"Besondere Schauspieler verdienen besondere Aufmerksamkeit!"

Unter diesem Motto blickt Moviesection.de, gemeinsam mit seinen Schwesterseiten Booksection.de & Musicsection.de, auf besondere Künstler: Die "Portrait-Specials".

Unsere sogenannten „Portrait-Specials“ sollen nicht nur plumpe PR eines Schauspielers sein, sondern die Kinogänger und neuen Fans umfassend und interessant informieren.

Im Februar im Blickpunkt: Schauspieler Matthias Schweighöfer, der seit etlichen Jahren zu den großen Schauspielhoffnungen des Landes zählt.


Interview:

„Theater ist Theater und Film ist Film.“

Moviesection.de traf Matthias Schweighöfer in Offenburg zum Interview.

Moviesection: Vor einigen Jahren galtest du noch als großes Nachwuchstalent. Mittlerweile hast du dich im deutschen Film fest als Schauspieler etabliert. Empfindest du das auch so?
Matthias Schweighöfer: Nun ja, man wird nun eben älter und hat ein paar mehr Filme auf dem Buckel. Selber empfindet man so etwas aber nicht wirklich. Man macht seine Arbeit so gut es geht, versucht gute Filme zu machen. Aber wenn ich jetzt zur etablierten Truppe Deutschlands gehöre, dann freut mich das natürlich.

Moviesection: Siehst du dich denn selbst als Teil der etablierten Truppe?
Matthias Schweighöfer: Nein, ich sehe das gar nicht so. Eigentlich denke ich darüber gar nicht nach. Ich sehe mich selbst als normalen Schauspieler, der seine Arbeit so gut wie möglich macht.

Moviesection: Also gibt es für dich keinen markanten Wendepunkt in den vergangen Jahren?
Matthias Schweighöfer: Doch, das gibt es schon: Gerade „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ waren sehr erfolgreich. Auch „Friendship!“ hat sehr gute Besucherzahlen.

Moviesection: Beruflicher Erfolg bringt fast zwangsläufig auch großes Medieninteresse an der Privatperson mit sich. Empfindest du diese gesteigerte Aufmerksamkeit als Belastung?
Matthias Schweighöfer: Nein, denn umso 'öffentlicher‘ man wird, desto mehr sind die Leute auch am Leben interessiert, das man führt. Das ist normal und ich mag das eigentlich. Solange man ehrlich bleibt und wenn die Leute immer wissen wen sie gerade vor sich haben, dann sind sie auch sehr dankbar.

Moviesection: Also beantwortest du Fragen, auch zu deiner Privatperson, immer sehr offen?
Matthias Schweighöfer: Ja, klar. Es wäre ja blöd etwas zu erfinden.

Moviesection: Zwischen 2001 und 2003 wurdest du mit zahlreichen Preisen als ‚Bester Nachwuchsdarsteller‘ ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, der Goldene Kamera und dem Adolf-Grimme Preis. Glaubst du, dass diese Preise deine Karriere maßgeblich vorangetrieben haben oder sind solche Auszeichnungen „nur“ nettes Beiwerk?
Matthias Schweighöfer: Preise sind immer sehr dankbar, weil man sich freut von der Jury ausgezeichnet zu sein. Ich habe aber gelernt, dass es immer noch der größte Preis ist, wenn die Leute ins Kino gehen und sich eine Kinokarte wirklich kaufen. Dadurch merkt man einfach, was es für manche Leute bedeuten kann, wenn sie sich einen Film anschauen, indem man selbst mitspielt. Dieses tolle Gefühl kann kein Preis der Welt aufwiegen. Dennoch sind Auszeichnungen toll - gerade wenn sie von der Jury sind. Publikumspreise sind auch der Knaller. Es ist einfach toll, wenn das Publikum für einen abstimmt.

Moviesection: Es gab schon viele Schauspieler, die mit einem Preis ausgezeichnet wurden und die danach in der Versenkung verschwunden sind. Hattest du das Gefühl, dass dir die Auszeichnungen deutlich mehr Rollenangebote beschert haben?
Matthias Schweighöfer: Es kommt wohl darauf an, welchen Preis man bekommt. Manchmal gibt es auch Leute die denken, dass ein Schauspieler nachdem er so viele Preise gewonnen hat, bestimmt duzende Angebote bekommt. Dann kann es aber durchaus auch vorkommen, dass derjenige vielleicht ein oder auch gar kein Angebot bekommt. Bei mir war es so, dass ich nach den vielen Preisen nicht deutlich mehr Rollenangebote bekommen habe.

