung nicht ganz an den Megaerfolg von „Sommersturm“ anknüpfen, liefert aber dennoch überzeugende Arbeit ab.
„DWK sind wieder da!“ – Der Februar
„Literaturverfilmung schlägt Wellen!“ – Der
März
Während „Die Welle“ von Jugendlichen mittlerweile auch in Bussen
und Zügen hitzig diskutiert wurde, durften sich die älteren Zuschauer
von der Romanverfilmung „Kirschblüten:
Hanami“ leise in den Bann ziehen lassen. Angeführt von
den zwei hervorragenden Schauspielern Elmar Wepper und Hannelore Elsner, konnte
die Tragik-Komödie auf ganzer Linie überzeugen und füllte ebenfalls
etliche Kinosäle.
„Klein aber oho!“ – Der April
„Fleisch ist mein Gemüse“ konnte, obwohl der Streifen nur in wenigen Kinos zu sehen war, dennoch von sich Reden machen. Dem Film vorausgeschickt wurden zahlreiche Lesungen des Buches, die auch „heiß“ auf die Verfilmung machen sollten – die hinterher allerdings nur wenig überzeugen konnte. Endprodukt: Zahlreiche enttäuschte Leser, die sich (mal wieder) von einer Buchverfilmung enttäuschen lassen mussten.
Dafür waren es in diesem Monat die kleinen, nur minimal beworbenen Filme, die überzeugen konnten. Sowohl Moritz Bleibtreu neben dem kurzeitig aufstrebenden Star Lady „Bitch“ Ray in „Chiko“, als auch Max Riemelt in dem Biopic „Laufe um dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“ konnten überzeugen und retteten den deutschen Filmmonat April aus dem Hinterhalt.
„Das filmische Sommerloch setzt langsam ein!“ - Der
Mai
Der Mai verlief traurig ereignislos. Filme wie „Was
am Ende zählt“ und „Ekkelins
Knecht“ versprachen zwar Gutes, liefen allerdings kaum in
einem Kino an. Der Mangel an Kopien sorgte dafür, dass vor allem Kinogänger
aus kleineren Städten, in Sachen „deutsche Filme“, weitgehend
leer ausgingen.
„Der Kommissar ist wieder da!“ – Der Juni
Auch der Juni hatte kaum einen deutschen Film im Handgepäck –
genauso genommen war es nur einer, der dafür aber umso mehr bedacht wurde.
Fans von Falco durften sich freuen, denn verkörpert von der Neuentdeckung
Manuel Rubey, wurde die Musiklegende für 109 Minuten wieder lebendig gemacht.
Der Untertitel „Verdammt, wir leben noch“
traf die Sache voll auf den Punkt und sorgte damit für Begeisterung.
„Das Sommerloch dauert an!“ - Der Juli
Ende August kam mit „Räuber Kneißl“ der zweite Film von Marcus H. Rosenmüller in diesem Jahr in unsere Lichtspielhäuser. Dieses Mal allerdings mit deutlich weniger Erfolg. Wunderten sich einige Fans im Voraus noch über die Tatsache, dass „Räuber Kneißl“ kaum beworben wurde, tat dies im Nachhinein keiner mehr. Mit „Räuber Kneißl“ setzte der Regisseur seiner bisherigen Erfolgssträhne vorerst ein Ende und ließ enttäuschte Fans im Kinosessel zurück.
„… von Sex im Seniorenalter und RAF-Terroristen !“
– der August und September
Ganz so viele Zuschauer hatte das Drama „Wolke neun“ wohl nicht, konnte sich aber dennoch mit positiver Resonanz rühmen. Etliche Kinogänger ließen sich von den zuvor angekündigten Sexszenen mit Menschen reiferen Alters nicht abschrecken und ließen sich auf die intime Kinoerfahrung, mit Garantie auf eine neuartige Perspektive, ein.
