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"Besondere Schauspieler verdienen besondere Aufmerksamkeit!"

Unter diesem Motto blickt Moviesection.de, gemeinsam mit seinen Schwesterseiten Booksection.de & Musicsection.de, auf besondere Künstler: Die "Portrait-Specials".

Unsere sogenannten „Portrait-Specials“ sollen nicht nur plumpe PR eines Schauspielers sein, sondern die Kinogänger und neuen Fans umfassend und interessant informieren.

Im Winter 2009 im Blickpunkt: Jungschauspieler Marlon Kittel, der vorallem durch seine Rolle in "Sommersturm" zahlreiche Fans für sich begeistern konnte. Nach dem deutschen Überraschungshit, spielte der talentierte Darsteller in vielen Filmen aussagekräftige Rollen.


Interview:

„Nach „Sommersturm“ war es eine bewusste Entscheidung, nicht noch mehr solche Rollen zu übernehmen.“

Moviesection.de traf Marlon Kittel in Berlin zum Interview.

Moviesection: Wie kamst du zur Schauspielerei?
Marlon Kittel:
Meine Mutter hat, als ich zwölf Jahre alt war, Fotos von mir an eine Komparsenagentur geschickt. Wie tausend andere auch, wurde ich in die Kartei aufgenommen. In der Kartei stand unter anderem drin, dass ich sehr gut Inlineskaten kann. Als der Pilotfilm zu der TV-Serie „Der Clown“ gedreht wurde, haben sie nach einem Jungen gesucht, der einen Jungen aus der Serie doubeln könnte. Also haben sie in der Kartei der Komparsenagentur nach jemandem gesucht, der gut Skaten kann und kamen so letztlich auf mich.
Zunächst war ich davon gar nicht begeistert, zumal ich gar nicht wusste, dass meine Mutter mich in dieser Agentur angemeldet hat. Nach einigen Gesprächen habe ich jedoch zugesagt und bin für zwei Tage zum Dreh an das Set von „Der Clown“ gefahren. Am Schluss wurde ich zu der großen Abschlussfeier eingeladen. Dort habe ich Maria Schwarz, meine heutige Agentin, kennen gelernt. Sie hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mal in ihrer Agentur vorbeizuschauen. Ein Jahr später ging es mit der Schauspielerei dann los. Witzigerweise hatte ich in einer Folge von „Der Clown“ meine erste kleine Rolle. Damit war der Anfang gemacht. Damals war ich dreizehn Jahre alt. Als ich fünfzehn Jahre alt war, ging es los mit ersten Kinorollen. „Anna Wunder“ war 2000 mein Debütfilm.

Moviesection: Eine Schauspielschule hast du demnach nie besucht?
Marlon Kittel: Genau. Als ich siebzehn war, ist man mir damit ziemlich im Nacken gesessen. Viele haben zu mir gesagt, dass wenn ich die Schauspielerei mein Leben lang als Beruf machen möchte, ich mir überlegen sollte, nicht doch eine Ausbildung zu absolvieren. Zwar sei es nicht unbedingt erforderlich, aber bevor es zu spät ist, sollte ich es mir genau überlegen. Das habe ich dann auch zwei, drei Jahre lang getan – immer mal wieder (lacht). In dieser Zeit habe ich viel mit Erwachsenenschauspielern oder auch Schauspielschülern geredet und sie nach ihrer Meinung befragt. Dabei kamen ganz unterschiedliche Sachen heraus. Manche haben zu mir gesagt, dass eine Schauspielschule der größte Schwachsinn überhaupt sei und mich nur verformen und unnatürlich machen würde. Andere wiederum waren der Meinung, dass die Schauspielschule ein absolutes Muss ist, da man dabei so viel über sich selbst lernen würde. Unter dem Strich habe ich beschlossen, dass die Schauspielschule nichts für mich ist.

Moviesection: Ohne Ausbildung ist es schwer, auf einer Theaterbühne zu bestehen...
Marlon Kittel: Um ehrlich zu sein, hat mich die Bühne damals überhaupt nicht gereizt. Theater war nichts für mich. Mittlerweile bereue ich das ein wenig, da ich gerne mal auf einer Bühne stehen würde. Es ist aber schwer an eine Rolle in einem Theaterstück zu kommen, wenn man diese Ausbildung nicht hat. Dafür ist es wirklich wichtig und auch sinnvoll.

