Special

James Bond - Mega-Special

Film-Übersicht


Am 06. November 2008 hatte das sehnsüchtige Warten der Fans endlich ein Ende: Dann lief in unseren Kinos der neuste Teil der James Bond-Reihe an. Das 22. Abenteuer mit dem einprägsamen "Ein Quantum Trost" wurde genauso erfolgreich, wie "Casino Royale" vor ihm. Grund genug für Moviesection.de dieser Ausnahmeerscheinung in der Filmlandschaft ein besonderes Special zu widmen.

Die Filme in der Übersicht:

1962: James Bond jagt Dr. No (Regie: Terence Young)
1963: Liebesgrüße aus Moskau (Regie: Terence Young)
1964: Goldfinger (Regie: Guy Hamilton)
1965: Feuerball (Regie: Terence Young)
1966: Man lebt nur zweimal (Regie: Lewis Gilbert)
1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (Regie: Peter Hunt)
1971: Diamantenfieber (Regie: Guy Hamilton)
1973: Leben und sterben lassen (Regie: Guy Hamilton)
1974: Der Mann mit dem goldenen Colt (Regie: Guy Hamilton)
1977: Der Spion, der mich liebte (Regie: Lewis Gilbert)
1979: Moonraker - Streng geheim (Regie: Lewis Gilbert)
1981: In tödlicher Mission (Regie: Lewis Gilbert)
1983: Octopussy (Regie: John Glen)
1985: Im Angesicht des Todes (Regie: John Glen)
1987: Der Hauch des Todes (Regie: John Glen)
1989: Lizenz zum Töten (Regie: John Glen)
1995: Goldeneye (Regie: Martin Campbell)
1997: Der Morgen stirbt nie (Regie: Roger Spottiswoode)
1999: Die Welt ist nicht genug (Regie: Michael Apted)
2002: Stirb an einem anderen Tag (Regie: Lee Tamahori)
2006: Casino Royale (Regie: Martin Campbell)
2008: Ein Quantum Trost (Regie: Martin Campbell)



Der geistige Vater


Ian Lancaster Fleming (*28.05.1908, + 12.08.1964) - Ohne ihn gäbe es den legendären Agenten mit der Lizenz zum Töten nicht. Der in London geborene Engländer ist der geistige Vater einer, wenn nicht gar der erfolgreichsten Filmreihe der Kinogeschichte. Auf seinen Büchern und Kurzgeschichten basieren die meisten Kinoabenteuer des Agenten im Auftrag Ihrer Majestät.

Fleming wurde 1908 in London geboren. Er und seine drei Brüder wurden, nach dem der Vater im ersten Weltkrieg gefallen war, von der Mutter alleine großgezogen. Er genoss eine erstklassige Ausbildung am renommierten Internat Eaton (auch die englische Königsfamilie lässt dort ihre Sprösslinge ausbilden). Hier lernte er Russisch, Französisch und auch Deutsch. An der königlichen Militärakademie Sandhurst wurde er weiter ausgebildet und studierte schließlich in Genf und München Psychologie. Nachdem 1931 seine Bewerbung beim diplomatischen Dienst nicht von Erfolg gekrönt war, versuchte er sich mit Journalismus. Vier Jahre arbeitete er für die bekannte Nachrichtenagentur Reuters. Dieser Job beachte Fleming unter anderem auch nach Moskau und beinahe zu einem Interview mit Stalin in den Kremel. Obwohl der Engländer als Journalist Erfolg hatte, wechselte er aus finanziellen Gründen in den Wertpapierhandel. Hier arbeitete er bis zu seiner Einberufung im Jahr 1939. Schon während seiner Zeit bei Reuters hatte Ian Fleming mit Spionagegeschichte zu tun. Doch als Assistent des Konteradmiral John H. Godfrey, Chef des Marinegeheimdienstes, und auch während seines weiteren Einsatzes im zweiten Weltkrieg gewann er tiefe Einblicke in die Welt der Spionage, die er später in seinen James Bond-Büchern verarbeitete. Als Commander war Ian Fleming zudem selbst für diverse Geheimoperationen hinter den feindlichen Angriffslinien verantwortlich und machte sich damit einen Namen.

Nach Kriegsende kehrte Ian Fleming nach England zurück, lebte aber auch zeitweilig auf seinem Anwesen in Jamaika. Beruflich nahm er seine Journalismuskarriere wieder auf und leitete die Auslandsabteilung des Zeitungskonzerns Kemsley. 1952 heiratete Ian Fleming Anne Geraldine Rothermere. Ihr Sohn Casper wurde am 12. 08.1952 geboren. 1953 erschien der erste James Bond Roman „Casino Royale“ kurz nachdem Fleming das Manuskript beim Verlag eingereicht hatte. 1957 wollte der Autor mit dem vierten Abenteuer „Liebesgrüße aus Moskau“ die Reihe eigentlich zusammen mit seiner Hauptfigur sterben lassen. Die Tatsache, dass der amerikanische Präsident John F. Kennedy genau dieses Buch zu seinen Favoriten erklärte, bewog Fleming dazu, doch mit der Bond-Reihe weiter zu machen. Eine gute Entscheidung, hatten die Bücher doch solch einen Erfolg, dass der Autor ab 1958 nur noch nebenberuflich als Journalist arbeitete.

Ian Fleming starb am 12.08.1964 im Alter von nur 56 Jahre. Manche Quellen sprechen von Herzversagen andere von Krebs. Er liegt in England in der Nähe von Sevenhampton in der Grafschaft Wiltshire begraben. Sein Sohn Casper starb 1975 durch Drogen. Seine Ehefrau Anne verstarb erst 1981.

Nach Flemings Tod wurde die Buchreihe um den Agenten im Auftrag Ihrer Majestät weitergeführt. Postum wurde der Roman The Man with the Golden Gun und die Kurzgeschichtensammlung Octopussy & The Living Daylights veröffentlicht. In Anschluss schrieben verschiedene Autoren an der Reihe weiter. Bis jetzt sind Romane und Romanversionen zu Drehbüchern von Kingsley Amis, (Pseudonym: Robert Markham), John Gardner, Raymond Benson und Charlie Higson erschienen.

