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"Besondere Schauspieler verdienen besondere Aufmerksamkeit!"
Unter diesem Motto blickt Moviesection.de, gemeinsam mit seinen Schwesterseiten Booksection.de & Musicsection.de, auf besondere Künstler: Die "Portrait-Specials".
Unsere sogenannten „Portrait-Specials“ sollen nicht nur plumpe PR eines Schauspielers sein, sondern die Kinogänger und neuen Fans umfassend und interessant informieren.
Im Winter 2009 im Blickpunkt: Jungschauspieler Marlon Kittel, der vorallem durch seine Rolle in "Sommersturm" zahlreiche Fans für sich begeistern konnte. Nach dem deutschen Überraschungshit, spielte der talentierte Darsteller in vielen Filmen aussagekräftige Rollen.
Interview:

„Nach „Sommersturm“ war es eine bewusste Entscheidung, nicht noch mehr solche Rollen zu übernehmen.“
Moviesection.de traf Marlon Kittel in Berlin zum Interview.
Moviesection: Wie kamst du zur Schauspielerei?
Marlon Kittel: Meine Mutter hat, als ich zwölf Jahre alt war,
Fotos von mir an eine Komparsenagentur geschickt. Wie tausend andere auch, wurde
ich in die Kartei aufgenommen. In der Kartei stand unter anderem drin, dass
ich sehr gut Inlineskaten kann. Als der Pilotfilm zu der TV-Serie „Der
Clown“ gedreht wurde, haben sie nach einem Jungen gesucht, der einen Jungen
aus der Serie doubeln könnte. Also haben sie in der Kartei der Komparsenagentur
nach jemandem gesucht, der gut Skaten kann und kamen so letztlich auf mich.
Zunächst war ich davon gar nicht begeistert, zumal ich gar nicht wusste,
dass meine Mutter mich in dieser Agentur angemeldet hat. Nach einigen Gesprächen
habe ich jedoch zugesagt und bin für zwei Tage zum Dreh an das Set von
„Der Clown“ gefahren. Am Schluss wurde ich zu der großen Abschlussfeier
eingeladen. Dort habe ich Maria Schwarz, meine heutige Agentin, kennen gelernt.
Sie hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mal in ihrer Agentur vorbeizuschauen.
Ein Jahr später ging es mit der Schauspielerei dann los. Witzigerweise
hatte ich in einer Folge von „Der Clown“ meine erste kleine Rolle.
Damit war der Anfang gemacht. Damals war ich dreizehn Jahre alt. Als ich fünfzehn
Jahre alt war, ging es los mit ersten Kinorollen. „Anna Wunder“
war 2000 mein Debütfilm.
Moviesection: Eine Schauspielschule hast du demnach nie besucht?
Marlon Kittel: Genau. Als ich siebzehn war, ist man mir damit
ziemlich im Nacken gesessen. Viele haben zu mir gesagt, dass wenn ich die Schauspielerei
mein Leben lang als Beruf machen möchte, ich mir überlegen sollte,
nicht doch eine Ausbildung zu absolvieren. Zwar sei es nicht unbedingt erforderlich,
aber bevor es zu spät ist, sollte ich es mir genau überlegen. Das
habe ich dann auch zwei, drei Jahre lang getan – immer mal wieder (lacht).
In dieser Zeit habe ich viel mit Erwachsenenschauspielern oder auch Schauspielschülern
geredet und sie nach ihrer Meinung befragt. Dabei kamen ganz unterschiedliche
Sachen heraus. Manche haben zu mir gesagt, dass eine Schauspielschule der größte
Schwachsinn überhaupt sei und mich nur verformen und unnatürlich machen
würde. Andere wiederum waren der Meinung, dass die Schauspielschule ein
absolutes Muss ist, da man dabei so viel über sich selbst lernen würde.
Unter dem Strich habe ich beschlossen, dass die Schauspielschule nichts für
mich ist.
Moviesection: Ohne Ausbildung ist es schwer, auf einer Theaterbühne
zu bestehen...
Marlon Kittel: Um ehrlich zu sein, hat mich die Bühne
damals überhaupt nicht gereizt. Theater war nichts für mich. Mittlerweile
bereue ich das ein wenig, da ich gerne mal auf einer Bühne stehen würde.