Moviesection: Hast du das Gefühl, dass du von Kollegen die eine Ausbildung absolviert haben, manchmal in deinem Beruf nicht ernst genommen wirst?
Marlon Kittel: Bei den Erwachsenenschauspielern ist das gar nicht so. Vermutlich weil sie merken, dass gerade ein Umbruch stattfindet. Es gibt mittlerweile viele junge Schauspieler, die keine Ausbildung haben und trotzdem gut sind. Auch unter den jungen Schauspielern ist das kein Problem. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich deswegen von Kollegen nicht ernst genommen werde. Es ist eher so, dass ich manchmal selbst ein Problem damit habe. Ab und zu stehe ich am Set und möchte etwas spielen, bekomme es aber nicht so hin, wie ich das selbst gerne möchte. In diesen Momenten überlegt man sich schon, ob es vielleicht an der fehlenden Ausbildung liegt.

Moviesection: Wie sieht dein persönlicher Schlüssel zum Erfolg aus?
Marlon Kittel: Erst neulich habe ich ein Interview mit Jan Josef Liefers gesehen und er hat auf eine ähnliche Frage geantwortet, dass es wichtig ist, möglichst intensiv zu leben. Man muss die Leute um sich herum beobachten und wahrnehmen was um einen herum passiert. So mache ich das. Außerdem versuche ich möglichst alles aus mir heraus zu holen und mich möglichst intensiv in meine Figuren hineinzuversetzen.

Moviesection: Gibt es eine Arbeit aus den vergangenen Jahre, die dir besonders Spaß gemacht hat`?
Marlon Kittel: Am meisten gefallen mir die Filme, in denen man mit Gleichaltrigen zusammenarbeitet. Während solchen Dreharbeiten ist alles eine Spur lockerer. Vielleicht kommt die Arbeit dabei manchmal zu kurz, aber das gleicht sich aus, weil ein gemeinschaftliches Gefühl entsteht, von dem auch der Film letztlich profitiert. Oftmals merkt man, dass die Leute sich wirklich kennen und nicht nur vor der Kamera spielen, dass sie sich kennen. Bei „Sommersturm“ oder „Verschwende deine Jugend“ war das so, weshalb mir diese Arbeiten bislang auch am meisten Spaß gemacht haben.

Moviesection: Wie hat dir das Ergebnis von „Sommersturm“ abschließend gefallen?
Marlon Kittel: Sehr gut. Ich fand der Film ist gut mit seinem Thema umgegangen. Es wurde viel mit Klischees gespielt und war am Schluss dennoch sehr ernst zu nehmen. „Sommersturm“ erzählt eine tolle Geschichte, die super verpackt wurde. Ich habe die Arbeit und den fertigen Film sehr, sehr gemocht.

Moviesection: Du hattest mit der Rolle des homosexuellen Leo einen sehr aktiven Part in dem Film. Vor allem die Sexszene am Steg muss doch eine große Herausforderung für dich gewesen sein. Hattest du ein wenig Angst vor dieser Szene?
Marlon Kittel: Nein, Angst hatte ich keine. Ich war wirklich sehr dankbar für diese Rolle, weil sie viel hergegeben hat. Natürlich habe ich mir am Anfang überlegt, wie speziell diese Szene wohl werden wird. Toll war aber, dass ich mich mit Robert Stadlober schon vor den Dreharbeiten zu „Sommersturm“ sehr gut verstanden habe. Ich konnte mit ihm über die Szene reden und damit war alles okay. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Film gedreht habe. Obwohl ich nicht schwul bin, hat mir die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. Ich denke, dass man das auch sieht.