Bibliographie:
1953: Casino Royale (Casino Royal)
1954: Live And Let Die (Leben uns sterben lassen)
1955: Moonraker (Moonraker; Mondblitz)
1956: Diamonds are forever (Diamantenfieber)
1957: From Russia with Love (Liebesgrüße aus Moskau)
1957: The Diamond Smugglers
1958: Dr. No (James Bond jagd Dr. No)
1959: Goldfinger
1960: For Your Eyes Only (5 Kurzgeschichte)
1961: Thunderball (Aktion Feuerball; Sag niemals nie)
1962: The Spy Who Loved Me (Der Spion, der mich liebte)
1963: On Her Majesty's Secret Service (Im Dienst Ihrer Majestät; 007 James Bond und sein gefährlichster Auftrag)
1964: You Only Live Twice (Du lebst nur zweimal; 007 James Bond reitet den Tiger)
1964: Chitty Chitty Bang Bang (Tschitti-tschitti-bäng-bäng)
1964: Thrilling Cities
1965: The Man with the Golden Gun (Der Mann mit dem goldenen Colt; 007 James Bond und der goldene Colt)
1966: Octopussy & The Living Daylights (3 Kurzgeschichten)



Der Sprung auf die Leinwand


Ian Fleming und die Verfilmung seiner Bücher: Eine Kombination, die nicht immer glatt lief. Erst nach mehreren Anläufen, der Stoff sollte unter anderem für eine TV-Serie und TV-Filme adaptiert werden, wurde 1960 die Produktion für den ersten Kinofilm unter dem Arbeitstitel „James Bond, Secret Agent“ auf den Weg gebracht. Doch hier stieg Fleming mitten in der Drehbucherstellung aus, verarbeitet das bisher geschrieben in seinem neuen Buch „Feuerball“ und erst nachdem die Rechte komplett in den Händen der Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli lagen (die beiden gründeten die Produktionsfirma Eon Production – E O N = "Everything or Nothing" (Alles oder nichts)), konnte es losgehen. Mit „James Bond jagt Dr. No“ brachten sie zusammen mit der Filmgesellschaft United Artists 1962 das erste 007-Abenteuer mit dem bis dahin als Schauspieler noch eher wenig erfolgreichen Schotten Sean Connery in die Kinos. Das Gespann Saltzman/Broccoli hielt 9 Filme bis zu „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Die Beziehung war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr die beste und 1975 verkaufte Harry Saltzman seinen Anteil an den Bond-Rechten an United Artists. Er verstarb am 28. September 1994 in Frankreich. Albert R. Broccoli machte zunächst allein weiter. In seine Fußstapfen sind jedoch mittlerweile sein Stiefsohn Michael G. Wilson und seine Tochter Barbara Broccoli getreten. Der Produzent ist am 27. Juni 1996 in Beverly Hills gestorben.



Warum einige Filme aus der Reihe tanzen

1954: Casino Royale (TV-Version) - James Bond: Barry Nelson
1966: Casino Royale - James Bond: David Niven
1983: Sag niemals nie - James Bond: Sean Connery

Wie immer, wenn eine Filmidee an den Kinokassen gut funktioniert, gibt es Trittbrettfahrer, die an diesem Erfolg partizipieren möchten. Im Fall der James–Bond- Reihe und den drei „Ausreißern“ trifft dies jedoch nur bedingt zu. Natürlich ging es auch hier um die Lizenzrechte, jedoch nur bei „Sag niemals nie“ aus dem Jahr 1983 schlugen die Wogen so richtig hoch.

Die ersten Versionen von Ian Flemings 007-Roman „Casino Royale“ wurden 1954 für das TV und 1966 für das Kino adaptiert. Version 1 hatte mit der Buchvorlage wenig gemeinsam und Version 2 geriet eher zur Bond-Parodie. Beide Filme sind nicht von Eon Productions Ltd produziert und zählen daher nicht zur offiziellen Filmreihe.

So richtig heiß her ging es in Sachen „Sag niemals nie“. Noch bevor das Duo Saltzman/Broccoli die Rechte an den Bond-Filmen erwarb, hatte Ian Fleming mit dem Produzenten Kevin McClory 1960 die Verfilmung eines 007-Abenteuers unter dem Titel „James Bond, Secret Agent“ geplant. Das Projekt zerschlug sich jedoch und Fleming verwendete diverse Handlungsstränge des Drehbuches für seinen Roman „Feuerball“. Die Rechte für die Verfilmung blieben jedoch, geklärt durch einen mehrjährigen Rechtstreit, bei McClory. Er hatte somit das Exklusivrecht diesen einen Bond filmisch umzusetzen. Nachdem EON Productions erfolgreich die ersten drei Bond-Filme in die Kinos gebracht hatte, wollte sich Kevin McClory an den Erfolg anhängen. Er durfte „Feuerball“ produzieren und 1965 kam der Streifen in unsere Kinos. Bedingung damals: McClory produziert für 10 Jahre keinen neuen 007-Film. Damit war die Angelegenheit jedoch nicht aus der Welt. Der amerikanische Produzent bewies Sitzfleisch und pünktlich nach Ablauf der Frist 1975 erschien er mit einer Remake-Idee wieder auf der Bildfläche. Daraufhin überzogen Saltzman und Broccoli ihn mit einer Klagewelle. Es ging hin und her bis schließlich McClorys Verleiher Paramount Pictures aus dem Projekt, das zwischenzeitlich unter dem Titel „Warhead“ lief, ausstieg. 1981 verkaufte Kevin McClory seine Rechte an dem Filmstoff an Jack Schwartzman, der den Film dann mit dem endgültigen Titel „Sag niemals nie“ in die Kinos brachte. McClory fungierte nur noch als executive producer. In der Hauptrolle damals noch einmal Sean Connery, obwohl dieser eigentlich nie wieder einen Bond-Film drehen wollte. Der Film lief in den Kinos zusammen mit dem „offiziellen“ Bond-Abenteuer „Octopussy“ und Roger Moore in der Titelrolle an.



007 - James Bond


Sean Connery, Roger Moore, George Lazenby, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und aktuell nun Daniel Craig: Sie alle liehen dem Geheimagenten Ihrer Majestät, 007 James Bond, das Gesicht. Keiner war vor seinem Einsatz für die Queen ein besonders bekannter Kinoschauspieler und nicht wenige profitierten für ihre Karriere außerordentlich von ihrem Job als 007.