Es ist aber schwer an eine Rolle in einem Theaterstück zu kommen, wenn
man diese Ausbildung nicht hat. Dafür ist es wirklich wichtig und auch
sinnvoll.
Moviesection: Hast du das Gefühl, dass du von Kollegen
die eine Ausbildung absolviert haben, manchmal in deinem Beruf nicht ernst genommen
wirst?
Marlon Kittel: Bei den Erwachsenenschauspielern ist das gar
nicht so. Vermutlich weil sie merken, dass gerade ein Umbruch stattfindet. Es
gibt mittlerweile viele junge Schauspieler, die keine Ausbildung haben und trotzdem
gut sind. Auch unter den jungen Schauspielern ist das kein Problem. Ich habe
nicht das Gefühl, dass ich deswegen von Kollegen nicht ernst genommen werde.
Es ist eher so, dass ich manchmal selbst ein Problem damit habe. Ab und zu stehe
ich am Set und möchte etwas spielen, bekomme es aber nicht so hin, wie
ich das selbst gerne möchte. In diesen Momenten überlegt man sich
schon, ob es vielleicht an der fehlenden Ausbildung liegt.
Moviesection: Wie sieht dein persönlicher Schlüssel
zum Erfolg aus?
Marlon Kittel: Erst neulich habe ich ein Interview mit Jan
Josef Liefers gesehen und er hat auf eine ähnliche Frage geantwortet, dass
es wichtig ist, möglichst intensiv zu leben. Man muss die Leute um sich
herum beobachten und wahrnehmen was um einen herum passiert. So mache ich das.
Außerdem versuche ich möglichst alles aus mir heraus zu holen und
mich möglichst intensiv in meine Figuren hineinzuversetzen.
Moviesection: Gibt es eine Arbeit aus den vergangenen Jahre,
die dir besonders Spaß gemacht hat`?
Marlon Kittel: Am meisten gefallen mir die Filme, in denen
man mit Gleichaltrigen zusammenarbeitet. Während solchen Dreharbeiten ist
alles eine Spur lockerer. Vielleicht kommt die Arbeit dabei manchmal zu kurz,
aber das gleicht sich aus, weil ein gemeinschaftliches Gefühl entsteht,
von dem auch der Film letztlich profitiert. Oftmals merkt man, dass die Leute
sich wirklich kennen und nicht nur vor der Kamera spielen, dass sie sich kennen.
Bei „Sommersturm“ oder „Verschwende deine Jugend“ war
das so, weshalb mir diese Arbeiten bislang auch am meisten Spaß gemacht
haben.
Moviesection: Wie hat dir das Ergebnis von „Sommersturm“
abschließend gefallen?
Marlon Kittel: Sehr gut. Ich fand der Film ist gut mit seinem
Thema umgegangen. Es wurde viel mit Klischees gespielt und war am Schluss dennoch
sehr ernst zu nehmen. „Sommersturm“ erzählt eine tolle Geschichte,
die super verpackt wurde. Ich habe die Arbeit und den fertigen Film sehr, sehr
gemocht.
Moviesection: Du hattest mit der Rolle des homosexuellen Leo
einen sehr aktiven Part in dem Film. Vor allem die Sexszene am Steg muss doch
eine große Herausforderung für dich gewesen sein. Hattest du ein
wenig Angst vor dieser Szene?
Marlon Kittel: Nein, Angst hatte ich keine. Ich war wirklich
sehr dankbar für diese Rolle, weil sie viel hergegeben hat. Natürlich
habe ich mir am Anfang überlegt, wie speziell diese Szene wohl werden wird.
Toll war aber, dass ich mich mit Robert Stadlober schon vor den Dreharbeiten
zu „Sommersturm“ sehr gut verstanden habe. Ich konnte mit ihm über
die Szene reden und damit war alles okay. Ich bin sehr froh, dass ich diesen
Film gedreht habe. Obwohl ich nicht schwul bin, hat mir die Arbeit sehr viel
Spaß gemacht. Ich denke, dass man das auch sieht.
Moviesection: Wie kamst du zu der Rolle?
