Peter Weir

Biographie

Peter Weir © 20th Century Fox Germany

Geboren am 21.08.1944 in Sydney, Australien Autor Melanie Frommholz

Der australische Regisseur Peter Weir fand seinen Einstieg Ende der 60er Jahre in die Filmbranche über Kurzfilme. Zunächst hatte er Kunst und Jura an der Universität von Sydney studiert. In seinem Heimatland machte Weir zum ersten Mal als Regisseur mit seinem Streifen „Die Autos, die Paris auffraßen“ von sich reden. Es folgte der mystische "Picknick am Valentinstag". 1977 drehte er mit Richard Chamberlain das Drama „Die letzte Flut“, der 1978 in die Kinos kam. Bereits seine beiden nächsten Filme "Gallipoli" und „Ein Jahr in der Hölle“ bescherten dem Filmemacher dann den endgültigen Durchbruch und brachten ihn auch international als Topregisseur ins Gespräch. Gerne schrieb Peter Weir die Drehbücher zu seinen intensiven Filmen auch selbst.

Der Ruf aus Hollywood lies nicht lange auf sich warten. 1985 verwirklichte Peter Weir dort mit Harrison Ford in der Hauptrolle den Film "Der einzige Zeuge" und heimste neben sieben weiteren OSCAR-Nominierungen auch gleich eine für die beste Regie ein. Für Ford war die Zusammenarbeit mit dem Australier die Chance sich abseits des Action-Faches auch in einer ernste Rolle zu präsentieren. Auch anderen Darstellern sollte Weir diese Möglichkeit im weiteren Verlauf seiner Karriere eröffnen. Nach "Mosquito Coast" 1986 konnte Peter Weir 1988 mit dem heutigen Kultfilm "Der Club der toten Dichter" erneut bei den Academy-Awards in der Kategorie Beste Regie mit einer Nominierung punkten. Diesmal besetze er Robin Williams entgegen seinem „lustigen“ Image in einer ernsten Rolle und so konnte der Mime seine Stärken als Charakterdarsteller zeigen. 1990 drehte Peter Weir die Komödie "Green Card - Scheinehe mit Hindernissen". Mit seinem Drehbuch zum "Green Card" war er bei der Verleihung der OSCARs erneut unter den besten fünf. Der Film war für Hauptdarsteller und Charakterkopf Gérard Depardieu einer der wenigen Ausflüge ins amerikanische Filmgeschäft.

Weir bewies weiterhin ein glückliches Händchen bei seinen Filmprojekten. OSCAR-Nominierungen in der Sparte beste Regie für seine Filme "Fearless - Jenseits der Angst" 1993, "Die Truman Show" 1998 oder "Master and Commander" 2003 sprechen für sich. Sein Konzept für die Hauptrollen Darsteller zu besetzen, die sich hier in einem anderen Gerne beweisen können, war im Fall von "Die Truman Show" die Chance für Jim Carrey eine andere Facette von sich zu zeigen, was mit einem Golden Globe belohnt wurde. Nach acht Jahren Pause startete 2011 mit „The Way Back - Der lange Weg“ wieder ein Regieprojekt von Peter Weir in unseren Kinos. Die Verfilmung einer Tatsachengeschichte führt Darsteller wie Ed Harris, Colin Farrell, Saoirse Ronan, Gustaf Skarsgård, Mark Strong und Jim Sturgess zusammen.

Seit 1966 ist Peter Weir mit Wendy Stites verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.


Filmographie Peter Weir

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1986: Beste Regie: Der einzige Zeuge
1989: Beste Regie: Der Club der toten Dichter
1998: Beste Regie: Die Truman Show
2003: Bester Film - Drama: Master and Commander
2003: Beste Regie: Master and Commander

OSCAR Nominierungen:
1985: Beste Regie: Der einzige Zeuge
1989: Beste Regie: Der Club der toten Dichter
1990: Bestes Drehbuch: Green Card
1998: Beste Regie: Die Truman Show
2003: Beste Regie: Master and Commander
2003: Bestes Drehbuch: Master and Commander