„Krabat, wo bist du?“ – Der Oktober
Weniger überraschend kam da schon die Niederlage von „Far Cry“ daher. Der viel diskutierte Regisseur Uwe Boll hat mal wieder Hand an eine PC-Spielverfilmung gelegt, die außer Hauptdarsteller Til Schweiger nur wenig Gutes mit sich brachte. Dafür konnten Filme wie „Anonyma – Eine Frau in Berlin“, „Nordwand“ und „Mein Freund aus Faro“ umso mehr überzeugen. Im Oktober stellte sich wieder einmal heraus: Weniger ist manchmal eben doch mehr.
„Große Regisseure kehren zurück!“ – Der
November
„Til Schweiger nimmt die Ruder zum Ende des Jahres mal wieder
selbst in die Hand!“ – Der Dezember
Von gut bis schlecht...
Wie auch 2007 war auch 2008 ein „sehenswertes“ Kinojahr. Die meisten Bewertungen, die unsere fleißigen Redakteure abgegeben haben, sind die 4/5 Punkte. Doch welche Wertungen wie oft in unsere Statistik einflossen, seht ihr in unserem Diagram:
Bewertet wurden 214 Kinofilme, die 297 Bewertungen erhielten.
Unsere Favoriten im Kinojahr 2008
Unsere Redaktion hat entschieden! Mit der so genannten "Sonderwertung", also 6/5 Punkten, hat jeder Redakteur/jede Redakteurin die Möglichkeit, einen Film zu adeln und ihn somit aus der Masse herausstechen zu lassen.
Für Tom gab es 2008 nur einen Film, der die Sonderwertung
verdiente: „The Dark Knight“.
Hierzu schrieb Tom: „(…)The Dark Knight“ ist die erhoffte
Fortsetzung geworden. Die Kinobesuche, bei denen man die Lust verspürt,
gleich noch mal den gerade gesehenen Film sehen zu wollen, sind selten. Der
zweite „Batman“-Streifen dieser neuen Generation ist aber einer
dieser Filme. Christopher Nolan hat nun mal ein Händchen für die Figur
und die Atmosphäre, die sie braucht, um eine glaubwürdige Vorstellung
abzuliefern. Neben dem eindrucksvollen Cast sind es auch die Effekte, die Maske
und die passende Musik, die diesen Streifen zum absoluten Highlight des Kinojahres
2008 machen.
„The Dark Knight“: Effektreiches, actiongeladenes Fledermausabenteuer,
das Fans dieser mehr als interessanten und dunklen Figur sicherlich zufrieden
stellen wird. So muss Kino sein. So muss eine Comicverfilmung umgesetzt werden
und so lässt sich ein gespanntes Publikum genau richtig unterhalten. Ein
Leinwandabenteuer der Superlative! Schlicht: Großartig.“
Für Melli gab es 2008 gleich 3 Filme, die für sie
die Sonderwertung eindeutig verdient hatten:
„Once“ beschrieb sie
mit den Worten: „(…) „Once“ ist Musik und die Musik
ist einmalig. Einmalig schön. Einmalig berührend. Einmalig wunderbar.
Spielerisch verbinden sich die Songs mit einer kleinen bitter-süßen
Liebesgeschichte, die eigentlich mehr eine zufällig, flüchtige Begegnung
ist, bei der sich die beteiligten Personen entschieden haben kurz inne zu halten
und einen Blick in das Leben des anderen zu werfen. Die Hauptdarsteller Glen
Hansard und Markéta Irglová sind zwar keine Schauspieler, dafür
Vollblutmusiker und im echten Leben ein Paar. Ein Umstand, der für die
Glaubwürdigkeiten der Charaktere sicherlich mit entscheidend war.“
Zu „Die Geschwister Savage“
schrieb sie „(…) Regisseurin und Drehbuchautorin Tamara Jenkins
lädt den Zuschauer ein den „Geschwistern Savage“ in dieser
schwierigen Situation beizustehen, sie ein Stück auf diesem Weg zu begleiten.
Jenkins tut dies mit dem nötigen Respekt für die Situation, mit einem
sehr guten Blick fürs Detail und die zwischenmenschlichen Nuancen aber
auch mit Humor und Herzlichkeit. Ihre Figuren agieren nie aufgesetzt oder überzeichnet,
sondern bieten einen hohen Wiedererkennungsfaktor.“
Und schließlich bewertete Melli „The
Dark Knight“ mit der vollen Punktzahl und schien ebenso begeistert,
wie viele andere unserer Redakteure auch.