Marlon Kittel: Das ist eine lustige Geschichte. Bei der Premiere
von „Verschwende deine Jugend“ habe ich im "P1" in München
den Regisseur Marco Kreuzpaintner getroffen. Er hat gesagt, dass ihm meine Arbeit
sehr gut gefallen hat und dass er vielleicht eine Rolle in einem seiner Filme
für mich hat. Das hört sich nun an wie ein Klischee, aber es ist wirklich
wahr. (lacht) Erst habe ich ihm nicht geglaubt, aber dann hat er sich zwei Wochen
später tatsächlich bei mir gemeldet. Er hat mir das Drehbuch mit der
Bitte geschickt, ich solle mir überlegen, ob ich die Rolle gerne spielen
würde. Ganz schnell war mir klar, dass ich das auf jeden Fall machen werde.
Moviesection: Die Rolle des Nazis Henry in „Brennendes
Herz“ ist ein sehr starker Gegensatz zu der Rolle in „Sommersturm“.
Hast du das bewusst so gewählt, um nicht der Gefahr zu unterlaufen in eine
Schublade gesteckt zu werden?
Marlon Kittel: Nein, die eine Rolle hat mit der anderen nichts
zu tun. Obwohl ich heute noch immer häufig auf „Sommersturm“
angesprochen werde, bin ich doch froh darüber auch noch andere Rollen spielen
zu können. Nach „Sommersturm“ war es eine bewusste Entscheidung,
nicht noch mehr solche Rollen zu übernehmen. Die Gefahr, irgendwann in
eine Schublade gesteckt zu werden, ist auf jeden Fall da. Man muss aufpassen,
dass einem nicht irgendwann keiner mehr etwas anderes glaubt.
Moviesection: Welche der beiden Rollen war in ihrer Vorbereitung
schwieriger?
Marlon Kittel: Es reicht auf jeden Fall nicht aus, wenn man
sich hinstellt und intuitiv eine Rolle spielt. Die Vorbereitung ist mit das
Wichtigste an der ganzen Arbeit. Im Endeffekt fiel es mir schwerer mich in den
homosexuellen Leo hineinzuversetzen, als in den rechtsradikalen Henry. Ein Nazi
zu sein, geht auf jeden Fall nicht so tief, wie schwul zu sein und sich mit
zwölf oder dreizehn Jahren mit seiner Homosexualität auseinandersetzen
zu müssen.
Moviesection: Wie bist du an diese Aufgabe herangegangen?
Marlon Kittel: Ich habe mich auch privat sehr intensiv mit
dem Thema Homosexualität auseinandergesetzt. Wenn man einen Jungen spielen
soll, der seit vielen Jahren geoutet ist und schon lange dazu steht, dann kann
man als Schauspieler nicht an das Set gehen und dort zum ersten Mal darüber
nachdenken wie das wohl sein könnte. Also bin ich in die Klubs gegangen,
in denen man überwiegend schwule Männer trifft und habe auf der einen
oder anderen Party mit einem Jungen geknutscht. Ich wollte einfach sehen wie
das ist und im Endeffekt hat das wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ich
hatte gute Partys. Das war auf jeden Fall eine gute Vorbereitung für die
Rolle und hat Vieles einfacher gemacht.
Außerdem hatte ich damit auch für mich persönlich die Möglichkeit
herauszufinden, ob ich schwul bin oder nicht. Jeder Junge im Teenageralter sagt,
dass er auf gar keinen Fall schwul ist und irgendwann, nach zwei Kindern und
mitten in der Ehe, merkt er, dass er es eben doch ist. Ich wollte diese Thematik
nicht verdrängen und hatte durch die Rollenvorbereitung die Möglichkeit
herauszufinden, dass ich es nicht bin. Viele Kollegen haben zu mir gesagt, dass
sie die Rolle des Leo nicht gespielt hätten. Ich frage mich in diesen Momenten
wirklich: Warum denn nicht? Immerhin sind wir alle Schauspieler. Einen Kinderschänder
würde vermutlich auch jeder von uns spielen.
Moviesection: Spielst du lieber zurückhaltende, schüchterne
Rollen oder welche, in denen du vor der Kamera richtig aus dir ausbrechen kannst?