Moviesection: Also sind die Preise mehr relevant für den Auftritt in der Öffentlichkeit, als für den unter den Filmemachern?
Matthias Schweighöfer: Ja, auf jeden Fall. Dadurch, dass man einen Preis bekommt, wird man klar öffentlicher. Die Presse berichtet dann auch viel und man bekommt ein stärkeres Auftreten. In der Branche direkt ist das aber auf jeden Fall noch mal etwas anderes.

Moviesection: Deine Eltern sind auch beide als Schauspieler tätig. Glaubst du, dass du auch ohne diese „familiäre Vorgeschichte“ Schauspieler geworden wärst?
Matthias Schweighöfer: Schwierige Frage. Ich beantworte sie nun einfach mal mit einem „Ja!“, da die Schauspielerei ein toller Beruf ist, den ich gerne ausübe.

Moviesection: Hast du dich schon früh von deinen Eltern losgelöst, um dir einen eigenen Namen in der Branche zu machen?
Matthias Schweighöfer: Ich habe mich schon früh abgekapselt und mein eigenes Ding gemacht. Aber klar bin ich immer der Sohn meiner Eltern gewesen und werde es auch immer bleiben – beeinflusst von ihrem Beruf und ihrer sehr faszinierenden Tätigkeit am Theater. Theater ist eine tolle Form von Schauspiel und Unterhaltung und da komme ich her.

Moviesection: Für viele Schauspieler ist eine Schauspielausbildung das non-plus-ultra, andere wiederum verzichten absichtlich darauf. Du hast die Ernst-Busch-Schule vorzeitig abgebrochen. Wie stehst du zu dem Thema, welche Erfahrungen hast du für dich persönlich gesammelt?
Matthias Schweighöfer: Ich finde Schauspielschulen sehr wichtig. Vor allem wegen der Sprecherziehung und dem Erlernen des Handwerks. Wichtig ist das vor allem für jemand, der noch nicht so viel gespielt hat und der mit dem Beruf noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt hat. Schauspielschulen können sehr gut dabei helfen zu kapieren, was der Beruf des Schauspielers eigentlich ist und was einen da erwartet – nämlich Professionalität in der Aussage und die Fähigkeit mehrer Situationen gut spielen zu können.
Es gibt aber auch Leute, die schon sehr früh wissen was sie erzählen wollen und was für Geschichten sie im Leben haben, die sie gerne weiter tragen wollen. Solche Leute lassen sich an der Schauspielschule wenig erzählen.

Moviesection: War das bei dir der Fall?
Matthias Schweighöfer: Ich komme eben aus einer Theaterfamilie und stand auch schon früh auf der Bühne und vor der Kamera. Ich habe mein ganzes Leben mit diesem Beruf verbracht. Für mich war es an der Schule sehr schwierig, weil ich schon mit einer festen Meinung dort ankam und diese Meinung auch durchsetzten wollte.

Moviesection: Viele Schauspieler sagen, dass es ohne Ausbildung schwer ist auf einer Theaterbühne zu bestehen. Du standst dennoch sehr häufig auf der Bühne. Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht?
Matthias Schweighöfer: Ich habe jetzt bei Frank Castorf zwei Jahre an der Volksbühne in Berlin gespielt. Das war immer mein Traumtheater. Da wollte ich immer hin. Dafür habe ich alles getan und wurde an dem Haus letztlich auch als ebenbürtiger Schauspieler angenommen. Das war für mich ein großes Kompliment.

Moviesection: In den vergangenen Jahren deiner Karriere hast du sehr häufig Theater gespielt und konntest zudem jede Menge Kameraerfahrung sammeln. Glaubst du, dass man die beiden Formen der Schauspielerei miteinander vergleichen kann?
Matthias Schweighöfer: Nein, das kann man nur schwer vergleichen. Theater ist Theater und Film ist Film. Das sind zwei unterschiedliche Sachen, aber es macht beides gleich viel Spaß.

Moviesection: Während du im Theater und Kino sehr häufig zu sehen bist, begegnet man dir im Fernsehen hingegen eher selten…
Matthias Schweighöfer: Angebote für Fernsehfilme kommen auf jeden Fall, aber ich nehme sie nur selten an. Ich finde ein Fernsehfilm muss auch etwas Besonderes haben. Ich finde plakative Unterhaltung im Fernsehen nicht gut. Wenn es aber etwas Spezielles ist, dann bin ich gerne immer dabei.