Sean Connery
zu sehen in: James Bond jagt Dr. No (1962), Liebesgrüße aus Moskau (1963), Goldfinger (1964), Feuerball (1965), Man lebt nur zweimal (1966), Diamantenfieber (1971)

1962 schlüpfte der Schotte Sean Connery für das 007-Kinoabenteuer „James Bond jagt Dr. No“ als erster in die Rolle des Geheimagenten. Der bis dahin unbekannte Schauspieler hatte lediglich als Bodybilder und Model auf sich aufmerksam gemacht. Ein unverbrauchtes, noch auf keinen Rollentyp festgelegtes Gesicht, das der Figur seinen Stempel aufdrücken sollte. Noch heute gilt Connery für viele Fans und Freunde der Kultreihe als DER James Bond-Darsteller. Keiner verband den englischen Gentleman so geschickt und charmant mit dem knallharten Agenten mit der Lizenz zum Töten. Für den Schauspieler Sean Connery bedeutete 007 den Durchbruch. Innerhalb der offiziellen Reihe war er sechs Mal im Einsatz („Sag niemals nie“ mitgerechnet sogar sieben Mal) und ist damit bis heute neben Roger Moore der 007 mit den häufigsten Aufträgen. 2000 wurde der Schotte von der Queen Elisabeth II. geadelt und darf sich seither „Sir“ nennen. ...zur Biographie


George Lazenby
zu sehen in: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969)

Die Ära Connery wurde 1969 durch den Australier George Lazenby für einen Fall unterbrochen. Der Schotte wollte nicht mehr und so war guter Rat teuer. Zur Freude der Produzenten konnte mit Lazenby Ersatz gefunden werden. Dieser sagte sofort zu, als ihm die Rolle angeboten wurde, wohl wissend wie riesig die Fußstapfen seines Vorgängers wären. Diese wurden jedoch nicht das Hauptproblem. Bereits zu Beginn der Dreharbeiten menschelte es zwischen ihm und Produzent Albert R. Broccoli sehr und die Ankündigung des Australiers den Bond nur einmal geben zu wollen, damit er eine höhere Gage bekam, vergiftete das Klima weiter. „Im Auftrag ihrer Majestät“ blieb dann auch der einzige James Bond-Teil mit George Lazenby....zur Biographie


Roger Moore
zu sehen in: 1973: Leben und sterben lassen (1973), Der Mann mit dem goldenen Colt (1974), Der Spion, der mich liebte (1977), Moonraker - Streng geheim (1979), In tödlicher Mission (1981), Octopussy (1983), Im Angesicht des Todes (1985)

Der Engländer Roger Moore ist neben Sean Connery der James Bond mit den meisten Einsätzen. Wie Connery flimmerte er in sieben Abenteuern über unsere Kinoleinwände. Bereits bei den Castings für „James Bond jagt Dr. No“ und „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ stand Moore den Produzenten zur Wahl für die Hauptrolle. Er hatte jedoch beide Male das Nachsehen. 1973 übernahm er dann den Staffelstab von Sean Connery und kam in „Leben und sterben lassen“ zu seinem ersten Einsatz als Doppelnull-Agent. Mit ihm erhielt die Figur mehr Selbstironie und Witz. Die Macher hatten erkannt, dass ein vollwertiger Ersatz von Sean Connery nicht möglich war und gaben Roger Moore den Spielraum ein „eigener“ Bond zu werden. 1983 schlüpfte der damals 56jährige in „Octopussy“ zum letzen Mal in die vertraute Rolle....zur Biographie


Timothy Dalton
zu sehen in: Der Hauch des Todes (1987), Lizenz zum Töten (1989)

Nach Roger Moore sollte 1987 eigentlich der Ire Pierce Brosnan in die Rolle des Agenten Ihrer Majestät schlüpfen. Doch der Deal platzte, da der Schauspieler vertraglich noch anderweitig gebunden war. Die Chance für den Waliser Timothy Dalton, der Figur James Bond seinen Stempel aufzudrücken. Noch heute scheiden sich die Geister an seiner Interpretation des 007. Dalton wollte zurück zu den Wurzeln, zu dem James Bond aus den Romanen von Ian Fleming. Was ihm bei den Fans der Buchreihe Respekt und Anerkennung einbrachte, stieß bei den Anhängern von Roger Moore auf Entsetzen. Ihnen fehlten der Charme und die Ironie, die für sie die Würze der Filme ausgemacht hatten. Timothy Dalton dreht mit „Der Hauch des Todes“ und „Lizenz zum Töten“ lediglich zwei 007-Filme....zur Biographie


Pierce Brosnan
zu sehen in: Goldeneye (1995), Der Morgen stirbt nie (1997), Die Welt ist nicht genug (1999), Stirb an einem anderen Tag (2002)

Durch seine Verträge für die erfolgreiche TV-Serie „Remington Steele“ gebunden, musste der in Irland geborenen Schauspieler Pierce Brosnan bis 1995 warten, eher er seinen ersten Einsatz als Doppelnull-Agent bekam. „GoldenEye“ wurde sein erstes Abenteuer. Aber nicht sein letztes. Es folgten „Der Morgen stirbt nie“ (1997), „Die Welt ist nicht genug" (1999) und „Stirb an einem anderen Tag“ (2002). Für viele Fans der Kinoreihe ist Brosnan der würdige Erbe von Sean Connery. Wie der Ur-James Bond verbindet er charmant den Gentleman mit dem Agenten. Optisch und Effekttechnisch machten die Bondfilme mit Brosnan in Front einen Quantensprung. Kein Wunder waren doch zwischen dem ersten Brosnan-Film 1995 und dem letzten Dalton-Einsatz 1989 schlappe 6 Jahre vergangen. Eine Ewigkeit in Hollywood-Kreisen. ...zur Biographie


Daniel Craig
zu sehen in: Casino Royale (2006), Ein Quantum Trost (2008)