Marlon Kittel: Bei den zurückhaltenden Figuren ist mehr
rauszuholen, weil sie meistens tiefere Probleme haben, mit denen man sich erst
einmal auseinandersetzen muss. Figuren wie der Henry in „Brennendes Herz“
haben nicht so viel Tiefe. Da spielen mehr oberflächliche Verhaltensmuster
wie Rotzigkeit eine Rolle. Da steckt nicht so viel Problematik dahinter, die
man in seinem Schauspiel ausdrücken muss. Nächstes Jahr übernehme
ich zum Beispiel die Hauptrolle in dem Film „Cloud Cluster“. Der
Film hat überhaupt keine Action, ist eher ganz ruhig - Ein richtiger Schauspielerfilm
eben. Da wird es wirklich auf die Feinheiten in der Darstellung ankommen und
das finde ich anspruchsvoller.
Moviesection: Bereitest du dich für kleine Nebenrollen
auch so intensiv vor wie auf große Hauptrollen?
Marlon Kittel: Natürlich nicht ganz so intensiv, aber
es wäre fatal, wenn man sich gar nicht darauf vorbereiten würde. Jede
Vorbereitung lohnt sich, auch wenn die Mühe manchmal unverhältnismäßig
groß ist, im Vergleich zu dem was dabei herauskommt. Ich fühle mich
wohler dabei, wenn ich mich auch für kleine Rollen gut vorbereitet habe.
Wenn ich am Set meine zwei Sätze runterreiße und danach unmotiviert
wieder nach Hause fahre, hab ich gar nichts davon. Da fühle ich mich selbst
schlecht dabei. Ich will für das was ich dabei verdiene, auch eine entsprechende
Leistung abliefern und nicht einfach meinen Text aufsagen. Manchmal ist es auch
so, dass Szenen die man mühevoll gedreht hat, später gar nicht im
Film auftauchen. Natürlich ist man dann enttäuscht, da man für
immer der Einzige sein wird der weiß, was man geleistet hat.
Moviesection: Wie ist es, wenn man für seine Arbeit schlechte
Kritik bekommt?
Marlon Kittel: Das Schlimmste ist, wenn man während einem
Dreh nicht von dem Regisseur kritisiert wird. Man versucht seinen Job so gut
als möglich zu machen, aber es ist ganz schwer an die 100 Prozent heranzukommen.
Das passiert nicht oft. Ich will aber super und absolut überzeugend sein.
Es ist immer mein Ziel die 100 Prozent zu schaffen, mit 60 oder 70 Prozent gebe
ich mich nicht zufrieden. Ich strebe immer die vollen 100 an. Das gelingt nicht
immer, aber es ist gut diesen Vorsatz zu haben. Dabei ist es unglaublich hilfreich,
wenn man für seine Arbeit ehrliche Kritik bekommt. Nur dann weiß
man, was man noch besser machen kann.
Das war früher schon so bei mir. Als Kind habe ich an der Musikhochschule
in Essen klassisches Klavier gespielt. Solange der Lehrer zu mir gesagt hat,
dass es nicht gut genug ist, habe ich immer noch mehr gegeben und bin dadurch
immer besser geworden. Wenn es irgendwann soweit war, dass ich ein Stück
perfekt beherrscht habe und der Lehrer mir das auch gesagt hat, konnte man sicher
sein, dass ich mich im nächsten Moment sofort verspiele. Wenn man gelobt
wird, fällt der Druck ab. Wer schon nahezu perfekt ist, hat nur wenig Motivation
noch besser zu werden.
Moviesection: Gibt es schauspielerische Leistungen von deinen
Kollegen, die dich tief beeindruckt haben?
Marlon Kittel: Ja, definitiv. Umgehauen hat mich Marion Cotillard
in „La vie en rose“ . Sie hat ihre Rolle wirklich unglaublich toll
gespielt. Es ist wahnsinnig was sie da herausgeholt hat. Außerdem hat
mich Leonardo DiCaprio schon etliche Male sehr überzeugt. Zum Beispiel
hat er mir in „Jim Carroll - In den Straßen von New York“
außerordentlich gut gefallen. Da wird man als Zuschauer in seinem Sessel
ganz ruhig und sieht nur noch dem Schauspiel zu.
Moviesection: Du hast in den vergangenen Jahren sowohl viele
Filme für das Fernsehen gedreht, als auch für das Kino. Was macht
dir mehr Spaß?