Moviesection: Wie bei deinem letzten Tatort „Weil sie böse sind“ ?
Matthias Schweighöfer: Der „Tatort“ war einfach toll. Ich durfte eine coole Figur spielen, die richtige Wellen geschlagen hat. Dieser Typ ist ganz vielen Leuten im Gedächtnis geblieben und auch diese Form von ‚neuem‘ Tatort kam gut an. So wie in „Weil sie böse sind“ wurde der Tatort nur sehr selten erzählt. Bei so etwas bin ich dann sehr gerne dabei. Milan Peschel, mit dem ich den Tatort zusammen gedreht habe, ist auch ein sehr enger Freund von mir – sogar der zweite Patenonkel meines Kindes. Mit Freunden zusammen zu drehen macht immer sehr viel Spaß.

Moviesection: Was macht den Deutschen Film für dich als Schauspieler attraktiv?
Matthias Schweighöfer: Im Moment finde ich sehr interessant, dass so viele Amerikaner hier her kommen. Ich hoffe in dem Zusammenhang, dass Christoph Walz den Golden Globe und den OSCAR gewinnt. Außerdem sind die Förderungen gerade sehr gnädig, so dass man zurzeit auch die Möglichkeit hat gute deutsche Filme zu machen. Ich glaube es ist gerade eine interessante Zeit für die deutsche Filmindustrie. Interessant ist auch, dass man schon davon sprechen kann, dass Deutschland nun langsam zu einer Filmindustrie wird.

Moviesection: Die Anzahl an bekannten deutschen Filmmachern und Schauspielern ist eher begrenzt. Du standest nun zum Beispiel schon einige Male zusammen mit Jessica Schwarz vor der Kamera und auch bei der Filmcrew von „Friendship!“ gibt es einige Überschneidungen mit der von „Keinohrhasen“. Verleiht das ‚familiäre Umfeld‘ ein Gefühl von Sicherheit oder wird das mit der Zeit eher langweilig?
Matthias Schweighöfer: Es ist in Deutschland tatsächlich sehr überschaubar und familiär, aber das ist in Amerika auch so. Als wir zum Beispiel „Friendship!“ in Amerika gedreht haben, habe ich Roland Emmerich kennen gelernt, weil die Kameracrew die gleichen war wie die von „Independence Day“. Als wir in San Fransisco gedreht haben, hat mich Emmerich sogar gefragt, ich die Tage über bei ihm schlafen möchte. Das ist schon Wahnsinn. Da ist man plötzlich mit dem Mann zusammen, der „Independence Day“ gedreht hat. Die Filmwelt ist einfach überall auf der Welt klein. (lacht)

Moviesection: Würdest du auch gerne auch häufiger im Ausland drehen?
Matthias Schweighöfer: Ja, das würde ich sehr gerne. Wir arbeiten gerade eine Co-Produktion mit einer Firma die Egoli & Tossell heißt. Der Film, den wir dort produzieren, heißt „Hectors Reisen“ – basierend auf der gleichnamigen Romanvorlage von Francois Lelord. Da freuen wir uns schon drauf und sind sehr gespannt. Das Lustige ist, dass Katja von Garnier, die Regisseurin des Films, die Frau von Markus Goller, dem Regisseur von „Friendship!“ ist. So schließt sich der Kreis wieder. (lacht)

Moviesection: Bedeutet „wir machen“, dass du eine eigene Firma gegründet hast?
Matthias Schweighöfer: Ja, genau. Ich habe eine eigene Produktionsfirma gegründet, die jetzt damit beginnt die ersten Filme zu produzieren. Neben „Hectors Reisen“ gehen wir gerade auch in die Finanzierung eines komplett eigenen Filmes.

Moviesection: Du warst in den vergangenen Jahren in sehr unterschiedliche Rollen, in sehr unterschiedlichen Genres zu sehen. Was machst du lieber: Den berühmten Dichter Friedrich Schiller in Szenen setzen, das Fliegerass, „den roten Baron“, mimen oder den Spaßvogel Moritz wie in „Keinohrhasen“ geben?
Matthias Schweighöfer: Ich habe eigentlich keinen Film, bei dem ich von einem echten Favoriten sprechen könnte. Ich bin ein totaler Freund von all meinen Filmen und habe wirklich jeden einzelnen auch sehr gerne gemacht. Wenn ich mich dafür entscheide einen Film zu drehen, dann stehe ich immer voll und ganz dahinter. Meistens werden die Filme ja sehr gut und dann gibt es auch keinen Grund weshalb ich nicht zu meiner Arbeit stehen sollte. Ich denke, dass jede Rolle für sich eine Herausforderung darstellt und ich erwarte von mir selbst auch, dass ich den Schiller genau so gut spiele wie den roten Baron. Alles braucht hundertprozentige Kraft.