Für Steffi war ebenfalls „The Dark Knight“ ihr Filmhighlight 2008. Außerdem bewertete sie „Im Winter ein Jahr“ mit 6/5 Punkten und schrieb: „(…)Doch nicht nur bei der Rollenbesetzung bewies Caroline Link ein sicheres Händchen. Auch die Filmmusik ist traumhaft schön und lässt doch Platz für eigene Gefühle und Interpretationen. Nie hat man das Gefühl, es wäre zu viel oder gar kitschig und vor allem der Peter Gabriel-Song ganz zum Schluss berührt zutiefst. Die Bedeutung von Bildern ist das zentrale Thema dieses Films – und vor allem Links Bildgewalt ist es, die „Im Winter ein Jahr“ ausmacht. Der Macht dieser Bilder kann man sich einfach nicht entziehen, wird mehr und mehr in die Geschichte hineingezogen. Mit „Im Winter ein Jahr“ hat Caroline Link einen Film erschaffen, der das Schicksal mehrerer gestrandeter Menschen erzählt – und am Ende doch vor allem Hoffnung macht.“
Kathrin bedachte neben „Lars
und die Frauen“ auch „Control“
mit der Sonderwertung und schrieb: „(…)Durch die schwarz-weißen
Bilder entwickelt „Control“ schnell eine ganz individuelle Atmosphäre,
die wunderbar zu dem bedrückenden, leicht melancholischen, aber auch rein
musikalisch großartig umrahmten Film passt. Vor allem Anhänger der
heutigen Indie-Rock-Bewegung werden ihre Freude mit dem tollen Beat und den
eingängigen Rhythmen von Joy Division haben. Während den zahlreichen
Musikeinlagen hat der Zuschauer auch viel Zeit für eigene Reflexionen und
braucht dadurch nur in den seltensten Fällen allumfassende Dialoge"
Die Enttäuschungen des Kinojahres 2008
(oder: Auf folgende Filme unsere Redakteure bitte nicht
ansprechen!)
Mit den schlechten Filmen möchten wir uns ungern lange beschäftigen,
schließlich mussten wir sie schon im Kino ertragen. Folgende Filme wurden
von unseren Redakteuren mit 1/5 Punkten bewertet:
Melli und Kathrin hatten 2008 keinen Film, der einen Verriss rechtfertigte – dafür Herzlichen Glückstrumpf! Tom, Steffi und Kathrin hatten leider nicht soviel Glück und mussten folgende Filme leider vollkommen untergehen lassen:
Für Tom gab es dieses Jahr nur einen Film, und der gleich zu Anfang, der reif für die Mülltonne ist: „Ich weiß, wer mich getötet hat“. Hierzu unser Redakteur: „Jeffrey Hammond, der das Drehbuch, oder die „Papiersammlung“, die es wohl gewesen sein muss, geschrieben hat, sollte so schnell nicht wieder die Möglichkeit bekommen, einem Füller auch nur zu nahe zu kommen. Die Story, wenn man sie denn als solche bezeichnen will, ist vollkommen hohl und überhaupt nicht nachvollziehbar, die Effekte grausig und übertrieben und die Darstellerleistung nicht vorhanden. Lindsay Lohan sieht krank, verbraucht und wirklich alles andere als gut aus - Müssen wir uns Sorgen machen? - Sie versteht es überhaupt nicht, ihre Rolle(n) glaubhaft zu spielen, geschweige denn sexy zu sein. Als Stripperin sieht sie einfach nur verkleidet aus. Die Grundidee von „Ich weiß, wer mich getötet hat“ ist so schlecht gar nicht. Wie sie umgesetzt wurde, jedoch völlig sinn- und logikfrei. Dazu liefern die Macher, und Mr. Hammond himself, noch wahrhaft strunzdämliche Dialoge und wirklich blöde Handlungsverläufe und fertig ist der neue Horror-Mystery-Thriller, den man abschließend - SORRY! - nur als „Gequirlte Scheiße“ bezeichnen muss.“