Marlon Kittel: Grundsätzlich ist es mein Ziel gute deutsche
Filme zu drehen. Am liebsten natürlich Kinofilme, weil das die Königsklasse
ist. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass der Film
später auf einer großen Leinwand läuft. Das packt mich noch
mal anders, als das Fernsehen. Das heißt nun ganz und gar nicht, dass
ich mich für Fernsehfilme weniger anstrenge, aber das Kribbeln ist ein
anderes. (schmunzelt) Oft steckt in Kinofilmen auch sehr viel mehr Herzblut.
Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich auf jeden Fall nur noch
Kinofilme drehen, aber das geht ja nicht.
Moviesection: Zumal Deutschland auch eine sehr ausgeprägte
Fernsehlandschaft hat…
Marlon Kittel: Ja, das stimmt. Unter dem Strich muss ich auch
sagen, dass ich lieber einen guten Fernsehfilm drehe, als einen schlechten Kinofilm.
Andersherum habe ich aber auch lieber eine kleine Rolle in einem guten Kinofilm,
als eine Hauptrolle in einem schlechten Fernsehfilm. Der Punkt ist: Es kann
auf jeden Fall beides Spaß machen. Es kommt auf den Film an.
Moviesection: Wie ist es bei dir generell mit dem ‚Deutschen
Film‘. Viele sind der Meinung, dass bei uns zu wenig kommerzielle und
stattdessen viel zu viele „kulturellwertvolle“ Filme gedreht werden.
Was sagst du dazu?
Marlon Kittel: Das sehe ich ganz und gar nicht so. Ich finde
es traurig, wie viel schlechte und niveaulose Filme produziert werden. Ich tu
mich mit kommerziellen Filmen, wie zum Beispiel Komödien, ohnehin sehr
schwer. Ich mag wenige Genrefilme. Ich gucke mir ausschließlich Dramen
im Kino an. Geschichten mit einer Handlung, die etwas erzählen haben und
zum Nachdenken anregen. Unterhaltungsfilme mag ich überhaupt nicht. Für
Komödien, Fantasy- und Science-Fiction-Filme bin ich absolut nicht gemacht.
Davon habe ich einfach nichts. Vielleicht hab ich Spaß dabei mir das anzuschauen,
aber ich kann davon nichts für mich mitnehmen. Von daher mag ich die deutschen
Filme sehr.
Moviesection: Vielen Dank für das nette Gespräch.
Biographie:

Die deutsche Schauspieljugend entwickelt sich prächtig. Zumindest wenn
man Marlon Kittel in seinen diversen Rollen im Fernsehen und im Kino begegnet.
Mit diesem Jungschauspieler sollten die nächsten Jahre im Kino gesichert
sein. <br>
Seine Karriere gleicht einer Erfolgsgeschichte: 1998 entdeckte ihn seine heutige
Agentin, nachdem Marlon in der TV-Serie „Der Clown“ als Stunt Double
gearbeitet hatte. Sie engagierte ihn vom Fleck weg und brachte ihn bei ersten
Castings unter - Die Frau versteht was von ihrem Job. Der Enthusiasmus war mehr
als angebracht. 2000 war Marlon erstmals in einem Kinofilm zu sehen. Anschließend
wechselten sich TV- und Kinorollen ab. So war er in „Der Alte“ und
„Siska“ im Fernsehen zu sehen, als auch in „Paule und Julia“
und „Verschwende deine Jugend“ im Kino. <br>
2004 punktete er neben Kollege Robert Stadlober in dem großartigen Drama
„Sommersturm“, in dem er als schwuler Ruderer vollends überzeugen
konnte. Nach weiteren TV-Projekten kam er 2005 mit „Die Bluthochzeit“
an der Seite von Armin Rohde und Uwe Ochsenknecht in die deutschen Kinos. Auch
in dem TV-Film „Die Sturmflut“ war er an Bord. 2006 war er im Kino
in „Der Feind im Inneren“ zu sehen. Nach vielen TV-Auftritten, unter
anderem im „Tatort“, kam Marlon 2009 mit „Unter Bauern - Retter
in der Nacht“ endlich wieder ins Kino. Viele weitere Filme sind in der
Mache.... zur kompletten
Biographie-Seite
Filmauswahl von Marlon Kittel:

Verschwende deine Jugend
Deutschland, 2003