Vom Mann an der Seite vieler schöner Frauen zu dem einzig wahren Geheimagenten: Daniel Craig ist der 6. James Bond.
Mitte Oktober 2005 gab die Produktionsstätte Sony Pictures bekannt, worauf viele, viele Fans auf der ganzen Welt gewartet haben: Den neuen James Bond Darsteller. Sehr zur Überraschung vieler Anhänger des Geheimagenten ist der neue 007 blond und blauäugig. Das ist neu. Alt hingegen ist die Tatsache, dass die Darsteller, bevor sie mit der Rolle des britischen Geheimagenten in die Kinogeschichte eingegangen sind, alle unbekannt und alle keine großen Stars waren. So erging es auch Daniel Craig, der vor seiner Wahl zum neuen Titelhelden der 007-Reihe nicht durch große Rollen auffiel. Viele werden den ...zur Biographie



Die Mitstreiter


Was wäre der Geheimagent Ihrer Majestät ohne seine treuen Freunde und Helfershelfer. Seine Mitstreiter sind seit Beginn der Filmreihe eine Konstante, wenn auch die Gesichter in der Zwischenzeit gewechselt haben. Nie gehen viele Filmminuten auf ihr Konto und doch würde ohne sie etwas fehlen, wäre der 007-Kult nicht dasselbe.

M

M ist der Chef des MI 6 und damit der Boss von 007 James Bond. Von ihm erhält er seine Aufträge und seine Rüffel, wenn er mal wieder über die Stränge geschlagen hat (zum Beispiel, wenn er halbe Städte in die Luft jagt)
Von 1962 bis 1979 galt „M“ = Bernhard Lee. Der englische Theaterschauspieler entsprach ganz dem Bild der Romanfigur von Ian Flemig und wurde mit den Jahren zu einer echten Institution in der Rolle. Bernhard Lee verstarb im Alter von 73 Jahre 1981 an Krebs.
Nachdem 1981 „In tödlicher Mission“ ohne die Figur des „M“ auskommen musste, schlüpfte ab 1983 der 1921 in England geborene Robert Brown in die Rolle des MI 6-Chefs. Er gab einen milderen und nicht ganz so mürrischen „M“. Brown verstarb am 11.11.2003
Seit 1995 ist die Chefin des britischen Geheimdienstes eine Frau: Barbara Mawdsley alias Dame Judi Dench. Sie machte Pierce Brosnan ordentlich Feuer unterm Hintern und wird wohl auch mit Daniel Craig nicht zimperlich umgehen. ...zur Biographie


Q

Was wäre James Bond in all seinen Einsätzen ohne die genialen Erfindungen des Tüftlers „Q“ gewesen. Ob spektakuläre Umbauten am Bondcar, Füllfederhalter mit explosiver Tinte oder Uhren, die sich auch zum Abseilen aus einem Hochhaus eignen: „Q“ sorgte für die außergewöhnliche technische Ausstattung des Doppelnull-Agenten. Oft musste er die Scherze des Agenten über sich ergehen lassen, doch tief in seinem Herzen war er James Bond ein echter Freund. Gespielt wurde „Q“ seit 1963 in „Liebesgrüße aus Moskau“ vom Briten Desmond Llewelyn (*12.09.1941). Mit seinem Ausstieg 1999 starb auch die Figur. Ersatz kam 2002 für „Stirb an einem anderen Tag“ durch „R“, der von Komiker John Cleese gemimt wurde. Desmond Llewelyn starb auf tragische Weise am 19.12.1999 bei einem Autounfall. Seinen längsten Auftritt als „Q“ hatte der Mime in „Lizenz zum Töten“.

Miss Moneypenny

Auch eine unverrückbare Konstante in den James- Bond-Filmen ist die Sekretärin von „M“, Miss Moneypenny. Der unnachahmliche Vorzimmerflirt der beiden gehört einfach in jeden 007-Streifen.
Von 1962 bis 1985 war die Schauspielerin Louis Maxwell (* 14.02.1927) Miss Moneypenny. Die Kanadierin, die zusammen mit Roger Moore die Royal Academy of Dramatic Art" in London besuchte, erhielt 1948 für ihre Rolle in „That Hagen Girl“ einen Golden Globe als Vielversprechenste Newcomerin. Die Mutter von drei Kindern konnte nach den 007-Filmen keine größeren Kinoerfolge verbuchen.
1987 schlüpfte die Engländerin Caroline Bliss (* 1961) in die Rolle der Miss Moneypenny. Genau wie Hauptdarsteller Timothy Dalton blieb sie jedoch nur zwei Filme lang. Nach ein paar TV-Produktionen ist die Schauspielerin kinotechnisch wieder in der Versenkung verschwunden.
Seit 1995 gibt Samantha Bond (* 27.11.1962) den resoluten Vorzimmerdrachen mit der Schwäche für 007. Die britische Schauspielerin hat ihre Wurzeln am Theater und ist auch immer wieder in diversen TV-Produktionen zu sehen. Wir sind gespannt, ob Miss Moneypenny bald auch einmal ihr Büro verlassen darf, um sich selbst ins Abenteuer zu stürzen.

Felix Leitner

Der CIA-Agent ist ein alter Freund von James Bond und eine eher unregelmäßig auftauchende Figur in den 007-Filmen. Er hat Bond schon ein paar Mal aus der Patsche geholfen. Leider wird Leitner immer wieder von anderen Darstellern verkörpert. Im 21. und 22. Abenteuer des Doppelnullagenten schlüpfte der amerikanische Schauspieler Jeffrey Wright in die Rolle....zur Biographie



Die Bösewichte

Was ist ein strahlender Held ohne finsteren Widersacher. Im Fall der Gegner von James Bond wurden immer besondere Kaliber aufgefahren. Nicht selten hatten diese die totale Weltherrschaft im Sinn. Und häufig auch die Mittel diese zu erlangen. Natürlich haben letztlich jedoch alle die Rechnung ohne den Agenten ihrer Majestät gemacht. Zwar hatten sie immer eine besonders hinterhältige Vernichtung des Doppelnullagenten mit in ihre Überlegungen eingeplant, letztlich behielt James Bond aber das bessere Ende für sich. Einer der Bond in der Vergangenheit das Leben besonders schwer gemacht hat, ist der Erzschurke Blofeld, nie vom gleichen Schauspieler verkörpert, hatte er bis jetzt drei Haupteinsätze als Gegner. Immer charakteristisch für ihn: der Sigelring, die Uniform und eine weiße Perserkatze auf dem Schoß.