Moviesection: Wie kamst du zu der Rolle?
Marlon Kittel: Das ist eine lustige Geschichte. Bei der Premiere von „Verschwende deine Jugend“ habe ich im "P1" in München den Regisseur Marco Kreuzpaintner getroffen. Er hat gesagt, dass ihm meine Arbeit sehr gut gefallen hat und dass er vielleicht eine Rolle in einem seiner Filme für mich hat. Das hört sich nun an wie ein Klischee, aber es ist wirklich wahr. (lacht) Erst habe ich ihm nicht geglaubt, aber dann hat er sich zwei Wochen später tatsächlich bei mir gemeldet. Er hat mir das Drehbuch mit der Bitte geschickt, ich solle mir überlegen, ob ich die Rolle gerne spielen würde. Ganz schnell war mir klar, dass ich das auf jeden Fall machen werde.

Moviesection: Die Rolle des Nazis Henry in „Brennendes Herz“ ist ein sehr starker Gegensatz zu der Rolle in „Sommersturm“. Hast du das bewusst so gewählt, um nicht der Gefahr zu unterlaufen in eine Schublade gesteckt zu werden?
Marlon Kittel: Nein, die eine Rolle hat mit der anderen nichts zu tun. Obwohl ich heute noch immer häufig auf „Sommersturm“ angesprochen werde, bin ich doch froh darüber auch noch andere Rollen spielen zu können. Nach „Sommersturm“ war es eine bewusste Entscheidung, nicht noch mehr solche Rollen zu übernehmen. Die Gefahr, irgendwann in eine Schublade gesteckt zu werden, ist auf jeden Fall da. Man muss aufpassen, dass einem nicht irgendwann keiner mehr etwas anderes glaubt.

Moviesection: Welche der beiden Rollen war in ihrer Vorbereitung schwieriger?
Marlon Kittel: Es reicht auf jeden Fall nicht aus, wenn man sich hinstellt und intuitiv eine Rolle spielt. Die Vorbereitung ist mit das Wichtigste an der ganzen Arbeit. Im Endeffekt fiel es mir schwerer mich in den homosexuellen Leo hineinzuversetzen, als in den rechtsradikalen Henry. Ein Nazi zu sein, geht auf jeden Fall nicht so tief, wie schwul zu sein und sich mit zwölf oder dreizehn Jahren mit seiner Homosexualität auseinandersetzen zu müssen.

Moviesection: Wie bist du an diese Aufgabe herangegangen?
Marlon Kittel: Ich habe mich auch privat sehr intensiv mit dem Thema Homosexualität auseinandergesetzt. Wenn man einen Jungen spielen soll, der seit vielen Jahren geoutet ist und schon lange dazu steht, dann kann man als Schauspieler nicht an das Set gehen und dort zum ersten Mal darüber nachdenken wie das wohl sein könnte. Also bin ich in die Klubs gegangen, in denen man überwiegend schwule Männer trifft und habe auf der einen oder anderen Party mit einem Jungen geknutscht. Ich wollte einfach sehen wie das ist und im Endeffekt hat das wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte gute Partys. Das war auf jeden Fall eine gute Vorbereitung für die Rolle und hat Vieles einfacher gemacht.
Außerdem hatte ich damit auch für mich persönlich die Möglichkeit herauszufinden, ob ich schwul bin oder nicht. Jeder Junge im Teenageralter sagt, dass er auf gar keinen Fall schwul ist und irgendwann, nach zwei Kindern und mitten in der Ehe, merkt er, dass er es eben doch ist. Ich wollte diese Thematik nicht verdrängen und hatte durch die Rollenvorbereitung die Möglichkeit herauszufinden, dass ich es nicht bin. Viele Kollegen haben zu mir gesagt, dass sie die Rolle des Leo nicht gespielt hätten. Ich frage mich in diesen Momenten wirklich: Warum denn nicht? Immerhin sind wir alle Schauspieler. Einen Kinderschänder würde vermutlich auch jeder von uns spielen.

Moviesection: Spielst du lieber zurückhaltende, schüchterne Rollen oder welche, in denen du vor der Kamera richtig aus dir ausbrechen kannst?
Marlon Kittel: Bei den zurückhaltenden Figuren ist mehr rauszuholen, weil sie meistens tiefere Probleme haben, mit denen man sich erst einmal auseinandersetzen muss. Figuren wie der Henry in „Brennendes Herz“ haben nicht so viel Tiefe. Da spielen mehr oberflächliche Verhaltensmuster wie Rotzigkeit eine Rolle. Da steckt nicht so viel Problematik dahinter, die man in seinem Schauspiel ausdrücken muss. Nächstes Jahr übernehme ich zum Beispiel die Hauptrolle in dem Film „Cloud Cluster“. Der Film hat überhaupt keine Action, ist eher ganz ruhig - Ein richtiger Schauspielerfilm eben. Da wird es wirklich auf die Feinheiten in der Darstellung ankommen und das finde ich anspruchsvoller.