Für Steffi gab es neben „Ich weiß, wer mich getötet hat“ einen weiteren Tiefflieger: „Der Love Guru“ wurde mit den Worten „geadelt“: „Wer Unterhaltung auf aller unterstem Niveau sucht, der ist bei „Der Love-Guru“ genau richtig. Hier sitzt jeder Kalauer am genau richtigen Ort – nämlich unter der Gürtellinie! Hier werden Körpersäfte ausgetauscht, dass es eine wahre Freude ist und auch vor den primitivsten Witzen wird nicht Halt gemacht. Ein unglaublich bescheuert aussehender Justin Timberlake und eine einfach nur zauberhafte Jessica Alba können auch nicht retten, wo es nichts mehr zu retten gibt. Und Ben Kingsleys Auftritt lässt einen unwillkürlich zusammenzucken - was mag den großen Mimen nur dazu bewogen haben, sich für einen solchen Schund herzugeben? Hier werden in gewohnter Mike Myers-Manier Witze auf Kosten von anderen gemacht, die wirklich nicht mehr komisch sind. Selbst für Menschen mit solch einem Humor gibt es hier wenig zu lachen. Einfach nur doof.“
Für Kathrin hieß der „Don’t-Film 2008“ eindeutig „Balls of Fury“, der die Worte verdiente: „Wie schnell aus einer Komödie eine wahre Tragödie werden kann, führt uns „Balls of Fury“ eindrucksvoll vor Augen. Unlustig von der ersten bis zur letzten Szene, bleibt immer wieder die Frage offen, warum es Filme wie dieser überhaupt bis in die Kinos schaffen. Die Antwort entfernt sich bis hin zum Schluss auch immer weiter. Tatsächlich gelingt es „Balls of Fury“ nicht ein einziges Mal einen absolut treffsicheren Gag zu landen, was optimistisch gesehen auch schon wieder eine wahre Kunst für sich ist. Die Mixtur aus Hauptdarsteller Dan Fogler, den Dialogen und der Story ergibt zusammen eine erschreckend unlustige Parodie, ohne die die Kinowelt definitiv auch ausgekommen wäre. Unlustig, unoriginell, unspektakulär, „Balls of Fury“!“
Ausblick 2009
Natürlich werden wir auch 2009 für Euch die Kinobank drücken und viele, viele (hoffentlich tolle) Filme sehen und sie Euch auch ans Herz legen oder aber vor ihnen warnen. Schon jetzt zeichnen sich einige Highlights 2009 ab, auf die wir gespannt sind und/oder die erfolgreich werden könnten:
Auch 2009 wird Will Smith auf deutschen Leinwänden zu sehen sein. Gleich
im Januar wird „Sieben Leben“
starten. Ebenfalls im Januar wird die Romanverfilmung „Twilight
- Biss zum Morgengrauen“ hoffentlich ihr Publikum finden.
Kein Jahr ohne „Saw“. Im Januar kommt
Teil 5.
Ebenfalls im Januar wird sich zeigen ob Tom Cruise in „Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat“ überzeugen kann. Und auch „The Spirit“ scheint vielversprechend zu werden. Viele nennen auch jetzt schon „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Brad Pitt und Cate Blanchett den „Film des Jahres“
Im Februar wird zum einen Jim Carrey in „Der Ja-Sager“, als auch Kate Winslet in „Der Vorleser“ zu sehen sein. Im März kommt die „Watchmen - Die Wächter“, im April „Crank 2: High Voltage“ und Hugh Jackman in „X-Men Origins: Wolverine“ in die Kinos.
Im Mai wird es mit „Star Trek“ kultig, mit „Illuminati“ mysteriös und mit „Terminator - Die Erlösung“ zukunftsträchtig. Im Juni kehren die Jungs von „Fast & Furious 4“ zurück, im Juli wird es mit „Ice Age 3“ hoffentlich richtig komisch. Und auch der neue Potter steht im Juli an.
Wir hoffen auf ein aufregendes und tolles Kinojahr 2009 und wünschen all unseren Besuchern einen tollen Rutsch ins Neue Jahr und viele, viele berührende, lustige, dramatische und packende Filme!
Euer
Moviesection.de-Team