Die Namen hinter den Bösewichten gehörten mal mehr, mal weniger international bekannten Schauspielern. Gerd Fröbe als Goldfinger, Christopher Lee als Scaramanga, Curt Jürgens als Karl Stromberg oder auch Telly Savalas als Blofeld sind die bekanntesten fiesen Herren der 60ger und 70ger Jahre. Die neueren Bond-Filme warten außer mit Christopher Walken oder Sean Bean eher mit unbekannteren Namen auf. Der Bösewicht, der Daniel Craig ab November 2006 das Leben schwer machte, hieß Le Chiffre und wurde von dem dänischen Star Mads Mikkelsen verkörpert. Dieser hat hierzulande bislang eher durch Independent-Produktionen wie „Dänische Delikatessen“ von sich reden gemacht.

2008 durfte Mathieu Amalric Daniel Craig das Leben schwer machen.

1962: James Bond jagt Dr. No - Dr. No - Joseph Wiseman
1963: Liebesgrüße aus Moskau - Red Grant - Robert Shaw
1964: Goldfinger - Goldfinger - Gert Fröbe
1965: Feuerball - Emilio Largo - Adolfo Celi
1966: Man lebt nur zweimal - Blofeld - Donald Pleasance
1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät - Blofeld - Telly Savalas
1971: Diamantenfieber - Blofeld - Charles Gray
1973: Leben und sterben lassen - Kananga und Mr. Big - Yaphett Kotto
1974: Der Mann mit dem goldenen Colt - Scaramanga - Christopher Lee
1977: Der Spion, der mich liebte - Karl Stromberg - Curt Jürgens
1979: Moonraker - Streng geheim - Hugo Drax  - Michael Lonsdale
1981: In tödlicher Mission - Kristatos - Julian Glover
1983: Octopussy - Kamal Khan - Louis Jourdon
1985: Im Angesicht des Todes - Max Zorin - Christopher Walken
1987: Der Hauch des Todes - Brad Whitaker & General Georgi Koskov - Joe Don Baker & Jeroen Krabbé
1989: Lizenz zum Töten - Franz Sanchez - Robert Davi
1995: Goldeneye - Alex Trevelyan & Jack Wade - Sean Bean & Joe Don Baker
1997: Der Morgen stirbt nie - Elliot Carver & Jack Wade - Jonathan Pryce & Joe Don Baker
1999: Die Welt ist nicht genug - Renard - Robert Carlyle
2002: Stirb an einem anderen Tag - Gustav Graves - Toby Stephens
2006: Casino Royale - Le Chiffre - Mads Mikkelsen
2008: Ein Quantum Trost - Dominic Greene - Mathieu Amalric



Girls, Girls, Girls - Das Bondgirl


Halle Barry 2002 als Jinx

Sexy Hüftschwung, ein schmachtender Augenaufschlag, sehr gutes Aussehen und, besonders wichtig: Wenig Bekleidung! Die Hauptmerkmale, die ein BondGirl erfüllen muss, sind schnell zusammen getragen. Letztlich ereilt sie alle das gleiche Schicksal: Sie landen in den Armen von James Bond. Am Anfang eher nur optisch schmückendes Beiwerk, haben sich die Ladys zum unverzichtbaren Bestandteil der Kultreihe gemausert. Übrigens sind die Girls keine Erfindung der Filmproduzenten zur besseren Vermarktung. Die Vorlagen finden sich immer auch in den Romanen von James-Bond-Autor Ian Fleming. Eine der bekanntesten Vertreterinnen ihrer Zunft, weil die erste, ist Ursula Andress alias Honey Rider. Noch heute wird die in der Schweiz geborene Schauspielerin von vielen als das einzig wahre BondGirl verehrt. Ihr Bikini-Auftritt in „James Bond jagt Dr. No.“ ist unvergessen. Doch bereits in diesem ersten Kinofilm der Reihe gibt es nicht nur eine Frau die 007 den Kopf verdreht. Ebenfalls mit sehr viel weiblicher Überzeugungskraft ausgestattet: Eunice Gayson als Sylvia Trench.

Mal eine, mal zwei, doch nie ohne: James Bond durfte und darf sich immer über weibliche, schöne Unterstützung freuen. Obwohl manche Lady ihm das Leben auch schon mal nicht so einfach macht. In der jüngeren Vergangenheit waren unter anderem Famke Janssen („X-Men“), Terich Hatcher („Deperates Houswifes“), „Sophie Marceau („Braveheat“) oder die OSCARpreisträgerin Halle Berry („Monsters Ball“) an seiner Seite. Daniel Craig durfte sich über Eva Green („Königreich der Himmel“) und Caterina Murino freuen. 2008 hieß das neue Bondgirl Olga Kurylenko.

1962: James Bond jagt Dr. No - Eunice Gayson & Ursula Andress
1963: Liebesgrüße aus Moskau - Eunice Gayson & Daniela Bianchi
1964: Goldfinger - Shirley Eaton & Honor Blackman
1965: Feuerball - Claudine Auger
1966: Man lebt nur zweimal - Kissy Suzuki & Karin Dor
1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät - Diana Rigg
1971: Diamantenfieber - Jill St. John
1973: Leben und sterben lassen - Jane Seymour
1974: Der Mann mit dem goldenen Colt - Britt Eklund & Maud Adams
1977: Der Spion, der mich liebte - Barbara Bach
1979: Moonraker - Streng geheim - Lois Chiles
1981: In tödlicher Mission - Carole Bouquet
1983: Octopussy - Maud Adams
1985: Im Angesicht des Todes - Tanya Roberts
1987: Der Hauch des Todes - Maryam d'Abo
1989: Lizenz zum Töten - Carey Lowell
1995: Goldeneye - Izabella Scorupco & Famke Janssen
1997: Der Morgen stirbt nie - Teri Hatcher & Michelle Yeoh
1999: Die Welt ist nicht genug - Sophie Marceau & Denise Richards
2002: Stirb an einem anderen Tag - Halle Berry
2006: Casino Royale - Eva Green & Caterina Murino
2008: Ein Quantum Trost - Olga Kurylenko & Gemma Arterton



Das Auto


Produktplacement heißt das Zauberwort, welches Managern in den Chefetagen großer Firmen glänzende Augen verleiht. Was Stars in ihren Filmen benutzen, fahren oder anziehen ist „in“ und verspricht hohe Umsatzzahlen. Eines der bekanntesten und zugleich auch ungeniertesten Produktplacements, mittlerweile schon mit Kultstatus, ist das Auto von Mr. James Bond. Ausgestattet von „Q“ mit zahlreichen Extras ist der Dienstwagen des Agenten ein fester und nicht wegzudenkender Bestandteil des Bond-Universums.

