Ang Lee

Biographie

Ang Lee © Tobis

Geboren am 23.10.1954 in Pingtung, Taiwan Autor Thomas Ays

„Martial-Arts Filme in englisch zu drehen ist genauso sinnig, wie John Wayne in einem Western chinesisch sprechen zu lassen.“
Wenn man von Ang Lee spricht, könnte man eigentlich auch das Synonym „äußerst erfolgreicher Regisseur“ benutzen. Wenn es auf einen Filmemacher zutrifft, dann auf ihn.
1954 in Taiwan geboren, wanderte Ang Lee 1978 in die USA aus, wo er an der University of Illinois Theaterwissenschaften studierte. Einen weiteren Abschluss machte er in dem Bereich Filmproduktion an der New York University. Bereits während seiner Studienzeit inszenierte Lee einige Filme, die meist mit Preisen bedacht wurden.
Sein erster Spielfilm „Pushing Hands“, der 1992 in die Kinos kam, erhielt bereits mehrere Filmpreise, unter anderem drei Golden Horse Award (das taiwanesische Gegenstück zum OSCAR). Außerdem wurde „Pushing Hands“ im Rahmen der Berlinale gezeigt.
Bereits ein Jahr später konnte er mit seinem zweiten Film (!!) „Das Hochzeitsbankett“ erneut Preise einheimsen. Sowohl den Goldenen Bären bei der Berlinale, als auch eine Golden Globe und OSCAR Nominierung als bester ausländischer Film. Ang Lee zeigte in nur zwei Jahren „professioneller Arbeit“, dass er sein Handwerk wirklich gelernt hat. Doch die Erfolgssträhne riss nicht ab. „Eat Drink Man Woman“ von 1994 erhielt erneut eine OSCAR und Golden Globe Nominierung, doch „Sinn und Sinnlichkeit“ bedeutete den endgültigen Durchbruch für den Regisseur: 7 OSCAR Nominierungen, darunter „Bester Film“, „ Beste Hauptdarstellerin“ und „Beste Nebendarstellerin“ erhielt die Jane Austen Verfilmung. Einen konnte „Sinn und Sinnlichkeit“ mit nach Hause nehmen: Den für das beste Drehbuch, geschrieben von Emma Thompson, die auch die Hauptrolle spielte. Bei den Globes wurde er als Bester Film ausgezeichnet, außerdem erhielt er den Goldenen Bären der Berlinale. Spätestens mit „Sinn und Sinnlichkeit“ war Ang Lee fest in der Filmbranche etabliert.
Nach „Tiger and Dragon“, der 10 OSCAR Nominierungen und 4 davon mit nach Hause nehmen konnte, brachte der erfolgreiche Regisseur die Comicverfilmung „Hulk“ in die internationalen Kinos. Diesen Film kann man getrost als „nicht nennenswert“ bezeichnen, wenn man sich die Filmographie von Ang Lee so ansieht. In selben Jahr lehnte Ang Lee auch die Regiearbeit für „Terminator 3“ ab.
2006 wurde wieder ein erfolgreiches Jahr für Ang Lee. Sieben (!) Golden Globe Nominierungen erhielt sein Film „Brokeback Mountain“. Darunter war auch Bester Film und Beste Regie. Letztlich erhielt der Streifen vier Golden Globes und drei Oscars. Darunter auch beide Male die Auszeichnung für die Beste Regie. Unfassbar, was dieser Mann in so wenigen Jahren erreicht hat. Da kann man nur den Hut ziehen. 2009 kam “Taking Woodstock” in die Kinos.
Auch privat sieht’s rosig aus: Mit seiner Frau Jane Lin ist Ang Lee seit 1983 verheiratet. Die beiden haben 2 Söhne: Haan (*1984) and Mason (*1990).


Filmographie Ang Lee

Filmpreise

Gewonnene Golden Globes:
2005: Beste Regie: Brokeback Mountain

OSCAR Nominierungen:
2000: Bester Film: Tiger & Dragon
2000: Beste Regie: Tiger & Tragon
2000: Bester ausländischer Film: Tiger & Dragon

Gewonnene OSCARs:
2005: Beste Regie: Brokeback Mountain