Moviesection: Was fällt dir leichter: Tom in „Friendship!“ in Szenen zu setzen oder die Verkörperung von bekannten Personen wie Schiller oder Reich-Raniki?
Matthias Schweighöfer: Wenn die Rollen näher an einem persönlich dran sind, dann ist es immer auch schwieriger die Rolle wirklich neu zu erfinden. Umso weiter eine Rolle weg ist, umso effektiver wird es. Es ist ein schwieriger Grat. Jede Rolle braucht im Prinzip einen gewissen Anteil von einem selbst und einen großen erfundenen Anteil. Die Rolle des Tom ist beispielsweise auch gar nicht so nahe an mir dran, wie man vielleicht glaubt. Das ist Kraft, hundertprozentige Energie und die ganze Zeit auch sehr anstrengend.

Moviesection: Kannst du dir deine Rollen mittlerweile schon aussuchen?
Matthias Schweighöfer: Ich bekomme nicht wirklich viele Angebote. Bei denen die kommen, überlege ich mir aber schon, ob mir das gefällt oder eher nicht. Momentan konzentriere ich mich stark auf meine Firma und suche viel mehr nach guten Drehbüchern, die ich dann an meine Kollegen weitergebe.

Moviesection: Du lebst, wie viele deiner Kollegen auch, in Berlin. Was macht die Stadt für Schauspieler so attraktiv?
Matthias Schweighöfer: Ich lebe in Berlin, weil mein Vater seit 26 Jahren in Berlin lebt. Ich war immer dort. Berlin ist eine große Stadt, sehr künstlerisch und als Schauspieler sieht man dort immer irre Typen, die als Inspirationsquelle dienen können. Man hat einfach immer Input – energetischen Input. (lacht)

Moviesection: Wo führt deine Reise als Schauspieler hin? Wo siehst du dich selbst in einigen Jahren?
Matthias Schweighöfer: Ich hoffe, dass ich ein guter Filmemacher und Produzent werde. Ob die Schauspielerei da hinten anstehen muss, kann ich jetzt noch nicht sagen. Das wird die Zukunft zeigen.


Biographie:

Das Talent zur Schauspielerei wurde dem deutschen Jungmimen quasi schon in die Wiege gelegt. Beide Elternteile (Michael Schweighöfer, Gitta Schweighöfer) sind schon seit langer Zeit am Theater tätig und führten ihren Sohn bereits in jungen Jahren auf die Bretter, die die Welt bedeuten – schon während der Schulzeit stand Schweighöfer so auf der Bühne. Nach seinem Gymnasialabschluss studierte er an der renommierten Ernst Busch-Schauspielschule in Berlin, brach jedoch nach 12 Monaten wieder ab, da er die praktische Arbeit dem ‚öden‘ Lernen vorzog. „Ich musste einfach gehen, weil ich damit nicht mehr glücklich war“, so Schweighöfer.

Bei Schweighöfer lief es jedoch auch ohne abgeschlossene Schauspielausbildung wie am Schnürchen: Das erste Mal vor der Kamera stand er bereits 1991 für eine kleine Rolle in einer Folge der TV-Serie „Ärzte“. Richtung in Schwung kam seine Karriere ab 1997, als er sein Spielfilmdebüt mit dem Fernsehfilm „Raus aus der Haut“ von Andreas Dresen feierte. Anschließend konnte er regelmäßig kleinere und größere Rollen ergattern.

2000 sollte dann das große Jahr für Schweighöfer werden. Damals feierte er nicht nur sein Leinwanddebüt mit dem Kurzfilm „Mein Freund, seine Mutter und die Elbe“, sondern wurde auch stolzer Eigentümer von zwei Preisen: Zum einen gewann er für die Rolle, die er in dem TV-Film „Verbotenes Verlangen - Ich liebe meinen Schüler“ übernahm den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises und wurde zum anderen mit dem Adolf-Grimme-Preis für seine Darstellung in dem TV-Drama „Die Freunde der Freunde“ ausgezeichnet. Der Durchbruch war damit geschafft und Schweighöfer von nun an ein gefragter und gern gesehener Jungschauspieler.