1962: James Bond jagt Dr. No - Sunbeam Convertible
1963: Liebesgrüße aus Moskau - -
1964: Goldfinger - ASTON MARTIN DB 5
1965: Feuerball - ASTON MARTIN DB 5
1966: Man lebt nur zweimal - Toyota 2000 GT
1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät - ASTON MARTIN DBS  
1971: Diamantenfieber - Mustang Fastback
1973: Leben und sterben lassen - -
1974: Der Mann mit dem goldenen Colt - AMC Hornet Hatchback  
1977: Der Spion, der mich liebte - Lotus Esprit  
1979: Moonraker - Streng geheim - -
1981: In tödlicher Mission - Lotus Esprit S2 2.2, Citroen 2CV
1983: Octopussy - -
1985: Im Angesicht des Todes - Corvette
1987: Der Hauch des Todes - ASTON MARTIN DBS V8 Vantage  
1989: Lizenz zum Töten - Audi Avant
1995: Goldeneye - BMW Z3 Roadster
1997: Der Morgen stirbt nie - BMW 750-iL  
1999: Die Welt ist nicht genug - BMW Z8
2002: Stirb an einem anderen Tag - ASTON MARTIN V12 VANQUISH  
2006: Casino Royale - ASTON MARTIN DBS  
2008: Ein Quantum Trost - ASTON MARTIN DBS  

Der wohl berühmteste Bond-Wagen ist der Aston Martin. Bereits 7 Mal war dieser Dienstwagen in seinen verschiedenen Ausführungen im Einsatz. Nachdem James Bond für drei Filme kurzzeitig zu BMW „übergelaufen“ war, kehrte er mit „Stirb an einem anderen Tag“ zur Traditionsmarke zurück. Ein lukrativer Deal mit dem Hersteller sichert dem Auto auch für die nächsten Teile seinen Auftritt.



Die Songs


Es gibt keinen Bond-Film ohne ihn: den Titelsong. Und wie bei keinem anderen Franchise wird dem begleitenden Musikstück so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei kam aber niemals nur irgendwer zu der Ehre, nein, gestandene Showgrößen traten hier vor das Mikro. So finden sich in der Interpreten-Liste Namen wie Paul McCartney, Duran-Duran, Tina Turner und Madonna.

„James Bond jagt Dr. No“, der erste Streifen über den britischen Geheimagenten aus dem Jahre 1962, ist der einzige Bond-Film ohne einen gesungenen Song. Monty Normans einzigartiges James Bond Theme nahm hier diese Position ein. Noch heute erklingt es in jedem Bond-Film und sorgt für unverwechselbares Agenten-Flair. Matt Monro war der erste Sänger, der einem Bond-Titelsong seine Stimme lieh. Im Vereinigten Königreich erreichte seine Single „From Russia with Love“ (für „Liebesgrüße aus Moskau“) Platz 20 in der Hitparade.
„Goldfinger“ von Shirley Bassey, die im Übrigen als einziger Artist zu mehreren Bond-Filmen den Titelsong beisteuerte, war ähnlich erfolgreich – Platz 21 in UK und sogar Platz 8 in Deutschland. Anfang 1966 erreichte der erst 25jährige Tom Jones mit „Thunderball“ (Titelsong zu „Feuerball“) in den britischen Charts nur Platz 35, obwohl er schon zu dieser Zeit Riesenerfolge, beispielsweise mit dem Nuber One-Hit „It´s not Unusual“, feiern konnte.
Nur knapp an den englischen Top Ten rutschte Nancy Sinatra, Tochter des legendären Sängers Frank Sinatra, mit ihrer Single „You Only Live Twice“ vorbei. Jedoch ist ein 11. Platz für den „Man lebt nur zweimal“-Titelsong durchaus respektabel. Weltstar Louis Armstrong lieferte mit „We Have All The Time In The World” seinen ersten den 007-Hit für „Im Geheimdienst Ihrer Majestät”. Innerhalb zehn Wochen Top Ten-Aufenthalt kletterte das Lied bis auf Platz 3 der britischen Charts.
1972 wurde der Aufwärtstrend unterbrochen. Nur eine Platzierung im guten Mittelfeld der Top 100 des Königreiches erreichte Shirley Bassey mit „Diamonds Are Forever“, dem Titelsong zu „Diamantenfieber“. Ein größeres Publikum begeisterte Paul McCartney zusammen mit seiner Band Wings mit „Live and Let Die“. Im Klartext hieß das Platz 9 in Großbritannien, Platz 31 in Deutschland und Platz 29 in den USA für den Song zu „Leben und sterben lassen“.
Zumindest im englischsprachigen Raum hatte Carly Simon mit „Nobody Does It Better“  großen Erfolg. Im Vereinigten Königreich reichte es für Platz 7 und in den USA sogar für drei Wochen auf Platz 2. Deutsche Plattenkäufer hielten sich in Bezug auf den „Der Spion, der mich liebte“-Song eher zurück. Anders sah es da bei Sheena Easton 1981 aus. In Deutschland stieg „For Your Eyes only“ auf Platz 5 ein und konnte sich elf Wochen in den Top 20 halten. Zwar erreichte sie in den Staaten sogar Platz 4, musste sich aber früher aus der Oberliga verabschieden. In Großbritannien war schon nach zwei Wochen auf hinteren Top Ten Plätzen der Ofen für den „In tödlicher Mission“-Song weitestgehend aus.
Einen Riesenhit landete Duran-Duran mit „A View To A Kill“, dem Titellied zu „Im Angesicht des Todes“. In den USA kletterte der Song acht Wochen nach Veröffentlichung bis auf Platz 1. In Großbritannien schaffte es die Band bis auf Platz 2, in Deutschland bis auf Platz 9. Einige Platten weniger verkauften a-ha von ihrer Single „A Living Daylight“, Titellied zu „Der Hauch des Todes“. Dennoch erreichten die Norweger in den wichtigen Märkten Chartpositionen unter den besten Zehn.
Groß war der Schock, als Tina Turners „Goldeneye“ in Deutschland auf Platz 45 einstieg und eine Woche später sogar bis auf den 63. Rang abrutschte. Doch nach Kinostart schnellten die Verkäufe in die Höhe und katapultierten den Song in die Top Ten. Über den 8. Platz kam er aber nicht hinaus. Im restlichen Europa sah es noch etwas besser aus. Übel hingegen erwischte es den Superstar in den USA – mehr als der 102. Platz war nicht drin.
Nachdem Sheryl Crow keine große Aufmerksamkeit für ihren Titelsong zu „Der Morgen stirbt nie“ erntete, konnten auch Garbage mit „The World Is Not Enough“ keinen großen Hit landen. Erst Madonna machte wieder einen Bond-Song zum Top-Seller. „Die Another Day“ schaffte es bei uns bis auf Platz 4, in den USA bis auf Platz 8 und in Großbritannien bis auf Rang 3.
Chris Cornell, Sänger der Gruppe Audioslave, trat für den Titelsong zu „Casino Royal“ vor das Mikrophon, „You Know My Name“ kam im November 2006 zur Veröffentlichung. 2008 sangen Jack White und Alicia Keys den Titelsong zu "Ein Quantum Trost" den Song "Another Way to Die".

