Steven Spielberg

Biographie

Steven Spielberg © United International Pictures

Geboren am 18.12.1946 in Cincinnati, Ohio, USA Autor Melanie Frommholz

”Ich mag es immer an das Publikum zu denken, wenn ich Regie führen, denn ich bin das Publikum.”
Auf die Frage: „Nennen Sie einen bekannten Regisseur“, würde heutzutage wohl die Mehrheit der Befragten einen Namen nennen: Steven Spielberg. Der Amerikaner ist zweifelsohne eine wahre Institution im Filmgeschäft. Hoch dekoriert mit zahlreichen Auszeichnungen, ist der Mitbegründer des Multimedia-Studios Dreamworks SKG ( SKG steht für die Gründer Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen) aber auch als Produzent und Autor heute aus der Welt des Kinos und TV’s nicht mehr weg zu denken.

Wirft man einen Blick auf die Filmographie des in Cincinatti, Ohio, USA geborenen Steven Spielberg, wird einem schwindelig. Bereits im Alter von 12 Jahren hatte ihn die Leidenschaft für die bewegten Bilder gepackt. Seinen ersten Film „The last Gun“ drehte er 1959. Um sich ganz und gar der Karriere im Unterhaltungsgeschäft zu widmen, schmiss er sein Studium an der Long Beach University und arbeitete zunächst als Editor-Assistent an diversen Kurzfilmen mit. Hier bekam er auch erstmals die Gelegenheit sich „professionell“ als Regisseur zu versuchen. Steven Spielberg hatte endgültig Blut geleckt. Seine Arbeit beim Kurzfilm „Amblin“ 1969 sorgte für einen ersten Fingerzeig beim Atlanta Film Festival und brachte ihm einen unglaublichen 7-Jahres-Vetrag mit Universal Pictures. Noch nie hatte ein so junger Regisseur von einem der großen Studios ein solches Angebot erhalten. „Abmblin“ sollte dann auch der Name der ersten Produktionsfirma von Spielberg werden. Ein gutes Omen, wie wir heute wissen.

Zu Beginn der 70er Jahre arbeitete Steven Spielberg vor allem fürs Fernsehen. Projekte wie zum Beispiel „Night Gallery“ (1970), „Marcus Welby, M.D." (1969) oder „Columbo" tragen die Handschrift des Amerikaners. Seinen ersten richtigen Kinofilm „Sugarland Express“ drehte er dann 1974. Bereits ein Jahr später, 1975, folgte mit „Der weiße Hai“ der internationale Durchbruch als Regisseur. In Sachen Schockeffekte setzte er mit den Haiattacken für die damalige Zeit neue Maßstäbe.

“Ich interpretiere meine Träume und mache einen Film aus ihnen. Und die Menschen sehen meine Filme und sie werden zu einem Teil ihrer Träume.“
“Neue Maßstäbe setzen.“ Eine Maxime, die sich wie ein roter Faden durch die Arbeit von Steven Spielberg zieht. Egal ob die „Indianer Jones-Reihe“, „E.T, der Außerirdische“ oder die „Zurück in die Zukunft“ –Filme, Spielberg machte und macht Stars und sorgt für Meilensteine im Filmgeschäft. Mal als Produzent, mal als Regisseur oder Autor. Für „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977), „Jäger des verlorenen Schatzes“ (1981) und „E.T.“ (1982) gab es dann auch unweigerlich die ersten OSCAR-Nominierungen in der Sparte Regie. Die 80er Jahre waren überhaupt eine sehr erfolgreiche und produktive Zeit für den Amerikaner. Auch seine Regiearbeit bei den Filmprojekten „Die Farbe Lila“ (1985) und „Das Reich der Sonne“ (1987) wurden mit weiteren OSCAR-Nominierungen belohnt. Ende der 80er Jahre setzte Spielberg dann auch auf dem Gebiet des Animationsfilms neue Akzente. 1988 sorgte der Film „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ mit seiner Mischung aus Trickfilm und Realverfilmung für Aufsehen. Steven Spielbergs Schwäche für Zeichentrick- und Animationsfilme wird auch durch die vielen TV-Projekte auf diesem Gebiet deutlich, bei denen er als Produzent maßgeblich beteiligt war und ist.