2002 unternahm Matthias sogar einen kleinen Ausflug nach Hollywood, als man ihn neben dem amerikanischen Schauspieler Stephen Dorff in dem Horror-Thriller „FearDotCom“ bewundern konnte. 2003 war er neben Nora Tschirner in der Liebeskomödie „Soloalbum“ und in dem Drama „Die Klasse von '99“ in unseren Kinos vertreten. Ein Jahr später brillierte er in dem Drama „Kammerfilmmern“ und wurde dafür auch gleich entsprechend belohnt: 2005 gewann Matthias Schweighöfer für diese Rolle den Bayrischen Filmpreis als bester männlicher Nachwuchsdarsteller. Noch im selben Jahr übernahm der Erfolgsmime die männliche Hauptrolle in der Komödie „Polly Blue Eyes“ und war in dem biographischen TV-Film „Schiller“ in der Titelrolle zu bewundern.

Auch die künftigen Jahre brachten Matthias Schweighöfer große Erfolge ein. 2006 standen drei Filme mit dem Deutschen auf dem Programm; 2007 ging es ähnlich erfolgreich weiter. Nachdem Schweighöfer die Hauptrolle in dem 68er-Streifen "Das wilde Leben" übernommen hat, sahen wir ihn im Dezember in einer Nebenrolle in der Komödie "Keinohrhasen" von Til Schweiger. Anfang 2008 übernahm der deutsche Erfolgsmime seine bislang größte Rolle, als er in dem Kriegsfilm "Der rote Baron" die Titelrolle übernahm. 2009 sahen wir ihn in einer Nebenrolle neben Tom Cruise in "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat", in der Komödie "Zweiohrküken" und zudem in dem abenteuerlichen Film "12 Meter ohne Kopf". 2010 startete für den mittlerweile etablierten deutschen Schauspieler mit einer Hauptrolle in der Komödie „Friendship!“.

Am 01. Mai 2009 erblickte Tochter Greta in Berlin das Licht der Welt. Mutter ist Schweighöfers langjährige Freundin Ani Schromm.... zur kompletten Biographie-Seite



Filmauswahl von Matthias Schweighöfer:

Die Freunde der Freunde

Deutschland, 2001

Als Gregor die schöne Billie zum ersten Mal sieht, ist er sofort über beide Ohren in sie verliebt. Billie lebt jedoch kein einfaches Leben: Wegen ihres Exmannes ist sie hoch verschuldet und muss ihr gemeinsames Kind alleine großziehen. Gregor unterstützt Billie so gut er kann, doch kann er durch seine Hilfsbereitschaft ihr Herz noch lange nicht erobern. Als er mit dem Abitur fertig ist, zieht er nach München und trauter dort, Monate später, noch immer seiner Billie hinterher.
Sein Freund Arthur ist von einem ganz anderen Schlag und setzt auf die freie Liebe, ohne sich jemals verliebt zu haben. Er führt eine lockerleichte Beziehung zu einem hübschen Mädchen und hat in den vergangenen Jahren schon so einige Herzen gebrochen.
Als Gregor beschließt, dass sein bester Freund Arthur auch endlich mal die tolle Billie kennen lernen soll, muss er jedoch entdecken, dass Arthur und Billie auf einer höheren spirituellen Ebene miteinander verbunden und somit füreinander bestimmt sind….... zur Filmkritik


Nachts im Park

Deutschland, Schweiz 2002

Als der Arzt Steffen Hennings des Mordes an mehreren Frauen bezichtigt wird, taucht er unter. Während die Polizei die ganze Stadt nach ihm durchkämmt, macht sich vor allem seine Kollegin Katharina große Sorgen. In ihrem Garten sitzt ein schwarz gekleideter Mann, der sie durch ihr Fenster beobachtet. Vor lauter Panik alarmiert sie die Polizei, die letzten Endes aber nur noch mehr Unheil verursacht. Als der Polizeipsychologe erste Zweifel daran aufkommen lässt, dass Steffen tatsächlich der Serienkiller ist, beginnt die Lage richtig prekär zu werden: Kann Katharina ihrem Kollegen Steffen trauen und wer ist der Mann, der sie Nacht für Nacht beobachtet?...zur Filmkritik