Moviesection: Bereitest du dich für kleine Nebenrollen auch so intensiv vor wie auf große Hauptrollen?
Marlon Kittel: Natürlich nicht ganz so intensiv, aber es wäre fatal, wenn man sich gar nicht darauf vorbereiten würde. Jede Vorbereitung lohnt sich, auch wenn die Mühe manchmal unverhältnismäßig groß ist, im Vergleich zu dem was dabei herauskommt. Ich fühle mich wohler dabei, wenn ich mich auch für kleine Rollen gut vorbereitet habe. Wenn ich am Set meine zwei Sätze runterreiße und danach unmotiviert wieder nach Hause fahre, hab ich gar nichts davon. Da fühle ich mich selbst schlecht dabei. Ich will für das was ich dabei verdiene, auch eine entsprechende Leistung abliefern und nicht einfach meinen Text aufsagen. Manchmal ist es auch so, dass Szenen die man mühevoll gedreht hat, später gar nicht im Film auftauchen. Natürlich ist man dann enttäuscht, da man für immer der Einzige sein wird der weiß, was man geleistet hat.

Moviesection: Wie ist es, wenn man für seine Arbeit schlechte Kritik bekommt?
Marlon Kittel: Das Schlimmste ist, wenn man während einem Dreh nicht von dem Regisseur kritisiert wird. Man versucht seinen Job so gut als möglich zu machen, aber es ist ganz schwer an die 100 Prozent heranzukommen. Das passiert nicht oft. Ich will aber super und absolut überzeugend sein. Es ist immer mein Ziel die 100 Prozent zu schaffen, mit 60 oder 70 Prozent gebe ich mich nicht zufrieden. Ich strebe immer die vollen 100 an. Das gelingt nicht immer, aber es ist gut diesen Vorsatz zu haben. Dabei ist es unglaublich hilfreich, wenn man für seine Arbeit ehrliche Kritik bekommt. Nur dann weiß man, was man noch besser machen kann.
Das war früher schon so bei mir. Als Kind habe ich an der Musikhochschule in Essen klassisches Klavier gespielt. Solange der Lehrer zu mir gesagt hat, dass es nicht gut genug ist, habe ich immer noch mehr gegeben und bin dadurch immer besser geworden. Wenn es irgendwann soweit war, dass ich ein Stück perfekt beherrscht habe und der Lehrer mir das auch gesagt hat, konnte man sicher sein, dass ich mich im nächsten Moment sofort verspiele. Wenn man gelobt wird, fällt der Druck ab. Wer schon nahezu perfekt ist, hat nur wenig Motivation noch besser zu werden.

Moviesection: Gibt es schauspielerische Leistungen von deinen Kollegen, die dich tief beeindruckt haben?
Marlon Kittel: Ja, definitiv. Umgehauen hat mich Marion Cotillard in „La vie en rose“ . Sie hat ihre Rolle wirklich unglaublich toll gespielt. Es ist wahnsinnig was sie da herausgeholt hat. Außerdem hat mich Leonardo DiCaprio schon etliche Male sehr überzeugt. Zum Beispiel hat er mir in „Jim Carroll - In den Straßen von New York“ außerordentlich gut gefallen. Da wird man als Zuschauer in seinem Sessel ganz ruhig und sieht nur noch dem Schauspiel zu.