Immer wieder bedienten sich Gruppen und Solokünstler an den Songs und Themen rund um James Bond, darunter Tiga & Zyntherius, Moby, Wu-Tang Clan, Placebo, Robbie Williams, Coldplay und Radiohead. Der Erfolg ist hier ebenso schwankend wie der, der original Titelsongs – mal mehr, mal weniger, tendenziell aber solide.

1962: James Bond jagt Dr. No - "James Bond Theme" - Monty Norman Orchestra
1963: Liebesgrüße aus Moskau - "From Russia With Love" - Matt Monro
1964: Goldfinger - "Goldfinger" - Shirley Bassey
1965: Feuerball - "Thunderball" - Tom Jones
1966: Man lebt nur zweimal - "You Only Live Twice" - Nancy Sinatra
1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät - "We Have All The Time In The World" - Louis Armstrong
1971: Diamantenfieber - "Diamonds Are Forever" - Shirley Bassey
1973: Leben und sterben lassen - "Live and Let Die" - Paul McCartney & Wings
1974: Der Mann mit dem goldenen Colt - "The Man With the Golden Gun" - Lulu
1977: Der Spion, der mich liebte - "Nobody Does It Better" - Carly Simon
1979: Moonraker - Streng geheim - "Moonraker" - Shirley Bassey
1981: In tödlicher Mission - "For Your Eyes only" - Sheena Easton
1983: Octopussy - "All Time High" - Rita Coolidge
1985: Im Angesicht des Todes - "A View To A Kill" - Duran Duran
1987: Der Hauch des Todes - "The Living Daylights" - Aha
1989: Lizenz zum Töten - "Licence To Kill" - Gladys Knight
1995: Goldeneye - "Goldeneye" - Tina Turner
1997: Der Morgen stirbt nie - "Tomorrow Never Dies" - Sheryl Crow
1999: Die Welt ist nicht genug - "The World Is Not Enough" - Garbage
2002: Stirb an einem anderen Tag - "Die Another Day" - Madonna
2006: Casino Royale - "You Know My Name" - Chris Cornell
2008: Ein Quantum Trost - "Another Way to Die" - Jack White und Alicia Keys