Die Klasse von ´99

Deutschland, 2003

Felix hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden: Nach dem Abitur studierte er ein Jahr auf Lehramt, brach jedoch ab um zu der Polizei zu wechseln. Nach einem halben Ausbildungsjahr wird ihm jedoch auch dieser Job schon wieder zu langweilig und er denkt erneut an einen Berufswechsel. Sein bester Freund Sören versucht ihn abzulenken und involviert den Polizeilehrling in seine Drogenschmuggelgeschäfte über die nahe gelegene holländische Grenze. Doch Felix´ Nerven sind nicht stark genug für die nächtlichen Fahrten nach Holland und auch die Tatsache, dass Sören mit Simona, seiner ersten großen Jugendliebe, zusammen ist, lässt ihm keine Ruhe…....zur Filmkritik


Soloalbum

Deutschland, 2003

Der coole Ben kann es einfach nicht auf sich sitzen lassen, dass er von seiner Freundin Katharina verlassen wurde. Gekränkt bis ins Mark überlegt er sich, wie er Katharina zurückerobern könnte – und dass obwohl er sich zu Anfang eigentlich gar nicht sicher ist, ob er sie auch wirklich liebt…...zur Filmkritik



Kammerflimmern

Deutschland, 2005

Seit Crashs Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, sieht er es als seine persönliche Bestimmung die Leben von anderen Menschen zu retten. Und wo könnte er das besser als beim Roten Kreuz? Dieser Arbeit als Rettungssanitäter gibt er sich voll und ganz hin – da hat ein Privatleben nicht mehr viel Platz. Nachts quälen ihn jedoch Alpträume. Immer wieder sieht er die gleichen Bilder: Wie seine Eltern bei dem Unfall sterben und wie eine fremde Frau Hilfe suchend die Hände nach ihm ausstreckt. Als Crash eben diese schöne Frau bei einem Einsatz tatsächlich in der realen Welt sieht, glaubt er an ein Wunder. Er verliebt sich in sie, doch dann droht sich das Schicksal zu wiederholen....zur Filmkritik


Polly Blue Eyes

Deutschland, 2005

Polly ist noch sehr jung, eigentlich zu jung um schon zwei Jahre Gefängnis hinter sich zu haben. Aber wen wundert es schon? Beide Eltern sind hochkriminell und auch die ältere Schwester ist in die kriminellen Machenschaften der Familie miteinbezogen.
Doch jetzt wird Polly aus der Haft entlassen und hat sich als Vorsatz genommen von nun an ihr eigenes und vor allem ein nichtkriminelles Leben zu führen. Am Anfang läuft eigentlich alles in die richtige Richtung – Sie findet sogar einen Job und zieht in eine eigene Wohnung. Die große Liebe scheint auch schon bald gefunden zu sein. Doch dann macht Pollys Familie ihr einen Strich durch die Rechnung: Der neue Freund ihrer Schwester hat einen todsicheren Plan, wie man an schnelles Geld rankommen kann: Aluminiumfertighäuser! Um allerdings eine Firma aufbauen zu können braucht man ein gewisses Startkapital und dieses soll durch einen Überfall auf einen Getränkemarkt herbeigeschafften werden. Dabei muss natürlich die ganze Familie mithelfen, auch Polly......zur Filmkritik


Schiller

Deutschland, 2004

Als der junge Schiller von seinen Eltern nach Stuttgart auf die Militärschule von Herzog Karl Eugen geschickt wird, ist er bereits von der ersten Minute an unglücklich mit der Situation. Doch er ist tapfer und bleibt der „Fahne“ einige Jahre treu erhalten. Er studiert Medizin und schließt sein Studium mit einer Dissertation zu dem Thema „Versuch über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen“ ab. Dennoch kann er für die Medizin nie die selbe Leidenschaft entwickelt wie für das Dichten. Als er 1781 endlich sein erstes Bühnenstück „Die Räuber“ beendet und dieses ein Jahr später in Mannheim mit großem Erfolg uraufgeführt wird, erklärt er seine militärische Laufbahn für beendet. Er flieht aus Stuttgart und lässt sich in Mannheim nieder, wo er sich erhofft Hausautor des dortigen Theaters zu werden. Doch die Konkurrenz ist hart: Iffland, Schauspieler und ebenfalls Dichter, hat es auch auf die Stelle abgesehen und scheint bislang noch bessere Karten als Schiller zu haben…...zur Filmkritik