Moviesection: Du hast in den vergangenen Jahren sowohl viele Filme für das Fernsehen gedreht, als auch für das Kino. Was macht dir mehr Spaß?
Marlon Kittel: Grundsätzlich ist es mein Ziel gute deutsche Filme zu drehen. Am liebsten natürlich Kinofilme, weil das die Königsklasse ist. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass der Film später auf einer großen Leinwand läuft. Das packt mich noch mal anders, als das Fernsehen. Das heißt nun ganz und gar nicht, dass ich mich für Fernsehfilme weniger anstrenge, aber das Kribbeln ist ein anderes. (schmunzelt) Oft steckt in Kinofilmen auch sehr viel mehr Herzblut. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich auf jeden Fall nur noch Kinofilme drehen, aber das geht ja nicht.

Moviesection: Zumal Deutschland auch eine sehr ausgeprägte Fernsehlandschaft hat…
Marlon Kittel: Ja, das stimmt. Unter dem Strich muss ich auch sagen, dass ich lieber einen guten Fernsehfilm drehe, als einen schlechten Kinofilm. Andersherum habe ich aber auch lieber eine kleine Rolle in einem guten Kinofilm, als eine Hauptrolle in einem schlechten Fernsehfilm. Der Punkt ist: Es kann auf jeden Fall beides Spaß machen. Es kommt auf den Film an.

Moviesection: Wie ist es bei dir generell mit dem ‚Deutschen Film‘. Viele sind der Meinung, dass bei uns zu wenig kommerzielle und stattdessen viel zu viele „kulturellwertvolle“ Filme gedreht werden. Was sagst du dazu?
Marlon Kittel: Das sehe ich ganz und gar nicht so. Ich finde es traurig, wie viel schlechte und niveaulose Filme produziert werden. Ich tu mich mit kommerziellen Filmen, wie zum Beispiel Komödien, ohnehin sehr schwer. Ich mag wenige Genrefilme. Ich gucke mir ausschließlich Dramen im Kino an. Geschichten mit einer Handlung, die etwas erzählen haben und zum Nachdenken anregen. Unterhaltungsfilme mag ich überhaupt nicht. Für Komödien, Fantasy- und Science-Fiction-Filme bin ich absolut nicht gemacht. Davon habe ich einfach nichts. Vielleicht hab ich Spaß dabei mir das anzuschauen, aber ich kann davon nichts für mich mitnehmen. Von daher mag ich die deutschen Filme sehr.

Moviesection: Vielen Dank für das nette Gespräch.


Biographie:

Die deutsche Schauspieljugend entwickelt sich prächtig. Zumindest wenn man Marlon Kittel in seinen diversen Rollen im Fernsehen und im Kino begegnet. Mit diesem Jungschauspieler sollten die nächsten Jahre im Kino gesichert sein. <br>
Seine Karriere gleicht einer Erfolgsgeschichte: 1998 entdeckte ihn seine heutige Agentin, nachdem Marlon in der TV-Serie „Der Clown“ als Stunt Double gearbeitet hatte. Sie engagierte ihn vom Fleck weg und brachte ihn bei ersten Castings unter - Die Frau versteht was von ihrem Job. Der Enthusiasmus war mehr als angebracht. 2000 war Marlon erstmals in einem Kinofilm zu sehen. Anschließend wechselten sich TV- und Kinorollen ab. So war er in „Der Alte“ und „Siska“ im Fernsehen zu sehen, als auch in „Paule und Julia“ und „Verschwende deine Jugend“ im Kino. <br>
2004 punktete er neben Kollege Robert Stadlober in dem großartigen Drama „Sommersturm“, in dem er als schwuler Ruderer vollends überzeugen konnte. Nach weiteren TV-Projekten kam er 2005 mit „Die Bluthochzeit“ an der Seite von Armin Rohde und Uwe Ochsenknecht in die deutschen Kinos. Auch in dem TV-Film „Die Sturmflut“ war er an Bord. 2006 war er im Kino in „Der Feind im Inneren“ zu sehen. Nach vielen TV-Auftritten, unter anderem im „Tatort“, kam Marlon 2009 mit „Unter Bauern - Retter in der Nacht“ endlich wieder ins Kino. Viele weitere Filme sind in der Mache.... zur kompletten Biographie-Seite



Filmauswahl von Marlon Kittel:

Verschwende deine Jugend

Deutschland, 2003

Banklehrling Harry Pritzel ist in seiner Freizeit Manager der Hinterhof-Combo seines Freundes Vince, "Apollo Schwabing“. Doch zu mehr als drittklassigen Gigs konnte Harry der Münchner Nachwuchsband bisher nicht verhelfen. Nach einem Streit mit Vince, bei dem Harry so gut wie gefeuert wurde, kommt ihm die zündende Idee. Nicht kleckern, sondern klotzen. Warum nicht den Zirkus Krone mieten und ein richtig geniales Konzert organisieren. Mit der IN-Band D.A.F. als Headliner und Apollo Schwabing als Vorgruppe. Damit wäre der Durchbruch geschafft und auch der arrogante Musikjournalist der „Sounds“ müsste mal etwas Positives schreiben. Gesagt, getan! Harry macht sich an die Arbeit und ist bald in der Realität angekommen. Die besteht aus Rechnungen, Rechnungen, Rechnungen und der Tatsache, dass D.A.F. seit kurzem keine Konzerte mehr gibt.... zur Filmkritik


Sommersturm

Deutschland, 2004

Tobi und Achim sind die besten Freunde – nichts und niemand kann die beiden auseinander bringen. Bald ist es soweit und die beiden starten mit ihrem Ruderclub RSC ins Sommerlager mit anschliessendem Wettkampf. Dort angekommen trifft die Mannschaft nicht nur auf starke Gegner, nein, die sind auch noch schwul. Nie hätte Tobi gedacht, das dieses Zeltlager sein Leben für immer verändern würde: Achim ist wohl doch mehr für ihn, als nur sein bester Freund…....zur Filmkritik


Klassenfahrt - Geknutscht wird immer (TV)

Deutschland, 2004

Schlimmer hätte es für die Klasse 11c nicht kommen können: Anstatt wie die Parallelklasse in die Toskana zu fahren, verbringen die Schüler ihre Klassenfahrt im Sauerland. Da es in der Einöde der deutschen Landschaft nichts anderes zu tun gibt, vertreiben sie sich die Zeit damit, sich gegenseitig auf die Palme zu treiben und Streiche zu spielen....zur Filmkritik


Brennendes Herz (TV)

Deutschland, 2006

Zwei Jahre saß Kurt im Gefängnis. Gemeinsam mit seinen "Kameraden" hatte er damals eine Synagoge angezündet und ist als einziger dafür verurteilt worden. Zurück in Lübeck will er nun einen Neuanfang wagen und sich wieder in die Gesellschaft eingliedern.
Das Dumme ist nur, dass Kurts bester Freund Bomber sich alles andere als geändert hat. Noch immer ist er der Nazi mit der großen Klappe. Aus der kleinen Gruppe von damals ist in den zwei Jahren eine Organisation von mehreren Männern geworden, die "Zeichen setzen wollen!" und nicht nur ausländische Deutsche verprügeln, sondern auch vor Briefbomben und Brandanschlägen nicht zurückschrecken.
Keine 12 Stunden, nachdem Kurt wieder in der Stadt ist, steckt er schon wieder tief drin im Schlamassel. Als seine "Kameraden" ein türkisches Restaurant und das Nebengebäude, das einem Juden gehört, anzünden, geht die Aktion in die Hose. Im Nachbargebäude ist eine Frau in den Flammen eingeschlossen. Während Bomber & Co. abhauen, rettet Kurt ihr das Leben. Als er sich wenig später in die türkisch stämmige Ayse verliebt, eskaliert die Situation......zur Filmkritik



Hoffnung für Kummerow (TV)

Deutschland, 2008

Oskar Kubiczek ist der Bürgermeister der Hundertseelengemeinde Kummerow und mit seinem Latein bald am Ende. Die junge Gemeinde wandert in den Westen und hier ist das gesellschaftliche Leben quasi zum Erliegen gekommen. Er muss einfach Arbeitsplätze schaffen, damit es wieder bergauf geht mit dem kleinen Dörfchen. Scheinbar gibt es Hoffnung: Durch eine neue Investition in Ruderboote könnte Kummerow wieder neuen Aufwind bekommen, was aber bedeutet, dass Kubiczek seine lethargischen Nachbarn zum Handeln bringen muss. Und das ist gar nicht so einfach......zur Filmkritik