Fakten, Fakten, Fakten


James Bond ist eines der erfolgreichsten Franchise - Modelle – und dies ist vor allem einer Tatsache zu verdanken: Die Filme um und mit unserem beliebtesten Gimmick-Vorläufer zogen Millionen Zuschauer in die Kinos.
Am 8. Mai 1963 flimmerte der erste Bond „James Bond jagt Dr. No“ über die Leinwände. Ein eher ernüchterndes Einspielergebnis von 16 Mio. $ in den USA führte dazu, dass der Erstling auch gleichzeitig der bisher größte 007-Flop war. Von Entmutigung aber keine Spur, denn nicht einmal zwölf Monate später startete „Liebesgrüße aus Moskau“. 25 Mio. $ flossen in die Kassen von United Artists – kein Riesenerfolg aber Grund genug, um noch im selben Jahr „Goldfinger“ anlaufen zu lassen, der das Vorgängereinspielergebnis verdoppeln konnte und somit der erste große Bond-Renner war. „Feuerball“ war in der Lage noch einmal über 10 Mio. $ draufzupacken und schloss mit 63 Mio. $ in den USA ab. Mit den sich anschließenden „Man lebt nur zweimal“ und vor allem mit „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ ging es finanziell wieder stark abwärts. Letzterer thronte zwar vier Wochen an der Spitze der US-Charts und wurde erst durch „Easy Rider“ auf Rang 2 verschoben, konnte aber nur 23 Mio. $ in den Staaten einspielen. Grund dafür war vielleicht die neue Hauptrollenbesetzung mit George Lazenby, der ausgewählt wurde, weil sich Sean Connery (vorläufig) für keinen weiteren 007-Streifen bereitstellte. Im Endeffekt wurden aber doch die sieben Millionen Produktionskosten wieder hereingeholt, was das sechste Bond-Abenteuer nichtsdestotrotz zu einem Erfolg machte. 
In den 70ern lief zuerst „Diamantenfieber“ wieder mit Sean Connery, der nur wegen eines stark verbesserten Vertrages unterschrieb, in der Hauptrolle an. 43 Mio. $ an den Kassenhäuschen, und damit eine drastische Gewinnsteigerung, waren das Resultat.
Für die nächsten sieben Bond-Abenteuer suchte man wieder einen neuen Darsteller – Roger Moore war schließlich der Glückliche. Doch auf seine erste Performance in „Leben und Sterben lassen“ folgte dasselbe Schicksal, welches auch George Lazenby ereilte. Das Einspiel brach auf 34 Mio. $ zusammen. Noch weiter bergab ging es mit dem anschließenden Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“, der mit einem Ergebnis von mageren 20 Mio. $ in den USA auf dem Niveau der ersten Streifen aus den frühen 60er Jahren landete. Mit „Der Spion, der mich liebte“ aus dem Jahre 1977 konnte es also nur besser werden – und das tat es auch. 47 Mio. $ in den USA und zusätzliche 138 Mio. aus dem Rest der Welt machten den 10. Bond-Streifen zu einem großen Erfolg und etablierten Roger Moor endgültig in der Rolle des britischen Geheimagenten.
Nachdem United Artists an MGM verkauft wurde, entstand „Moonraker – Streng Geheim“ unter neuer Flagge. Für diese Zeit enorme 25 Mio. $ ließ sich das Studio den neuen Bond kosten – gelohnt hat es sich allemal. Weltweit 210 Mio. $ flossen in die Kassen zurück.
Ähnlich erfolgreich wurden „In tödlicher Mission“ und „Octopussy“. Mit dem 1985 gestarteten „Im Angesicht des Todes“ gingen die weltweiten Einnahmen zwar auf 152 Mio. $ zurück, ein sensationelles Ergebnis in der mittlerweile 14. Runde war es trotzdem.
1987 schien die Zeit reif für einen neuen Hauptdarsteller. Timothy Dalton debütierte als Bond in dem 30 Mio. $ teuren „Der Hauch des Todes“. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit mit Darstellerwechseln drückten die finanziellen Erwartungen etwas. Doch das war gar nicht nötig. Ein Ergebnis von knapp 200 Mio. $ reichte sogar an die besten Moore-Zeiten heran. Auch in Deutschland ließen sich über 3 Millionen Besucher den Film nicht entgehen.
„Die Lizenz zum Töten“ konnte nicht an seinen direkten Vorgänger anknüpfen, begeisterte aber in Deutschland 2,5 Millionen Besucher und sorgte für ein weltweites Einspielergebnis von 156 Mio. $.
Nach einer Pause von über fünf Jahren meldete sich James Bond 1995 mit einem neunen Hauptdarsteller (Pierce Brosnan) und einem 007-Rekord-Budget von 80 Mio. $ zurück. Und die Rechnung ging auf. „GoldenEye“ avancierte mit einem Gesamteinspiel von 348 Mio. $ zum bis dato erfolgreichsten Bond-Streifen. Auch dem deutschen Markt tat die Auszeit gut, denn die Zuschauerzahlen verdoppelten sich gegenüber „Der Lizenz zum Töten“ auf 5,5 Millionen. Der 110 Mio. $ teure „Der Morgen stirbt nie“ konnte ähnliche Summen einfahren und war sogar der weltweit 4. erfolgreichste Film des Jahres 1997.
MGM setzte 1999 im Punkto Produktionskosten noch eins drauf und investierte 135 Mio. $ für „Die Welt ist nicht genug“. Und wieder wurde ein Bond-Blockbuster zu einem wahren Hit. 5 Millionen Kinobesucher in Deutschland trugen ihren Teil zu einem sehr guten Einspielergebnis von 362 Mio. $ bei. Noch besser kam „Stirb an einem anderen Tag“ aus dem Jahre 2002 an. Zwar verschlang das Projekt satte 142 Mio. $, jedoch steht das in keinem Verhältnis zu den sensationell herausgeholten 432 Mio. $. Somit ist "Stirb an einem anderen Tag" der bisher in den Kinos meistgesehenste 007-Streifen.
Tendenziell wurden die James Bond-Filme immer erfolgreicher, aufwendiger und auch massentauglicher. Aus den ersten Anfängen ist eines der größten Franchise geworden, das Hollywood zu bieten hat.



James Bond & die OSCARs

Die James Bond-Franchise und die OSCARs – ein eher angespanntes Verhältnis. Denn bisher konnten die 20 Agentenfilme erst zwei OSCARs für sich beanspruchen – und von Königskategorien dabei keine Spur.

Als 1962 „James Bond jagt Dr. No“ in die Kinos kam, erntete er bei dem wichtigsten Filmpreis der Welt keine Aufmerksamkeit. Auch der Nachfolger, „Liebesgrüße aus Moskau“ ging bei den Academy Awards 1964 völlig leer aus.

„Goldfinger“ war der erste Bond-Streifen, der für einen OSCAR nominiert wurde. Prompt konnte er auch den Preis für die besten Sound-Effekte mit nach Hause nehmen. Der sich anschließende „Feuerball“ aus dem Jahre 1965 gewann ebenfalls einen OSCAR, diesmal für die besten visuellen Effekte. Seit dem Zeitpunkt schaffte es bisher kein weiterer Bond-Film einen Academy Award einzuheimsen, Möglichkeiten hatte es dennoch gegeben:

Das siebte Abenteuer um den britischen Gimmick-Fanatiker, „Diamantenfieber“, fuhr eine Nominierung für den besten Sound ein, das achte, „Leben und sterben lassen“, für den besten Song – damals gesungen von Paul und Linda McCartney. Noch bessere Chancen hatte „Der Spion, der mich liebte“ – dreifach war er nominiert (Beste Ausstattung, Beste Musik, Bester Song), schlussendlich konnten aber immer andere den Goldjungen in den Händen halten.

Hohe Erwartungen setzte man in den bis dato am aufwendigsten produzierten Bond-Film „Moonraker – Streng geheim“ 1979. Das Ergebnis war aber nur eine Nominierung für die besten visuellen Effekte, das „Alien“-Team hatte dann in dieser Kategorie allen Grund zur Freude. Zwei Jahre später erlangte „In tödlicher Mission“ wieder eine Nominierung für den besten Song.

Anschließend fand kein weiterer 007-Streifen Beachtung bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.



Die Poster

Filmplakate zu James Bond: Ein Kult!


Wir hoffen Euch in Sachen James Bond umfassend informiert zu haben!

Melanie Frommholz
Moviesection.de-Team