Banklehrling Harry Pritzel ist in seiner Freizeit Manager der Hinterhof-Combo seines Freundes Vince, "Apollo Schwabing“. Doch zu mehr als drittklassigen Gigs konnte Harry der Münchner Nachwuchsband bisher nicht verhelfen. Nach einem Streit mit Vince, bei dem Harry so gut wie gefeuert wurde, kommt ihm die zündende Idee. Nicht kleckern, sondern klotzen. Warum nicht den Zirkus Krone mieten und ein richtig geniales Konzert organisieren. Mit der IN-Band D.A.F. als Headliner und Apollo Schwabing als Vorgruppe. Damit wäre der Durchbruch geschafft und auch der arrogante Musikjournalist der „Sounds“ müsste mal etwas Positives schreiben. Gesagt, getan! Harry macht sich an die Arbeit und ist bald in der Realität angekommen. Die besteht aus Rechnungen, Rechnungen, Rechnungen und der Tatsache, dass D.A.F. seit kurzem keine Konzerte mehr gibt.... zur Filmkritik

Sommersturm
Deutschland, 2004
Tobi und Achim sind die besten Freunde – nichts und niemand kann die beiden auseinander bringen. Bald ist es soweit und die beiden starten mit ihrem Ruderclub RSC ins Sommerlager mit anschliessendem Wettkampf. Dort angekommen trifft die Mannschaft nicht nur auf starke Gegner, nein, die sind auch noch schwul. Nie hätte Tobi gedacht, das dieses Zeltlager sein Leben für immer verändern würde: Achim ist wohl doch mehr für ihn, als nur sein bester Freund…....zur Filmkritik
Klassenfahrt - Geknutscht wird immer (TV)
Deutschland, 2004
Schlimmer hätte es für die Klasse 11c nicht kommen können: Anstatt wie die Parallelklasse in die Toskana zu fahren, verbringen die Schüler ihre Klassenfahrt im Sauerland. Da es in der Einöde der deutschen Landschaft nichts anderes zu tun gibt, vertreiben sie sich die Zeit damit, sich gegenseitig auf die Palme zu treiben und Streiche zu spielen....zur Filmkritik
Brennendes Herz (TV)
Deutschland, 2006
Zwei Jahre saß Kurt im Gefängnis. Gemeinsam mit seinen "Kameraden"
hatte er damals eine Synagoge angezündet und ist als einziger dafür
verurteilt worden. Zurück in Lübeck will er nun einen Neuanfang wagen
und sich wieder in die Gesellschaft eingliedern.
Das Dumme ist nur, dass Kurts bester Freund Bomber sich alles andere als geändert
hat. Noch immer ist er der Nazi mit der großen Klappe. Aus der kleinen
Gruppe von damals ist in den zwei Jahren eine Organisation von mehreren Männern
geworden, die "Zeichen setzen wollen!" und nicht nur ausländische
Deutsche verprügeln, sondern auch vor Briefbomben und Brandanschlägen
nicht zurückschrecken.
Keine 12 Stunden, nachdem Kurt wieder in der Stadt ist, steckt er schon wieder
tief drin im Schlamassel. Als seine "Kameraden" ein türkisches
Restaurant und das Nebengebäude, das einem Juden gehört, anzünden,
geht die Aktion in die Hose. Im Nachbargebäude ist eine Frau in den Flammen
eingeschlossen. Während Bomber & Co. abhauen, rettet Kurt ihr das Leben.
Als er sich wenig später in die türkisch stämmige Ayse verliebt,
eskaliert die Situation......zur
Filmkritik
Hoffnung für Kummerow (TV)
Deutschland, 2008
Oskar Kubiczek ist der Bürgermeister der Hundertseelengemeinde Kummerow und mit seinem Latein bald am Ende. Die junge Gemeinde wandert in den Westen und hier ist das gesellschaftliche Leben quasi zum Erliegen gekommen. Er muss einfach Arbeitsplätze schaffen, damit es wieder bergauf geht mit dem kleinen Dörfchen. Scheinbar gibt es Hoffnung: Durch eine neue Investition in Ruderboote könnte Kummerow wieder neuen Aufwind bekommen, was aber bedeutet, dass Kubiczek seine lethargischen Nachbarn zum Handeln bringen muss. Und das ist gar nicht so einfach......zur Filmkritik