In den 90er Jahren legte Steven Spielberg seinen Schwerpunkt wieder mehr auf die Sparte Regie. Und wieder punktete er mit seinen Projekten nicht nur an den Kinokassen, sondern auch bei den Kritikern. Es gab OSCARS für die Filme „Schindlers Liste“ (1993) und „Der Soldat James Ryan“ (1998). Besonders „Schindlers Liste“ wurde für Steven Spielberg, der selbst jüdischen Glaubens ist, zu einer echten Herzensangelegenheit. So setzte er sich intensiv mit den Ereignissen des Holocaust auseinander und engagiert sich seit dem, unter anderem durch die Gründung der Shoa-Foundation, für die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte während der Nazizeit. Sein unermüdlicher Einsatz gegen die wachsende Fremdenfeindlichkeit brachte im 2004 auch die höchste französische Auszeichnung „ Ritter der französischen Ehrenlegion“ ein.

Aber zurück in die 90er Jahre. Mit „Jurassic Park“ ließ der Amerikaner 1993 die Dinos auf das Kinopublikum los und brach damit, wieder einmal, alle Rekorde an den Kinokassen. Ein Jahr später gründete er mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen das Studio Dreamworks SKG. Wie wir heute wissen, ein weiterer genialer Coup des vielseitigen Steven Spielberg, der ihm endgültig einen Sitz im Film-Olymp Hollywood sichern sollte. Seine erste Regiearbeit für Dreamworks SKG „Amistad“ (1997) war dann auch gleich bei den Oscars mit vier Nominierungen vertreten.

In der jüngeren Vergangenheit konnte Steven Spielberg unter anderem mit Filmen wie „Minority Report“ oder „Catch me if you can“ punkten. 2004 war der Gewinner des "Lifetime Achievement Awards" des US-Filminstitutes und Träger des Irving G. Thalberg-Preises der US-Filmakademie mit „Terminal“ in unseren Kinos. Nur ein Jahr später dann das nächste Blockbuster-Projekt aus dem Hause Spielberg. Mit "Zugpferd" Tom Cruise in der Hauptrolle brachte er den H.G. Wells Klassiker "Krieg der Welten" auf die große Leinwand. Für seinen bewegenden Film "München" erhielt der Star Regisseur 2006 5 OSCAR Nominierungen. "Die Geisha", den Spielberg produzierte, heimste ebenfalls 5 Nominierungen ein. Mit "Monster House" und "Flags of our Fathers" liefen 2006 und erneut Projekte in unseren Kinos, an denen der erfolgreiche Filmemacher "nur" als Produzent beteiligt war. Eine Tendenz die sich 2007 weiterhin abzeichnete. Doch Spielberg wäre nicht Spielberg, ließe er sich übermäßig in die Karten schauen. Zusammen mit Weggefährte George Lucas bastelte der Regisseur im stillen Kämmerlein über die Jahre an seinem nächsten Coup. 20 Jahre nach dem dritten Teil kam dann 2008 der vierte Film der „Indiana Jones"-Reihe in unsere Kinos. Wieder mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Ein Ende des Schaffens von Spielberg ist noch lange nicht in Sicht. Als ausführender Produzent betreute er unter anderem Projekte wie „Transformers - Die Rache“, oder „In meinem Himmel”. 2011 produzierte er den J.J. Abrams-Film "Super 8". Ebenfalls für 2011 war die nächste Regiearbeit „Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der 'Einhorn' “ angekündigt. Ein überzeugender, weiterer Schritt im Prozess der Verschmelzung von Mensch und Animation, der zudem noch ungeheuer Spaß machte. Die Jury der Golden Globes zeichnete den gelungenen Film dann auch prompt als besten animierten Film aus. Für seine Produzententätigkeit bei „Gefährten" durfte sich Spielberg bei den OSCARS 2012 über eine weitere Nominierung freuen.

“Ich arbeite nicht an den Wochenenden. Die Wochenende gehören meinen Kindern. (...)“
Steven Spielberg ist in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Kate Capshaw verheiratet. Das Paar hat fünf gemeinsame Kinder. Aus seiner ersten Ehe mit Amy Irving hat er ein Kind.


Filmographie Steven Spielberg

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
2005: Beste Regie: München

OSCAR Nominierungen:
1977: Beste Regie: Unheimliche Begegnung der dritten Art
1981: Beste Regie: Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes
1982: Bester Film: E.T. - Der Ausserirdische
1982: Beste Regie: E.T. - Der Ausserirdische
1985: Bester Film: Die Farbe Lila
1998: Bester Film: Der Soldat James Ryan
2005: Beste Regie: München
2005: Bester Film: München
2006: Bester Film: Letters from Iwo Jima
2011: Bester Film: Gefährten

Gewonnene OSCARs
1993: Bester Film: Schindlers Liste
1993: Beste Regie: Schindlers Liste
1998: Beste Regie: Der Soldat James Ryan