Keinohrhasen

Deutschland, 2007

Ludo liebt seinen Job als Journalist bei einem der bekanntesten deutschen Boulevardblättern. Zusammen mit seinem Fotograf jagt er die Promis und verpasst kein Ereignis über das es sich zu berichten lohnt. Eines Tages treibt er es jedoch zu weit und wird von einer Richterin zu 300 Sozialstunden in einem Kinderhort verdonnert. Kaum in dem Hort angekommen, muss er eine erschreckende Entdeckung machen: Anna, die er als Kind immer gehänselt hat, arbeitet auch dort und macht ihm von nun an die Hölle heiß. Sie verpasst keine Chance ihren Feind zu bekämpfen und treibt Ludo damit schier in den Wahnsinn…...zur Filmkritik


Der rote Baron

Deutschland, 2008

1916: Europa befindet sich im Krieg und ist an der Westfront im Marsch auf Paris. Die Bodentruppen werden von einer Fliegertruppe, die Helden der Lüfte, unterstützt. Bei ihnen ganz vorne mit dabei ist Freiherr Manfred von Richthofen, der mit seinen geschickten Manövern die meisten feindlichen Flieger vom Himmel holt. Schon bald werden die obersten Heeresführer auf den Freiherr aufmerksam und befördern ihn zum Truppeneinsatzleiter. Als er eines Tages dann tatsächlich das „Ass der Asse“ ist und von ganz Deutschland mit ehrwürdigem Blick bedacht wird, werden ihm von der schönen Krankenschwester Käte jedoch die Augen geöffnet. Diese führt Manfred, der nur noch unter dem Namen „der rote Baron“ bekannt ist, das Grauen des Krieges vor Augen. Dadurch verliert der Krieg für ihn den spielerischen Charakter und er kann sich den Luftduellen nicht mehr mit völliger Hingabe entgegenstellen…...zur Filmkritik


Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben

Deutschland, 2009

Marcel Reich-Ranicki wurde am 2. Juni 1920 in Wloclawek, Polen als Jude geboren. Seine Kindheit verbringt er noch bei seinen Eltern in Polen, zieht in seiner Jugend jedoch in das nationalsozialistische Berlin. Dort lernt er deutsch, lässt sich ausbilden und entdeckt später die Schönheit der Literatur für sich. Der immer stärker verbreitete Nationalsozialismus zwingt ihn jedoch zu einer Rückkehr in sein Heimatland. Schneller als erwartet wird jedoch auch Warschau von den Nationalsozialisten besetzt, die die Juden in das Warschauer Getto verbannen. Dort beginnt für Marcel Reich-Ranicki ein harter Kampf, bei dem es um Leben und Tod geht....zur Filmkritik


Zweiohrküken

Deutschland, 2009

Zwei Jahre sind nun vergangenen, seit sich Anna und Ludo als Paar gefunden haben. Mittlerweile wohnen sie in einer gemeinsamen Wohnung, in der sie der ganz normale Beziehungsalltag eingeholt hat. Dieser wird allerdings ordentlich aufgemischt, als auf einmal eine alte Freundin von Ludo wieder in der Stadt auftaucht und ihrem Ex-Lover schöne Augen macht. Anna findet das natürlich gar nicht komisch, weshalb es ihr gerade gelegen kommt, dass ihr Exfreund für einige Tage eine Unterkunft sucht und Anna um Hilfe bittet. Natürlich bietet sie ihm sofort das Sofa an. Das wiederum bringt Ludo ordentlich auf die Palme und stellt die Beziehung der beiden auf eine harte Probe.....zur Filmkritik


Friendship!

Deutschland, 2010

Berlin 1989: Die Mauer ist offen und die beiden Freunde Tom und Veit können es noch gar nicht fassen. Ihr Plan nach San Francisco zu fahren ist leichtsinnig und spätestens im Reisebüro erhalten sie einen ordentlichen Dämpfer. Ihre 300 West-Mark reichen nur bis New York. Die beiden denken sich: Machen wir das Beste draus! Von dort aus geht es weiter per Anhalter. Was Tom nicht weiß: Veit hat einen Grund, warum er unbedingt zu seinem Geburtstag in Kalifornien sein muss: Er sucht seinen Vater. Um ihn zu finden bleiben nur noch zwei Wochen. Das Abenteuer beginnt... ...zur Filmkritik



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